Profilbild von SirGerryliest

SirGerryliest

Lesejury Star
offline

SirGerryliest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SirGerryliest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2020

Was für eine tolle Geschichte!

Die schwarze Frau
0

Die schwarze Frau von Simone St.James - Was für ein cooles Buch!

Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieses Buch doch so gut gefallen würde. Angefixt durch den Klappentext hatte ich eine interessante Geschichte ...

Die schwarze Frau von Simone St.James - Was für ein cooles Buch!

Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieses Buch doch so gut gefallen würde. Angefixt durch den Klappentext hatte ich eine interessante Geschichte erwartet und letztlich einen tollen Krimi mit Mysterieanteilen und historischen Fakten bekommen.

Doch fangen wir von vorne an. Gleich zu Beginn des Buches erfahren wir bereits im Prolog eine unheimliche Geschichte, die sich 1950 in Vermont, U.S.A. zugetragen hat. Ein 15jähriges Mädchen steigt spätabends aus einem Bus aus und will nach einem Besuch von ihren Großeltern zurück in das Mädchen-Internat Idlewild Hall. Sie fühlt sich auf dem Weg zum Internat beobachtet und aus Angst vor einer nun erkennbaren dunklen Frauengestalt will sie eine Abkürzung durch den Wald nehmen, doch sie kommt in dem Internat nie an....

Zeitsprung 2014: Die Journalistin Fiona, mit beiden Beinen im Leben stehend, befreundet mit einem Polizeibeamten, hat vor 20 Jahren ihre ältere Schwester verloren. Sie wurde tot auf dem Gelände von Idlewild Hall aufgefunden und der damalige Freund sitzt seitdem verurteilt im Gefängnis. Fiona hat diesen schmerzlichen Verlust nie verarbeiten können und sucht immer wieder Idlewild Hall auf, die nunmehr jedoch nur noch eine Ruine ist. Als sie erfährt, dass Renovierungsarbeiten geplant sind, beginnt sie mit Nachforschungen. Bei Arbeiten auf dem Gelände wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Handelt es sich dabei um das verschwundene Mädchen von 1950?

Die Autorin Simone St.James, die zuvor 20 Jahre in der Filmbranche gearbeitet hat, hat hier ihre erste Geistergeschichte geschrieben.

Auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen, 1950, und 2014, werden verschiedene Erzählstränge, langsam und stetig, aber zielgerichtet und fesselnd zusammengeführt.

Idlewild Hall ist ein Mädcheninternat, das es heute wohl nicht mehr geben dürfte. Auf sehr eindrucksvolle und nachdenkliche Art zeigt St. James das Leben von vier Mädchen, Katie, Roberta, Cecilia und Sonia, die nicht nur ein Zimmer im Internat teilen, sondern auch ihr Leben und ihre Schicksale. Durch gemeinsame Erlebnisse schweißen sie sich zusammen und gehen durch dick und dünn. Es ist eine düstere und traurige und beängstigende Zeit, in der die vier Mädchen leben. Sie landen in dem Internat, da sie nicht so sind wie andere Mädchen, nicht so sind, wie die Gesellschaft es von ihnen erwartet. Jede von ihnen ist aus einem anderen Grund im Internat. In vielen einzelnen Kapiteln, die sich immer mit einem Mädchen befassen, wird sehr eindrucksvoll die Lebensgeschichte und das Leben selbst auf Idlewild Hall dargestellt. Ich habe oft kopfschüttelnd da gesessen und mit Entsetzen gelesen, was sich dort zugetragen hat, und was dort vorherrschte, Strenge, Kälte, Emotionslosigkeit, Herzlosigkeit etc.. Traumatische Erlebnisse, die die Mädchen hatten, konnten damals nicht auch nur annähernd gelöst werden wie mit heutigen pädagogischen Mitteln. Das alles ist sehr überzeugend geschrieben.

Fiona versucht demgegenüber etwas über das Mädchen herauszufinden und entdeckt weitere Geheimnisse rund um Idlewild Hall und die Menschen, die dorrt gearbeitet und gelebt haben. Es gibt dabei einen Bezug zu einem deutschen Konzentrationslager und daher gestalten sich die Nachforschungen schleppend. Neben dieser Rechercheaufgabe ist Fiona jedoch der Meinung, dass der Mord an ihrer Schwester nie richtig aufgeklärt worden ist und auch in dieser Reichung ermittelt Fiona weiter. Dabei gerät sie jedoch in den Konflikt mit ihrem Freund, der meint, dass seinerzeit alles richtig ausermittelt worden sei. Dass der zukünftige Schwiegervater einerseits damals Polizeichef gewesen ist, hilft ihr auch nicht weiter. Das ist alles sehr spannend und fesselnd und so interessant geschrieben, dass man das Buch gar nicht aus den Händen legen mag.

St. James schreibt schnörkellos, prägnant und auf den Punkt. Die vielen kurzen Kapitel, die oft mit einem Cliffhanger enden, führen dazu, dass man das Buch in kürzester Zeit verschlungen hat.

Auf Idlewild Hall geht die schwarze Frau um, genannt schwarze Mary. Sie soll dort auf dem Gelände gestorben und sie und ihr Baby auch dort vergraben worden sein. Die Passagen, in denen sie geisterhaft auftaucht und eine Rolle spielt, sind großartig geschrieben und haben mir tatsächlich das eine oder andere Mal eine Gänsehaut verpasst. Insoweit ist der eingangs erwähnte Mysterietanteil vorhanden. Aber aufgrund des Buchtitels und dem Hinweis des Verlags, dass es eine Geistergeschichte sein soll, hatte ich mir doch etwas mehr davon versprochen. Es gibt zwar genug Szenen, jedoch treten sie im Vergleich zu den Episoden aus den 1950er Jahren und 2014 doch zu sehr in den Hintergrund. Das finde ich ein wenig schade, schmälert aber nur ein wenig den Gesamteindruck.

Insgesamt ein absolut empfehlenswertes Buch, dem ich wegen des etwas geringer als erhofften Geisteranteils vier von fünf Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Tolles Debüt!

Der Kinderflüsterer
0

Mit „Der Kinderflüsterer“ ist dem englischen Autor Alex North ein tolles Debüt gelungen.

Tom und sein kleiner Sohn Jake ziehen in die Stadt Featherbank, nachdem Rebecca, die Ehefrau und Mutter von Jake ...

Mit „Der Kinderflüsterer“ ist dem englischen Autor Alex North ein tolles Debüt gelungen.

Tom und sein kleiner Sohn Jake ziehen in die Stadt Featherbank, nachdem Rebecca, die Ehefrau und Mutter von Jake tot von Jake im Haus aufgefunden wurde. Doch statt dort einen Neuanfang zu starten, geraten sie in eine Mordserie. Vor 20 Jahren hat dort der sog. „Kinderflüsterer“ 5 Jungen ermordet, nur wurde die Leiche des letzten Jungen nicht gefunden. Der damalige ermittelnde Beamte Pete Willis sucht seit zwanzig Jahren die Leiche als erneut ein Junge spurlos auf dem Nachhauseweg verschwindet. Sofort werden Erinnerungen wach. Und Tom und Jake werden in diese Ereignisse hineingezogen.

Die Story wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Es gibt eine Ich-Perspektive, in der Tom die gesamte Geschichte erzählt wie sie sich zugetragen hat. Daneben werden in diesem Thriller die Ermittlungenswege gezeigt und die einzelnen Gedanken der weiteren Personen mitgeteilt. So erfahren wir beispielsweise sehr viel über Pete Willis, der daran nagt, den Fall seinerzeit nicht ganz aufgelöst zu haben. Das ist sehr gut gemacht. Zentrales Thema dieses Thriller ist neben der Kindesentführung und -ermordung das Verhältnis zwischen Tom und Jake. Jake leidet seit dem Mutter seiner Mutter. Er kann das traumatische Ereignis nicht ohne weiteres verarbeiten. Hierzu bedient er sich einer imaginären Freundin, mit der in wichtigen Szenen spricht. Jake war sehr stark auf seine Mutter fixiert, Tom hingegen spielte eher eine untergeordnete Rolle. Durch den Tod von Rebecca verstärkt sich das Spannungsverhältnis, weil ein jeder glaubt, der andere würde ihn nicht (genug) lieben, Das ist sehr eindrucksvoll geschrieben und hat mich immer wieder gepackt.

Der Schreibstil von Alex North ist sehr angenehm. Man merkt gar nicht wie schnell die Seiten an einem vorbeiziehen. Es hat mir sehr gut gefallen, wie er bestimmte Szenen einfängt und beschreibt. Dabei kommen die Spannungselemente keineswegs zu kurz. Im Gegenteil, es gab sehr viele Momente, in denen ich den Atem angehalten habe und eine Gänsehaut verspürte. Das passiert mir eher selten und zeigt mir, wie gut Alex North ohne viel Blutvergießen schreiben kann.

Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Tom und Jake wurden auf Anhieb meine Lieblingsfiguren. Doch auch Pete Willis ist mir ans Herz gewachsen. Etwas blass blieb jedoch Amanda Beck, die leitende Ermittlerin neben Pete Willis. Aber dennoch waren die Akzente gut gesetzt.

Die Spannung hielt sich von Anfang bis zum Ende des Buches, in der Mitte gab es einen ganz kleinen, aber eher unerheblichen Spannungsabfall, da dort weitere Ermittlungsergebnisse vermittelt und die Personen weitere vertiefend dargestellt wurden.

Alles in Allem ein Top-Thriller, den ich uneingeschränkt empfehle und dem ich volle fünf Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Sehr gelungerner Auftakt der Trilogie!

Die Stille des Todes
0

Mit "Die Stille des Todes" von Eva Garcia Saenz startet eine Trilogie um den spanischen Inspector Ayala, genannt Kraken, und der Inspectora Gauna in der baskischen Stadt Vitoria. Dort findet man in einer ...

Mit "Die Stille des Todes" von Eva Garcia Saenz startet eine Trilogie um den spanischen Inspector Ayala, genannt Kraken, und der Inspectora Gauna in der baskischen Stadt Vitoria. Dort findet man in einer Kathedrale zwei nackte Leichen, eine Frau und ein Mann, innig gegenüberliegend, jeweils eine Hand an der Wange des anderen. Dieser Mord erinnert fatalerweise an eine Mordserie vor 20 Jahren. Doch der Täter Tasio Ortiz de Zarate sitzt im Hochsicherheitsgefängnis. Sein Zwillingsbruder Ignacio, einst Polizeiinspector, hatte ihn damals verhaftet. Wer steckt hinter diesem mysteriösen Mord an den beiden 20jährigen? Damals wurden zwei Neugeborene, zwei 5jährige, zwei 10-jährige und zwei 15jährige ermordet. Steckt erneut Tasio dahinter oder eine andere Person? Kraken und Gauna ermitteln in alle Richtungen, zunächst vergebens, alle Spuren führen ins Nichts.

Bemerkenswert ist zunächst, dass Kraken mit einer Kugel im Kopf im Koma liegt und die Geschichte erzählt. Und das ist sehr spannend und gekonnt geschrieben, denn man ist hautnah bei den Ermittlungen dabei und erfährt die weiteren Vorgehensweisen und Pläne der Ermittler. Daneben gibt es zahlreichen Rückblicke in die Vergangenheit der Mutter der Zwillinge, die nach und nach weiter erzählt werden und für die Lösung es Falles immer wichtiger werden. Dennoch führt uns die Autorin immer wieder aufs Glatteis. Und das ist so gut geschrieben, dass ich ein ums andere Mal staunend das Buch in den Händen hielt und nicht weiter wusste. Erstklassig.

Inspector Ayala ist ein bodenstämmiger Ermittler mit einer schweren Vergangenheit, da er seine Frau durch einen (Selbstmord)-Unfall eines Freundes verloren hatte. Seine Ehefrau war zudem schwanger. Kraken war mir auf Anhieb sofort sympathisch. Er hat daneben noch einen Bruder und einen 94jährigen Großvater, der einem ebenfalls sofort an Herz wächst. Eva Garcia Saenz schreibt in Abschnitten, in denen es um seine private Person oder seine Familie geht, sehr einfühlsam. Das hat mir wunderbar gefallen, auch wenn es in der Mitte des Buches zu einigen kleinen Längen gekommen ist, aber das ist zu verschmerzen.

Der Plot in der spanischen Stadt ist sehr ausgeklüngelt und komplex. Kein Nullachtfühnzehnthriller. Die Spannung wächst gerade zu im letzten Drittel unglaublich an und ich konnte von da an das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Alles in allem ein absolut gelungener Auftakt und ich wünsche mir mehr von dieser Reihe. Dem Thriller gebe ich volle fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Spannender Islandkrimi!

SOG
0

mit SOG legt Yrsa Sigurdardottir nun den zweiten M hriller um den isländischen Kommissar Huldar und der Kinderpsychlogin Freya vor. Und ich muss gleich von vorne herein sagen, dass sie mich zum Schluss ...

mit SOG legt Yrsa Sigurdardottir nun den zweiten M hriller um den isländischen Kommissar Huldar und der Kinderpsychlogin Freya vor. Und ich muss gleich von vorne herein sagen, dass sie mich zum Schluss richtig gepackt hat.
.
Die 8-jährige Vaka wird von der sich eher zurück haltend gebenden Mitschülerin Sigrun mit nach Hause genommen....und kommt nicht mehr raus. 10 Jahre später ermittelt Huldar in einem eher unspektakulären Fall. Schulkinder sollten aufschreiben, wie sie sich Island in 10 Jahren vorstellen. Die Schreiben wurden in eine Zeitkapsel für 10 Jahre vergraben. Der Schüler Pröstur hat allerdings damals die Initialen von Personen vermerkt, die er töten will. Huldar soll diesen Jungen mit Hilfe von Freya ausfindig machen. Im Zuge einer davon unabhängigen Anzeige werden in einem Hot Tub eines ehemaligen Staatsanwalts abgetrennte Hände gefunden. Ob und wie das alles zusammenhängt, schildert die Autorin sehr gekonnt auf 443 Seiten.
.
Der Plot ist sehr komplex und man hat überhaupt keine Ahnung, ob es sich um eine schwere Körperverletzung oder gar einen Mord handelt. Die Ermittlungen gestalten sich mühselig und schwierig, da die beteiligten Personen scheinbar etwas wissen, aber nicht allzu viel beitragen. So dauert es lange, bis die einzelnen Puzzlestücke zusammen passen und sich ein Gesamtbild ergibt. Es kommen sehr viele Personen vor, aber das trägt zur komplexen, aber realistischen Darstellung des Falles ungemein bei. Die Personen sind dermassen glaubhaft gezeichnet, dass ich mir komplette Filmszenen vorstellen konnte.
.
Es passieren noch einige blutige Morde in einer Art und Weise, wie ich es noch nicht gelesen hatte, aber es ist mehr die eigene Fantasie im Kopf als dass hier allzu grausame Details geschildert werden. Da hält sich die Autorin angenehm zurück.
.
Die Story beginnt langsam und ruhig und die düstere Erzählung korrespondiert mit den dortigen Wetterverhältnissen. Aber je weiter man in diesem Buch voran kommt, desto spannender wird dieser Thriller. Das letzte Drittel dieses Buches habe ich sprichwörtlich in mir aufgesogen. Der Schluss war für mich extrem spannend und die komplexe und überraschende Auflösung einfach nur klasse geschrieben.
.
Sehr gut haben mir Huldar, Freya, aber auch Erla, die Leiterin der Mordkommision gefallen. Yrsa Sigurdardottir nimmt in ihrem Buch auch an manchen Stellen auf den ersten Thriller dieser Reihe Bezug, DNA, und man erfährt, dass zuvor Huldar Leiter der Mordkommission gewesen ist, aber wegen der dortigen Ereignisse es nicht mehr ist. Wie er mit einer solchen Degradierung umgeht und welche Gefühle er hat, ist sehr nachvollziehbar geschrieben. Aber auch Freya hat das gleiche Schicksal. Beide haben auch Gefühle füreinander, aber Huldar schafft es nicht, auch selbstverschuldet, ihr näher zu kommen. Dass er auch ab und zu einen witzigen Spruch parat hat, der aber oft gar nicht wahrgenommen wird, möchte ich kurz positiv erwähnen. Die Protagonisten sind keine supertollen Ermittler mit Spezialkenntnissen und -fähigkeiten, sondern ganz normale Menschen " wie Du und Ich" und das macht sie sehr sympathisch. Die beiden nunmehr erwachsenen Pröstur und Sigrun stehen hier ebenfalls im Mittelpunkt dieses Thrillers um Kindesmissbrauch, Korruption und unglaublichen Eigennutz.
.
Fazit:
Ein sehr gekonnter Thriller, den ich jedem Thrillerfan ans Herz lege.
.
Ich gebe 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Spannender französischer Krimi!

Mörderisches Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 5)
0

Mörderisches Lavandou - ein gelungener Kriminalroman!
.
Im Mittelpunkt dieses auf 493 Seiten angelegten Krimis aus dwm Ullstein Verlag stehen der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter und Vizepolizeichef ...

Mörderisches Lavandou - ein gelungener Kriminalroman!
.
Im Mittelpunkt dieses auf 493 Seiten angelegten Krimis aus dwm Ullstein Verlag stehen der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter und Vizepolizeichef Isabelle Morell. In dem beschaulichen südfranzösischen Örtchen Le Lavandou ereignen sich zwei bestialische Morde am junge Frauen und Ritter muss diesen Fall (mit) aufklären, was ihn und Morell schnell in große Gefahr bringt.
.
Der deutsche Autor Rene Eyssen hat hier bereits den fünften Band seiner Krimireihe um Dr. Ritter geschrieben. Man taucht sofort in provenzialisches Flair ein und genießt geradezu die sommerliche bzw. spätsommerliche Athmosphäre. Ich hatte stets das Gefühl, in Südfrankreich zu sein. Es ist einfach wunderbar zu lesen, wie er das Mittelmeer und die Landschaft mit Flora und Fauna beschreibt.
.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, man taucht geradezu in Le Lavandou ein und spürt die dortige Wärme und Gerüche und Geräusche. Das Ganze lief bei mir wie in einem Film ab. Man fliegt von Kapitel zu Kapitel.
.
Die beiden Protagonisten sind mir auf Anhieb sehr sympathisch gewesen, es ist, als ob ich die beiden schon seit Jahren kennen würde. Die weiteren zahlreichen Nebencharaktere sind ebenfalls sehr gut gezeichnet und absolut glaubwürdig. Hier hat sich der Autor eine feine kleine Welt aufgebaut.
.
Die Spannung ist von Anfang an gegeben und steigert sich kontinuierlich. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer denn der Mörder war.
.
Ein absolut empfehlenswerter Kriminalroman, dem ich vier von fünf Sternen gebe. Ich werde mir die vier vorherigen Bücher auf jeden Fall holen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere