Profilbild von Steffi1611

Steffi1611

Lesejury Profi
offline

Steffi1611 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steffi1611 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2020

Geister, Magie und viele Gefühle

Denn Geister vergessen nie
0

Die Geschichte wird aus unterschieldichen Perspektiven erzählt. So erhält Amy einen relativ hohen Anteil um zu berichten. Amy lernt man als gebrochenen Menschen kennen. So jung und doch so voller Schmerz ...

Die Geschichte wird aus unterschieldichen Perspektiven erzählt. So erhält Amy einen relativ hohen Anteil um zu berichten. Amy lernt man als gebrochenen Menschen kennen. So jung und doch so voller Schmerz und Trauer.
Aus Mian´s Sicht wird auch viel erzählt, was es beim Lesen einfacher macht nachzuvollziehen, warum er jetzt so reagiert. Hier wird sofort klar, dass er anders ist. Er ist besonders. Außerdem drehen sich alle "Damals" Kapitel um Mian und seine Familie. Mian war als Kind sehr krank und wurde durch eine Magie geheilt, welche nicht von dieser Welt ist. Dies rächt sich vielleicht im Laufe der Geschichte. "Denn Geister vergessen nie"...
Einen weiteren Erzählpart erhält Marie, obwohl sie eigentlich in diesem Buch nur eine Nebenrolle spielt. Ebenso erhält Jano einen kleinen Part. Er ist ebenso wie Mian besonders, aber anders besonders und die Beziehung der Brüder lässt sich nicht in Worte fassen. Sie sind miteinander verbunden.

Das Buch spielt in Amerika und beginnt eigentlich erst, als Amy und Mian zufällig aufeinander treffen. Bei dieser Party und in den wenigen Kapiteln davor, lernt man Jayden, Marie, Collin und Ben kennen. Alle 4 spielen eine Rolle in diesem Buch aber keine große. Die Hauptcharaktere sind Amy und Mian. Zeitweise Jano...

Wenn man sich nach den ersten Kapiteln an den Schreibstil gewöhnt und sich auf die Geschichte eingelassen hat, lässt es sich sehr zügig und flüssig lesen. Die Seiten flogen nur so dahin, da man immer wissen wollte, wie es jetzt weitergeht und was als nächstes passiert und und und.

Einzig den ganzen Segelausflug welcher mit im Mittelpunkt der Geschichte steht, fand ich eigenartig. Welche normale Frau mit Anfang 20 geht mit 4 ihr fast fremden Männern für zwei Wochen auf ein Segelschiff?

Den Titel findet man im Verlauf des Buches öfter wieder. Das Cover könnte eine Schlussszene der Geschichte darstellen. Somit passt beides sehr gut und wirkt stimmig.

Das Buch kann nur weiterempfohlen werden an jeden, der gerne eine etwas anderes Liebesgeschichte mit einem besonderen männlichen Hauptcharakter lesen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2019

Spannender Thriller mit aktueller Thematik

Die letzte Witwe
0

Gestartet wird mit einer Entführung. Michelle wird vor den Augen ihrer 12-jährigen Tochter in einen Transporter gezerrt.
Ca. eine Woche später verbringen Will Trent und Sara Linton einen Nachmittag bei ...

Gestartet wird mit einer Entführung. Michelle wird vor den Augen ihrer 12-jährigen Tochter in einen Transporter gezerrt.
Ca. eine Woche später verbringen Will Trent und Sara Linton einen Nachmittag bei ihrer Tante. Von dem Haus aus hören sie zwei Explosionen und brechen sofort zum Helfen auf.
Weit kommen sie nicht, da ein Autounfall die Straße blockiert, aber der Unfall endet anders als erwartet. Sara wird entführt und Will kann nichts dagegen tun.
Es stellt sich raus, dass Extremisten mit rechtem Gedankengut Sara entführt haben. Aber was wollen sie von ihr und wird Will sie finden?

Der Autorin gelingt es schon auf den ersten Seiten mich als Leser zu fesseln. Der Cut nach der Entführung und die dann anschließenden Kapitel mit immer weiteren Perspektivwechseln und Blickpunkten machte das Lesen wirklich spannend. Zu Beginn ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig, dass die gleichen Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven wiedergegeben werden und man zeitlich gesehen nicht vorwärtskommt, aber komplett betrachtet, erfährt man so einfach mehr.
Diese Erzählweise sowie der Schreibstil von Karin Slaughter lassen die Seiten des Buches nur so dahinfliegen. Ebenfalls kann sie die Gefühle zwischen Will und Sara sehr gut ausdrücken, grade während der Entführungszeit merkt man die Liebe zueinander ebenso wie die Hilflosigkeit und Verzweiflung.

Das Cover wirkt unheimlich und passt für mich gut zur Story. In einem Netz gefangen und keine Möglichkeit alleine zu entkommen.

Die Thematik der rassistischen Ziele der Gruppe wurden wirklich sehr anschaulich beschrieben. Für mich beim Lesen sehr erschreckend, wie jemand überhaupt so denken kann. Aber leider ist es grade in der heutigen Zeit immer öfter ein Thema.

Da ich schon einige Jahre Leserin von Katrin Slaughter bin, kann ich auch diesen Thriller nur empfehlen.

Veröffentlicht am 07.03.2018

Wenn zwei Welten sich vermischen

Save Me
0

Die Autorin Mona Kasten nimmt den Leser dieses Mal mit nach England und öffnet die Tore zum Maxton Hall College. Die Schule ist eine der angesehensten des Landes und alles von Rang und Namen schickt ihren ...

Die Autorin Mona Kasten nimmt den Leser dieses Mal mit nach England und öffnet die Tore zum Maxton Hall College. Die Schule ist eine der angesehensten des Landes und alles von Rang und Namen schickt ihren Nachwuchs dorthin.
Unter ihnen befindet sich auch Ruby, aber sie ist anders. Sie kommt aus einer normalen Familie und hat mit dem Glamour und Luxus nichts am Hut. Aber Ruby ist intelligent und verfolgt das Ziel nach Oxford zukommen und der erste Schritt ist ein Abschluss von der Maxton Hall. Durch ein Stipendium ist es ihr möglich die Schule zu besuchen. Durch einen Zufall erfährt Ruby etwas, was sie ins Blickfeld von James Beaufort geraten lässt. Er ist der Sprössling eines Herrenausstatterimperiums und der heimliche Anführer der Maxton Hall. Alle in seinem Umfeld sind ebenso reich und sie leben nur für ihren eigenen Spaß. Schule ist nicht so wichtig und so wird sich von einer Party mit Alkohol, Drogen und zwanglosen Affären zur nächsten gehangelt.
Diese beiden unterschiedlichen Welten treffen auf einander und sorgen im Verlauf der Story für viele lustige, gefühlvolle sowie unverständliche Momente.

Die beiden Hauptcharaktere sind charakteristisch sehr verschieden und entwickeln sich im Laufe der Geschichte langsam aber stetig. Nach und nach erlebt der Leser, wie die beiden Gefühle für einander entwickeln. Aus einem einzigen kleinen Samen wächst die Liebe hervor. Diese Darstellung ist der Autorin sehr gelungen und ich glaube beiden Charakteren, dass diese Liebe echt ist.
Ebenfalls gibt es liebenswerte sowie abstoßende Nebencharaktere. Hier wird bei vielen nicht so sehr ins Detail gegangen, was man sich als Leser aber wünschen würde. Aber es gibt noch 2 Teile und dort entwickeln diese sich sicherlich ebenfalls weiter.

Das Buch greift viele unterschiedliche Themen auf, wie Homosexualität, Erfolgsdruck, Gewalt, nicht geliebt werden, sozialer Abstieg sowie Harmonie in der Familie, Freundschaft, Schwangerschaft. Es sind wirklich sehr viele. Einige werden nur nebenbei erwähnt, aber im Hinterkopf hat man diese nach einmaligen Lesen sofort und kann viele Handlungen der Beteiligten besser nachvollziehen.

Erzählt wird aus der Sichtweise von Ruby und James. Diesen Punkt finde ich super, da man so auch mal weiß, wie der andere die Situation erlebt hat. Zum Ende der Geschichte sind Rubys Erzählanteile aber überwiegend. Die Schreibweise ist leicht und locker. Das Lesen geht zügig voran und man ist im Nu durch das Buch durch.
Das Cover lässt sich sicherlich auf unterschiedliche Weisen interpretieren, aber für mich steht es für die Vermischung der beiden Welten. Gold für James und Beige für Ruby.
Der Titel überzeugt mich dahingegen gar nicht. Aber er passt zu den noch 2 folgenden Büchern der Reihe.

Rund um ein gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe und lesenswert für jeden Fan von Mona Kasten und alle, welche sich gerne in einer Geschichte verlieren möchten.
Der Cliffhanger am Ende des Buches war für mich einen Tick zu viel, aber ich bin gespannt, wie dies im zweiten Teil gekittet werden soll und freue mich auf die Veröffentlichung von „Save You“.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 15.01.2018

Weihnachtsroman mit Schwächen

Winterengel
0

Die Glasbläserin Anna Härtel hat es nicht leicht sich, ihre kranke Mutter sowie jüngere Schwester durchzubringen. Der Vater brachte Anna vor seinem Tod die Kunst des Glasblasens bzw. –gießens bei.
Neben ...

Die Glasbläserin Anna Härtel hat es nicht leicht sich, ihre kranke Mutter sowie jüngere Schwester durchzubringen. Der Vater brachte Anna vor seinem Tod die Kunst des Glasblasens bzw. –gießens bei.
Neben ihrer Aushilfstätigkeit in einer Glaswerkstatt kann sie dort ihre eigene Kunst herstellen. Die von ihr gefertigten Engel finden den Weg ins Englische Königshaus. Die Queen ist begeistert und lädt Anna ein. Leider verläuft die Reise als gedacht und es treten Komplikationen auf. Aber mit dem Diener John an ihrer Seite wird sie diese sicherlich meistern.

Die Bücher von Corina Bomann lese ich immer sehr gern und lasse mich von ihr in eine andere Zeit und Welt mitnehmen. Leider ist dies bei „Winterengel“ nicht komplett gelungen.
Ich fand es an einigen Stellen wirklich sehr unrealistisch und konnte manche Handlungen nicht nachvollziehen. Außerdem kamen mir die Gefühle ein wenig zu kurz. Die aus Anna´s Sicht geschilderte Geschichte wirkt zeitweise sehr gestellt. Es passt zum Ende hin einfach schon zu perfekt.

Das Cover wirkt winterlich passend, aber ich hätte mir hier schon ein paar Glasengel gewünscht, wie sie in der Geschichte beschrieben werden. Der Titel dahingegen finde ich sehr gut.

Nicht mein Lieblingsbuch von der Autorin aber Lesen kann man es auf jeden Fall mal.

Veröffentlicht am 15.01.2018

Der Frauenchor

Der Frauenchor von Chilbury
0

Die Autorin Jennifer Ryan nimmt den Leser mit ins Jahr 1940 nach England in das beschaulichen Dörfchen Chilbury in der Grafschaft Kent. Da sich fast alle Männer im Krieg befinden, beschließt der Pfarrer ...

Die Autorin Jennifer Ryan nimmt den Leser mit ins Jahr 1940 nach England in das beschaulichen Dörfchen Chilbury in der Grafschaft Kent. Da sich fast alle Männer im Krieg befinden, beschließt der Pfarrer den Chor der Gemeinde aufzulösen. Die Frauen sind traurig darüber aber nehmen es hin. Durch den Zuzug einer Musikerin aus London mit einer sehr offenen und direkten Art wird der Chor wieder ins Leben gerufen. Es handelt sich jetzt um einen reinen Frauenchor. Zur damaligen Zeit eine Sensation.
Rund um den Chor und seine Mitglieder dreht sich die Geschichte. 5 Frauen erzählen in unterschiedlicher Art und Weise von ihren Erlebnissen im Laufe des Jahres. So gibt es unter anderem ein Tagebuch, sowie Briefe oder ein Journal. Durch diese Erzählweise wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln erzählt. Nie wird es langweilig in dem Buch.
Der Krieg ist zentrales Thema und beeinflusst das Leben des ganzen Dorfes. Es gibt viele traurige und schmerzende Momente aber ebenso gibt es Lachen, Glück und Musik auch in dieser schweren Zeit.
Die Entwicklung welche jede der Frauen mitgemacht hat, ist klar zu erkennen. Es zeigt sich, dass Frauen auf sich alleine gestellt, manchmal unglaubliche Kräfte entwickeln, wo sie selber nicht mitgerechnet haben.

Das Cover passt perfekt zu der Geschichte. Genau so stellt man sich beim Lesen das Dorf vor. Typisch englische Dorfidylle.
Der Schreibstil ist schön und auf jede Erzählerin abgestimmt. Die Geschichte zieht einen beim Lesen in seinen Bann.

Ich bin begeistert von diesem Buch und kann es nur empfehlen.