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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2025

Unterhaltsamer Thriller...

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung klang interessant. Nicht wenige haben ja den Wunsch, ins eigene Haus zu ziehen und ich konnte mir gut vorstellen, wie aus der anfänglichen Freude, doch Unsicherheit, Angst ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung klang interessant. Nicht wenige haben ja den Wunsch, ins eigene Haus zu ziehen und ich konnte mir gut vorstellen, wie aus der anfänglichen Freude, doch Unsicherheit, Angst und Verzweiflung wurde.

Die unheimliche Atmosphäre kommt auf jeden Fall gut rüber und die gruseligen Beobachtungen wurden glaubhaft beschrieben, genauso wie die Zweifel, ob da wirklich was war, oder nicht.

Die Nachbarn nehmen die Winklers zwar gut auf, aber trotzdem sind sie teils undurchsichtig und verhalten sich auffällig. Dabei ist es etwas schade, dass viele von ihnen doch eher wenig beleuchtet werden. Auch Protagonist Marco ist manchmal etwas blauäugig und hätte teilweise noch mehr Tiefe vertragen können, aber insgesamt fand ich ihn und seine Gedanken und Gefühle glaubhaft dargestellt und konnte mich gut in ihn hineinversetzen.

Da es auch eine weitere Perspektive gibt, in der man jemanden begleitet, der im Kindesalter schlimme Gewalt erlebt hat, hat man schnell die Vermutung, da die Sicht des Täters präsentiert zu bekommen. Jedoch ist es hier etwas differenzierter und ich hatte durchaus auch mal den Gedanken, dass es sich bei den Perspektiven um zwei Seiten der gleichen Person handeln könnte.

Obwohl einige Morde passieren, überwiegen die leisen, atmosphärischen Töne. Erst gegen Ende gibt es einen kleinen Showdown, der zwar viele zufriedenstellende Antworten liefert, aber doch auch etwas sehr schnell abgehandelt wird. Ich fand das Motiv prinzipiell glaubhaft, aber dennoch hätte ich das gern noch etwas mehr beleuchtet gehabt, genauso wie manch andere Entwicklungen danach.

Sprecher Sascha Rotermund hat wieder einen tollen Job gemacht. Er vermittelt die Atmosphäre authentisch und differenziert die zweite Perspektive auch gut von Protagonist Marco Winkler.

Fazit:
Am Ende haben wir einen unterhaltsamen Thriller, der lange Zeit eher über die leisen Töne kommt, aber trotzdem recht spannend ist, auch weil der Autor mehrere falsche Fährten legt und man gut mit Protagonist Marco mitfühlen und mitfiebern kann. Am Ende gibt es einen kleinen Showdown und durchaus zufriedenstellende Antworten, auch wenn ich zu manchen Entwicklungen gern ein paar mehr Details gehabt hätte. Ich vergebe solide 4 Sterne und damit platziert sich „Welcome Home“ für mich im Mittelfeld, der von mir bereits gelesenen Werke des Autors.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Nach einem etwas schwächeren Start, erneut eine starke und abenteuerliche Geschichte

Storm Dragons – Verrat am Anfang der Zeit
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Meinung:
Teil eins fand ich ja richtig genial und ich habe mich sehr gefreut, dass wir nicht lange auf die Fortsetzung warten mussten.

Die Geschichte startet kurz nach dem actionreichen Ende von Teil ...

Meinung:
Teil eins fand ich ja richtig genial und ich habe mich sehr gefreut, dass wir nicht lange auf die Fortsetzung warten mussten.

Die Geschichte startet kurz nach dem actionreichen Ende von Teil eins, konnte mich anfangs aber leider nicht ganz so abholen. Die Besatzung der wilden Königin muss ihr Schiff reparieren und legt deshalb an einer größeren Stadt an. Natürlich kann es sich Prinzessin Gem nicht nehmen lassen, unerlaubt von Bord zu gehen und entdeckt zu werden. Ich konnte zwar ihre Beweggründe verstehen, aber für mich war der Start leider nicht ganz so fesselnd, wie ich es vom Auftakt kannte.

Zum Glück haben sich die Befürchtungen über eine schwächere Fortsetzung dann aber nicht weiter bestärkt, denn nach dieser kleinen Eskapade, nimmt die Geschichte wieder Spannung auf und wir erleben eine weitere abenteuerliche Reise durch den Mahlstrom. Dabei werden einige offene Fragen von Teil eins beantwortet und das Worldbuidling noch deutlich vertieft.

So erfahren wir, was mit Sir Barthello damals geschah (direkt aus seiner Sicht), lernen andere wahre Drachen kennen und erfahren den Grund, weshalb die Sturmkristalle versagen.

Sehr spannend, sehr tiefgründig und durchaus auch wendungsreich, aber auch wieder mit emotionalen Momenten und wichtigen Botschaften versehen.

Auch die Figuren entwickeln sich weiter. Remy und Sturmblitz wachsen weiter zusammen, aber auch Gem passt gut dazu. Abgerundet durch Bart, Kapitänin Flinke Klinge und dem mürrischen Sturmmagier Lysander ergibt sich ein tolles Gespann, das mir mit ihren trockenen Sprüchen oft auch einfach ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat.

Anfangs fand ich es etwas befremdlich, dass die Drachen so abgehackt sprechen. Aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und mir auch gut vorstellen können, dass so erhabene Wesen einfach etwas anders sprechen. Somit konnte mich der Erzählstil von Sprecher Timo Weisschnur, nach dieser kleinen Anfangsirritation, erneut mitten in die Geschichte ziehen und mitreißen.

Das Ende gibt wieder einen Ausblick darauf, was in Teil drei passieren könnte. Leider müssen wir dieses mal wohl etwas länger auf die Fortsetzung warten, da diese erst im Frühjahr 2026 auf englisch erscheinen soll.

Fazit:
Auch wenn mich der Start in diese Fortsetzung nicht sofort fesseln konnte, ist die altbekannte Faszination dann doch wieder eingetreten. Erneut gibt es viel Spannung und Action, aber auch emotionale Szenen und wichtige Botschaften und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Figuren wachsen zusammen und entwickeln sich glaubhaft weiter. Es gibt tiefgründige und wendungsreiche Antworten und gleichzeitig werden neue Fragen aufgeworfen, sodass ich auch dieses Mal gerne zügig weiterhören würde. Leider dauert es dieses Mal wohl länger, bis die Fortsetzung erscheint. Ich vergebe erneut die vollen 5 Sterne, für diese tolle Reihe.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein guter und zufriedenstellender Abschlussband

Auris. Puls der Angst
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Meinung:
Die Geschichte schließt nahtlos an ihren Vorgänger an. Es geht wirklich mit der Szene weiter, mit der das letzte Buch mit einem Knall geendet hat, wodurch man sofort wieder mitten in der Geschichte ...

Meinung:
Die Geschichte schließt nahtlos an ihren Vorgänger an. Es geht wirklich mit der Szene weiter, mit der das letzte Buch mit einem Knall geendet hat, wodurch man sofort wieder mitten in der Geschichte ist.

Jula erfährt, dass fast ihre ganze Familie und Freunde in das Geheimnis ihrer Mutter eingeweiht waren. Schon krass irgendwie. Und auch Jula findet diese Erkenntnis nicht so geil, wobei sie sich recht schnell wieder fängt und wieder ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Denn, die Mitglieder einer früheren Terrororganisation haben noch eine Rechnung mit Julas Mutter offen und schrecken dabei vor nichts zurück.

Ich fand die Ausgangslage erneut ziemlich interessant, die Hintergründe spannend, wenn auch (wie oft bei der Reihe) etwas abgedreht und das Tempo ist extrem rasant. Eins passiert nach dem anderen, wobei ich die Eile durch das Gift schon glaubhaft fand.

In diesem Teil werden nun die offenen Stränge zusammengeführt und manches kann man sich mit der Zeit schon denken. So gibt es eine Nebenfigur, bei der mir schnell klar war, dass sie ein falsches Spiel spielt und auch die Zusammenhänge zwischen Jula und Hegel waren doch recht schnell offensichtlich. Dennoch war dieser letzte, erneut abgedrehte Trip, spannend zu verfolgen und insgesamt war ich auch mit dem Ende recht zufrieden.

Etwas schade fand ich, dass die Phonetik dieses Mal sehr kurz kam. Es gab zwar eine scheinbar neue Möglichkeit für Hegel, aber diese hat sich mit der Zeit auch als Lüge herausgestellt.

Den Schreibstil fand ich, wie gewohnt, sehr flüssig und mitreißend. Die Charaktere durchaus immer noch mit undurchsichtigen Zügen versehen, aber insgesamt vielseitig und tiefgründig.

Fazit:
Ein guter und zufriedenstellender Abschlussband. Das Tempo ist rasant, die Lage wieder brenzlig und einige Wendungen erneut abgedreht, aber insgesamt eine unterhaltsame Geschichte und ein Ende, das einige Antworten liefert. Diese sind nicht alle total überraschend, aber doch gut lesbar. Ich vergebe solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Eine detaillierte Geschichte mit vielen leisen und berührenden Tönen...

Der Garten der kleinen Wunder
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Meinung:
Das Buch hat mich angesprochen, da es nach einer berührenden und tiefgründigen Geschichte klang.

Und im Großteil habe ich das auch bekommen. Es ist schön zu verfolgen, wie die 14-jährige Vica ...

Meinung:
Das Buch hat mich angesprochen, da es nach einer berührenden und tiefgründigen Geschichte klang.

Und im Großteil habe ich das auch bekommen. Es ist schön zu verfolgen, wie die 14-jährige Vica Mithilfe ihrer Nachbarin Toja aufblüht und lernt, dass es ok ist, wenn sie anders ist, als die anderen. Denn Vica und Toja sind beide sehr introvertierte und hochsensible Menschen, deshalb ist ihnen schnell alles zu viel. Ich fand es interessant, diese Sicht der Dinge mal genauer dargestellt zu bekommen, auch in Bereichen, in denen ich mir noch nicht so viele Gedanken darüber gemacht habe.

Der Fokus der Geschichte liegt klar auf den Details. Alles wird sehr unaufgeregt und ausführlich erzählt. Auch die Besonderheiten und Wunder der Natur in Tojas Garten, aber auch ganz allgemein. Im Grunde wirklich interessant und entschleunigend, aber manchmal hätte ich es nicht ganz so ausführlich gebraucht.

Doch nicht nur Vica blüht durch die Freundschaft mit Toja und Bär auf, sondern auch ihr Vater Florian muss sich sehr ändern. Ich fand die Wandlung von ihm zwar toll für die Geschichte, aber doch etwas sehr leicht/einfach dargestellt. Somit war es am Ende eine recht große Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung, die ich zwar wirklich harmonisch, aber leider auch etwas unglaubwürdig/ ein bisschen zu viel des Guten fand.

Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte oft berührt, zum Nachdenken angeregt und definitiv auch entschleunigt. Und das Ganze auch ohne größeren Spannungsbogen, sondern nur mit leisen Tönen. Ich mochte es ebenso, dass auch Tojas Geschichte in Rückblenden erzählt wird und man erfährt, dass auch ihr, in ihrer Kindheit, eher etwas unkonventionell geholfen wurde.

Für mich war es auch super, dass die Autorin auf eine Liebesgeschichte zwischen den Figuren verzichtet hat. Kurz hatte ich mal die Befürchtung, dass sich da was entwickeln könnte, aber zum Glück hat die Autorin da einen anderen Weg gewählt.

Wie gesagt, ist das Ende etwas zu harmonisch, aber insgesamt zufriedenstellend und passend. Ich habe die Geschichte mit einem guten Gefühl beendet.

Sprecherin Ulrike Kapfer passt mit ihrer ruhigen Art auch super zur Geschichte und hat sehr authentisch gelesen.

Fazit:
Ein sehr ausführlicher und detaillierter Roman, der die Bedürfnisse von introvertierten und hochsensiblen Menschen sehr genau darstellt. Dabei gibt es viele leise Töne, aber auch kleine Wunder und viele berührende Szenen und Besonderheiten. Manches hätte ich nicht ganz so ausführlich gebraucht und am Ende war mir die allgemeine Harmonie etwas zu groß, um wirklich glaubwürdig zu sein, aber ich habe die Geschichte gern verfolgt und mich von ihr entschleunigen lassen. Deshalb vergebe ich solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Lustig, unterhaltsam und mit tollen Botschaften...

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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Meinung:

Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Ein Internat, in dem unerwünschte Mädchen nicht weggesperrt, sondern ihr Talent gefördert wird, hat mich sehr interessiert. Vor allem, da die ...

Meinung:

Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Ein Internat, in dem unerwünschte Mädchen nicht weggesperrt, sondern ihr Talent gefördert wird, hat mich sehr interessiert. Vor allem, da die Geschichte in den 1920ern spielt.

Auch den Start in die Geschichte, fand ich super. Wir begleiten Protagonistin Maggie, als sie in die Schule gebracht wird und ihre Begleitung ihr nichts sehnlicher wünscht, als dass ihr Zucht und Ordnung beigebracht werden. Maggie hat Angst, merkt aber schnell, dass das Institut ganz anders ist, als erwartet.

Zur gleichen Zeit kommen auch noch zwei weitere neue Mädchen an, Nell und Sophie, und mit beiden freundet sie sich schnell an. Das ist auch gut so, denn die Besonderheiten dieser Schule zu verdauen, ist anfangs gar nicht so leicht.

Denn, der Schauplatz ist wirklich wundersam und bunt. So ist das Setting vom viktorianischen Zeitalter geprägt und hat auch Steampunkelemente, aber gleichzeitig gibt es viele humorvolle Absonderlichkeiten.

So hat Schulleiterin Miss Mandelay eine Orgel, die Raketen ausspuckt und die Schulfächer sind auch recht exzentrisch (z. B. Erleben wir einige Stunden Schweitzer-deutsch, in denen recht absurde Sätze gelernt werden). Insgesamt werden die Mädchen aber zum selbstständigem Denken angeregt und sie werden gefördert, ihre eigenen Stärken zu finden und einzusetzen. Und da die Schule auch Kriminalfälle löst, setzen die Mädchen ihre Fähigkeiten auch noch zum Guten ein.

So gibt es auch gleich einen Fall zu lösen, in dem alle Mädchen zusammenarbeiten müssen und auch ihren Platz in der Gruppe finden. Dabei ist natürlich alles ziemlich übertrieben, aber ich bin mir sicher, dass Leserinnen der Zielgruppe dies wirklich lustig finden werden.

Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt die Rektorin auch noch praktische Tipps, zu nützlichen Dingen, die jedes Mädchen wissen sollte. Dabei sind einige vielleicht nicht so praktisch, sondern einfach nur lustig, wie z. B. einem Krokodil zu entkommen, aber andere, wie z. B. Knoten knüpfen, Kuchen backen und ähnliches kann man auch wirklich brauchen.

Schön fand ich hier, dass auch dem Hörbuch ein kleines Booklet mit den wichtigsten Tipps beigefügt wurde, sodass man da auch die Illustrationen sehen und nachlesen kann.

Den Fall an sich, fand ich spannend. Klar, auch hier wird übertrieben, die Darstellung von Gut und Böse ist sehr einfach gehalten und es gibt auch eine übernatürliche Komponente. Aber alles wurde spannend dargestellt und auch die Krimi-Elemente haben gut gepasst.

Sprecherin Merete Brettschneider hat super zu den jungen Mädchen gepasst und die Geschichte lebendig und authentisch vertont. Maria Hartmann liest die nützlichen Tipps und auch das hat gut gepasst.

Das Ende fand ich zufriedenstellend und abgeschlossen, aber es gibt noch viel Potential für weitere spannende Fälle, weshalb ich mir schon vorstellen könnte, dass da noch was kommt.

Fazit:
Eine etwas skurrile und lustige Internatsgeschichte mit Krimi-Elementen. Der Fokus liegt klar darauf, dass jedes Mädchen so sein soll, wie es ist und ihre eigenen Stärken nutzt, um in der Gemeinschaft was zu erreichen. Mir persönlich war es manchmal etwas zu übertrieben, aber ich denke, dass das bei der Zielgruppe der jungen Mädchen super ankommt und lustig und abenteuerreich, war es auf jeden Fall. Mir haben die Krimi-Elemente gut gefallen und auch das Ende war zufriedenstellend. Somit vergebe ich solide 4 Sterne.

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