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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Das Herz des Ozeans

Das geheime Leben der Tiere (Meer) - Das Lied der Orcas
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Für Echo ist das Leben noch voller Zuckerwattewolken. Als Jüngster seiner Familie hat er größtenteils Narrenfreiheit und immer jemanden, der ihn auffängt. Doch plötzlich ist alles anders und die Welt so ...

Für Echo ist das Leben noch voller Zuckerwattewolken. Als Jüngster seiner Familie hat er größtenteils Narrenfreiheit und immer jemanden, der ihn auffängt. Doch plötzlich ist alles anders und die Welt so viel größer als er ahnen konnte.

Ich kannte bisher kein Buch der Reihe, daher war ich tatsächlich überrascht wie naturnah die Geschichte dargestellt ist, da das normalerweise in Kinderbüchern großzügig umschifft wird bzw. gar nicht stattfindet.

Empfehlen würde ich es daher für Kinder mit ausgeprägtem wissenschaftlichen Interesse bzw. unter Aufsicht eines Erwachsenen, um daraus resultierende Fragen aufzuarbeiten oder ggf. zu unterbrechen.

Ich finde es generell gut und hilfreich, Kindern schrittweise und frühzeitig die Realität nahezubringen und für mich ist es im Buch auch gut gelungen, die Natur der Tiere abzubilden und verständlich zu machen, warum manches ist, wie es ist.

Darüber hinaus hat das Buch sehr viele Details der Probleme dieser und anderer Tiere im Zusammentreffen mit Menschen übermittelt, weshalb es eigentlich ein weiteres Beispiel für ein Werk ist, das sich zwar an Kinder richtet, das aber viele Erwachsene dringend nötig hätten.

Durch die Geschichte von Echo werden die Informationen nicht rein sachlich wiedergegeben, sondern über die Geschichte eines Abenteuers.

Das Buch ist, wie ich finde, wirklich gelungen und hat das Potenzial, Tierschutz schon früh mit der notwendigen Dringlichkeit zu vermitteln.

Wie oben erwähnt, sollte es nur nicht einfach jedem Kind kommentarlos in die Hand gedrückt werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2026

You and me, chérie?

Mydworth - Intrigen an der Côte d'Azur
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Harry und Kat haben eigentlich andere Pläne für ihre Zeit am Mittelmeer, doch wenn die liebe Verwandtschaft nach Hilfe fragt, kann man das wohl nicht ablehnen oder?

Und irgendwie will man das doch gar ...

Harry und Kat haben eigentlich andere Pläne für ihre Zeit am Mittelmeer, doch wenn die liebe Verwandtschaft nach Hilfe fragt, kann man das wohl nicht ablehnen oder?

Und irgendwie will man das doch gar nicht, wenn man ganz in seinem Metier ist und böse Buben jagen kann.

Ich kannte die Reihe bisher nicht und hatte mich dementsprechend gefragt, ob es eine Herausforderung wird, mit Folge 8 einzusteigen.

Natürlich merkt man, dass der Inhalt nicht passend für jemanden gefertigt ist, der neu im Thema ist. Allerdings ist die Geschichte auch soweit verständlich, dass man den Austausch der Protagonisten gut nachvollziehen und die ein oder andere Randnotiz zu seinen Ermittlungsergebnissen hinzufügen kann.

Für die Zeit, in der die Geschichte spielt, ist das Verhältnis von Harry und Kat auch erstaunlich auf Augenhöhe umgesetzt, so dass man diese negative Seite der damaligen Zeit hier nicht als Herausforderung hat.

Die Story hat eine durchaus charmante Note, die vermutlich auch den britischen und französischen Einflüssen geschuldet ist.

Der Fall bietet einiges an Geheimnissen, steht im Zentrum, ohne dass er zu aufdringlich ist und wird hier als Cosy Crime passend umgesetzt.

Die Reihe Mydworth scheint mir durchaus das Potenzial zu haben, vielfältige Rätsel für Erwachsene in stilvollem Ambiente anzubieten.

Von Vorteil wäre sicherlich, Band 1 als Start zu nehmen, sonst ärgert man sich eventuell noch. 😅

Ob nun als Einzelfolge oder Reihe, die Geschichte war unterhaltsam, angenehm und teilweise auch durchaus überraschend.

Für Fans von historischem Cosy Crime sicher eine gute Option.

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  • Handlung
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  • Sprecherin
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 17.03.2026

Was willst du wirklich?

Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden
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Als Emma ihren Freundinnen ein Familiengeheimnis offenbart, beginnt für die drei ein Wettlauf gegen Hindernisse. Als dann auch noch zwei mehr oder weniger bekannte Störfaktoren dazukommen, ist der ursprüngliche ...

Als Emma ihren Freundinnen ein Familiengeheimnis offenbart, beginnt für die drei ein Wettlauf gegen Hindernisse. Als dann auch noch zwei mehr oder weniger bekannte Störfaktoren dazukommen, ist der ursprüngliche Plan hinüber. Werden sie sich dennoch ihren Zielen nähern?

Ich kannte den Namen der Autorin schon, hatte aber noch nichts von ihr gelesen. Daher ist es auch eine unterhaltsame Fügung, gerade mit ihrem ersten Jugendbuch einzusteigen.

An einigen Stellen des Buches war ich etwas von den Dialogen irritiert, allerdings finde ich den grundsätzlichen Ansatz der Geschichte sehr gelungen und auch passend zu den Gedanken von Menschen in diesem Alter.

Insbesondere das Thema Veränderung findet hier auch seinen Platz und stellt auf kreative Weise dar, dass Veränderungen nicht zwangsläufig immer nur in einem Gewand daherkommen. Möglicherweise findet der ein oder andere dadurch auch eine neue Perspektive.

Ich würde das Buch als Kombination aus Action, Abenteuer und Drama verstehen, mit ein bisschen Humor. :)

Ein kurzweiliger Zeitvertreib, z.B. für die Ferien.

Und irgendwie hat das Buch auch die Möglichkeit offen gelassen, selbst die Geschichte weiterzuspinnen.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Montag bis Sonntag, der 13.

Kuki und das Flüstern der Muscheln
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Kuki wäre gerne ein ganz normales Kind. Doch stattdessen dient sie in ihrer Familie als Mahnmal. Hängt ihr doch ein Fluch an, dem sie nicht so einfach entkommen kann.

Für Kuki ist dieser Fluch aber nichts ...

Kuki wäre gerne ein ganz normales Kind. Doch stattdessen dient sie in ihrer Familie als Mahnmal. Hängt ihr doch ein Fluch an, dem sie nicht so einfach entkommen kann.

Für Kuki ist dieser Fluch aber nichts Übersinnliches, sondern ihr soziales Leben. Seit ihrem Umzug ist nämlich nichts mehr wie es war und Freunde finden ist gar nicht mal so einfach, oder?

Ich finde die Geschichte wirklich gelungen, ist sie doch eine, die nicht nur originell, sondern auch kulturell lehrreich ist. Die Autorin hat dabei nämlich eine afrikanische Sage eingewoben.

Trotz überwiegend weiblicher Charaktere richtet sich die Geschichte auch nicht ausschließlich an weibliche Leserinnen, sondern an alle die gerne eine Story verfolgen wollen, die mit Abenteuern und Geheimnissen gespickt ist. Was allerdings nicht davon abhält, auch völlig alltägliche (wenn auch längst nicht immer normale) Sorgen von Kindern und Jugendlichen im Gepäck zu haben, so dass nicht nur der Fantasycharakter im Mittelpunkt steht.

Das Buch war ein wirklich unterhaltsamer, spannender Zeitvertreib, mit einer, wie ich finde, wirklich gelungenen Schlussepisode, die hoffentlich auch noch andere Leser zufrieden hinterlässt.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Un poco loco

Wenn das Leben dir eine Orange gibt, mach Sangria daraus
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Als Mia zu Hause von den Geistern ihrer Vergangenheit verfolgt wird, klingt Housesitting unter der Sonne der Kanaren doch gar nicht so schlecht. Auch wenn ihr die Umstände etwas dubios vorkommen. Und ihre ...

Als Mia zu Hause von den Geistern ihrer Vergangenheit verfolgt wird, klingt Housesitting unter der Sonne der Kanaren doch gar nicht so schlecht. Auch wenn ihr die Umstände etwas dubios vorkommen. Und ihre neuen Mitbewohner recht eigenwillig sind...

Ich habe mir tatsächlich vorab wenig Gedanken zur Story gemacht, da die Autorin für mich ein Grund war, zum Buch zu greifen. Da ich sie bisher aus anderen Genres kenne, die sich doch deutlich davon unterscheiden, hatte ich aber auch nicht die Erwartung, dass das automatisch hier ebenfalls eine sichere Bank ist, auch weil es eben das Genre ist, in dem ich die meisten Vergleiche habe.

Aber so viel vorweg: sie hat mich nicht enttäuscht. :D

Ich war selbst noch nicht auf den Kanaren, kenne aber Reisebericht von Bekannten und war zumindest schon in Spanien. Das naturnahe Umfeld der Geschichte kam mir sehr entgegen, da wir auch quasi mitten in der Flora leben und Tiere für mich auch keinerlei abschreckende Wirkung haben. 🤭

Mir hat die Gesamtheit der Geschichte wirklich gut gefallen. Zwar findet natürlich das Thema Liebe seinen Platz, es ist aber nicht allüberlagernd, sondern schafft es, anderen zwischenmenschlichen Interaktionen ebenso Raum zu lassen wie der Begegnung mit der Natur.

Beim neuen Domizil von Mia wurde ich des öfteren an eine sehr präsente Spülmittelwerbung aus meiner Kindheit erinnert. Ob das an Spanien lag? 🤔

Und keine Angst, auch wenn der Titel feuchtfröhlich daherkommt, so ist das Buch definitiv kein Trinkgelage.

Vielmehr bietet es eine ganze Farbpalette an Emotionen, mit wiederum mehr als einem Menschen im Scheinwerferlicht.

Irgendwie ein Weg zu sich selbst mit einer Mischung aus Urlaub und Zuhause.

Eine tolle Story mit viel Abwechslung, ein bisschen Fernweh und viel Herz.

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