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Veröffentlicht am 07.09.2017

Ein Buch, das zum Träumen einlädt..

Herzmuscheln
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Von dem Buch Herzmuscheln habe ich erwartet und sogar befürchtet, dass es sich um einen typischen Liebesroman handelt. Das war es dann aber gar nicht. Ich hatte vielmehr das Gefühl, dass die Liebesgeschichte ...

Von dem Buch Herzmuscheln habe ich erwartet und sogar befürchtet, dass es sich um einen typischen Liebesroman handelt. Das war es dann aber gar nicht. Ich hatte vielmehr das Gefühl, dass die Liebesgeschichte eine eher untergeordnete Rolle spielt. Vielmehr geht es um die Selbstfindung, darum seinen Träumen zu folgen und diese nicht einfach aufzugeben. Es geht darum, den Mut zu haben, die Dinge jetzt anzugehen und nicht zu warten, bis es vielleicht zu spät ist. Das finde ich eine wirklich schöne Lehre, die man aus diesem Buch ziehen kann.

Die Erzählperspektive verfolgt Kyla, Rupert und Ryan. Während ich es durchaus verstehen kann, dass sowohl Kyla als auch Ryan verfolgt werden (sie sind schließlich die Hauptcharakteren), kann ich mir den Sinn aus der Sicht von Rupert nicht erklären. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es eine ganz gute Idee war, diese Perspektive für das Buch zu wählen. So bekommt der Leser einen Eindruck, wie die Gefühlswelt der einzelnen Charakteren aussieht – und diese ist auch wirklich sehr genau beschrieben.
Die Charakteren – nicht nur die, aus dessen Perspektive geschrieben wurde – sind sehr gut ausgearbeitet. Jeder von ihnen hat eine Vergangenheit und eine Motivation hinter ihren Handlungen.

Die Idee für die Geschichte ist einfach toll. Wer träumt nicht von einem Haus an der irischen Atlantikküste? Besonders angesprochen hat mich, dass alle Langzeitgäste in dem Cottage mit einem Problem dort angekommen sind und völlig verändert wieder abreisen. Eine therapeutische Wirkung des Aufenthaltes dort. Das braucht, glaube ich, jeder irgendwann mal.
Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er weist die richtige Balance aus Dialog und Erzählung auf. Die Umgebungsbeschreibungen laden zum Träumen ein – oder dazu gleich die Koffer zu packen. Die Beschreibung von Gefühlen, reißt den Leser mit und lässt ihn sich fühlen, als wäre dabei.