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Veröffentlicht am 23.07.2021

Spannung, Abenteuer und unvorhergesehene Entwicklungen

Magic Elements
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„Magic Elements – der Zauber erwacht“ von Patricia Schröder mit wundervollen Illustrationen von Nadine Jessler ist der Auftakt in eine hoffentlich lange Buchreihe für eine Leserschaft ab ca. 10 Jahren, ...

„Magic Elements – der Zauber erwacht“ von Patricia Schröder mit wundervollen Illustrationen von Nadine Jessler ist der Auftakt in eine hoffentlich lange Buchreihe für eine Leserschaft ab ca. 10 Jahren, der aber auch schon sehr gut einer jüngeren Zielgruppe vorgelesen werden kann.

Emma, Leonie, Alina und Kim sind vier Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können und dabei füreinander durch dick und dünn gehen. Emma erlebt, dass sie außergewöhnliche Fähigkeiten hat und zum gleichen Zeitpunkt erhalten die Vier eine mysteriöse Nachricht, die große Veränderungen – nicht nur für Emma - mit sich bringt. Dazu kommen noch weitere Rätsel, die gelöst werden wollen. Werden die Vier es schaffen, das Geheimnis rund um die Elemente zu lüften?

Patricia Schröder ist als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt und fesselt auch hier schon nach kurzer Zeit die Leserschaft. So kann man sich gut mit den Figuren identifizieren und fiebert geradezu mit, was als nächstes passieren wird. Dabei wird ein schöner Spannungsbogen erzeugt und man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Schön fand ich auch, dass der erste Band zu einem Abschluss kommt, auch wenn natürlich noch Fragen offenbleiben, die in den folgenden Bänden beantwortet werden. So lernt man schon einen der Gegenspieler der Magic Elements kennen, aber nicht alles wird enthüllt.

Vervollständigt wird das Buch durch ein wunderschön gestaltetes Cover und wunderbar korrespondierende Illustrationen, die sich auch wirklich an dem Inhalt der Geschichte orientieren. Denn so häufig werden andere Dinge dargestellt, als sie beschrieben werden und wer kennt es nicht, dass dieses der aufmerksamen Leserschaft bzw. Zuhörerschaft negativ auffällt. Sehr schön, dass hier besonders darauf geachtet wurde.

Insgesamt hat mir der Start sehr gut gefallen und ich freue mich, dass die Geschichte auf jeden Fall fortgesetzt wird. Denn mir geht es wie den vier Mädels: es gibt noch so vieles, was aufgedeckt werden will und da bin ich gerne wieder mit dabei.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2021

Fantasy gemischt mit Irischer Mythologie und topaktuellen Themen

All Our Hidden Gifts - Die Macht der Karten (All Our Hidden Gifts 1)
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„All our hidden gifts – Die Macht der Karten“ ist der erste Teil einer Reihe von Caroline O’Donoghue die von Christel Kröning ins Deutsche übersetzt wurde.

Maeve findet bei einer Strafaufgabe (den Keller ...

„All our hidden gifts – Die Macht der Karten“ ist der erste Teil einer Reihe von Caroline O’Donoghue die von Christel Kröning ins Deutsche übersetzt wurde.

Maeve findet bei einer Strafaufgabe (den Keller aufzuräumen) ein Tarot-Kartenspiel, mit dem sie sich vertraut macht und ihren Klassenkameraden die Karten legt. Im Laufe der Geschichte erfährt man immer mehr über Maeve, ihre Herkunft, ihre Motivation und ihre Geschichte.

Man merkt also, hier geht es um Urban Fantasy, irische Folklore gemischt mit historischen Fakten (die Hungersnot im 19. Jahrhundert, die tausende Iren nach Amerika vertrieb). Dazu kommt aber noch viel mehr! Die Autorin greift aktuelle Themen auf und verknüpft diese nahtlos mit der Geschichte. Andere Leser:innen finden diese Vermischung zu aufgesetzt und gekünstelt, mir hat es gerade gut gefallen, denn die Entwicklung einer Identität, das Versuchen von Manipulation, Strömungen, die von extremen Gruppierungen aufgegriffen werden und die dann versuchen, diese zu steuern, Mobbing und das „Anschluss halten wollen“ in einer Gruppe sind Themen, die einfach aktuell sind! Auch, dass Maeve nicht die strahlende Retterin ist, macht sie noch mehr zu einer Person, mit der man sich identifizieren kann, denn haben wir nicht alle Stärken und Schwächen?

Insbesondere dem Ende merkt man an, dass die Geschichte fortgesetzt werden wir, da es doch eher offen gestaltet ist. Aber auch dass muss kein negativer Punkt sein. Ich fand insbesondere gut, dass der Fantasy Anteil in Zusammenhang mit dem Folklorehaften Anteil zu überraschenden Entwicklungen führt. Allerdings muss ich dabei zugeben, dass ich nicht sehr sicher in der irischen Mythologie bin und somit auch häufig gut überrascht werden konnte. Zudem gibt es viele Themen, die unbedingt weiter vorangetrieben werden müssen, da ich wissen möchte, wie es weiter gehen wird. Der Schreibstil tat sein Übriges in der Geschichte bleiben zu wollen, da er sehr flüssig und kurzweilig ist. Die Gefühle der einzelnen Charaktere konnte ich ebenfalls gut nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer das Gleiche wollten. Aber genau so ist ja das Leben.

Mein Fazit: das Buch schafft es, aktuelle Themen aufzugreifen und diese unaufgeregt und aufgesetzt in den Plot zu integrieren und dabei einen großen Teil an Fantasy zu bieten. Auch werden viele verschiedene Themen in den Verlauf eingewoben. Dadurch gewinnt der Plot an Tiefe. Daher vergebe ich 4 von 5 Sterne und freue mich auf die Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2021

anders als erhofft

Endlich ist wieder Mallorca!
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„Endlich ist wieder Mallorca!“ von Jürgen Mayer, der seit ca. 20 Jahren auf der Insel lebt und u.a. als Radiomoderator arbeitet, ist ein Buch mit 12 Kurzgeschichten, die alle auf Mallorca spielen.

Wer ...

„Endlich ist wieder Mallorca!“ von Jürgen Mayer, der seit ca. 20 Jahren auf der Insel lebt und u.a. als Radiomoderator arbeitet, ist ein Buch mit 12 Kurzgeschichten, die alle auf Mallorca spielen.

Wer sich einen virtuellen Ausflug auf die sogenannte Lieblingsinsel der Deutschen, bei dem man die schönen Seiten der Insel kennenlernen kann und kurzweilige Geschichten zum Entspannen und Dahinträumen erhofft, dem wird ein Ausflug der besonderen Art, aber der anderen Art geboten.

Alle Geschichten zeigen eine Realität auf, die sicher der Wirklichkeit entspringt (wenn auch vielleicht etwas überspitzt), aber halt nicht ausschließlich die guten Seiten des Lebens auf der Insel aufzeigt. Alle Geschichten regen dabei auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Als ich das Cover gesehen habe, dachte ich, ein Buch in den Händen zu halten, welches die Lust auf einen baldigen Urlaub auf Mallorca steigert und einen schon mal darauf einstimmt. Wenn man dann den Klappentext nur überfliegt, könnte man diesen Eindruck weiterhin haben, doch hier sollte man genauer lesen, denn dem ist nicht unbedingt so. Viele der Geschichten hätten auch in anderen Urlaubszielen erlebt werden können. Vornehmlich wird aufgezeigt, wie (schlecht) sich Menschen benehmen, wenn sie denken, dass sie eh nie wieder kommen. (aber das gilt halt auch für Griechenland, die Türkei und jedes andere Urlaubsland) und gilt auch für Menschen jeder Nationalität.
Positiv ist hervorzuheben, dass es nach jeder Geschichte einen Informationskasten gibt, der Wissenswertes vermittelt.

Insgesamt hatte ich mir mehr einen positiveren gedanklichen Ausflug nach Mallorca gewünscht, nicht einen, der mich so manches Mal hat fremdschämen lassen.

Das alles sollte der zukünftigen Leserschaft bewusst sein, damit man von dem Buch nicht enttäuscht wird. Ich persönlich hatte nicht aufmerksam genug den Klappentext gelesen. Daher kann ich dem Buch keinen Vorwurf machen, nicht das zu sein, wofür ich es gehalten habe und vergebe 3 von 5
Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2021

dystopisch und dabei mit aktuellen und fantastischen Inhalten bestückt

Dark Blue Rising (Bd. 1)
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„Dark Blue Rising“ ist der neue Auftakt einer Trilogie von Teri Terry, die für ihre einprägsamen Jugend- bzw. All Age Romane bekannt ist. Wolfram Ströle hat die Geschichte aus dem Englischen übersetzt. ...

„Dark Blue Rising“ ist der neue Auftakt einer Trilogie von Teri Terry, die für ihre einprägsamen Jugend- bzw. All Age Romane bekannt ist. Wolfram Ströle hat die Geschichte aus dem Englischen übersetzt.

Gerade die Einführung in eine neue Geschichte, bei der man anfangs nicht weiß, worauf sie hinausläuft, zeigt auch hier wieder die genialen Plotfähigkeiten der Autorin auf. So werden die verschiedensten Thematiken gekonnt in den Verlauf der Geschichte integriert und ein Spannungsbogen sondergleichen aufgebaut. Allerdings würde eine zu detaillierte Ausführung der Inhalte die Spannung zunichtemachen, daher gehe ich nicht zu tief darauf ein.

Die Geschichte beginnt damit, dass die 16jährige Tabby auf der Flucht ist. Vieles ist nicht so, wie sie meint und auch wenn man als Leser:in im Laufe der Zeit denkt, dass man Teile verstanden bzw. durchschaut hat so gibt es immer wieder Wendungen und Entwicklungen, mit denen man nicht rechnet. Die Geschichte schafft es, einen in den Bann zu ziehen und die Fortsetzung, die im Frühjahr 2022 auf Deutsch erscheinen wird, geradezu herbeizusehnen.

Durch die von der Autorin gewählten ich-Perspektive der Hauptfigur erhält man als Leser:in einen tieferen Einblick in Tabbys Verwundbarkeit und ihren Erfahrungshorizont. So ist man noch näher an der Geschichte dran und kann nachvollziehen, warum sie gewisse Entscheidungen trifft und wie sie reagiert. Dazu kommt ein Schreibstil der einen tief in das Abenteuer eintauchen lässt.
Diese Geschichte, die mit dystopischen Elementen aufwartet und dabei auch weitere sehr aktuelle Themen anspricht kann ich jedem ans Herz legen und vergebe 4 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2021

vor allem die Entwicklung des Protagonisten hat mich überzeugt

Zeig mir das Meer
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„Zeig mir das Meer: eine Coming-Out Geschichte“ ist eine Graphic Novel geschrieben von Alex Sanchez, illustriert von Julie Maroh und übersetzt von Sanni Kentopf ist bei Panini erschienen.

Jake lebt in ...

„Zeig mir das Meer: eine Coming-Out Geschichte“ ist eine Graphic Novel geschrieben von Alex Sanchez, illustriert von Julie Maroh und übersetzt von Sanni Kentopf ist bei Panini erschienen.

Jake lebt in einer Stadt in der Wüste, hat eine beste Freundin, mit der er sich richtig gut versteht und fühlt sich von Wasser magisch angezogen.

Anfangs hatte ich mich gefragt, warum so ganz nebenbei im Verlauf der Geschichte immer wieder Superhelden vorkommen (z.B. im Fernsehen, etc). Ich fand die Erwähnung zwar ganz spannend, aber zum Plot der Geschichte haben sie nicht wirklich beigetragen. Dafür fand ich Jakes Entwicklung sehr gut dargestellt. Seine Erfahrungen, Entscheidungen, die innere Unsicherheit fand ich sehr gelungen dargestellt. Dass sich die Geschichte dann so entwickelt und Superhelden ein Thema werden fand ich ok, hätte aber gar nicht sein müssen, denn das Thema des coming out ist schon intensiv genug.

Der Stil der Zeichnungen hat mir sehr gefallen. Insgesamt ist es eine kurzweilige Geschichte, die Spannung auf einen zweiten Teil macht, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere