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Veröffentlicht am 02.11.2025

Alltagshorror

Das Beste sind die Augen
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Ji-won wächst in einer koreanisch-amerikanischen Familie auf. Zwischen zwei Kulturen fühlt sie sich ständig „zu viel“ und gleichzeitig „nicht genug“. Nach der Trennung ihrer Eltern zieht ihre Mutter einen ...

Ji-won wächst in einer koreanisch-amerikanischen Familie auf. Zwischen zwei Kulturen fühlt sie sich ständig „zu viel“ und gleichzeitig „nicht genug“. Nach der Trennung ihrer Eltern zieht ihre Mutter einen neuen Freund an: einen weißen Mann, der vorgibt, sie zu verstehen, aber ihre Herkunft und ihren Körper auf eine verstörende Weise exotisiert.

Was zunächst nach einer komplizierten Familiensituation aussieht, wird bald zum psychologischen Albtraum.
Je mehr Ji-won seine Nähe erlebt, desto deutlicher spürt sie, wie ihre Wut wächst. Sie ist eine stille, gefährliche Kraft, die sie irgendwann nicht mehr kontrollieren kann.

Monika Kim erzählt diese Geschichte mit kühler Präzision und erschreckender Intensität. Der Horror entsteht nicht durch Blut oder Monster, sondern durch alltägliche Machtverhältnisse, kulturelle Entfremdung und den Moment, in dem ein Opfer beschließt, nicht mehr wehrlos zu sein während sie eine Art sucht zu blauen Augen entwickelt.

„Das Beste sind die Augen“ ist ein Horrorroman über Identität, Wut und Selbstbehauptung. Es ist ein unbequemes, poetisches und emotional tiefes Buch.

Hier haben wir es mit keinem klassischen Horror zu tun, sondern mit einem Versuch das Innere eines Menschen abzubilden, der sich gegen seine Ohnmacht auflehnt, aber selber seine Menschlichkeit verliert.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Magischer Tee

Thea Magica, Band 1 - Das Geheimnis von Port Mint
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In „Thea Magica – Das Geheimnis von Port Mint“ von Vivien Verley zieht die zwölfjährige Robin mit ihrer Mutter und Schwester in das verschlafene Küstenstädtchen Port Mint. Bei der jährlichen „Teeparty“ ...

In „Thea Magica – Das Geheimnis von Port Mint“ von Vivien Verley zieht die zwölfjährige Robin mit ihrer Mutter und Schwester in das verschlafene Küstenstädtchen Port Mint. Bei der jährlichen „Teeparty“ bei er die jeweilige Kräfte aufgedeckt werden, entdeckt sie, dass in ihr eine besondere Gabe schlummert: Sie kann Gedanken lesen. Was zunächst spannend klingt, wird schnell zum Problem, denn diese Art von Magie ist streng verboten. Und als ob das nicht genug wäre, durchschaut ausgerechnet ihr größter Feind Quinton Chest ihr Geheimnis und will ihre Kraft für seine eigenen Pläne nutzen. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden muss Robin alles daransetzen, ihn aufzuhalten und das Geheimnis um den magischen Tee Thea Magica zu lüften, der die besonderen Kräfte entfesselt.

Das Buchumfasst 288 Seiten und wird für Leserinnen und Leser ab 10 Jahren empfohlen. Doch die Geschichte bietet deutlich mehr als klassische Jugendfantasy. Sie ist so detailreich und atmosphärisch erzählt, dass auch Erwachsene richtig gut unterhalten werden. Die Welt von Port Mint ist lebendig, die Charaktere sind charmant und glaubwürdig, und der humorvolle Ton macht das Lesen zum Vergnügen. Außerdem fand ich die Idee die Britische Teekultur mit einem Magiesystem zu verbinden genial.

Zusammengefasst, fand ich „Thea Magica“ super erfrischend. Es ist leicht, witzig und fantasievoll, ohne ins Kitschige abzurutschen. Die Idee, Magie mit Tee zu verbinden, ist herrlich kreativ und bleibt im Kopf. Auch als Erwachsene habe ich das Buch mit einem Lächeln gelesen. Es ist genau die Art von Geschichte, die einem beim Lesen das Gefühl gibt, in eine kleine, magische Welt einzutauchen.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Monsteranwalt

Anwälte und andere Monster
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Monster, Magie und jede Menge Chaos: Daniel Becker ist zurück! In Band 3 der Monsteranwalt-Reihe von Royce Buckingham wird’s wieder urkomisch, absurd und einfach herrlich schräg.

Daniel hat es diesmal ...

Monster, Magie und jede Menge Chaos: Daniel Becker ist zurück! In Band 3 der Monsteranwalt-Reihe von Royce Buckingham wird’s wieder urkomisch, absurd und einfach herrlich schräg.

Daniel hat es diesmal nicht nur mit einem jungen Drachen und einem Liebesgott zu tun, der ausgerechnet vor der Abschiebung steht – nein, plötzlich steht er auch selbst vor Gericht! Schnell wird klar: In dieser Welt hat wirklich jeder seine ganz eigenen Interessen vertritt und man seine Dämonen nicht so einfach los wird.

Mit 448 Seiten voller Witz, Spannung und grotesker Ideen bleibt sich Buckingham treu. Sein Schreibstil ist leicht, pointiert und voller schwarzem Humor. Es ist perfekt, wenn man mal etwas völlig anderes lesen will als klassische Fantasy oder Krimi.

Ich fand „Anwälte und andere Monster„ richtig unterhaltsam, verrückt, clever und trotzdem mit einem roten Faden, der Lust auf mehr macht. Und als Abschluss der Reihe hat sie mich absolut überzeugt: Der dritte Band fügt sich perfekt ins Gesamtbild ein, greift frühere Handlungsstränge auf und schließt Daniels Geschichte rund und stimmig ab. Es ist einer dieser Enden, bei denen man das Buch mit einem Lächeln zuklappt, zufrieden, aber ein bisschen wehmütig, dass es vorbei ist.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Ein neuer Sturm für Jan Tommen

Am Ende des Sturms
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Ein lebloser Körper in einer Badewanne: Routine für Jan Tommen und sein Team. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Fall voller Geheimnisse, falscher Identitäten und einer Spur, die ...


Ein lebloser Körper in einer Badewanne: Routine für Jan Tommen und sein Team. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Fall voller Geheimnisse, falscher Identitäten und einer Spur, die bis nach Italien führt.

Autor Alexander Hartung schafft es auch im zwölften Band, die Spannung von Anfang an hochzuhalten. Zwischen Berlin und Sardinien entfaltet sich ein Netz aus Lügen und Schuld, das die Lesenden bis zur letzten Seite fesselt. Besonders stark fand ich die Dynamik im Ermittlerteam und die atmosphärischen Schauplätze, die das Kopfkino sofort anschalten.

„Am Ende des Sturms“ ist ein Krimi, der nicht mit Effekthascherei arbeitet, sondern mit psychologischer Tiefe, Tempo und Figuren, die man einfach gern begleitet.

Für alle, die intelligente Ermittlerkrimis mit emotionaler Spannung lieben und Jan Tommen schon seit Band 1 verfolgen: Dieser Teil ist ein Muss.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Zwischen Verantwortung und Herzklopfen

Bound by Dreams
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In "Bound by Dreams" von Emma Wagner begleiten wir Ava, die mit gerade einmal achtzehn Jahren die Verantwortung für ihre gesamte Familie trägt. Nach dem plötzlichen Umzug ins Küstenstädtchen Oceanbridge ...

In "Bound by Dreams" von Emma Wagner begleiten wir Ava, die mit gerade einmal achtzehn Jahren die Verantwortung für ihre gesamte Familie trägt. Nach dem plötzlichen Umzug ins Küstenstädtchen Oceanbridge muss sie nicht nur ein baufälliges Haus herrichten, sondern auch ihre labile Mutter und ihre rebellische Schwester Maddie zusammenhalten. Eigene Träume? Fehlanzeige.

Dann tritt Jay in ihr Leben. Er ist ihr verschlossener Nachbar, der sein Herz ganz dem Basketball verschrieben hat. Zwischen Bücherwurm Ava und Sportskanone Jay sprühen sofort die Funken, allerdings eher im negativen Sinne. Doch hinter seiner rauen Fassade verbirgt Jay ein Geheimnis, das Ava Stück für Stück entdeckt. Dabei wächst zwischen ihnen eine Verbindung, die beiden die Kraft gibt, über ihre Ängste hinauszuwachsen und sich zu fragen: Dürfen sie ihre Träume leben, auch wenn dafür alles Bekannte ins Wanken gerät?

Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Besonders das Zusammenspiel von Kleinstadt-Atmosphäre, Enemies-to-Lovers-Dynamik und emotionalem Tiefgang haben mir Spaß gemacht. Autorin Emma Wagner verwebt typische Romance-Tropes wie Small Town, Opposites Attract oder Sports Romance so charmant, dass man einfach mitfiebern muss. Trotz der 479 Seiten liest sich das Buch schnell und bleibt durchgehend spannend. Daher gibt es von mir auf jeden Fall eine Empfehlung!

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