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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen

Sophie L.
1

Die alleinerziehende Mutter Olivia, Psychotherapeutin in London und auf traumabezogenen Erinnerungsverlust spezialisiert, ist die Enkelin einer berühmten Pariser Künstlerin. Als sie eines Morgens einen ...

Die alleinerziehende Mutter Olivia, Psychotherapeutin in London und auf traumabezogenen Erinnerungsverlust spezialisiert, ist die Enkelin einer berühmten Pariser Künstlerin. Als sie eines Morgens einen verstörenden Anruf aus dem Hotel Lutetia erhält, gerät ihr Leben aus den Fugen: Ihre Großmutter Josephine sitzt dort vor ihrem berühmtesten Gemälde und behauptet, sie heiße in Wahrheit Sophie und habe die echte Josephine ermordet. Olivia reist sofort nach Paris, wo sich Ereignisse innerhalb weniger Stunden überschlagen.

Ich fand den Erzählstil einerseits atmosphärisch sowie ausdrucksstark, andererseits immer wieder übererklärend und die Ausführungen von Elementen, die ich als nebensächlich empfand, streckten die Handlung unnötig.

Mit den Figuren wurde ich ebenfalls nicht warm. Sie wirkten auf mich durchweg unsympathisch, teils selbstgefällig und von Selbstmitleid geprägt. Auch ihr Miteinander, ein von Misstrauen dominiertes Katz-und-Maus-Spiel, sowie Olivias, Sophies und Josephines emotionale Achterbahnfahrten blieben für mich erstaunlich blass.

Die Umsetzung des vielversprechenden Plots, der aus mehreren Handlungssträngen besteht und auf mehreren Zeitebenen erzählt wird, konnte mich leider nicht fesseln. Die an sich rätselhafte Geschichte entwickelte sich für meinen Geschmack schleppend, sodass für mich kaum echte Spannung aufkam.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Unbedingt lesen!

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
1

“Im Morgengrauen” ist der 4. Band der “Art Mayer-Reihe". Es geht neben dem BKA-Ermittler Art und seiner Kollegin Nele um seine vorwitzige Pflegetochter sowie seine komplizierte Vergangenheit mit Henrik, ...

“Im Morgengrauen” ist der 4. Band der “Art Mayer-Reihe". Es geht neben dem BKA-Ermittler Art und seiner Kollegin Nele um seine vorwitzige Pflegetochter sowie seine komplizierte Vergangenheit mit Henrik, dem Bundeskanzler, und dessen Frau Juli, die Arts große Liebe ist.

Kessy X, eine junge Frau, macht ihre Affäre mit dem Bundeskanzler Henrik Westphal in einem Vlog öffentlich und kurz darauf verschwindet er spurlos – ist er freiwillig untergetaucht oder wurde er Opfer eines Verbrechens? Dann wird die entsetzlich zugerichtete Leiche einer jungen Frau mit einem auffälligen Tattoo gefunden – handelt es sich um Kessy X? In ihrem Vlog ist an derselben Stelle ein ganz ähnliches Tattoo zu sehen …

Doch plötzlich geraten Art und Juli unter Verdacht, denn es ist – nun ja – kompliziert.

Und was ist mit Kessy X – sagt sie in ihrem Vlog die Wahrheit? Lebt sie noch? Lebt der Kanzler noch? Was ist hier los?

Der intensive, filmische Erzählstil, die beklemmende Atmosphäre, die rätselhafte, ereignis- und wendungsreiche Handlung und die faszinierenden Figuren(dynamiken) haben mich von Anfang an gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen! Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch UND außergewöhnlich die Charaktere sowie ihr Miteinander wieder gestaltet sind.

Im Morgengrauen“ hat alles, was ein fesselnder Thriller braucht: einen kniffligen, komplexen Fall, der aus mehreren Handlungssträngen besteht, die schließlich ineinandergreifen; interessante zwischenmenschliche Beziehungen – emotional aufgeladen und mit einer Prise düster‑komischen Humors; nervenaufreibende Spannung, dramatische Ereignisse und gelungene Überraschungen. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Ein toller Jugendthriller!

Dead Girls Don't Dance
1

Die 18‑jährige Addie bereut jene Nacht letzten Sommer zutiefst: Nachdem sie ihrer Schwester Fiona verletzende Worte an den Kopf geworfen hatte, lief diese davon und wurde kurz darauf tot am Grund einer ...

Die 18‑jährige Addie bereut jene Nacht letzten Sommer zutiefst: Nachdem sie ihrer Schwester Fiona verletzende Worte an den Kopf geworfen hatte, lief diese davon und wurde kurz darauf tot am Grund einer Schlucht gefunden. Und es gab noch diese Sache mit Seth, ihrem Sommerfreund seit Kindertagen, die weitreichende Folgen hatte.

Die Polizei stuft Fionas Tod als Unfall ein, doch Addie ist überzeugt, dass Thatcher, Seths Cousin, etwas damit zu tun hatte. Er war unglücklich in Fiona verliebt, und kurz vor ihrem Tod kam es zu einem heftigen Streit. Ein Jahr später wird Thatcher tot aufgefunden – von Addie und Seth, am Grund derselben Schlucht. Die beiden geraten unter Verdacht und beschließen, selbst zu ermitteln. Dabei kommen sie sich näher, ihre problembelastete Vergangenheit, der Klassenunterschied sowie das ständige Schwanken zwischen Vertrauen und Misstrauen kommen ihnen allerdings ständig in die Quere. Addies Ex und ihre ehemalige beste Freundin sorgen für zusätzliches Gefühlschaos.

Die greifbare Cruel‑Summer-Kleinstadtatmosphäre und die düstere, vertrackte Dynamik zwischen den Jugendlichen, die bis vor einem Jahr noch befreundet waren, haben mich sofort gepackt. Die Ereignisse des letzten Sommers lasten spürbar auf allen, und Addies schwierige Familiensituation verstärkt die emotionale Intensität – ich habe durchgehend mitgefiebert.

Addie ist fürsorglich und meint es insgesamt gut mit allen, aber sie hat echte Fehler und Schwächen, die in ihrem geringen Selbstwertgefühl wurzeln. Die Beziehung zwischen ihr und Seth ist fesselnd gestaltet, zudem kommen die beiden zahlreichen Geheimnissen sowie Lügen auf die Spur.

Die Nachforschungen sind wirklich interessant: ereignisreich, voller Erkenntnisse und neuer Verdächtiger, doch diese Hinweise werfen zunächst mehr Fragen auf. Addie und Seth wissen aber, dass sie der Wahrheit näherkommen, denn jemand behindert und bedroht sie immer wieder.

“Dead Girls Don’t Dance” hat mir insgesamt richtig gut gefallen: die bedrückende Sommerstimmung, die Ermittlungen und die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren empfand ich als sehr gelungen. Mit der Protagonistin selbst bin ich allerdings nicht ganz warm geworden, und die Auflösung konnte mich persönlich nicht vollständig überzeugen.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Kurzweilige Unterhaltung!

Tee? Kaffee? Mord! - Der doppelte Monet
1

Nathalie erbt eine Gaststätte mit Hotel auf dem Land, doch ihr Freund ist nicht begeistert, da er in Liverpool bleiben möchte. Und die Fernbeziehung erweist sich als kompliziert, denn Natalie muss sich ...

Nathalie erbt eine Gaststätte mit Hotel auf dem Land, doch ihr Freund ist nicht begeistert, da er in Liverpool bleiben möchte. Und die Fernbeziehung erweist sich als kompliziert, denn Natalie muss sich nicht nur im Gastgewerbe einarbeiten, sie muss auch ermitteln: Die Gästin Beresford hat ein Problem mit ihrem gefälschten Monet, sie behauptet, ihre legal erworbene Kopie sei durch eine andere ausgetauscht worden. Ist sie verwirrt, sucht die einsame alte Dame Aufmerksamkeit oder ist da etwa etwas dran? Als Miss Beresford in ihrem Garten eine Leiche entdeckt, nehmen Nathalie und ihre außergewöhnliche Köchin den Fall "Der doppelte Monet" ernst und beginnen nachzuforschen ...

Der lebendige, bildstarke Erzählstil, die liebenswerten Charaktere, ihr Miteinander und die trubelige, humorvolle, gemütliche sowie rätselhafte Handlung haben mich vollends überzeugt!

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Ein unheilvoller Urlaub

Meeresdunkel
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Zwei Familien, eine dringend benötigte Auszeit, eine Doppelbuchung – der Urlaub in einer abgelegenen Finca auf Mallorca wird für alle Beteiligten schnell zum Albtraum.

Von Beginn an liegt eine beklemmende ...

Zwei Familien, eine dringend benötigte Auszeit, eine Doppelbuchung – der Urlaub in einer abgelegenen Finca auf Mallorca wird für alle Beteiligten schnell zum Albtraum.

Von Beginn an liegt eine beklemmende Stimmung über der Handlung. Die Anspannung zwischen den Figuren ist greifbar, und der Urlaub, eine Verzweiflungstat, wirkt schon früh zum Scheitern verurteilt.

Die Charaktere, deren Ecken und Kanten rasch sichtbar werden, der eindringliche Erzählstil voller kluger Beobachtungen sowie die rätselhaften Andeutungen sorgten zunächst dafür, dass ich immer weiterblätterte.

Doch bereits während der ersten Hälfte empfand ich den Handlungsverlauf zunehmend als schleppend. Die Geschichte entwickelte sich für meinen Geschmack in Richtung Familiendrama, wobei die Konflikte meist blutleer auf mich wirkten und mich emotional kaum erreichten.

All die offenen Fragen – Was hat es mit dem mysteriösen Vater zweier Figuren auf sich? Wie kam es zur Entfremdung innerhalb der Familien? Was steckt hinter der Doppelbuchung? – verloren für mich nach und nach an Bedeutung. Ich las weiter in der Hoffnung auf eine Entwicklung, die mich wieder mitreißt. Leider blieb diese für mich aus.

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