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Veröffentlicht am 19.12.2019

Spannendes Jugendbuch

ADRIAN BLACKWELL
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Es geht um den Teenager Adrian Blackwell, dessen Vater in der Runenforschung tätig war und vor einem halben Jahr bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam. Adrians Mutter war zunächst völlig mit der ...

Es geht um den Teenager Adrian Blackwell, dessen Vater in der Runenforschung tätig war und vor einem halben Jahr bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam. Adrians Mutter war zunächst völlig mit der Situation überfordert und auch Adrian leidet natürlich unter dem Verlust des Vaters. Als er dann plötzlich beginnt, kuriose Gestalten um sich herum zu sehen, die scheinbar niemand anderes sehen kann, glaubt auch er, langsam den Verstand zu verlieren. Doch bei den kuriosen Gestalten handelt es sich um Odin und dessen Sohn Thor, aber auch der Fenris Wolf ist hinter ihm her Adrian soll ein Runenbuch des Vaters finden, um die Ordnung in der Götterwelt wieder herzustellen. Doch das erweist sich als recht schwierig.
Meine Meinung
Das düstere, geheimnisvolle Cover verspricht eine abenteuerliche Geschichte und ja, Adrian Blackwell ist durchaus ein sehr spannendes Jugendbuch.
Ralf Raabe macht es sehr leicht, in die Geschichte zu finden, denn es beginnt leicht und ja, auch sehr lustig. Auch sonst erzählt er leicht und gut verständlich, so dass rein inhaltlich keine Probleme entstehen.
Auch die Geschichte liest sich recht spannend und abenteuerlich und ich denke, dass sich vor allem Jungs hier schnell mit dem Protagonisten Adrian Blackwell identifizieren können. Adrian wird von jetzt auf gleich in Situationen gestoßen, die ihn zunächst zweifeln lassen, an dem, was er da sieht. Wer würde auch schon glauben, dass ein alter Mann, der völlig verwirrt zu sein scheint, ausgerechnet Göttervater Odin ist? Oder vom Fenriswolf bedroht wird? Doch irgendwann spitzt sich die Situation zu und Adrian muss schauen, dass er eine Lösung findet. Im großen und ganzen war das schon interessant, gerade Asgard und seine Götter mag ich immer, doch ich muss hier sagen, dass mir das alles noch zu wenig erklärt wurde. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit Jugendliche sich in der nordischen Göttersaga auskennen. Da ist wohl eher Thor aus den Avengers bekannt, als das man viel über die Saga an sich weiß. Man muss zwar jetzt kein großer Kenner der Götterwelt sein, doch man sollte zumindest ein wenig wissen, wer wofür steht, ansonsten könnte das Abenteuer vielleicht zu uninteressant werden. Trotzdem muss Adrian hier die ein oder andere Gefahr überstehen und trifft dabei auf Freunde und Feinde. Manches läuft dann zu glatt, anderes habe ich so nicht kommen sehen, deshalb ist es so ein auf und ab gewesen beim Lesen.
Ein dritte Person Erzähler beschreibt aus Adrians Pespektive, was vor sich geht. Dadurch wird man zum Beobachter der Situationen und kann sich gut vorstellen, was vor sich geht. Wir dürfen dabei aber auch Adrian recht gut kennenlernen und dieser macht schnell einen sympathischen Eindruck.
Adrian hat es nicht allzu leicht, seitdem sein Vater so plötzlich ums Leben kam. Er tappst schonmal ganz gerne in das ein oder andere Fettnäpfchen, was die gesamte Geschichte auch mit dem gewissen Humor spickt. Wie ich bereits erwähnte, könnte ich mir gut vorstellen, dass sich gerade Jungs in dem Alter mit Adrian identifizieren können. Innerhalb der Geschichte entwickelt er sich deutlich weiter und ich bin gespannt, wie er in zukünftigen Abenteuern agieren wird.
Neben Adrian kommen noch die ein oder andere weitere Figur mit ins Spiel. Da wären unter anderem die Schulkameradin Alison, die ihm unerwartet zur Seite steht oder das Mädchen Bo, das auf der Straße lebt und ihm aus der Patsche hilft. Beide sind interessante Persönlichkeiten und vor allem über Bo würde ich gerne noch mehr erfahren.
Natürlich erleben wir hier auch die unterschiedlichen Götter Asgards, wobei ich gespannt bin, ob sich die Darstellungen dieser in den Folgebänden noch intensiviert.
Mein Fazit
Alles in allem ein spannendes Jugendbuch, das für abenteuerliche Lesestunden sorgt und vor allem auch die Zielgruppe ansprechen wird. Man muss nicht völlig bewandert sein in der nordischen Göttersaga, aber wenn man bereits ein wenig Einblick hat, kann das hier durchaus hilfeich sein. Ralf Raabe hat einen lockeren und leichten Schreibstil, der auch immer wieder mit witzigen Situationen aufgelockert wird. Gut gelungener Einstieg in eine neue Reihe.

Veröffentlicht am 16.12.2019

Sehr berührend

Alles okay
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Die Collegezeit, für viele die beste Zeit des Lebens, doch für Marin bringt diese Zeit große Veränderungen. Marin, die nach dem viel zu frühen Tod ihrer Mutter, bei ihrem Großvater, kurz Gramps genannt, ...

Die Collegezeit, für viele die beste Zeit des Lebens, doch für Marin bringt diese Zeit große Veränderungen. Marin, die nach dem viel zu frühen Tod ihrer Mutter, bei ihrem Großvater, kurz Gramps genannt, aufgewachsen ist, muss plötzlich erwachsen werden. Denn sie ist regelrecht von zu Hause an ihr neues College geflüchtet und hat dabei alle hinter sich gelassen, auch ihre allerbeste Freundin Mabel. Doch Weihnachten steht vor der Tür und Marin erwartet Besuch von Mabel, die sich dieses Mal nicht abwimmeln ließ. Schon nach kurzer Zeit merkt Marin, wie sehr sie Mabel vermisst hat und wie gut es tut, sich ihr zu öffnen.
Meine Meinung
Alles okay, dieser Titel machte mich neugierig, denn wie oft hat man sich selbst schon dabei ertappt, genau diese beiden Worte von sich zu geben, obwohl einfach nichts okay ist. Genau so sieht es auch in Marin aus, die einen schweren Verlust hinter sich hat und fluchtartig ihre Heimat und ihre Freunde hinter sich ließ.
Mit einem sehr jungen, aber auch absolut emotionalen Erzählstil beschreibt Nina Lacour, was Marin passiert ist und wie es ihr gegenwärtig geht. Dabei schreibt sie so tief berührend, dass man sich regelrecht in die Protagonistin Marin versetzt fühlt.
Genau um diese dreht sich auch die Geschichte, denn Marin muss lernen, erwachsen zu werden. Dabei hat es die junge Frau alles andere als leicht. Bereits als kleines Kind verliert sie ihre Mutter bei einem tragischen Surfunfall und wächst seitdem bei ihrem Gramps auf. Dieser wirkt wie ein sehr großherziger, liebevoller Mann, doch ist er auf seine Art unheimlich distanziert. Sowohl er als auch Marin haben besondere Momente, halten sich jedoch auch auf Abstand. Genauso ist auch Marin, sie ist durchaus aufgeschlossen und mutig, doch irgendwie ist sie auch unheimlich verschlossen. Als Leser allerdings darf man sie und vor allem ihre gesamte Gefühlswelt intensiv kennenlernen.
Erzählt wird das ganze aus der Sicht von Protagonistin Marin, die von ihrer gegenwärtigen Situation auf dem College und von ihrer Vergangenheit erzählt. Dabei deckt sie so nach und nach ihre Gefühle und ihr Erlebtes auf.
Die Geschichte nahm gleich vom ersten Moment an gefangen. Dabei ist die Grundstimmung sehr schwer, sehr melancholisch und passt einfach zu dem gesamten Gedankengang der Protagonistin. Ich fühlte mich beim Lesen beinahe selbst schon so schwer und zwar nicht direkt verzweifelt, aber einsam und enttäuscht. Die Worte dringen beim Lesen tief ins Herz und man wünscht sich so sehr, dass alles sich wendet. Tatsächlich beginnt sich dann auch das Blatt für Marin zu wenden, nämlich ab dem Moment, wo auch sie beginnt, sich zu öffnen.
Marin ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich wollte sie einfach in den Arm nehmen und beschützen. Wobei ich mir so manches Mal nicht sicher war, ob solch ein Verhalten Marin nicht abgeschreckt hätte. Ich fand sie durch und durch authentisch und glaubwürdig.
Neben Marin spielt auch ihre beste Freundin Mabel eine sehr wichtige Rolle. Mabel ist lebendig und eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch. Ihre Freundschaft zu Marin ist etwas ganz besonderes und überzeugt mit ihrem Tiefgang. Auch Mabel und ihre Hartnäckigkeit fand ich überzeugend.
Neben den beiden gibt es gar nicht viele weitere Charaktere. Zwar bekommt man auch einen Blick auf Gramps, doch diesen erlebt man hauptsächlich durch Marins Blick. Dadurch bleibt aber auch der Leser Gramps gegenüber auf dem nötigen Abstand.
Mein Fazit
Mit “Alles okay” hat Nina Lacour einen unheimlich berührende und gefühlvollen Roman geschrieben, der nicht nur vom Erwachsenwerden erzählt, sondern auch darüber, mit Trauer und Verlust klar zu kommen. Man bekommt mit viel Gefühl beschrieben, wie wichtig es ist, sich nicht nur zurückzuziehen, sondern auch Vertrauen zu fassen. Es ist absolut okay, zu sagen, dass halt doch nicht immer alles okay ist. Wunderschönes Jugendbuch, mit viel Gefühl und Emotionen.

Veröffentlicht am 16.12.2019

Sprachlich wunderschön

Das Geheimnis von Shadowbrook
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Wohlbehütet wächst Clara Waterfield im Hause ihrer Mutter und ihres Stiefvaters auf. Doch es hat auch einen Grund, warum Clara so behütet wird, denn sie leidet an der Glasknochenkrankheit, bei der schon ...

Wohlbehütet wächst Clara Waterfield im Hause ihrer Mutter und ihres Stiefvaters auf. Doch es hat auch einen Grund, warum Clara so behütet wird, denn sie leidet an der Glasknochenkrankheit, bei der schon ein starkes Husten ausreichen würde, um ihr die Rippen zu brechen. Clara kämpft jedoch um ihr Recht, ein normales Leben zu führen und als ihre Mutter im Alter von gerade einmal 39 Jahren verstirbt, zieht Clara in die Welt hinaus. Auf Shadowbrook soll sie helfen, das Gewächshaus und vor allem die darin befindlichen Pflanzen aufzubauen und auzuziehen. Schon bei ihrer Ankunft wird sie gewahr, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht auf Shadowbrook. Nicht nur, dass ihr Chef, Mr. Fox, nicht vor Ort zu sein scheint, auch das Getuschel der Dorfbewohner klingt in ihr nach. Denn bis vor dreizehn Jahren gehörte Shadowbrook den Pettigrews und die waren alles andere als beliebt. Der letzten Bewohnerin, Veronique Pettigrew, sagten man sogar nach, dass sie völlig verrückt gewesen sein muss und es heißt, dass sie des Nachts auf Shadowbrook spuken würde. Doch Clara glaubt nicht an Geister und versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Meine Meinung
Erst einmal großes Lob für dieses wunderschöne Cover, das einfach die Blicke auf sich zieht. Auch der Klappentext macht neugierig und man möchte, genauso wie die Protagonistin, einfach wissen, was auf Shadowbrook los ist.
Sarah Fletcher hat einen unglaublich melodischen Schreibstil. Ihre Sprache ist einfach durch und durch wunderschön. Dabei schafft sie es, dem Leser ein klares Bild von ihrem Setting, dem Herrenhaus Shadowbrook, zu präsentieren. Allerdings erzählt sie auch sehr ausführlich und ausschweifend, so dass ich beim Lesen immer mal wieder gedanklich abdriftete.
Die Geschichte rund um Shadowbrook spielt in der Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg und Fletcher gelingt es ganz hervorragend, die Zeit und das Denken der Zeit in Worte zu fassen. Man bekommt hier durchaus eine kleine Zeitreise geboten. Ich hatte mir zwar ein wenig mehr Mystery rund um das Treiben auf Shadowbrook erhofft, doch dies blieb hier mehr so das Hintergrundthema.
Das machte die Geschichte zu etwas anderem, als ich ursprünglich erwartet hätte, wobei es auf keinen Fall langweilig wird. Man begibt sich gemeinsam mit Clara auf die Suche nach Antworten und deckt dabei so manch ein erschreckendes Geheimnis rund um Shadowbrook auf. Mit vielen Dingen und Ereignissen konnte mich Autorin Susan Fletcher absolut überraschen und auch wenn ich das ein oder andere vorausgeahnt habe, gab es doch genügend Wendungen, die die Story spannend machten. Man will hier auf jeden Fall wissen, was auf Shadowbrook geschehen ist und das treibt den Leser immer mehr durch die Geschichte.
Vielmehr ist es die Protagonisten und deren Leben, das hier deutlich im Vordergrund steht. Denn Clara Warerfield, aus deren Sicht wir in der Ich-Perspektive das Geschehen verfolgen, ist ein durch und durch besonderer Mensch in dieser Zeit. Nicht nur, dass sie unter einer seltenen Krankheit leidet, nein, sie ist auch für diese Zeit ein besonderer Mensch. Frauen standen zu dieser Zeit noch deutlich den Männern nach, doch Clara lässt sich so schnell nicht verunsichern. Sie steht ihre Frau und weiß sich zu behaupten, auch sonst ist sie nicht allzu leichtgläubig oder abergläubig und beginnt Fragen zu stellen. Viel mehr Fragen, als man von ihr erwartet hätte.
Neben Clara gibt es noch einige Nebencharaktere, die sowohl auf Shadowbrook als auch rund um Shadowbrook leben. Viele wissen mehr, als sie Preis geben möchten, manch einer hegt Vorurteile gegen Clara und deren auftreten und jeder einzelne bekommt, der Wichtigkeit in der Geschichte passend, genügend Tiefgang. Auch die Charaktere sorgen deutlich für das passende Zeitgefühl.
Mein Fazit
Auch wenn ich auf den ersten Blick eine etwas andere Geschichte erwartet hätte, wurde ich nicht von dem Buch enttäuscht. Zwar gab es die ein oder andere Passage, die für meinen Geschmack zu langatmig wurde, doch das macht die Autorin mit ihrer harmonischen Sprache absolut wett. Auch mit ihrer Protagonistin hat sie eine absolut ungewöhnliche Person geschaffen, die ich für ihren Mut und ihr Auftreten bewundert habe. Wer auf der Suche nach einem besonderen Roman ist, wird hier fündig.

Veröffentlicht am 16.12.2019

Toller Einstieg

Windherz
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Prinzessin Aira lebt als Erstgeborene am Hofe des Reiches Jandor. In ihr ruht eine Gabe, die sie nicht nur zu etwas ganz besonderem macht, sondern auch höchst gefährlich. Als sie noch ein Kind ist, gerät ...

Prinzessin Aira lebt als Erstgeborene am Hofe des Reiches Jandor. In ihr ruht eine Gabe, die sie nicht nur zu etwas ganz besonderem macht, sondern auch höchst gefährlich. Als sie noch ein Kind ist, gerät diese Gabe ausser Kontrolle und fortan untersteht sie ausgerechnet der Aufsicht ihrer jüngeren Schwester und das für sieben lange Jahre. Ausserdem wird ihr jeglicher Kontakt zu ihrer geliebten Mutter untersagt. Von nun an lebt Aira ein Leben, das ihr so nicht gefällt.
Hoch im Norden lebt Kaydan Wolfshall, ebenfalls der Sohn eines Königs. Doch auch Kaydan musste sehr früh lernen, dass das Leben hart ist. Auch er leidet unter dem Gebaren seiner Brüder und als dieses eines Tages eskaliert, zieht Kaydan als Seefahrer hinaus aufs Meer.
Meine Meinung
Ein absolut großartiges Cover, das hervorragend zur Geschichte passt und mich umgehend ansprach und neugierig machte. Zumal der Klappentext eine epische High Fantasy Geschichte verspricht, die ich dann auch bekommen habe.
Mira Valentin und Erik Kellen haben zusammen eine wirklich großartige Geschichte geschrieben, die sich fesselnd und bildgewaltig lesen lässt. Dabei ergänzen sich die beiden Autoren sprachlich so gut, dass man einfach nicht merkt, wer welchen Part übernommen hat. Hier wird nichts beschönigt oder umschrieben, sondern klar und deutlich erzählt, was in der Welt Avantlans vor sich geht. Das kann durchaus mal brutal oder grausam werden, wirkt dadurch aber authentisch und glaubwürdig.
Die Welt, die hier erschaffen wird, ist von Anfang bis Ende durchdacht. In diesem ersten Band nehmen sich die Autoren Zeit, ihre Welt zu präsentieren und ihre Charaktere vorzustellen. Nach und nach bekommt Avantlan, die Welt in der diese Geschichte spielt, ein Gesicht. Alles in allem strotzt dieses Worlbuilding vor neuen Ideen und spannenden neuen Gestalten. Es gibt auf jeden Fall so einiges zu entdecken.
Man lernt zunächst die beiden Protagonisten Aira und Kaydan kennen. Aus wechselnden Perspektiven bekommen wir zunächst einen Eindruck von ihrer Kindheit und gemeinsam mit ihnen tasten wir uns langsam in die Richtung des Erwachsenwerdens. Schnell wird klar, dass in beiden etwas besonderes ruht und was ihnen zum Verhängnis werden kann.
Durch das langsame Herantasten in die Welt und an die Charaktere ist das Tempo relativ ruhig gehalten. Allerdings erhält der Leser einen Blick auf Airas Gabe und was sie mit dieser alles machen kann. Für Aira eine Gabe und ein Fluch zugleich. Immer wieder gibt es Momente, in denen man ahnt, dass sich da im Hintergrund immer mehr zusammenbraut und immer wieder bekommt man Einblicke auf diese Hintergünde. Langsam tasten sich die Geschichten der Protagonisten aneinander heran. Trotz des eher ruhigen Tempos wird es keineswegs langweilig oder langatmig, da man hier so einiges entdecken kann.
Die Protagonisten sind intensiv dargestellt und man lernt sie durchaus kennen. Da hier ein dritte Person Erzähler durch die Geschichte führt, wird man eher zum Beobachter und doch werden die Protagonisten so sympathisch, dass man von Beginn an auf deren Seite steht und mit ihnen mitfierbert. Mir hat die Ausarbeitung der Charaktere gefallen und ich bin mir sicher, dass man in den Fortsetzungen noch einiges erwarten darf.
Mein Fazit
Windherz ist der Einstieg in eine neue High Fantasy Reihe, der mir richtig gut gefallen hat. Gespickt mit vielen neuen Ideen und sympathischen Protagonisten wird man hier schnell in eine fremde Welt gezogen, die so gut beschrieben ist, dass man sich mitten hinein versetzt fühlt. Ich freue mich auf den nächsten Band und auf die gesamte Entwicklung des Geschehens. Für Freunde der epischen High Fantasy!

Veröffentlicht am 13.12.2019

Die Gefahr lauert in den Wäldern

Four Keys – Die Stadt im Schatten
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Violet ist gemeinsam mit ihrer Mutter auf dem Weg in deren Heimat Four Keys. Nachdem ihre ältere Schwester Rosie bei einem Unfall ums Leben kam, wollen sie hier einen Neuanfang wagen. Während ihre Mutter ...

Violet ist gemeinsam mit ihrer Mutter auf dem Weg in deren Heimat Four Keys. Nachdem ihre ältere Schwester Rosie bei einem Unfall ums Leben kam, wollen sie hier einen Neuanfang wagen. Während ihre Mutter sich in die Arbeit stürzt, versucht Violet sich einzuleben. Doch irgendetwas ist merkwürdig an dem kleinen Städtchen, das umgeben von tiefen Wäldern völlig abgeschieden liegt. Schon bald wird klar, dass im Wald etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Dann taucht eine Leiche auf und Violet erfährt etwas über ihre Familie und deren Vergangenheit, mit dem sie nicht gerechnet hat.
Meine Meinung
Cover reizen mich ja immer und dieses hier ist nicht nur durch die pinke Schrift, sondern auch durch das ansonsten düster wirkende Gesamtbild unheimlich interessant. Dazu kommt noch ein spannender Klappentext, der noch zusätzlich neugierig macht und ich kann sagen, dass mir die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen hat.
Es ist ein Jugendbuch und dementsprechend auch geschrieben, denn die Sprache ist jung und modern, doch dadurch liest sich auch das Buch leicht und flüssig. Im großen und ganzen wird auch das Setting gut vorstellbar, doch gerade da hätte es für mich noch einen Tick atmosphärischer werden können, da gerade die finsteren Wälder rund um Four Keys und deren düstere Geheimnisse ganz viel Potential in sich bergen.
Ansonsten ist die Geschichte aber sehr spannend und fesselnd, bietet zwar auch ein kleines bisschen High School Atmosphäre, doch die passt hier auch zum Gesamtbild. Von Beginn an spürt der Leser, dass sich nicht nur hinter dem einsamen Ort etwas verbrigt, sondern auch hinter den Einwohnern. Vier Gründerfamilien sind es, die insgeheim das Sagen über Four Keys haben und das nicht ohne Grund. Alles in allem gibt es hier eine ganze Menge Geheimnisse und der Einstieg macht neugierig auf die weiteren Bände.
Erzählt wird das ganze von einem dritte Person Erzähler, der die Perspektive zwischen Violet und einigen weiteren Jugendlichen aus Four Keys wechselt. Noch bleiben eine Menge Fragen offen und es wird auch noch nicht von jedem alles Preis gegeben. Als Leser bleibt man hier dicht am Geschehen und kann auch ein wenig miträtseln, was das Geheimnis der einzelnen und was das Geheimnis des Ortes sein kann.
Die Charaktere sind im Grunde überschaubar, im Mittelpunkt des Geschehens steht Violet, aber auch drei Jugendliche aus Four Keys, Harper, Justin und Isaac bekommen etwas Raum. Dadurch, dass aber auch die Familien der Jugendlichen mit für die Handlung wichtig sind, muss man sich ein wenig Überblick verschaffen, was aber nicht weiter schwer fällt.
Violet war mir recht sympathisch und sie hat wirklich schon einige, sehr tragische Verluste überstehen müssen. Dafür war sie mir noch ein wenig zu tough, doch sie scheint mir auch eher der Typ, der nicht mit seinen Gefühlen hausieren geht.
Die drei weiteren, im Mittelpunkt stehenden Jugendlichen, sind bisher noch nicht bis ins letzte Detail beschrieben. Von Harper und auch von Justin erfährt man ein wenig mehr, Isaac bleibt hier noch im Hintergrund. Wobei das natürlich auch noch einiges an Stoff für die weiteren Teile bietet. Ich fand sie auf jeden Fall allesamt interessant und jeder bekommt genügend Facetten, so dass sie ein spannendes Bild abgeben. Insgesamt sind die vier schon sehr unterschiedlich und ob und wie sie einander vertrauen, könnte noch sehr spannend werden.
Mein Fazit
Ein spannendes und flüssig zu lesendes Jugendbuch, dessen Mysteryanteil hier zwar noch nicht bis ins letzte beschrieben wird, doch dadurch auch eine Menge Raum für nächste Bände bietet. Die Charaktere sind völlig unterschiedlich und haben alle so ihre Geheimnisse, die sie interessant machen. Der Raum für eine düstere Atmosphäre ist hier auf jeden Fall gegeben und ich bin gespannt, wie es rund um Violet und Four Keys weitergehen wird.