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Veröffentlicht am 26.05.2025

Auf der Suche nach dem Rezept und dem Mörder

Der Gin des Lebens
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Der Roman "Der Gin des Lebens" von Carsten Sebastian Henn ist der erste Krimi, den ich von diesem Autor lese. Neben der eigentlichen Story gibt es Ausschnitte aus einem fiktiven Buch mit Sachwissen rund ...

Der Roman "Der Gin des Lebens" von Carsten Sebastian Henn ist der erste Krimi, den ich von diesem Autor lese. Neben der eigentlichen Story gibt es Ausschnitte aus einem fiktiven Buch mit Sachwissen rund um Gin. Das ist interessant, aber hat mich beim Lesen teilweise herausgebracht, da es mitten in einigen Kapiteln zu finden ist.

Cathy Callaghan findet im Garten ihres B&Bs die Leiche eines Obdachlosen - ein ungeklärter Mord. Bene Lerchenfeld will den Gins eines Vaters nachmachen und begibt sich auf die Suche der Botanicals. Die Suche führt ihn auch in Cathys B&B, denn auch sie hat ein ähnliches Interesse. Gemeinsam versuchen sie die Inhalte des Gins zu finden und stolpern mehr und mehr über Ungereimtheiten und kommen dem Mörder viel zu nahe.

Die Handlung ist spannend und hat einige Höhepunkte. Dennoch muss ich gestehen, dass mich das Buch nicht wirklich gefesselt hat. Es war gut für "so zwischendurch". Die Themen Gin und Ginherstellung sind für mich nicht besonders interessant, daher waren mir die Erklärungen und Ausschweifungen manchmal etwas zu viel. Die Handlung rund um die Machenschaften in der Stadt und den Verstrickungen war echt super. Alle Charaktere waren wichtig und haben ihre Beiträge gegeben. Das fand ich richtig gut.

Bene und Cathy als Hauptfiguren waren mit beide sehr angenehm. Allerdings konnte ich mir beide nicht gut bildlich vorstellen. Es war schön zu lesen, wie sie sich langsam näher gekommen sind, aber irgendwie habe ich es nicht nachempfinden können.
Es war richtig toll, dass die Nebenfiguren (für mich) genauso viel Tiefe hatten, wie die Hauptfiguren. Besonders Cathys Bruder war super beschrieben. Ich hatte nur ein paar Probleme die ganzen Namen zuzuordnen.

Am Ende war dann doch recht viel los. Die Handlungen überschlugen sich förmlich und ich musste beim Lesen eine Pause machen, um alles zu ordnen. Ich fand es aber richtig gut, dass es einen Twist gab, den ich so nicht erwartet hatte. Allerdings musste ich dafür nochmal an den Anfang blättern, um die Personen zuordnen zu können.

Fazit: Ein schönes Buch für zwischendurch, viel Spannung, aber nicht ganz fesselnd - für Ginliebhaber bestimmt richtig gut.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Seicht dahinplätschernde Liebesgeschichte

Rokesby – Wie heiratet man eine Bridgerton?
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Im letzten Teil der Rokesby-Reihe finden Georgiana Bridgerton und Nicholas Rokesby zueinander. Sie ist ruiniert, weil ein anderer Mann sie entführt hatte. Er soll zu ihrer Rettung einspringen und sie heiraten. ...

Im letzten Teil der Rokesby-Reihe finden Georgiana Bridgerton und Nicholas Rokesby zueinander. Sie ist ruiniert, weil ein anderer Mann sie entführt hatte. Er soll zu ihrer Rettung einspringen und sie heiraten. Aber wollen das beide? Können sie sich damit arrangieren?

Ich habe wieder das Hörbuch gehört. Auch in diesem Band habe ich der Stimme von Dana Golombek Senden gern gefolgt. Es machte viel Spaß ihren unterschiedlichen Betonungen und Geräuschen zu lauschen. Es war mehr als nur Vorlesen und Zuhören, es war wie Dabeisein.

Ich war überrascht, dass die Handlung recht zügig Fahrt aufnahm und es schon in den ersten Seiten darum ging, dass Nicholas Georgiana heiraten soll. Ich habe mich ehrlich gefragt, was dann noch kommen soll. Aber es hat gepasst. In dem gesamten Buch ging es darum, dass sich die beiden besser kennen- und lieben lernen. Es ist eine sehr seichte Liebesgeschichte mit schönen Momenten. Ich fand es angenehm zu lesen, dass sich ihre Liebe langsam entwickelt hat.

Georgiana wurde als starke Persönlichkeit beschrieben, die sagt, was sie denkt und sich Gedanken über die Stellung der Frau macht. Das war schon in den vorherigen Büchern ansatzweise so, aber hier ist es für mich besonders herausgestochen. Die Dialoge mit Nicholas waren schön zu lesen, besonders das gegenseitige Necken und die Andeutungen, obwohl auch diese recht seicht waren. Nicholas wirkte in den anderen Büchern unscheinbar und auch in diesem Teil bin ich mit ihm irgendwie nicht warm geworden. Er war nett, wusste was er wollte, aber irgendwie fehlte mich bei seiner Figur die Besonderheit.

Die Spannung zum Ende hin war für mich komplett erwartbar und hat sich über das Buch hinweg angedeutet. Das Ergebnis war klar, aber es war dennoch schön zu lesen.

Fazit: Das Buch ist eine schöne, seichte Liebesromanze. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, sondern ein langsames Liebenlernen. Die Handlung hat mich jetzt nicht richtig gepackt, sodass ich nicht mehr aufhören wollte, aber es war ein gutes Buch für "zwischendurch".

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Erotikroman mit schwachem Frauenbild

Gentleman Sinner
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In der Buchhandlung bin ich beim Stöbern auf J.E. Malpas Buch "Gentlemen Sinner" gestoßen. Der Text auf der Rückseite war sehr vielversprechend. Also gekauft und ab aufs Sofa. Nach den ersten Seiten kam ...

In der Buchhandlung bin ich beim Stöbern auf J.E. Malpas Buch "Gentlemen Sinner" gestoßen. Der Text auf der Rückseite war sehr vielversprechend. Also gekauft und ab aufs Sofa. Nach den ersten Seiten kam dann die Ernüchterung und ich habe mich durchgequält.

Die Krankenschwester Izzy White will einer in Not geratenen Frau zur Hilfe eilen und wird dabei selbst angegriffen. Erinnerungen kommen hoch, keine guten. Dann ist plötzlich Theo Kane da und rettet sie. Er ist ein bestimmender, aber attraktiver Mann. Lässt sie sich auf ihn ein? Wird er ihr Verderben sein?

Ich habe mehrfach überlegt, ob ich das Buch weglege und nicht beende. Izzy als Hauptcharakter hat schon viel erlebt. Sie hat sich einen dicken Panzer angelegt und weiß (eigentlich), wie sie mit schwierigen Personen umgehen soll. Auch bei Theo hat sie ihre Meinung, aber ein Wort von ihm und sie ist dahin. Sie sagt sich, dass sie Angst vor ihm haben soll, fühlt aber eine große Sicherheit. Das ist ja ok, aber ich finde es schrecklich, dass sie ihre Meinung nicht vertritt. Er macht, was ihm gefällt und sie hat es zu akzeptieren. Zu allem Übel tut sie das auch. Das finde ich schrecklich. Er taucht in ihrem Urlaub auf, er will sie besitzen, sie gehört ihm. Das Frauenbild, das vermittelt wird ist sehr fragwürdig.
Theo Kane hat trotz seines beschriebenen attraktiven Aussehens keine Sympathiepunkte bei mir gesammelt. Er ist grob und lässt sich nichts sagen, er ignoriert Izzys Wünsche, setzt sich darüber hinweg. Wo soll da Erotik/Romantik aufkommen?

Die Handlung an sich ist ok, erwartbar, aber ok. Für mich wird sie nur durch die Verhaltensweisen kaputt gemacht. Theo hat einen Stripclub und einen illegalen Fightclub? Kein Problem für Izzy. Ich frage mich nur: Wer denkt und handelt so?

Das Ende war für mich zu viel. Die Szene im Krankenhaus ist nett geschrieben, aber für mich sehr realitätsfern. Auch Theo als "Softie" danach kommt mir total fremd vor und passt wenig zu dem zuvor vermittelten Bild.

Die Erotikszenen sind ok, aber ohne Tiefe. "Ich werde dich hart und dreckig ficken" - bei dem Satz war ich dann raus. Es wurden keine Gründe genannt, wieso er das machen will/muss. Er benötigt ihre "Folgsamkeit", sie zweifelt, aber sobald er sie berührt, schmilzt sie dahin und lässt alles mit sich machen. Diese Frauendarstellung ist für mich einfach beunruhigend.

Bis auf den Epilog ist alles aus der Ich-Perspektive von Izzy erzählt. Dadurch habe ich mehr über sie erfahren, über ihre Gedanken und Gefühle. Aber irgendwie kam keine Verbundenheit auf, ich konnte nicht nachempfinden und -vollziehen, wieso Verhaltensweisen aufgetreten sind. Der Epilog ist aus Sichtweise von Theo geschrieben und passt für mich nicht zur vorher beschriebenen Person.

Fazit: Für mich eines der schlechtesten Bücher, das ich bisher gelesen habe. Die Handlung ist ok, aber die Charaktere und wie sie miteinander umgehend sind für mich fragwürdig.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

geheimnisvolle Liebe auf hoher See

Rokesby – Miss Bridgerton und der geheimnisvolle Verführer
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Band 3 der Rokesby-Reihe taucht in das Kennen- und Liebenlernen von Andrew und Poppy ein. Durch einen Zufall wird Poppy entführt und landet auf dem Schiff des attraktiven Captain Andrew James. Hält sie ...

Band 3 der Rokesby-Reihe taucht in das Kennen- und Liebenlernen von Andrew und Poppy ein. Durch einen Zufall wird Poppy entführt und landet auf dem Schiff des attraktiven Captain Andrew James. Hält sie es von England bis Portugal mit ihm aus? Wie muss er nur so gutaussehen? Welches Geheimnis umrankt seine Herkunft?

Die Geschichte von Poppy und Andrew hat mir richtig gut gefallen. Die Dialoge zwischen den beiden waren geprägt von Witz und gegenseitigem Necken. Es hat mir viel Spaß gemacht mitzuerleben, wie sie sich kennen- und liebenlernen.

Mit haben beide Charaktere gut gefallen. Poppy ist trotz der Entführung eine starke Frau, die wildfremden Männern Contra gibt und zu ihrer Meinung steht. Trotzdem sorgt sie sich um alle. Andrew ist ein charmanter Kapitän und immer darauf bedacht, dass es allen gut geht. Er ist zuvorkommend und witzig. Die Mischung der beiden war klasse.

Ich habe auch hier wieder das Hörbuch gehört. Dana Golombek Senden liest ganz wundervoll. Ihrer Stimme ist sehr angenehm und sie bringt viele Emotionen ein.

Die Handlung war spannend und die Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen, vor allem der Schiffsjunge. Ich fand es sehr gut, dass die Handlung nicht nur auf See stattfindet und Portugal thematisiert wird. Auch die Spannung und Dramatik am Ende war großartig.

Lediglich die "Liebesszene" fand ich unnötig und fehl am Platz, eine schlimmere Situation hätte es für mich nicht geben können, aber das ist ja Geschmackssache.

Auf jeden Fall ist Band 3 deutlich besser als Band 2. :)

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Sanfte Liebesgeschichte, die sich immer um eine Frage dreht

Rokesby - Tollkühne Lügen, sinnliche Leidenschaft
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Julia Quinn erzählt im zweiten Band der Rokesby-Reihe die Geschichte von Edward und Cecilia. Sie, eigentlich auf der Suche nach ihrem Bruder, ist nach Amerika gereist und gibt sich aufgrund verschiedener ...

Julia Quinn erzählt im zweiten Band der Rokesby-Reihe die Geschichte von Edward und Cecilia. Sie, eigentlich auf der Suche nach ihrem Bruder, ist nach Amerika gereist und gibt sich aufgrund verschiedener Umstände als die Frau vom bewusstlosen Captain Edward Rokesby aus. Zu ihrem Glück kann er sich an nichts erinnern, als er wach wird und ist von seiner "Frau" bezaubert - bis er sich doch erinnert. Hat ihre Liebe eine Chance?

Nach Band 1 habe ich sofort mit dem zweiten Teil der Rokesby-Reihe begonnen, allerdings wieder als Hörbuch. Dana Golombek Senden hat eine sehr angenehme Stimme und es macht Spaß ihr zu lauschen und die Handlung zu verfolgen.

Schon nach kurzer Zeit habe ich für mich festgestellt, dass mich die Handlung nicht so sehr packt, wie im ersten Band. Cecilia als Figur erschien mir grundlegend willensstark, doch wenn es darauf ankam, stand sie nicht dazu. Das Hin und Her zwischen "ich sag es ihm" und "ich kann es ihm nicht sagen" fand ich zunehmend etwas nervig. Das hat für mich zu viel Raum eingenommen. Die Liebesgeschichte an sich war teilweise etwas untergeordnet. Es ist Zeit vergangen und sie sind sich näher gekommen, gern hätte ich von genau diesen Szenen mehr gehabt (und nicht nur punktuell).

Das Buch war schon spannend, obwohl der Ausgang natürlich klar war. Auch die Dramatik am Ende konnte ich kommen sehen, dennoch war es nicht schlecht. Es hat mir nicht gefallen, wie einfach der Disput zwischen Edward und Cecilia ausgetragen wurde, da hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht. Mir fehlte ebenfalls die Tiefe in den Figuren und deren Entwicklung.

Fazit: Für mich plätscherte das Hörbuch so dahin, teilweise bin ich auch abgeschweift. Die Liebesgeschichte war seicht, schön, aber für mich nicht aufregend. Nach dem ersten Band war dieses Buch für mich etwas enttäuschend.

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