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Veröffentlicht am 15.06.2019

Ruhiger Ton mit überzeugendem Inhalt - eine Geschichte die mehr als nur unterhält!

Wenn wir nach den Sternen greifen
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„Wenn wir nach den Sternen greifen“ von Kathleen Weise ist beim Ueberreuter Verlag erschienen und das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe.

Es ist das Jahr 2039, also in der näheren Zukunft ...

„Wenn wir nach den Sternen greifen“ von Kathleen Weise ist beim Ueberreuter Verlag erschienen und das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe.

Es ist das Jahr 2039, also in der näheren Zukunft und Ianthes Vater ist der deutsche Teilnehmer einer Expedition zum Mars. Die Geschichte startet zum Beginn des Familienurlaubs, der kurz vor dem Start der Rakete - also zum Abschiednehmen - begangen wird. Die Familien der weiteren Teammitglieder sowie der Ersatzmitglieder sind ebenfalls mit dabei.

Mich hat die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, die die Autorin sich ausgedacht hat überzeugt. Mir kam diese Zukunft, die in zwanzig Jahren tatsächlich so sein könnte - mit etwas extremeren Gruppierungen und zugespitzten Problemen - sehr gut getroffen vor. Man merkt, dass viele Gedanken in die Erschaffung dieser Welt geflossen sind, die sich dadurch als sehr stimmig anfühlt. So gibt es zum Ende der Geschichte ein Glossar mit Beschreibungen.

Welche Beweggründe hat der Vater, sich diesem Abenteuer zu stellen und was bedeutet es für die Familienmitglieder, die zurückbleiben? Wie wird sich Ianthe entscheiden, was sie mit ihrem Leben machen möchte. Sie ist 17 und wird bald das Elternhaus verlassen. Doch ist das so einfach, wenn schon jemand anderes die Familie „verlassen“ hat?

Es wurde bereits im Klappentext hingewiesen, dass Ianthe Songs schreibt und diese Songs sind ebenfalls am Ende des Buches zu finden. Aber nicht nur das, sie wurden sogar in Szene gesetzt. Sucht im Internet nach „the Barnes Poets“ und ihr findet die gesamten Kompositionen, die die Stimmung des Buches und speziell von Ianthe sehr gelungen widerspiegeln (finde ich jedenfalls ?). Das Cover passt zu dieser Geschichte! So stellt es für mich den Inhalt - verletzlich, stark und nachdenklich - gekonnt dar.

Mir haben die Protagonisten mit ihren Stärken und Schwächen, vor allem Ianthe sehr gut gefallen! Ihre Entwicklung, ihre Entscheidungsfindung und ihren Weg fand ich spannend mitzuverfolgen. Auch wenn einigen das Buch mit 224 Seiten kurz vorkommen mag, so ist der Schreibstil intensiv und lässt Platz zum eigenen reflektieren. Der Text überzeugt weiterhin durch seinen ruhigen, unaufgeregten Stil, denn der Anlass und die Beweggründe der einzelnen Charaktere sind extrem genug.

Alles in allem bin ich von diesem Buch begeistert und hoffe, dass viele Leserinnen und auch Leser diesem Buch eine Chance geben, denn es ist mehr als nur gute Unterhaltung für zwischendurch. Ich hoffe, dass es bald neue Geschichten von ihr geben wird. Mein Fazit für dieses Buch ist 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.06.2019

ich hatte mir mehr erhofft

The Belles
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„The Belles 1: Schönheit regiert“ geschrieben von Dhonielle Clayton und aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Vanessa Lamatsch ist bei Planet! erschienen, dem Imprint vom Thienemann-Esslinger ...

„The Belles 1: Schönheit regiert“ geschrieben von Dhonielle Clayton und aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Vanessa Lamatsch ist bei Planet! erschienen, dem Imprint vom Thienemann-Esslinger Verlag.

Einen zweiten Teil gibt es bereits im englischen, aber ob dieser auch ins deutsche übersetzt wird bleibt abzuwarten.

Dhonielle Clayton hat eine fantastische Welt erschaffen, in der – wie der Titel es schon aussagt – die äußere Schönheit das Wichtigste ist. Es gibt ein eigenes Ministerium, welches die Schönheitsideale festschreibt. Gerade in dieser Welt, in der die Belles eine besondere Stellung einnehmen, indem sie das Aussehen der Menschen manipulieren können, blendet der Schein und überstrahlt auf den ersten (und auch den zweiten) Blick das innere Wesen. Ein Blick hinter die Fassade ist schwer zu erhaschen…

Und genau das ist für mich auch der Schwachpunkt der Geschichte. Es werden so viele Worte auf die Äußerlichkeiten, das Aussehen, die Kleider, die Frisuren, die Räumlichkeiten, etc. verwendet. Es dauert mir persönlich zu lange, bis die Geschichte endlich an Fahrt aufnimmt und auf den Punkt kommt. Zudem ist der erste Teil ausgerechnet dann auch zu Ende. Ich hätte mir weniger ChiChi erhofft und mehr Inhalt gewünscht.

Daher vergebe ich für diese Geschichte 3 von 5 Punkte und erhoffe mir, dass im zweiten Teil der Fokus anders gesetzt werden wird.

Veröffentlicht am 30.05.2019

behutsam und gefühlvoll geschriebene Geschichte um Abschied und Neuanfang

Wie man bei Regen einen Berg in Flip-Flops erklimmt
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„Wie man bei Regen einen Berg in Flip-Flops erklimmt“ ist der deutsche Titel des neuen Buches von Carol Weston, welches beim Hanser Verlag erschienen ist und von Jessika Komina und Sandra Knuffinke übersetzt ...

„Wie man bei Regen einen Berg in Flip-Flops erklimmt“ ist der deutsche Titel des neuen Buches von Carol Weston, welches beim Hanser Verlag erschienen ist und von Jessika Komina und Sandra Knuffinke übersetzt wurde. Das Buch ist für eine Zielgruppe ab 12 Jahren gedacht und auch wenn das Thema teilweise sehr bewegend ist, so ist das Buch doch so behutsam geschrieben, sodass man es guten Gewissens dieser Zielgruppe geben kann.

Wir Leser begleiten ein Jahr lang Sofia, ein 14jähriges Mädchen, welche vor kurzer Zeit ihre Mutter verloren hat und nun den Alltag gemeinsam mit ihrem Vater in New York bestreitet. Ihr fehlt eine Mutterfigur und zum Glück hält die Kolumnistin Kate, die Anfragen von Teenies beantwortet, an ihrer Schule einen Vortrag. Sofia traut sich, sie anzuschreiben und um Rat zu fragen.
Sofia muss nicht nur die Veränderungen, die durch das Erwachsenwerden auf sie zukommen, bewältigen, nein, ihr fehlt dazu ihre Mutter, die immer für sie da war, die das Bindeglied der Familie ist und nun, nach ihrem plötzlichen Tod, schmerzhaft fehlt. Dazu kommt, dass sich einige weitere Änderungen im laufe dieses Jahres ergeben. Wie schafft es Sofia mit Verlusten, Veränderungen und Neuerungen umzugehen? Wird sie sich anpassen können oder wird sie dadurch aus der Bahn geworfen?

Carol Weston arbeitete selbst als Kolumnistin und kann daher viele Erfahrungen in dieses Buch einfließen lassen. Diese Tatsache und der zurückhaltende, gefühlvoll geschriebene Plot machen das Buch zu einem wahren Genuss, sodass ich hier 5 von 5 Sterne vergebe und es jedem ans Herz legen möchte.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Unterhaltung mit einigen Schwächen

Inselküsse
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In „Inselküsse“ von Evelyn Kühne und erschienen bei Forever by Ullstein verschlägt es die Leserschaft auf die wundervolle Insel Rügen.

Marie, eine alleinerziehende Mutter von einer älteren Tochter und ...

In „Inselküsse“ von Evelyn Kühne und erschienen bei Forever by Ullstein verschlägt es die Leserschaft auf die wundervolle Insel Rügen.

Marie, eine alleinerziehende Mutter von einer älteren Tochter und zwei Jungs (Zwillinge) lebt in Berlin vom Verkauf ihrer Töpferkunst. Da das allein nicht ausreicht jobbt sie noch dazu in einer Kneipe. Nun hat sie gerade zu Anfang der Geschichte so richtig viel Pech: ein Immobilienhai versucht sie aus ihrer Wohnung zu vertreiben und noch so einige dramatische Dinge passieren, sodass die Lage geradezu aussichtslos erscheint. Aber wie so häufig, schließt sich eine Tür, geht irgendwo ein Fenster auf. Und so versucht Marie einen Neuanfang auf Rügen.

Diese Geschichte recht kurzweilig geschrieben. Schnell ist einem Marie mit ihren ganzen Problemen (Jobnot, Wohnungsverlust, Stress mit den Kindern, speziell der pubertierenden Tochter und deren Väter) sympathisch geworden. Ihre Ängste und ihre Entscheidungen konnte ich anfangs gut nachvollziehen. Allerdings bin ich manches mal beim Lesen über Entwicklungen der Geschichte gestolpert. Ich bin nicht immer warm geworden mit dem Plot und den Ideen, die die Autorin hatte. Auch die Sprünge innerhalb der Geschichte (so sind mal eben einige Monate vergangen) waren für mich nicht gut in den Fluss der Geschichte eingearbeitet. Natürlich werden weitere Protagonisten vorgestellt und eingeführt in den Plot. Sie agieren miteinander. Aber einige Verlaufe waren mir etwas zu gestellt.

Für mich handelt es sich bei Inselküsse für eine entspannte Unterhaltung für zwischendurch. Ein Highlight ist es für mich nicht. Daher vergebe ich 3,5 aufgerundet auf 4 von 5 Punkte.

Veröffentlicht am 25.05.2019

solider erster Teil, dessen Fortsetzung hoffentlich alle offenen Fragen beantwortet

Clans of London, Band 1: Hexentochter
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„Clans of London – Hexentochter“ ist der erste Teil einer Dilogie von Sandra Gauer, die im Ravensburger Buchverlag erschienen ist. Der abschließende zweite Teil „Schicksalsmagie“ wird im Frühjahr 2020 ...

„Clans of London – Hexentochter“ ist der erste Teil einer Dilogie von Sandra Gauer, die im Ravensburger Buchverlag erschienen ist. Der abschließende zweite Teil „Schicksalsmagie“ wird im Frühjahr 2020 erscheinen.

Wie der Titel bereits andeutet spielt die Geschichte hauptsächlich in London. Die 17jährige Protagonistin Caroline lebt mit ihrer Freundin Megan in einer WG und hält sich mit einem Job in einem Pub über Wasser. Sie ist ansonsten völlig auf sich allein gestellt, da sie eine Waise ist und versucht Geld zu sparen, um ihren Traum – Pilotin zu werden – eines Tages in die Realität umsetzen zu können. Aber es gibt noch so vieles mehr, von dem Caroline keine Ahnung hat. Kurz vor ihrem 18ten Geburtstag häufen sich die die Ereignisse und sie muss einem Fremden vertrauen – eine Tatsache, die ihr gar nicht behagt.

Der Aufbau der Geschichte hat mich allgemein sehr angesprochen. Die Idee, dass es in der heutigen Zeit Clans gibt, die Magie beherrschen und diese ganz alltäglich nutzen, sagte mir sehr zu.
Allerdings empfand ich einige Kleinigkeiten als nicht ganz stimmig, bzw. habe mich gewundert, warum diese andauernd betont wurden. Dem Gesamtbild hat dieses allerdings nicht geschadet. Teilweise kam es mir schon direkt zum Anfang so vor, dass die Geschichte auf einen Klimax hingeschrieben wurde und so endete der erste Teil mit einem heftigen Cliffhanger. Das sollte einem bewusst sein! Der Schreibstil ist sehr flüssig geschrieben und kurzweilig geschrieben. So passiert in einem kurzen Zeitraum recht viel. Einige Szenen wurden zum besseren Verständnis in einer Schreibschrift geschrieben, die für mich nicht ganz so gut lesbar war, da es doch recht verschnörkelt dargestellt wurde.

Insgesamt hat mich Clans of London gut unterhalten. Auch wenn noch nicht alle Fragen beantwortet wurden, so freue ich mich auf den zweiten Teil, der hoffentlich alle offenen Enden einfängt. Daher vergebe ich 3,5 aufgerundet auf 4 von 5 Sterne.