Ich bin nicht allzu oft im Fantasy-Bereich unterwegs - "Destiny's Hunter" von Annie J. Dean ist deshalb in meinem Regale eine ziemliche Ausnahme. Angesprochen hat mich in erster Linie das schöne und aussagekräftige ...
Ich bin nicht allzu oft im Fantasy-Bereich unterwegs - "Destiny's Hunter" von Annie J. Dean ist deshalb in meinem Regale eine ziemliche Ausnahme. Angesprochen hat mich in erster Linie das schöne und aussagekräftige Cover, sowie das Wortspiel mit den beiden Vornamen der Protagonisten Destiny und Hunter.
Die Geschichte fand ich interessant und auch packend erzählt. Für meine Begriffe hatte alles - soweit das im Fantasybereich eben möglich ist - Hand und Fuß und es gab am Ende zu jedem losen Faden einen passenden Abschluss. Ab und zu war es schwierig, den Durchblick zu behalten bei den verschiedenen Gruppierungen und deren Intention in Bezug auf Destinys Schicksal. Doch alles in allem hab ich mich gut unterhalten gefühlt.
Destiny und Hunter haben mir gut gefallen, vor allem auch, dass beide im Laufe des Buchs eine Entwicklung durchgemacht haben, die sie ihre bisherige Meinung überdenken ließ.
Über das Ende mag man denken, was man mag - ich fand es passend.
Mein Fazit: Ein interessanter Ausflug in ein für mich eher ungewohntes Genre - ich könnte mich nach dieser Lektüre durchaus vorstellen, auch mal andere Fantasy-Bücher zu lesen und vergebe gerne 4 von 5 Sternen.
"Der Klang des Herzens" von Jojo Moyes stand für dieses Jahr recht weit oben auf meiner Wunschliste. Ich bin ein großer Fan von Jojo Moyes, auch wenn ich inzwischen schon das ein oder andere Buch von ihr ...
"Der Klang des Herzens" von Jojo Moyes stand für dieses Jahr recht weit oben auf meiner Wunschliste. Ich bin ein großer Fan von Jojo Moyes, auch wenn ich inzwischen schon das ein oder andere Buch von ihr gelesen habe, das mich nicht so ganz vom Hocker hauen konnte. Die bisherigen Rezensionen zu "Der Klang des Herzens" waren ja sehr gemischt, so dass ich mir gerne eine eigene Meinung bilden wollte, gerade, da es sich bei diesem Buch um eine überarbeitete Neuausgabe handelt. Das Original erschien bereits 2010 auf Deutsch.
Worum geht es? Die talentierte Konzertgeigerin Isabel Delancey muss nach dem Tod ihres Mannes mit ihren beiden Kindern aus London wegziehen und landet in einem halb verfallen, baufälligen Haus in einem kleinen, beschaulichen Dorf, in dem sich Fuchs und Hase noch gute Nacht sagen. Zum ersten Mal muss Isabel sich mit den praktischen Seiten des Lebens auseinandersetzen, um sich und ihren Kindern das Überleben zu sichern. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, denn nicht jeder in diesem Dorf ist ihr wohlgesonnen...
Im Zentrum der Geschichte steht diesmal keine Person, sondern ein Gebäude - das Spanische Haus. Obwohl es seine besten Jahre bereits deutlich hinter sich hat, ist es immer noch das Objekt der Begierde für verschiedene Personen, die daran ihr Lebensglück geknüpft sehen. Eine gelungene Metapher für all das Materielle in unserem Leben.
Die Protagonistin Isabel macht eine Wahnsinnsentwicklung durch in diesem Buch. Vom exzentrischen, weltfremden Freigeist hin zu einer aufopferungsvollen Mutter, die sich nicht mehr zu schade ist, sich für das Wohl ihrer Kinder die Hände schmutzig zu machen. Mir ging diese Entwicklung stellenweise ein bisschen zu weit - das war ja mehr als eine 180-Grad-Wendung -, aber ich fand die Message dahinter wirklich wichtig und gut verpackt. Denn eigentlich braucht der Mensch doch so wenig im Leben, um glücklich zu sein...
Neben Isabel gab es noch jede Menge andere Charaktere, die viele Nebenbaustellen mit sich brachten. Auch das war mir manchmal zu viel des Guten - ich hätte es schöner gefunden, wenn man sich auf ein paar wenige Themen konzentrieren und diese dafür ein bisschen tiefer ausarbeiten hätte können. Aber ich denke, das war genau die Intention dahinter - es war einfach viel zu viel los, jeder war so mit seinen eigenen Wünschen und teilweise fehlgeleiteten Träumen beschäftigt, dass er dabei das wesentliche aus den Augen verloren hat.
Besonders gefallen haben mir die beiden "Vettern", denen der Dorfladen gehört. Ich konnte sie richtig vor mir sehen, wie sind natürlich NIEMALS Klatsch und Tratsch über die Ladentheke verbreiten... Und auch die Kinder fand ich super - unverfälscht und natürlich boten sie eine gelungene Abwechslung zu den anderen Charakteren.
Mein Fazit: Nicht mein Lieblingsbuch von Jojo Moyes, da es nicht so herzergreifend war wie bereits andere vorher. Dennoch ein lesenswerter Roman, der durch die vielen unerwarteten Wendungen und auch die humorvollen Elemente zwischendrin interessant und spannend bleibt. Ich bewerte gerne mit 4 von 5 Sternen.
Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 4 erzählt uns ...
Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 4 erzählt uns Autorin Katharina Wolf die Geschichte von Elli und Ben.
Der Roman spielt zur Weihnachtszeit im österreichischen Winterskiort St. Aurel, wo die vier Protagonistinnen der Reihe (Lina, Julia, Annabell und Elli) aufgewachsen sind. Elli wohnt inzwischen in Berlin und ist eigentlich total glücklich mit ihrem Ben - wäre da nur nicht die Tatsache, dass sie ihm vor lauter Scham ihre Vergangenheit als Landei verschwiegen hätte. Während Ellis Weihnachtsurlaub in ihrer Heimat taucht plötzlich Ben auf - und damit ist das Chaos vorprogrammiert...
Katharina Wolf hatte meines Erachtens mit ihrer Geschichte das schwierigste Los der vier Autorinnen. Während bei den anderen die Handlung wenigstens durch den Zauber der jungen, frischen Liebe aufgepeppt wurde, ist die Geschichte von Elli und Ben eine einzige Aneinanderreihung von Nichtkommunikation und Missverständnissen. Und das langweilt mich an New Adult-Büchern immer ziemlich. Klar, die Mädels sind Anfang 20 und damit noch recht jung - aber wir müssen sie doch trotzdem nicht alle über einen Kamm scheren und als kommunikationsunfähig abstempeln.
Elli und Ben sind an sich ein ganz bezauberndes Pärchen, das viele gleiche Interessen hat und offensichtlich prima zusammen passt. Ich mag auch Ellis unangepasste Art, der sie durch ihre farbenfrohe Haarpracht Ausdruck verleiht.
Ein großes Manko an den ersten drei Bänden war, dass die Interaktion zwischen den Freundinnen quasi nichtexistent war. Das war in diesem Teil der Reihe etwas besser - wahrscheinlich weil die Autorin im letzten Teil der Reihe nicht mehr Gefahr lief, zu spoilern. Dennoch hätte man diesem Freundinnen-Aspekt generell noch ein bisschen mehr Raum einräumen können, denn das ist ja neben den Liebesgeschichten der eigentliche Aufhänger der Reihe.
Mein Fazit: Ich bin im Ganzen etwas enttäuscht von der Reihe - die Idee fand ich super, aber man hätte sie sicherlich besser umsetzen können. So hatte man als Leser leider oft das Gefühl, dass die Hälfte der Szenen nicht fertig geschrieben wurde. Die Geschichte von Elli und Ben war mir zu viel Drama um nichts - wie Ben so schön sagte an einer Stelle: "Reden hilft meist." Insofern kann ich leider nur 2,5 von 5 Sternen vergeben. Ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben. muss.
Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 2 erzählt uns ...
Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 2 erzählt uns Autorin Anja Tatlisu die Geschichte von Julia und Reed.
Der Roman spielt zur Weihnachtszeit im österreichischen Winterskiort St. Aurel, wo die vier Protagonistinnen der Reihe (Lina, Julia, Annabell und Elli) aufgewachsen sind. Julia studiert inzwischen eigentlich in Amerika, ist aber für die Feiertage nach Hause gereist. Und muss dort überraschend feststellen, dass ihr amerikanischer Freund Dallas zusammen mit ihrem Schwarm Reed ebenfalls zu einem Trip nach St. Aurel aufgebrochen ist...
Ich fand die Geschichte an sich total bezaubernd. Das weihnachtliche Setting in St. Aurel hat mir auch im ersten Teil bereits sehr gut gefallen. Auch Julia hat mir imponiert, sie ist ein sehr romantisches Mädchen, das in Ausnahmesituationen gerne mal ins Fettnäpfchen tritt. Was für sie natürlich doof ist, aber für den Leser umso witziger. Reed wiederum ist mir bis zum Ende ein totales Rätsel geblieben, weil ich seine impulsiven Handlungen nicht nachvollziehen konnte.
Hier sind wir auch schon bei dem Hauptproblem, das ich mit dem Buch hatte: Es wurde für meine Begriffe in den falschen Momenten an Dialogen gespart. Mir ist bewusst, dass das Buch von der Autorin absichtlich recht kurz gehalten wurde, allerdings fürchte ich, dass an den falschen Szenen gekürzt wurde. Manche Szenen wirkten, als wären sie nicht zu Ende geschrieben worden. Im Nachhinein wäre es schön gewesen, die erste Hälfte ein bisschen einzukürzen, damit am Ende genug Luft für erklärende und gefühlserzeugende Gespräche geblieben wäre.
Wie auch bereits im ersten Teil, muss ich auch hier monieren, dass die Interaktion mit den Freundinnen viel zu kurz geraten ist. Die Mädels halten sich das erste Mal seit Ewigkeiten im gleichen Ort auf - ich kann nicht glauben, dass sie es innerhalb einer Woche dann nicht einmal schaffen, sich zu treffen, auch wenn das Leben gerade noch so stressig ist...
Und ein letzter Negativpunkt: Ich bin des Englischen sehr wohl mächtig, war aber ein bisschen abgeturnt von diesem ständigen Englisch-Deutsch-hin-und-her-Gehüpfe. Über lange Strecken spricht Reed perfekt Deutsch, und plötzlich bringt er die einfachsten Wörter nur noch auf Englisch raus. Komisch. Das hat leider meinen Lesefluss gestört.
Mein Fazit: Trotz aller Kritik fand ich die Geschichte wie gesagt sehr schön angelegt. Eine süße Winterromanze mit einigen Macken. 3,5 von 5 Sternen!
Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 1 erzählt uns ...
Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 1 erzählt uns Autorin Ina Taus die Geschichte von Lina und Phil.
Der Roman spielt zur Weihnachtszeit im österreichischen Winterskiort St. Aurel, wo die vier Protagonistinnen der Reihe (Lina, Julia, Annabell und Elli) aufgewachsen sind. Und auch Phil - der Protagonist aus Teil 1 - kommt ursprünglich aus St. Aurel, wo er nun mit seiner Familie Weihnachten feiert und bei dieser Gelegenheit seine Jugendfreundin Lina wieder trifft.
Das Positive zuerst: Phil fand ich total sympathisch, ein richtiges Schnuckelchen mit großem Herzen. Man hat gemerkt, dass ihm Lina sehr am Herzen liegt und dass es ihm bei den ständigen Wettkämpfen mit ihr eher um die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme ging als tatsächlich um den Sieg. Lina dagegen war mir die meiste Zeit zu kindisch, zu nachtragend und zu zickig. Trotzdem fand ich es schön, wie die beiden sich näher gekommen sind und wie sie sich als Paar entwickelt haben.
Den Erzählstil fand ich größtenteils angenehm. Die Geschichte ist nicht besonders lang und liest sich schön an einem Abend runter. Schön wäre gewesen, wenn es ein bisschen mehr Interaktion mit den Freundinnen gegeben hätte (denn so wäre es bestimmt im echten Leben auch gewesen, wenn sich vier beste Freundinnen einmal im Jahr wieder treffen). Aber ich denke, dass das mit den anderen drei Teilen der Reihe zu tun hat - es sollte wohl nicht gespoilert werden.
Mein Fazit: Es war kein Feuerwerk der Gefühle und ich musste hier und da über Lina die Augen verdrehen. Trotzdem hatte das Buch seine guten Momente und seine schönen Seiten und ich vergebe solide 3,5 von 5 Sternen. Für einen anspruchslosen Kaminabend habt ihr hier die richtige New Adult-Lektüre.