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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2018

Wenn zwei Welten sich vermischen

Save Me
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Die Autorin Mona Kasten nimmt den Leser dieses Mal mit nach England und öffnet die Tore zum Maxton Hall College. Die Schule ist eine der angesehensten des Landes und alles von Rang und Namen schickt ihren ...

Die Autorin Mona Kasten nimmt den Leser dieses Mal mit nach England und öffnet die Tore zum Maxton Hall College. Die Schule ist eine der angesehensten des Landes und alles von Rang und Namen schickt ihren Nachwuchs dorthin.
Unter ihnen befindet sich auch Ruby, aber sie ist anders. Sie kommt aus einer normalen Familie und hat mit dem Glamour und Luxus nichts am Hut. Aber Ruby ist intelligent und verfolgt das Ziel nach Oxford zukommen und der erste Schritt ist ein Abschluss von der Maxton Hall. Durch ein Stipendium ist es ihr möglich die Schule zu besuchen. Durch einen Zufall erfährt Ruby etwas, was sie ins Blickfeld von James Beaufort geraten lässt. Er ist der Sprössling eines Herrenausstatterimperiums und der heimliche Anführer der Maxton Hall. Alle in seinem Umfeld sind ebenso reich und sie leben nur für ihren eigenen Spaß. Schule ist nicht so wichtig und so wird sich von einer Party mit Alkohol, Drogen und zwanglosen Affären zur nächsten gehangelt.
Diese beiden unterschiedlichen Welten treffen auf einander und sorgen im Verlauf der Story für viele lustige, gefühlvolle sowie unverständliche Momente.

Die beiden Hauptcharaktere sind charakteristisch sehr verschieden und entwickeln sich im Laufe der Geschichte langsam aber stetig. Nach und nach erlebt der Leser, wie die beiden Gefühle für einander entwickeln. Aus einem einzigen kleinen Samen wächst die Liebe hervor. Diese Darstellung ist der Autorin sehr gelungen und ich glaube beiden Charakteren, dass diese Liebe echt ist.
Ebenfalls gibt es liebenswerte sowie abstoßende Nebencharaktere. Hier wird bei vielen nicht so sehr ins Detail gegangen, was man sich als Leser aber wünschen würde. Aber es gibt noch 2 Teile und dort entwickeln diese sich sicherlich ebenfalls weiter.

Das Buch greift viele unterschiedliche Themen auf, wie Homosexualität, Erfolgsdruck, Gewalt, nicht geliebt werden, sozialer Abstieg sowie Harmonie in der Familie, Freundschaft, Schwangerschaft. Es sind wirklich sehr viele. Einige werden nur nebenbei erwähnt, aber im Hinterkopf hat man diese nach einmaligen Lesen sofort und kann viele Handlungen der Beteiligten besser nachvollziehen.

Erzählt wird aus der Sichtweise von Ruby und James. Diesen Punkt finde ich super, da man so auch mal weiß, wie der andere die Situation erlebt hat. Zum Ende der Geschichte sind Rubys Erzählanteile aber überwiegend. Die Schreibweise ist leicht und locker. Das Lesen geht zügig voran und man ist im Nu durch das Buch durch.
Das Cover lässt sich sicherlich auf unterschiedliche Weisen interpretieren, aber für mich steht es für die Vermischung der beiden Welten. Gold für James und Beige für Ruby.
Der Titel überzeugt mich dahingegen gar nicht. Aber er passt zu den noch 2 folgenden Büchern der Reihe.

Rund um ein gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe und lesenswert für jeden Fan von Mona Kasten und alle, welche sich gerne in einer Geschichte verlieren möchten.
Der Cliffhanger am Ende des Buches war für mich einen Tick zu viel, aber ich bin gespannt, wie dies im zweiten Teil gekittet werden soll und freue mich auf die Veröffentlichung von „Save You“.

Veröffentlicht am 15.01.2018

Weihnachtsroman mit Schwächen

Winterengel
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Die Glasbläserin Anna Härtel hat es nicht leicht sich, ihre kranke Mutter sowie jüngere Schwester durchzubringen. Der Vater brachte Anna vor seinem Tod die Kunst des Glasblasens bzw. –gießens bei.
Neben ...

Die Glasbläserin Anna Härtel hat es nicht leicht sich, ihre kranke Mutter sowie jüngere Schwester durchzubringen. Der Vater brachte Anna vor seinem Tod die Kunst des Glasblasens bzw. –gießens bei.
Neben ihrer Aushilfstätigkeit in einer Glaswerkstatt kann sie dort ihre eigene Kunst herstellen. Die von ihr gefertigten Engel finden den Weg ins Englische Königshaus. Die Queen ist begeistert und lädt Anna ein. Leider verläuft die Reise als gedacht und es treten Komplikationen auf. Aber mit dem Diener John an ihrer Seite wird sie diese sicherlich meistern.

Die Bücher von Corina Bomann lese ich immer sehr gern und lasse mich von ihr in eine andere Zeit und Welt mitnehmen. Leider ist dies bei „Winterengel“ nicht komplett gelungen.
Ich fand es an einigen Stellen wirklich sehr unrealistisch und konnte manche Handlungen nicht nachvollziehen. Außerdem kamen mir die Gefühle ein wenig zu kurz. Die aus Anna´s Sicht geschilderte Geschichte wirkt zeitweise sehr gestellt. Es passt zum Ende hin einfach schon zu perfekt.

Das Cover wirkt winterlich passend, aber ich hätte mir hier schon ein paar Glasengel gewünscht, wie sie in der Geschichte beschrieben werden. Der Titel dahingegen finde ich sehr gut.

Nicht mein Lieblingsbuch von der Autorin aber Lesen kann man es auf jeden Fall mal.

Veröffentlicht am 15.01.2018

Der Frauenchor

Der Frauenchor von Chilbury
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Die Autorin Jennifer Ryan nimmt den Leser mit ins Jahr 1940 nach England in das beschaulichen Dörfchen Chilbury in der Grafschaft Kent. Da sich fast alle Männer im Krieg befinden, beschließt der Pfarrer ...

Die Autorin Jennifer Ryan nimmt den Leser mit ins Jahr 1940 nach England in das beschaulichen Dörfchen Chilbury in der Grafschaft Kent. Da sich fast alle Männer im Krieg befinden, beschließt der Pfarrer den Chor der Gemeinde aufzulösen. Die Frauen sind traurig darüber aber nehmen es hin. Durch den Zuzug einer Musikerin aus London mit einer sehr offenen und direkten Art wird der Chor wieder ins Leben gerufen. Es handelt sich jetzt um einen reinen Frauenchor. Zur damaligen Zeit eine Sensation.
Rund um den Chor und seine Mitglieder dreht sich die Geschichte. 5 Frauen erzählen in unterschiedlicher Art und Weise von ihren Erlebnissen im Laufe des Jahres. So gibt es unter anderem ein Tagebuch, sowie Briefe oder ein Journal. Durch diese Erzählweise wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln erzählt. Nie wird es langweilig in dem Buch.
Der Krieg ist zentrales Thema und beeinflusst das Leben des ganzen Dorfes. Es gibt viele traurige und schmerzende Momente aber ebenso gibt es Lachen, Glück und Musik auch in dieser schweren Zeit.
Die Entwicklung welche jede der Frauen mitgemacht hat, ist klar zu erkennen. Es zeigt sich, dass Frauen auf sich alleine gestellt, manchmal unglaubliche Kräfte entwickeln, wo sie selber nicht mitgerechnet haben.

Das Cover passt perfekt zu der Geschichte. Genau so stellt man sich beim Lesen das Dorf vor. Typisch englische Dorfidylle.
Der Schreibstil ist schön und auf jede Erzählerin abgestimmt. Die Geschichte zieht einen beim Lesen in seinen Bann.

Ich bin begeistert von diesem Buch und kann es nur empfehlen.

Veröffentlicht am 04.01.2018

Zum Ende hin besser aber nicht überzeugend

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Nic kehrt in ihre Heimatstadt zurück um ihren Bruder beim Verkauf des Elternhauses zu helfen. Der Vater der beiden leidet an Demenz und lebt im Heim. Vor 10 Jahren verließ Nic das kleine Städtchen und ...

Nic kehrt in ihre Heimatstadt zurück um ihren Bruder beim Verkauf des Elternhauses zu helfen. Der Vater der beiden leidet an Demenz und lebt im Heim. Vor 10 Jahren verließ Nic das kleine Städtchen und ließ alles hinter sich. Sie find neu an in Philadelphia und hat sich dort ein Leben aufgebaut.
Aber durch ihre Rückkehr kommen die Erinnerungen ebenfalls zurück. Ihre beste Freundin Corinne ist hier vor 10 Jahren verschwunden und wurde nie gefunden. Kaum ist Nic zurück verschwindet wieder ein Mädchen. Wir hängen diese Fälle zusammen und was hat Nic damit zu tun?

Megan Miranda wählt für ihren Thriller eine besondere Erzählweise. Sie lässt die Geschichte rückwärts ablaufen. Zu Beginn befindet man sich noch in der normalen Erzählweise, welche sich dann ändert und mit Tag 15 beginnt. Dieser Versuch etwas Neues auszuprobieren, hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Leider konnte mich der Versuch nicht überzeugen. Ob es jetzt wirklich an der Rückwärtserzählung lag, weiß ich nicht. Aber fast zwei Drittel des Buches kommt gar keine Spannung auf und die Geschichte plätschert nur so vor sich hin. Zum Ende hin wurde es dann auch endlich ein wenig spannend, aber dies reicht nicht aus um diese Geschichte einen Thriller zu nennen.
Erzählt wird aus der Sichtweise von Nic, welche mir das ganze Buch über ein Rätsel bleibt. Weder kann ich alles nachvollziehen noch verstehen, was sie macht. Leider verhält es sich mit den übrigen Charakteren nicht viel anders. Alle bleiben sehr blass und niemand wird mir nachdem Ende des Buches in Erinnerung bleiben.
Gut gelungen ist die Auflösung zum Schluss. Alle Fragen wurden geklärt und für mich blieb nichts offen.

Das Cover wirkt sehr ansprechend und dient als Blickfang. Der Titel ist einprägsam, aber grade das „Tick Tack“ wird im Buch so oft wiederholt, dass es zeitweise schon nervig war.

Mich konnte die Geschichte nicht in ihren Bann ziehen und ebenfalls nicht überzeugen. Eher ein durchschnittliches Buch, welches man nicht lesen muss.

Veröffentlicht am 22.12.2017

Guter Prolog, solides Ende und ein sehr langer Mittelteil

Die letzte Erkenntnis
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Lester Debuisson ist Schauspieler und Sohn einer kanadischen Politikerin. Während einer Feier werden ihm Unterlagen seines Bruders übergeben. Vor 4 Jahren wurde sein Bruder ermordet und vom Täter fehlt ...

Lester Debuisson ist Schauspieler und Sohn einer kanadischen Politikerin. Während einer Feier werden ihm Unterlagen seines Bruders übergeben. Vor 4 Jahren wurde sein Bruder ermordet und vom Täter fehlt jede Spur. Die Unterlagen könnten Hinweise enthalten. Lester macht sich daran mehr über den Mord herauszufinden. Dabei stößt er auf drei Wissenschaftler, welche ebenfalls Tod sind. Dabei kann es sich nicht um einen Zufall handeln? Er reist nach Deutschland um Nachforschungen an zu stellen.

Parallel dazu wird in dem Buch noch ein zweiter Handlungsstrang aufgegriffen. Hier steht Tia Brekmann im Zentrum der Geschichte. Sie reist nach Kanada um sich mit ihrem Freund auf einer Pferderanch zu treffen. Ihr Freund kommt später als geplant an und bis dahin muss Tia ihre Zeit alleine in der Wildnis verbringen. Die Menschen auf der Ranch sind nett, aber Tia ist seelisch sehr labil und fühlt sich nicht besonders Wohl an diesem Ort.

Der Autorin ist es auf jeden Fall gelungen beide Handlungen zum Ende hin zusammen zu führen und viele offene Fragen zu beantworten.
Leider ist während des Lesens so gut wie nichts passiert in der Geschichte. Der Prolog begann richtig stark aber schon die folgenden Kapitel haben alles an Spannung rausgenommen. Es passierte eine unglaubliche lange Zeit einfach nichts. Man wollte schon wissen, wie alles zusammen hängt und wer da hinter steckt, aber um an dieses Ziel zu gelangen, musste man sehr lange warten.
Es wurden unterschiedliche Themen wie Evolution und Wissenschaft sowie fanatischer Glaube und Sektenzugehörigkeit aufgegriffen. Mich konnte keins davon fesseln.
Wirklich an Geschwindigkeit aufgenommen, hat die Story zum Ende hin. Obwohl hier dann alles auf einmal kam und schon fast ein wenig zu viel war.

Für mich war es einfach kein Thriller und die Geschichte konnte mich nicht fesseln und überzeugen.