Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen
Sophie L.Die alleinerziehende Mutter Olivia, Psychotherapeutin in London und auf traumabezogenen Erinnerungsverlust spezialisiert, ist die Enkelin einer berühmten Pariser Künstlerin. Als sie eines Morgens einen ...
Die alleinerziehende Mutter Olivia, Psychotherapeutin in London und auf traumabezogenen Erinnerungsverlust spezialisiert, ist die Enkelin einer berühmten Pariser Künstlerin. Als sie eines Morgens einen verstörenden Anruf aus dem Hotel Lutetia erhält, gerät ihr Leben aus den Fugen: Ihre Großmutter Josephine sitzt dort vor ihrem berühmtesten Gemälde und behauptet, sie heiße in Wahrheit Sophie und habe die echte Josephine ermordet. Olivia reist sofort nach Paris, wo sich Ereignisse innerhalb weniger Stunden überschlagen.
Ich fand den Erzählstil einerseits atmosphärisch sowie ausdrucksstark, andererseits immer wieder übererklärend und die Ausführungen von Elementen, die ich als nebensächlich empfand, streckten die Handlung unnötig.
Mit den Figuren wurde ich ebenfalls nicht warm. Sie wirkten auf mich durchweg unsympathisch, teils selbstgefällig und von Selbstmitleid geprägt. Auch ihr Miteinander, ein von Misstrauen dominiertes Katz-und-Maus-Spiel, sowie Olivias, Sophies und Josephines emotionale Achterbahnfahrten blieben für mich erstaunlich blass.
Die Umsetzung des vielversprechenden Plots, der aus mehreren Handlungssträngen besteht und auf mehreren Zeitebenen erzählt wird, konnte mich leider nicht fesseln. Die an sich rätselhafte Geschichte entwickelte sich für meinen Geschmack schleppend, sodass für mich kaum echte Spannung aufkam.