Auf der Suche nach dem Rezept und dem Mörder
Der Gin des LebensDer Roman "Der Gin des Lebens" von Carsten Sebastian Henn ist der erste Krimi, den ich von diesem Autor lese. Neben der eigentlichen Story gibt es Ausschnitte aus einem fiktiven Buch mit Sachwissen rund ...
Der Roman "Der Gin des Lebens" von Carsten Sebastian Henn ist der erste Krimi, den ich von diesem Autor lese. Neben der eigentlichen Story gibt es Ausschnitte aus einem fiktiven Buch mit Sachwissen rund um Gin. Das ist interessant, aber hat mich beim Lesen teilweise herausgebracht, da es mitten in einigen Kapiteln zu finden ist.
Cathy Callaghan findet im Garten ihres B&Bs die Leiche eines Obdachlosen - ein ungeklärter Mord. Bene Lerchenfeld will den Gins eines Vaters nachmachen und begibt sich auf die Suche der Botanicals. Die Suche führt ihn auch in Cathys B&B, denn auch sie hat ein ähnliches Interesse. Gemeinsam versuchen sie die Inhalte des Gins zu finden und stolpern mehr und mehr über Ungereimtheiten und kommen dem Mörder viel zu nahe.
Die Handlung ist spannend und hat einige Höhepunkte. Dennoch muss ich gestehen, dass mich das Buch nicht wirklich gefesselt hat. Es war gut für "so zwischendurch". Die Themen Gin und Ginherstellung sind für mich nicht besonders interessant, daher waren mir die Erklärungen und Ausschweifungen manchmal etwas zu viel. Die Handlung rund um die Machenschaften in der Stadt und den Verstrickungen war echt super. Alle Charaktere waren wichtig und haben ihre Beiträge gegeben. Das fand ich richtig gut.
Bene und Cathy als Hauptfiguren waren mit beide sehr angenehm. Allerdings konnte ich mir beide nicht gut bildlich vorstellen. Es war schön zu lesen, wie sie sich langsam näher gekommen sind, aber irgendwie habe ich es nicht nachempfinden können.
Es war richtig toll, dass die Nebenfiguren (für mich) genauso viel Tiefe hatten, wie die Hauptfiguren. Besonders Cathys Bruder war super beschrieben. Ich hatte nur ein paar Probleme die ganzen Namen zuzuordnen.
Am Ende war dann doch recht viel los. Die Handlungen überschlugen sich förmlich und ich musste beim Lesen eine Pause machen, um alles zu ordnen. Ich fand es aber richtig gut, dass es einen Twist gab, den ich so nicht erwartet hatte. Allerdings musste ich dafür nochmal an den Anfang blättern, um die Personen zuordnen zu können.
Fazit: Ein schönes Buch für zwischendurch, viel Spannung, aber nicht ganz fesselnd - für Ginliebhaber bestimmt richtig gut.