Profilbild von Steffi_liest

Steffi_liest

Lesejury Star
offline

Steffi_liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steffi_liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2025

Leider keine große Steigerung zu Band 1.

Black Bird Academy - Fürchte das Licht
0

Ich kann leider nach wie vor den Hype um diese Reihe nicht verstehen, auch wenn mir Band 2 nun minimal besser gefallen hat als Band 1. Aber gut...

Ich beginne mit dem Positiven: Die Idee mit den Exorzisten-Spielen ...

Ich kann leider nach wie vor den Hype um diese Reihe nicht verstehen, auch wenn mir Band 2 nun minimal besser gefallen hat als Band 1. Aber gut...

Ich beginne mit dem Positiven: Die Idee mit den Exorzisten-Spielen fand ich grundsätzlich gut. Insgesamt empfand ich die Handlung in Band 2 packender und abwechslungsreicher als in Band 1. Gut gefallen hat mir auch, dass die "Lovestory" zwischen Leaf und Falco durch Tempests Anwesenheit eine völlig neue Wendung bekommen hat (ich bin ja kein großer Fan von Falco und bin deshalb nicht böse darum, dass er in Band 2 öfters mal anderweitig beschäftigt war), und dass Lores Rolle plötzlich sehr positiv und friedensstiftend angelegt war. Tatsächlich ist er neben Crain und seiner Tante Zelda mein Lieblings-Charakter in dieser Reihe.

Schwierig war für mich weiterhin Leafs Verhalten (weiterhin sehr passiv ; agiert selbst nicht, sondern reagiert nur) und meine Wahrnehmung von ihr, die so überhaupt nicht zu ihrem Ruf in Exorzisten-Kreisen passen wollte. Denn abgesehen von ihrer Fähigkeit, Seelen zu essen und selbst schnell zu heilen, kann sie ja eigentlich nichts, das rechtfertigen würde, dass sie als so mächtig angesehen wird. Fakt ist, dass sie ohne die Unterstützung von Crain, Zero, Vane etc. schon längst - und in ca. jedem zweiten Kapitel erneut - gestorben wäre. Falls sie das überhaupt kann, denn: Nach wie vor verstehe ich nicht, wie die Fähigkeiten der Dämonen und der Exorzisten funktionieren. Ob ein Dämon aus einem Kampf als Sieger hervorgeht und was im Falle einer Niederlage mit ihm geschieht erscheint mir total willkürlich. Das einzig Sichere ist, dass die Exorzisten dahinsterben wie die Fliegen und dass es aber niemanden zu interessieren scheint, nicht mal dann, wenn der Intendant im Rahmen der Spiele seine beiden Söhne verliert...

Mein Fazit: Vielleicht liegt es an mir, dass ich keinen Zugang zu der Reihe finde. Dennoch fühlt es sich die ganze Zeit so an, als hätte jemand, der eigentlich Jugendbücher schreibt, aufgetragen bekommen, eines seiner Manuskripte in Fantasy für Erwachsene umzuschreiben. Nur so kann ich mir erklären, wie ein Buch gleichzeitig so unreif und blutrünstig sein kann. Leider kann ich wieder nicht mehr als 2,5 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 16.09.2025

Leider kein Highlight

Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit
0

Ich kenne Stella Tack bisher ausschließlich aus dem Jugendbuch-Sektor und fand ihre Bücher bisher alle sehr lesenswert. Deshalb bin ich nun ein wenig enttäuscht, weil mich der erste Teil der Black Bird ...

Ich kenne Stella Tack bisher ausschließlich aus dem Jugendbuch-Sektor und fand ihre Bücher bisher alle sehr lesenswert. Deshalb bin ich nun ein wenig enttäuscht, weil mich der erste Teil der Black Bird Academy nicht so richtig überzeugen konnte. Die Geschichte ist wieder gewohnt humorvoll geschrieben (allein schon die Fahrstuhlmusik in der Exorzisten-Akademie fand ich genial), aber die Handlung war für mich überhaupt nicht ausgereift. Vieles wirkte sehr willkürlich und konstruiert. Manche Passagen, in denen es um die Kämpfe zwischen Dämonen und Exorzisten ging, musste ich dreimal lesen, konnte aber im Nachhinein nicht behaupten, sie verstanden zu haben. Überhaupt war mir vieles schlicht und ergreifend zu grausam. Und in Verbindung mit dem ständigen spaßigen Unterton konnte ich das Buch einfach nicht ernst nehmen.

Was die Charaktere angeht, kann ich sagen, dass ich ein großer Fan von Crain und Zero bin. Auch Lore hat so seine Momente, während Leaf für mich irgendwie - Achtung, Wortwitz - bis zum Schluss ein unterschriebenes Blatt blieb. Eigentlich unglaublich, nach 600 Seiten mit unserer Protagonistin, aber doch auch verständlich, wenn man beachtet, dass sie quasi keine eigenen Entscheidungen fällt und immer nur macht, was andere ihr sagen.
Falco hat für mich alle Love Interest überhaupt nicht funktioniert. Ich fand ihn nicht sexy und konnte bis zum Ende nichts spüren, was mit Hoffnung auf ein Happy End für unser Couple gemacht hätte.

Mein Fazit: ich gebe zu, dass ich im Fantasy Bereich nur in Ansätzen zu Hause bin und deshalb vielleicht manches anders empfinde als eingefleischte Fantasy-Liebhaber. Dennoch ist mir dieses Buch nur 2,5 von 5 Sternen wert. Die Fortsetzung liegt auf meinem Nachttisch, aber ich bin noch nicht sicher ob ich mit den Exorzisten weiter machen will...

Veröffentlicht am 11.09.2025

Abschluss mit viel Drama und großen Gefühlen

Culpa Nuestra – Unsere Schuld
0

Die Trilogie um Noah und Nick endet mit viel Drama und großen Gefühlen. Es gibt einige zeitliche Sprünge, in denen sich unsere Protagonisten weiterentwickeln und endlich einsehen, dass man zwar ohne den ...

Die Trilogie um Noah und Nick endet mit viel Drama und großen Gefühlen. Es gibt einige zeitliche Sprünge, in denen sich unsere Protagonisten weiterentwickeln und endlich einsehen, dass man zwar ohne den anderen leben könnte, aber dass es doch gemeinsam soviel mehr Spaß macht.

Wenn ich etwas zu kritisieren habe, ist das, dass diese Erkenntnis erst durch Dritte angestoßen werden musste, und dass mir Nicks Verhalten nach wie vor zu ambivalent war. Er schwankte ständig zwischen heiß und kalt und das war auf Dauer - und auch bereits mit den ersten beiden Bänden im Kreuz - echt anstrengend.

Sobald die beiden allerdings nun endgültig zueinander gefunden hatten, wurde das Buch noch richtig gut. Es gab spannungsgeladene Szenen, die auf diese Art definitiv nicht zu erwarten waren, ebenso wie gefühlvolle Szenen, die einem Schmetterlinge in den Bauch und Tränchen in die Augen zauberten. Im großen und ganzen ein sehr gelungener Abschluss.

Veröffentlicht am 11.09.2025

Kleine Fluchten zum scheckig lachen

Komm zu nix – Nix erledigt und trotzdem fertig
0

Was hab ich über dieses Buch gelacht! "Komm zu nix - nix erledigt und trotzdem fertig" ist eine Sammlung von satirischen Kurzgeschichten aus der Feder von Tommy Jaud, in denen er Alltägliches auf die Spitze ...

Was hab ich über dieses Buch gelacht! "Komm zu nix - nix erledigt und trotzdem fertig" ist eine Sammlung von satirischen Kurzgeschichten aus der Feder von Tommy Jaud, in denen er Alltägliches auf die Spitze treibt und so aus nervigen Situationen, die jeder von uns kennt, einen Lachmuskelkater zaubert. Die Geschichten habe eine angenehme Kürze, so dass man sie gut zwischendrin oder vorm Schlafengehen lesen kann.
Zugegeben: Die ein oder andere Geschichte war schon arg überspitzt geschrieben und nicht selten wechselte meine Stimmung ständig zwischen kindlicher Freude und latenter unterschwelliger Aggression ob der Unfähigkeit des "Protagonisten". Aber wir reden hier von Satire, das darf man beim Lesen nie vergessen.
Meine Lieblingsgeschichte war die über die Genussrechte. So viel Wortwitz auf einem Haufen, eine schier niemals enden wollende Klimax - einfach rundherum lustig geschrieben.
Mein Fazit: Für das Produkt einer Schreibblockade erstaunlich gut gelungen. Ich habe sehr viel gelacht und kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 06.09.2025

Fantasievolles Wimmelbuch

Unsere Baumhausstadt
0

"Unsere Baumhausstadt" ist ein Wimmelbuch, das nicht nur den ganz Kleinen Freude machen wird. Auf jeder Seite gibt es immer wieder so viel Neues zu entdecken, dass es auch beim zehnten Vorlesen nicht langweilig ...

"Unsere Baumhausstadt" ist ein Wimmelbuch, das nicht nur den ganz Kleinen Freude machen wird. Auf jeder Seite gibt es immer wieder so viel Neues zu entdecken, dass es auch beim zehnten Vorlesen nicht langweilig wird. Auf 16 wunderschön illustrierten Doppelseiten entführen uns die Autoren in ein Fantasiereich, wie wir es uns in unseren kühnsten Kindheitsträumen schon vorgestellt haben: Eine Stadt mitten in den Baumwipfeln, aufgebaut wie ein Abenteuerspielplatz, angefüllt mit Spaß und Freude. Und das Beste daran: alle sind harmonisch und friedlich miteinander, Kinder jeder Altersstufe und jeder Hautfarbe, Tiere aus allen Kontinenten und auch Kinder mit Handicap finden hier ihren Platz.

Die Texte sind in Reimform geschrieben. Sie sind flüssig zu lesen und abgesehen von wenigen Worten auch für die Kleinen gut verständlich. Die klare, schnörkellose Schrift und die Laufweite ermöglichen es auch Erstlesern, das Buch auf eigene Faust zu "erlesen". Die Bilder stehen ganz klar im Vordergrund, aber die Texte sind eine nette Ergänzung dazu. Gerade am Ende runden sie die Geschichte sehr gelungen ab und machen sie so zu einem Teil des Bettgeh-Rituals.

Mein Fazit: Die bunten und äußerst vielschichtigen Szenen in diesem Buch haben mich und unsere Kinder begeistert. Wir werden dieses Buch bestimmt noch oft in die Hand nehmen. Für diesen Ausflug in ein kindliches Fantasiereich gibts von mir einen ganzen Himmel voller Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema