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Snowheart

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2019

Gelungener Krimi

Ostseeangst
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Ich hatte mich sehr auf den neuen Pia-Korritki-Krimi gefreut und wurde nicht enttäuscht. Eva Almstädt hat wieder einen gelungenen und spannenden Plot erschaffen und die Geschichte um Pia kommt auch nicht ...

Ich hatte mich sehr auf den neuen Pia-Korritki-Krimi gefreut und wurde nicht enttäuscht. Eva Almstädt hat wieder einen gelungenen und spannenden Plot erschaffen und die Geschichte um Pia kommt auch nicht zu kurz.
Zu Beginn gibt es wieder verschiedene Handlungsstränge, die sich am Ende jedoch zu einem großen Puzzle zusammen setzen. Der Fund von Leichenteilen, das Verschwinden einer Jugend-Betreuerin und schließlich der Fund von Drogen durch Pia während der Ermittlungen hängen irgendwie zusammen.
Eva Amstädt schafft es mit ihrem angenehm und flüssig zu lesendem Schreibstil, dass man der Geschichte zügig folgen kann. Dadurch dass die Geschichte zunächst aus verschiedenen Handlungssträngen und Personen besteht, die nach und nach eingeführt werden, kommt zusätzlich Spannung auf, da man wissen möchte wie es jeweils weiter geht und ob ein Zusammenhang besteht.
Die Mischung zwischen Ermittlungen und Pias persönlicher Geschichte finde ich optimal.
Man wollte das Buch kaum aus der Hand legen und immer weiter lesen. Die Auflösung des Falles war zum Teil überraschend, jedoch gegen Ende auch teilweise vorhersehbar, aber jedoch nicht so, dass die Spannung verloren ging.
Alles in allem ein weiterer sehr gelungener Pia-Korritki-Fall, mit viel Spannnung und einem interessanten Plot, der sich sehr gut lesen lässt. Und die wahrscheinliche Rückkehr von Marten Unruh lässt auf eine schnelle Fortsetzung hoffen.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 19.08.2018

Gute Idee, leider mit Schwächen umgesetzt

Tief unter die Haut
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Als ich den Plot hörte, war ich zunächst begeistert. Eine Frau verschwindet plötzlich und taucht zwei Jahre später ohne Ankübdigung wieder auf. Ihr Ehemann wurde zwischenzeitlich verdächtigt, etwas mit ...

Als ich den Plot hörte, war ich zunächst begeistert. Eine Frau verschwindet plötzlich und taucht zwei Jahre später ohne Ankübdigung wieder auf. Ihr Ehemann wurde zwischenzeitlich verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben. Anfangs kommt etwas Spannung auf, da Frankie selbst keine Ahnung zu haben scheint warum sie 2 Jahre fort war. Ihr Mann versucht herauszufinden was los gewesen ist und kümmert sich recht liebevoll um sie. Leider erfährt man recht schnell den Grund ihres Verschwindens, somit flacht die Spannung schnell ab. Die ganze Geschichte wirkt leider etwas unglaubwürdig, vor allem dass ein ehemaliger Kinder- und Jugendfreund, der gleichzeitig zufällig noch ein Drogenboss ist, von Frankie besessen ist und sie entführt hat um sie bei sich zu haben. Ein bisschen seicht wirkt leider auch, dass Clay hauptsächlich froh ist dass Frankie wieder da ist, und viele Dinge die passiert sein könnten anscheinend verdrängt oder nicht wissen will. Ich hätte hier mehr Spannungen und Reibereien erwartet, es geht ja nicht spurlos an einem vorbei, dass der Partner 2 Jahre weg war. Da man schnell die Auflösung kennt zieht sich die Story dann leider etwas... Der Showdown ist leider auch vorhersehbar, vor allem dass die „Guten“ überleben und der „Böse“ verliert. Alles in allem eine gut gedachte Geschichte, leider in der Umsetzung eher schwach.

  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 01.08.2018

Spannend bis zum Schluss!

Totenbauer
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Alles in allem kann man vorneweg sagen, dass das Buch sehr empfehlenswert ist. Es hat richtig Spaß gemacht „Totenbauer“ zu lesen. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen: „Heute“ und „Damals“ (5 Jahre ...

Alles in allem kann man vorneweg sagen, dass das Buch sehr empfehlenswert ist. Es hat richtig Spaß gemacht „Totenbauer“ zu lesen. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen: „Heute“ und „Damals“ (5 Jahre zuvor), jedoch ist der Wechsel zwischen den Zeitebenen nur zwischendurch und keinesfalls störend, da man durch jeden Zeitsprung nach "Damals" mehr Infos und Hinweise für den aktuellen Fall erhält. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, man kann das Buch zügig lesen, ohne wichtige Stellen zu überfliegen. Der Autor legt mehr Wert auf den Fortgang der Handlung, als sich in Umgebungsbeschreibungen zu verkünsteln, das mag ich. Einige Situationen regen auch zum Schmunzeln an, das ist wirklich sehr unterhaltsam. Die Geschichte an sich ist gut aufgebaut, enthält einige Wendungen mit denen man anfangs nicht wirklich rechnet, das finde ich auch immer super, da manche Romane oft so vorhersehbar sind. Die Aufklärung der Morde an der jungen Engländerin vor 5 Jahren, dem Toten auf der Bank, und den zwei weiteren Todesfällen fügen sich im Verlauf der Geschichte immer weiter zusammen. Auch die Nebenschauplätze der Ermittler (Gedächtnisprobleme nach dem Tod der Frau bei Tenbrink, die Geschichte mit Bertram, Michaela und dem Drogenmilieu) spielen eine wichtige Rolle, dominieren jedoch die Haupthandlung nicht und lenken somit nicht ab, sondern ergänzen die ganze Geschichte.
Alles in allem ein spannender Krimi mit interessanten Charakteren (sowohl Ermittler als auch Verdächtige), einem gut durchdachten Plot, unerwarteten Wendungen und einer überraschenden Auflösung.

  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.07.2018

Leider schleppend bis zum Schluss

Without You - Ohne jede Spur
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Leider passt das Buch überhaupt nicht in das „Thriller“-Genre, obwohl der Plot anderes erwarten lässt.
Der Beginn ist durchaus spannend, die Spannung flacht aber nach den ersten Kapiteln extrem ab. Man ...

Leider passt das Buch überhaupt nicht in das „Thriller“-Genre, obwohl der Plot anderes erwarten lässt.
Der Beginn ist durchaus spannend, die Spannung flacht aber nach den ersten Kapiteln extrem ab. Man erfährt sofort, dass die vermisste Schwester Eva von einem Fremden auf einer Insel gefangen gehalten wird. Anstatt die Ermittlungen und Erkundungen/Unternehmungen der Familie (v.a. Der kleinen Schwester) darzustellen schleppt sich die Handlung langsam dahin. Die ständigen Perspektivenwechsel in jedem Kapitel tragen hierzu bei. Man erfährt viele Dinge aus der Vergangenheit, z.B. Der Beziehung der beiden Eltern und der Beziehung von Eva vor dem Verschwinden, aber die meisten dieser Dinge sind für die Handlung nicht wichtig und tragen auch nicht wirklich zum Figurenverständnis bei. Die Mutter und der Vater werden sehr gegensätzlich dargestellt in Bezug auf den Umgang mit dem Verschwinden der Tochter, leider werden für mich auch die entstehenden Konflikte zu wenig herausgearbeitet, als dass sich hier auch Spannung ergeben könnte. Mutter und Vater wirken beide sehr farblos. Auch die Suche von Faith nach ihrer Schwester war von Anfang an eindeutig, es war klar dass sie ihre Schwester finden würde. Aber auch hier wäre es spannender gewesen, wenn Faith HInweise entdeckt hätte und nach und nach auf die Idee gekommen wäre, die Insel zu besuchen. Statt dessen weiß sie das irgendwie schon seit Beginn, sodass die Spannung, ob Eva gefunden wird von Anfang an genommen ist. Auch Billy, der „Fremde“, der Eva entführt hat wirkt blass. Auch hier hätte man sich eine glaubwürdigere Geschichte ausdenken können, warum er Eva gefangen hält und die Beziehung zwischen den beiden mehr herausarbeiten können. Es werden zwar Andeutungen gemacht, dass Eva Sympathien für Billy entwickelt und umgekehrt, aber letzten Endes war es das dann auch schon. Man hofft beim Lesen ständig, dass im nächsten Kapitel doch endlich ein bisschen Spannung aufkommt, aber leider vergebens.
Fazit: Von Thriller leider keine Spur, diese Bezeichnung ist schlichtweg falsch. Ein im Grunde genommen guter Plot wird leider durch langatmige Erzählweise, ständige Handlungs- und Perspektivsprünge, sowie farblose Charaktere zu einer vor sich hin plätschernder Geschichte, in der der Ausgang eigentlich von Beginn an fest steht. Schade!

  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Handlung