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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2023

Wunderbar illustriert

Japan
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https://www.ebook.de/de/product/42311115/lisamariedickreiterandreasgoetzkarlchenhilftallenobsiewollenodernicht.htmlEin Kinder-Sachbuch über Japan ist eine interessante Idee, und ich war sehr gespannt auf ...

https://www.ebook.de/de/product/42311115/lisamariedickreiterandreasgoetzkarlchenhilftallenobsiewollenodernicht.htmlEin Kinder-Sachbuch über Japan ist eine interessante Idee, und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung. Da sich mein Sohn (9) gerade für Asien interessiert, kam das Buch wie gerufen.

Auf 80 Seiten erfährt man allerlei Wissenswertes über Land und Leute, Kultur, Sprache, Geografie, Traditionen und japanische Geschichte. Ob Schrift und Sprache, Kabuki-Theater, moderne Technik, Edo-Zeit, Sumo-Ringer, Onsen, Kirschblütenfest und Kimono - jedem Thema ist jeweils eine Doppelseite gewidmet, die komplett farbig illustriert ist und die wichtigsten Informationen in kurzen Textabschnitten und einer "Gut zu wissen"-Box enthält. Die jeweilige Seitenüberschrift ist zudem auch zusätzlich in japanischer Schrift dargestellt.

Das Buch bietet einen breiten Überblick und eine sehr interessante Einführung zum Thema Japan, und auch als Erwachsener erfährt man noch Neues. Besonders hervorzuheben sind die für ars Edition typischen wundervollen und detaillierten Illustrationen, die dieses Buch auszeichnen. Es macht schon allein Freude, das Buch durchzublättern.
Ein sehr gelungenes Sachbuch für alle Japan-Interessierten ab ca. 8 Jahren.

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Veröffentlicht am 02.11.2023

Für Michel aus Lönneberga-Fans

Karlchen hilft allen, ob sie wollen oder nicht
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Karla, 6 Jahre alt, wohnt mit ihrem kleinen Bruder Johann, ihren Eltern und dem Opa auf einem Bauernhof. Sie ist ein überaus hilfsbereites Mädchen, das immer mit den besten Absichten handelt und dabei ...

Karla, 6 Jahre alt, wohnt mit ihrem kleinen Bruder Johann, ihren Eltern und dem Opa auf einem Bauernhof. Sie ist ein überaus hilfsbereites Mädchen, das immer mit den besten Absichten handelt und dabei regelmäßig in kleinere und größere Schlamassel gerät. Zur Strafe muss sie dann im Wäschezummer ihrer Mama nachsitzen und Socken sortieren. Das Setting erinnerte mich sofort an Astrid Lindgrens Michel aus Lönneberga, und auch der Schreibstil des Buches verstärkt diese Assoziation.

Karlchens Mutter lässt den alten Geräteschuppen zu einer Ferienwohnung umbauen, und erwartet die ersten Gäste, von deren Bewertung viel abhängt. Karlchen ist  fest entschlossen, ihrer Mama zu helfen, damit alles ein Erfolg wird, und freut sich auf die ersten Gäste mit zwei Kindern aus dem fernen Berlin. Da kann man doch sicher tolle Freundschaften schließen! Doch Karlchens Hilfsaktionen haben teils ungeahnte Nebenwirkungen....

Karlchen ist einem sofort sympathisch, und auch ihre Mutter und der unkonventionelle, etwas kauzige Opa sind originelle Figuren. Johann und der Papa spielen in diesem Buch kaum eine Rolle. Das finde ich etwas schade. Generell hätte mir noch etwas nähere Informationen zu Karlchens Familie gewünscht, und der türkische Anteil an ihren Wurzeln hängt etwas unmotiviert in der Luft. Die Geschichte selbst ist sehr kurzweilig und unterhaltsam zu lesen, wenn auch an einigen Stellen für meinen Geschmack etwas übertrieben (Der Hahnangriff auf das Hochzeitsauto und seine Folgen).

Insgesamt aber ein lesenswertes, kurzweiliges und unterhaltsames Kinderbuch, das allen Freude bereiten dürfte, die Michel aus Lönneberga mögen.

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Veröffentlicht am 02.11.2023

Hatte mir mehr erwartet

Echtzeitalter
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Ich wurde auf Echtzeitalter über die Longlist des Deutschen Buchpreises aufmerksam, und der Klappentext klang sehr vielversprechend.

Leider wurde ich mit Inhalt und Schreibstil des Buches nicht richtig ...

Ich wurde auf Echtzeitalter über die Longlist des Deutschen Buchpreises aufmerksam, und der Klappentext klang sehr vielversprechend.

Leider wurde ich mit Inhalt und Schreibstil des Buches nicht richtig warm. Der Autor entwirft ein sehr negatives Bild von der Schulzeit des Protagonisten Till in einem Wiener Elitegymnasium. Der Unterrichtsstoff wird als lebensfremd, die Lehrer und Lehrerinnen entweder als Witzfiguren oder empathielos und übermäßig streng beschrieben, allesamt ohne Verständnis für ihre Schüler. Ich fragte mich, wie der Autor zu diesem recht trostlosen Schulbild kommt und ob er sich hier am seiner eigenen Schulzeit abarbeit. Mir ist diese Sichtweise zu einseitig, und ich habe meine eigene Schulzeit glücklicherweise völlig anders erlebt. Mit der Gaming-Thematik um Till konnte ich gar nichts anfangen, da mich Computerspiele einfach nicht interessieren, und mich die Detailiertheit, mit der Schachinger auf die Welt von Age of Empires 2 eingeht, langweilte. Auch Schachingers Schreibstil konnte mich nicht einnehmen. Er erzeugt eine sehr distanzierte Atmosphäre, die mir Till und alle anderen Figuren fremd bleiben ließ. Der Ton wirkte zuweilen von oben herab, insbesondere, wenn sich Schahinger über die Lehrer und die Literatur im Fach Deutsch an Gymnasien äußerte, und klang immer wieder recht verbittert. Insgesamt empfand ich die Lektüre als sehr zäh, und war erleichtert, als ich das Buch durchgelesen hatte. Warum Schachinger hierfür den Deutschen Buchpreis erhalten hat, erschließt sich mir leider nicht.

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Veröffentlicht am 02.11.2023

Herrlich herbstlich gruseliges Abenteuer

Petronella Apfelmus - Burggespenst und Hexensümpfe
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Da wir Petronella bisher nicht kannten, war dieses 11. Abenteuer für meine Sohn und mich das erste. Gleich von Beginn an begeisterte uns die wunderbare Sprecherin Nana Spier, deren etwas tiefere, angenehme ...

Da wir Petronella bisher nicht kannten, war dieses 11. Abenteuer für meine Sohn und mich das erste. Gleich von Beginn an begeisterte uns die wunderbare Sprecherin Nana Spier, deren etwas tiefere, angenehme Stimme hervorragend zu der Geschichte passt. Sie verstimmlicht die einzelnen Figuren differenziert und liest das Buch mit so viel Spielfreude, dass es einfach großen Spaß macht, dem Hörbuch zu lauschen.

Die Geschichte selbst besitzt zwei  Handlungsstränge. Petronella fährt zu einem wichtigen Hexenkongress, und die Zwillinge Lea und Luis sind auf Klassenfahrt in einer Burg, in der es richtig spukt. Es wird also richtig schön gruselig!

Sehr gut gefiel uns der Zusammenhalt in der Schulklasse bei der Geisterjagd. Je nach Naturell reagierten die Kinder unterschiedlich bei der Aussicht auf eine Gespensterjagd, doch niemand wurde ausgelacht oder ausgeschlossen. Alle wurden ernstgenommen, und wer Angst hatte, bekam einfach eine andere Aufgabe. Einen kleinen Kritikpunkt haben wir allerdings: Beim Hexenkongress, an dem nur Hexen teilnehmen dürfen, denen der goldene Hexenzopf verliehen wurde, schmuggelt sich eine Hexe ein, indem sie einer unachtsamen Hexe deren heruntergefallenen Hexenzopf an sich nimmt. Dieser Betrug kommt ans Licht, und die Betrügern wird letztlich für ihr Verhalten belohnt, während die schusselige Hexe hart bestraft wird. Diese Botschaft findet ich aus pädagogischer Sicht bedenklich. Auch mein Sohn wunderte sich darüber und fand es falsch.

Abgesehen davon sind wir ganz begeistert von Petronella und der Hörbuch-Umsetzung. Mein Sohn hat das Hörbuch dreimal hintereinander gehört, und inzwischen haben wir schon einen weiteren Band aus der Bücherei ausgeliehen. Eine sehr lesens- und vor allem hörenswerte Reihe!

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Veröffentlicht am 29.10.2023

Gewöhnungsbedürftig

Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen (Die mörderischen Cunninghams 1)
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Der Klappentext klang sehr vielversprechend, da ich liebend gerne Krimis a la Agatha Christie lese. Leider hat dieses Buch nichts mit Agatha Christie gemein, weder inhaltlich noch stilistisch. Der Schreibstil ...

Der Klappentext klang sehr vielversprechend, da ich liebend gerne Krimis a la Agatha Christie lese. Leider hat dieses Buch nichts mit Agatha Christie gemein, weder inhaltlich noch stilistisch. Der Schreibstil von Stevenson ist sehr gewöhnungsbedürftig. Sein Protagonist und Ich-Erzähler Ernest Cunningham schreibt Ratgeber für Krimiautoren, und so ist das gesamte Buch durchzogen von Hinweisen und Anmerkungen, wie ein guter Krimi auszusehen hat. Teilweise nimmt er auch Ereignisse vorweg, etwa durch die Angabe, dass auf den nächsten drei Seiten jemand sterben wird. Anfangs machte mich dieser ungewöhnliche Stil durchaus neugierig, doch mit Fortschreiten des Buches nervt es zusehens. Etwas feiner dosiert hätte dieser Kniff durchaus Charme haben können. Auch der gewollt witzige Ton wirkte recht gezwungen und gekünstelt. Insgesamt wäre auch hier weniger mehr gewesen. Zu den Figuren konnte ich keine rechte Beziehung aufbauen, sie blieben eher platt. Der Plot wirkte auf mich sehr konstruiert, und die Handlung war bis zur großen Auflösung ziemlich verworren. Irgendwann gab ich das Miträtseln auf und war einfach froh, als ich am Ende ankam. Insgesamt hatte ich mir deutlich mehr erwartet und blieb enttäuscht zurück.

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