Profilbild von Steffi_liest

Steffi_liest

Lesejury Star
offline

Steffi_liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steffi_liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2021

Musikalische Reise durch die Geschichte von Carrie und Evan

Songs of our past
0

"Songs of our past" von Emily Crown ist eine Rockstar-Romanze wie sie im Buche steht - und dann eben auch doch wieder nicht. Die Protagonistin Carrie kommt nach 3 Jahren zurück nach Seattle, wo sie damals ...

"Songs of our past" von Emily Crown ist eine Rockstar-Romanze wie sie im Buche steht - und dann eben auch doch wieder nicht. Die Protagonistin Carrie kommt nach 3 Jahren zurück nach Seattle, wo sie damals ihre große Liebe Evan und ihre Freunde zurück gelassen hat. Der Roman handelt von ihrem ersten Abend nach ihrer Rückkehr, den sie in einer Bar verbringt, wo ausgerechnet Evan mit seiner Band auftritt und sie mit zwölf Songs in ihre gemeinsame Vergangenheit zurück katapultiert. Das Ende bleibt offen - die Geschichte der beiden wird in Teil zwei der Dilogie, "Melody of our future", fortgesetzt.

Der Roman ist alles andere als linear geschrieben - es gibt immer wieder, teilweise bereits innerhalb weniger Absätze, Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, teilweise in Form von Erzählungen, teilweise aber auch in Form von Liedtexten. Vielleicht bin ich dadurch ein bisschen schlecht in den Roman reingekommen. Nach einigen Kapiteln war meine Neugier aber geweckt und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Szenen in der Gegenwart sind sehr emotional - man leidet mit Carrie mit, die an dieser Bar steht und noch einmal all die schönen und unschönen Dinge aus ihrer Beziehung mit Evan durchlebt. Die Vergangenheit wiederum ist sehr "rockig" - viel Alkohol, viel Party etc. Man kann sich gut vorstellen, wie die Band, Mel und Carrie miteinander funktioniert haben. Dennoch kriegt man in diesen Szenen schon mit, wie schwierig die Beziehung zwischen Carrie und Evan war, wie sehr sie von Ängsten und Missverständnissen geprägt war. Und dennoch fragt man sich am Ende: Wie kam es denn nun zur Trennung?

Mein Fazit: Ein überraschend emotionales Buch, das mal so ganz "anders" geschrieben ist. Ich freue mich auf Teil 2 und vergebe 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2021

großer Lesespaß für Groß und Klein

Der Grüffelo
0

"Der Grüffelo" von Axel Scheffler ist in unserer Familie zum totalen Dauerbrenner geworden. Die Geschichte der kleinen Maus, die sich ein großes, gefährliches Monster erfindet, um sich vor ihren Fressfeinden ...

"Der Grüffelo" von Axel Scheffler ist in unserer Familie zum totalen Dauerbrenner geworden. Die Geschichte der kleinen Maus, die sich ein großes, gefährliches Monster erfindet, um sich vor ihren Fressfeinden zu retten, und die am Ende durch eine List eben dieses große, gefährliche Monster in die Flucht schlägt, ist zum Brüllen komisch, witzig geschrieben und am Ende sehr lehrreich, da sie zeigt, dass die Kleinen auch manchmal die allergrößten sind.

Die Illustrationen gefallen uns richtig gut, sie sind äußerst farbenfroh und selbst der monsterhafte Grüffelo ist so lustig gezeichnet, dass man eigentlich gar keine Angst vor ihm haben kann.

Die Texte in Reimform klingen zwar beim ersten Lesen an manchen Stellen etwas holprig, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Meinen Kindern haben es vor allem die vielen Wiederholungen angetan, da sie da immer ganz begeistert selber mit"lesen". "Der Grüffelo? Sag, was ist das für uns ein Tier? - Den kennst du nicht? Dann beschreib ich ihn dir!"

Mein Fazit: Der Grüffelo darf in keinem Haushalt fehlen - ein tolles Buch zum Lachen und Lernen. 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2021

Alles eine Frage der Relation

Von riesengroß bis klitzeklein
0

"Ein Zoom-Bilderbuch? Was soll das denn sein???", hab ich gedacht, als ich "Von riesengroß bis klitzeklein" von Sabine Rothmund zum ersten Mal gesehen haben. Diese Frage und das superschöne Cover - und ...

"Ein Zoom-Bilderbuch? Was soll das denn sein???", hab ich gedacht, als ich "Von riesengroß bis klitzeklein" von Sabine Rothmund zum ersten Mal gesehen haben. Diese Frage und das superschöne Cover - und meine Neugier war geweckt.

Tatsächlich handelt es sich bei diesem Buch um ein "Bild im Bild", was ich als Erwachsene sehr spannend fand. Jede Doppelseite ist auf die ein oder andere Seite auf der nächsten Doppelseite wiederzufinden, so dass unsere Begriffe von "klein" und "groß" sich komplett relativieren. Was ist denn größer - ein Elefant oder eine Postkarte? Jeder würde sagen: der Elefant! Wenn der Elefant aber auf einer Briefmarke abgebildet ist, ist es doch die Postkarte, oder?

Das Bilderbuch hat auch einen tieferen Sinn, denn am Ende geht es auch um unsere Umwelt, unseren Planet und die von Schülern ins Leben gerufene Fridays for Future-Initiative. Unsere Kinder sollen durch das Buch lernen, wie klitzeklein wir Menschen im Vergleich zu unserem Planeten sind und wie sehr wir auf ihn angewiesen sind - deshalb sollten wir auch gut auf ihn achtgeben.

Was halten meine Kinder (4 und 8) von dem Buch? Die Bilder haben ihnen gut gefallen und als ich ihnen dann erklärt hatte, dass es ein Bild-im-Bild ist, haben sie ganz eifrig gesucht. Dennoch würde ich behaupten, dass sich den beiden der Sinn des Buches nicht so hundertprozentig erschlossen hat. Es gibt relativ wenig Text, so dass wir nach dem Lesen viel erklärt und darüber gesprochen haben. Wenn das das Ziel der Autorin war, hat sie es auf jeden Fall erreicht.

Mein Fazit: Ein schön illustriertes Kinderbuch, das meines Erachtens erst für größere Kinder wirklich zu verstehen ist. Und auch wenn uns das Buch gut gefallen hat: Es wird wahrscheinlich zum Ladenhüter werden, da es für ein mehrmaliges Betrachten nicht genug hergibt. Ich vergebe deshalb "nur" 3,5 von 5 Sternen, da die Message des Buches an die Zielgruppe nicht ausreichend vermittelt wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 29.01.2021

Tolle Liebesgeschichte mit äußerst liebenswerten Charakteren

Hot Client
0

"Hot Client" von Vi Keeland hat mir richtig gut gefallen! Von der ersten Seite an war ich gefesselt von der Geschichte um Grey und Layla, die Chemie zwischen den beiden ist komplett auf mich übergesprungen. ...

"Hot Client" von Vi Keeland hat mir richtig gut gefallen! Von der ersten Seite an war ich gefesselt von der Geschichte um Grey und Layla, die Chemie zwischen den beiden ist komplett auf mich übergesprungen. Ich fand die Rahmenhandlung sehr interessant - vor allem die Geschichte der beiden, die ja im Gefängnis angefangen hat, hat mir gut gefallen. Es war eine runde Sache, die ich verstehen und nachvollziehen konnte und aus der man später auch herauslesen konnte, was für ein herzensguter Mensch "der Knacki" Gray doch eigentlich ist.

Als Gray später von seiner Vergangenheit eingeholt wurde, hatte ich die Befürchtung, dass das jetzt alles ein bisschen unrealistisch wird. Aber auch hier wurde ich positiv überrascht: Der Twist war sehr geschickt eingebaut und entwickelte sich dann auch in einer vernünftigen Geschwindigkeit.

Besonders hervorheben möchte ich noch einen Nebencharakter, den ich sofort lieben gelernt habe: Etta war für Layla und Gray ja so ein kleiner Amor, aber selbst wenn sie sich in die Geschichte nicht mit eingemischt hätte, wäre ich froh gewesen, dass Gray eine so starke, liebevolle Person in seinem Leben hat, die ihm immer wieder den rechten Weg weist und ihn bedingungslos annimmt, mit all seinen Macken.

Mein Fazit: Ich hatte eine Romanze mit vielen heißen Szenen erwartet - bekommen habe ich eine tolle Liebesgeschichte mit äußerst liebenswerten Charakteren und auch einem gewissen Tiefgang. 4 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2021

Seichte Agentenkomödie mit recht zähem Anfang

Mit High Heels und Handschellen
0

"Mit High Heels und Handschellen" von Janet Evanovich ist der erste Fall für FBI-Agentin Kate O'Hare. Nach jahrelanger Jagd hat sie endlich ihren Lieblingskriminellen, den Betrüger Nick Fox, dingfest gemacht ...

"Mit High Heels und Handschellen" von Janet Evanovich ist der erste Fall für FBI-Agentin Kate O'Hare. Nach jahrelanger Jagd hat sie endlich ihren Lieblingskriminellen, den Betrüger Nick Fox, dingfest gemacht - nur um sich plötzlich mit ihm gemeinsam unter dem Deckmantel des FBI in einem neuen Fall wiederzufinden. Und wider Erwarten, lässt es sich mit dem gutaussehenden Betrüger eigentlich doch ganz gut zusammen arbeiten...

Ich hatte in das Buch einen richtig schlechten Start und hätte es beinahe nach den ersten 50 Seiten aus dem Fenster geschmissen. Die ersten Kapitel hatten inhaltlich keinen richtigen Zusammenhang und man wartete von Seite zu Seite auf das Große Ganze. Als der Fall dann endlich richtig los ging, fühlte ich mich zwar ganz gut unterhalten, aber es war halt eher eine Agentenkomödie als ein richtiger Krimi. Für mich gabs auch keine greifbare romantische Spannung zwischen Nick und Kate - beide haben eben ihren Job gemacht und immer mal wieder zwischen drin erwähnt, dass der andere eigentlich ganz heiß ist, aber gefühlt habe ich davon ungefähr nichts.

Mein Fazit: Es reicht als Strandlektüre. Noch dazu, wo ein Teil der Handlung im schönen Indonesien spielt. Dennoch - mehr als 2 von 5 Sternen sind für mich leider nicht drin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere