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Veröffentlicht am 16.10.2017

Gefühlsgeladener Prolog, danach sehr oberflächlich.

All for You - Sehnsucht
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Das Buch beginnt mit einem fantastischen Prolog, der das Interesse des Lesers weckt und die Gefühle der Protagonisten unglaublich gut rüberbringt. Die intensiven Gefühle, die die beiden füreinander hegen, ...

Das Buch beginnt mit einem fantastischen Prolog, der das Interesse des Lesers weckt und die Gefühle der Protagonisten unglaublich gut rüberbringt. Die intensiven Gefühle, die die beiden füreinander hegen, kommen beim Leser an und lassen diesen mitfiebern. Nach den fünf Jahren Kontaktlosigkeit ist die Beziehung jedoch völlig anders geartet, als sich die beiden wieder näherkommen: Es gibt unglaublich viele nervige Streitereien und mindestens genauso viel Versöhnungssex. Die Beziehung scheint auf einmal nur noch körperlicher Art zu sein und von den ach so tiefen Gefühlen, die die beiden füreinander hegen, merkt der Leser leider nur wenig. Dies zieht sich bis zum Ende hin und wurde in meinen Augen auch leider nicht mehr besser. Es wird viel auf Drama gemacht, aber statt den Leser in diesen Momenten mitzureißen und mitfühlen zu lassen, wirkten diese Momente auf mich pseudotiefgründig und melodramatisch. Der Eindruck einer tiefen Verbindung zwischen den Protagonisten konnte bei mir nicht mehr geweckt werden, obwohl das Buch in dieser Hinsicht mit dem Prolog so stark begann.

Obwohl der Schreibstil durchgehend angenehm und flüssig zu lesen war und die Liebeszenen unglaublich gut und ansprechend geschildert waren (obwohl sie auf der Gefühlsebene zu wünschen übrig ließen), baute das Buch für mich immer weiter ab, sodass mir auch die Lust am Weiterlesen irgendwann abhandenkam. Dies ist auch den Protagonisten verschuldet. Maya war eine Protagonistin, mit der ich im Prolog richtig mitgelitten habe. Sie schien, ein schweres Geheimnis mit sich herumzutragen, das sie Cameron nicht anvertrauen konnte und aufgrund dessen sie seinen Heiratsantrag ablehnen musste. Leider war das Geheimnis in meinen Augen ziemlich mau. Es war nichts, was sie mit Cam nicht hätte besprechen können. Aufgrund dessen wirkte das Beziehungsdrama der beiden unnötig an den Haaren herbeigezogen und die ach so tiefe Verbindung von Maya und Cam bekam für mich einen Dämpfer, da hier offenbar eine Vertrauensbasis fehlte. Dazukam, dass Maya sich nach den fünf Jahren wirklich drastisch verändert hat, was natürlich nachvollziehbar war, mir aber zunehmend auf die Nerven ging. Sie war verständlicherweise abweisend und in Bezug auf Cam sehr vorsichtig, gleichzeitig aber auch verantwortungslos, was sich in ihrem enormen Alkoholkonsum äußerte. Ihr offensichtliches Unglücklichsein und ihr Kontrollverlust drückten auf die Stimmung, sprachen aber nicht mein Mitgefühl an. Sie ging mir zunehmend auf die Nerven, was sich bis zum Ende nicht mehr besserte. Ihre Entwicklung auf den letzten zwanzig Seiten war viel zu schnell und unrealistisch, sodass die eingeflochtenen Themen (beispielsweise die Alkoholabhängigkeit) nicht zufriedenstellend abgehandelt wurden. Daraus hätte man viel mehr machen können.

Cam war daneben etwas sympathischer, aber auch nicht immer ein angenehmer Protagonist. Man merkt schon im Prolog, dass er klammernd und besitzergreifend ist, Mayas Wünsche auf etwas Bedenkzeit nicht akzeptieren kann, sondern auf eine sofortige Entscheidung pocht. Dadurch beginnt überhaupt erst das ganze Drama und er scheint auch nach fünf Jahren nicht sehr viel dazugelernt haben. Immer noch ist er besitzergreifend und will zu schnell zu viel, obwohl er sich zumindest Mühe gibt, etwas geduldiger zu sein. Die aktuelle Maya, die neue Maya, scheint er dabei aber irgendwie nicht zu sehen, er verrennt sich in der Vorstellung seiner früheren Beziehung mit ihr, liebt ihr altes Ich und akzeptiert nicht so richtig, dass sich Maya nach all der Zeit stark verändert hat, obwohl er ihr das vor allem auf den letzten Seiten versichert. Bei mir kam das leider nicht an. Hinzukommt, dass er Maya in absolut unangebrachten Momenten Vorwürfe macht, in denen sie eigentlich seine Unterstützung benötigen würde, wodurch meine Sympathie für ihn kleine Dämpfer bekommen hat. Cameron ist ein Protagonist, den man akzeptieren kann, der aber doch eher Durchschnitt ist. Ein Stereotyp – der besitzergreifende und schließlich durch die Frau weichgekochte Mann, den darüber hinaus aber keine besonderen Charaktereigenschaften auszeichnen. Er war irgendwie langweilig.

Die Nebenfiguren waren dagegen deutlich sympathischer, obgleich auch nichts Neues in dem Genre. Bei Maya waren das der schwule beste Freund Eli und die beste Freundin Vanessa. Bei Cam der Aufreißer-Bruder und beste Freund Darren und die besorgte und deshalb Maya gegenüber abweisende Schwester Olivia, die beide in den nächsten Bänden ihr Glück finden sollen. Da diese doch schon interessantere Charaktereigenschaften aufwiesen, werde ich den nächsten Bänden vielleicht noch eine Chance geben.

Fazit

Insgesamt hat mich das Buch sehr enttäuscht, da ich mir durch den Prolog sehr viel mehr erwartet habe. Im NA-Genre sticht dieses Buch leider nicht heraus – ich finde sogar, dass es etwas schlechter ist als der Durchschnitt, da mir irgendwann die Lust vergangen ist und ich mit den Protagonisten nicht mehr mitfühlen konnte. Von daher würde ich „All for you“ nur bedingt weiterempfehlen. Ich vergebe 2,5 Sterne und hoffe, dass die nächsten Bände mehr überzeugen können.

Veröffentlicht am 20.11.2017

Ein Märchen in unserer Welt & unserer heutigen Zeit. Einfach schön! <3

Pearl – Liebe macht sterblich
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Pearl – Liebe macht sterblich stand lange auf meiner Wunschliste – durch diverse mittelmäßige Bewertungen wurden meine Erwartungen jedoch mit der Zeit gedämpft…
Was zur Folge hatte, dass ich jetzt mehr ...

Pearl – Liebe macht sterblich stand lange auf meiner Wunschliste – durch diverse mittelmäßige Bewertungen wurden meine Erwartungen jedoch mit der Zeit gedämpft…
Was zur Folge hatte, dass ich jetzt mehr als positiv überrascht war. Mich hat das Buch schon nach wenigen Seiten in seinen Bann gezogen, obwohl es so völlig anders war, als ich es erwartet habe.

Pearl ist kein Fantasy-Roman im herkömmlichen Sinne. Es kommt nicht dieses bestimmte Feeling auf, das einen nur in Fantasy-Büchern begleitet, wenn man eine völlig neue Welt kennenlernt. Überraschenderweise spielt Pearl nämlich nicht in einer solchen Welt, sondern in der unseren zur heutigen Zeit. Es gibt WhatsApp, Partys, Dates, den ganz normalen Alltag und das in der überragenden Kulisse Venedigs. Ich hatte ständig das Gefühl, einen Liebesroman zu lesen, da es bis auf die wenigen fantastischen Elemente von vorne bis hinten so wirkte.

Denn das ganz große Thema in diesem Buch ist nun mal die Liebe. Es gibt Menschen, sogenannte Suchende, die starben, ohne je die wahre Liebe erfahren zu haben. Diese Sehnsucht bringt ihre Herzen wieder zum Schlagen, verdammt sie zu einem ewigen Leben, bis sie den Kuss der wahren Liebe erfahren und wieder ein menschliches, sterbliches Leben führen können. Pearl ist eine solche Suchende. 200 Jahre lang wandelt sie bereits auf dieser Erde, datet verschiedene Männer in der Hoffnung, endlich ihre wahre Liebe zu finden, und scheitert doch immer wieder. Ihre Hoffnung erlischt von Tag zu Tag mehr, bis sie schließlich davon überzeugt ist, dass sie keine Kraft mehr für dieses ewige, trostlose Leben hat, wenn der nächste Mann nicht ihre wahre Liebe sein sollte. Einen Kerl, der nur auf Spaß und das nächste Abenteuer aus ist, kann sie da natürlich gar nicht gebrauchen. Einen, wie es Noah zu sein scheint, der doch eine Freundin hat und dennoch unaufhaltsam mit ihr flirtet. Pearl blockt diesen Herzensbrecher ab und ist doch schon längst zum Scheitern verurteilt. Was sie nicht weiß: Noah ist ein erlöster Suchender, ein Jäger, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschen vor den Suchenden zu beschützen….

Ich war von dieser Idee schon gleich zu Beginn des Buches völlig eingenommen. Der Kuss der wahren Liebe – das klingt nach Märchen und Pearl ist gewissermaßen auch ein romantisches, spannendes Märchen in der heutigen Zeit. Ich war von der Liebesgeschichte zwischen Pearl und Noah von Anfang an begeistert, da ihr Aufbau und ihre Entwicklung sich so spannend und unterhaltsam gestaltet haben. Es gab Passagen, die mich amüsierten und belustigten, und wiederum andere, die mich bedrückten, aufwühlten und ärgerten.

Der männliche Hauptcharakter, Noah, ist ein charmanter, lebenslustiger und spontaner junger Mann, den ich sofort ins Herz geschlossen und in den ich mich zusammen mit Pearl immer mehr verliebt habe. Er ist genau der richtige Gegenpart für Pearl, die zu einem großen Teil des Buches das exakte Gegenteil von ihm ist. Ihr ist die Lust auf das Leben vergangen, nichts hat mehr eine wirkliche Bedeutung, sie sieht die Schönheit Venedigs, fühlt sie aber nicht, und verliert immer mehr die Hoffnung, irgendwann einmal die wahre, aufrichtige Liebe zu finden. Noah bringt Licht und Lachen in ihr Leben, und gibt ihr langsam aber sicher ihre Hoffnung zurück.
Diese bezaubernde Liebesgeschichte hat mir so oft Herzklopfen beschert, gleichzeitig gab es aber auch Momente, in denen ich Noah oder Pearl am liebsten geschüttelt hätte, weil sie es sich so schwermachten. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, nachvollziehbar, authentisch, wie es vielleicht – abzüglich der fantastischen Elemente – auch im echten Leben passieren könnte.

Obendrein gibt es liebevoll gestaltete Nebencharaktere, die das Lesen noch schöner gemacht haben. Damien, ein anderer Suchender und Pearls bester Freund, ist ein solcher Charakter, der mich mit seiner hoffnungsvollen, optimistischen und in Bezug auf Pearl beschützerischen Art sofort für sich eingenommen hat. Er steht Pearl schon seit gut 60 Jahren zur Seite, gibt ihr Halt und Hoffnung. Auch durch so tolle Charaktere wie ihn ist dieses Buch etwas Besonderes.

Ebenso hebt die Kulisse dieses Buch aus der Masse heraus. Die Autorin malt uns die wunderschöne Stadt Venedig mit ihren Worten, sodass wir sie uns wunderbar vorstellen können. Die Figuren fahren mit Booten anstatt mit Autos, wohnen in prächtigen Palazzos und streifen durch die Straßen Venedigs, über die verschiedenen Marktplätze. Mich hatte dieses italienische Feeling sofort.

Und dennoch ist das Buch nicht so romantisch und träumerisch, wie es bisher vielleicht angeklungen ist. Es ist auch düster, hoffnungslos und aufwühlend, denn Pearls Gefühle in Bezug auf ihr ewiges Leben und ihre ungestillte Sehnsucht nach Liebe werden unglaublich authentisch rübergebracht. Ihre Trostlosigkeit, ihre Traurigkeit, ihre Lustlosigkeit lassen einen mit ihr mitfühlen und leiden. Man fiebert ihrem mehr als verdienten Happy-End entgegen, muss mit ihr dafür aber viele Hürden überwinden. Zudem ist sie nicht der einzige Charakter, der langsam die Hoffnung verliert und dem Buch einen bedrückenderen Klang gibt. Auch ihre Freundin Alexa ist schon viel zu lange ohne Liebe auf der Welt und Hubertus, ein Jäger, aus dessen Sicht man stellenweise ebenfalls liest, ist trotz erfahrener Liebe ein unglücklicher und verbitterter Mensch. Wir werden mit den Licht- und Schattenseiten von Liebe konfrontiert.

Fazit

Mich hat Pearl positiv überrascht und begeistert! Pearl ist etwas fürs Herz, mit wunderbaren Charakteren, die man einfach nur ins Herz schließen kann, und einer spannenden, aufwühlenden und Herzklopfen bescherenden Handlung. Ich kann diesen fantastisch angehauchten Liebesroman definitiv weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.11.2017

Hält Lacher, aber auch Tränen bereit! Ein schönes Buch ♥

Love Emergency - Aus Versehen verlobt
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Laute Musik und ein Farbdosenunfall führen die Nachbarn Savannah und Beau zusammen. Über ein gelegentliches Grüßen im Treppenhaus und eine Musterung aus der Entfernung ging ihr Kontakt nicht hinaus. Die ...

Laute Musik und ein Farbdosenunfall führen die Nachbarn Savannah und Beau zusammen. Über ein gelegentliches Grüßen im Treppenhaus und eine Musterung aus der Entfernung ging ihr Kontakt nicht hinaus. Die lebenslustige, spontane Savannah mit ihrem Anwalts-Freund und der kecke, aber emotional distanzierte Sanitäter Beau, der nach dem Tod seiner Frau und Tochter keine Beziehung mehr eingehen möchte, könnten unterschiedlicher nicht sein. Zu laute Schluss-Mach-Musik und ein kleiner Farbdosenunfall sorgen jedoch dafür, dass die beiden zum ersten Mal richtig miteinander ins Gespräch kommen, Beau mit einer Platzwunde am Kopf in die Notaufnahme gebracht werden muss und die Eltern der beiden, die zum Thanksgiving-Essen eingeladen wurden, aufgrund einiger Missverständnisse annehmen, dass Beau und Savannah sich verlobt haben. Während Savannah dieses Missverständnis sofort aufklären möchte, bittet Beau sie, mit der Wahrheit noch bis nach den Feiertagen hinter dem Berg zu halten, da seine Eltern nach drei Jahren zum ersten Mal wieder glücklich und unbeschwert wirken. Und obwohl Savannah ihre Eltern nicht belügen und verletzen möchte, stimmt sie zu…

Wieder einmal haben wir es mit einer wunderbaren Fakebeziehungsgeschichte zu tun. Und „Love Emergency – Aus Versehen verlobt“ gehört meiner Meinung nach auch zu den besseren dieser Geschichten, obwohl gar nicht mal so sehr das „Faken“ der Beziehung im Vordergrund steht. Viel mehr haben wir es hier zu Anfang mit starker sexueller Anziehungskraft zu tun, der die beiden schließlich erliegen, und während sie diese „Freundschaft mit Bonusleistungen“ ausleben, ist das „Faken“ einer Verlobung gar keine so große Herausforderung mehr.


Die Herausforderung besteht eher in der Gefühlsentwicklung. Sowohl in den Momenten, wenn Beau und Savannah das glücklich verlobte Paar spielen, als auch in denen, in denen sie miteinander allein und ganz sie selbst sein können, entwickeln sich diese Gefühle mehr und mehr und der Leser kann gar nicht anders, als sich ebenfalls in die Figuren zu verlieben, denn sowohl Beau als auch Savannah sind wunderbare, sympathische Protagonisten.


Schon gleich zu Anfang merkt man, dass Savannah ein ehrlicher, lieber Mensch ist. Es behagt ihr nicht, ihren Eltern eine Verlobung vorzuspielen und sie dadurch womöglich zu verletzen und zu enttäuschen. Das ganze Buch über begleiten sie Schuldgefühle, gleichzeitig möchte sie Beau einen Gefallen tun, da sie seine Beweggründe verstehen kann. Sie versucht ihm Halt zu geben, bietet ihm Trost und Unterstützung und merkt langsam aber sicher, dass sie sich emotional mehr in die Sache eingelassen hat, als sie wollte. Zu keinem Zeitpunkt hat sie Sympathiepunkte bei mir eingebüßt, ihr Handeln war stets nachvollziehbar und authentisch und ich habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen.


Mit Beau geht es mir ganz genauso, obwohl er mich an einer Stelle des Buches fürchterlich aufgeregt hat (das war dann das große Drama, aber das musste ja kommen). Dennoch ist er ein wahnsinnig toller Kerl, der der Liebe zwar abgeschworen hat, mit Savannah aber dennoch flirtet, herumwitzelt und sich ihr langsam aber sicher immer mehr anvertraut. Seine Vergangenheit hat mich sehr berührt, ich habe mit ihm ständig deswegen mitgelitten. Mehr als einmal hatte ich Tränen in den Augen.


Zu Anfang des Buches schrieb die Autorin, wie sich ihr Respekt und ihre Bewunderung Sanitätern gegenüber entwickelt hat, und dass sie hofft, dass sich dies bei Beau wiederfindet – ich kann definitiv sagen: Ja! Beau ist ein wundervoll entworfener Charakter, für den meine Sympathie vor allem in den Momenten, in denen er seinen Job als Sanitäter ausgeführt hat und mit seinen Patienten so verständnisvoll, gelassen und empathisch umgegangen ist, in die Höhe geschossen ist.


Ebenfalls muss ich noch den schönen Schreibstil der Autorin hervorheben, der lockerleicht und angenehm zu lesen ist. Ich kam sehr schnell durch die Seiten und hatte viel Freude am Lesen. Die Funken, die zwischen Beau und Savannah fliegen, waren auch beim Leser spürbar und das so deutlich, wie ich das bisher selten bei Büchern hatte. Ich werde definitiv auch noch den nächsten Band lesen, in dem es um Hunter und die Patientin Madison geht, die wir beide auch schon kennenlernen durften. Hunter ist ja mindestens genauso toll wie Beau – das kann nur gut werden.


Fazit


Dieses Buch kann ich guten Gewissens weiterempfehlen. Eine unterhaltsame, humorvolle Liebesgeschichte, die auch in die Tiefe geht und wunderbare Charaktere aufbietet. Bitte mehr von den Rettungssanitätern von Atlanta! Ich vergebe 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Ein gelungener Abschluss für diese spannende Geschichte! Bitte lesen!

Die Dreizehnte Fee
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Achtung, dies ist der letzte Band einer Trilogie! Spoiler zu den Vorgängerbänden könnten enthalten sein.

Dieser Band war anders als seine Vorgänger – jedenfalls für mich. Er begann unglaublich spannend, ...

Achtung, dies ist der letzte Band einer Trilogie! Spoiler zu den Vorgängerbänden könnten enthalten sein.

Dieser Band war anders als seine Vorgänger – jedenfalls für mich. Er begann unglaublich spannend, weil mich die Welt und ihre Figuren von Anfang an begeistert und fasziniert haben und es Spaß machte, Liliths Spuren zu folgen. Lilith und ihre Schwestern waren außergewöhnliche Charaktere, die man nicht bloß auf ihre „Schandtaten“ reduzieren konnte, da sie immer eine (berührende) Hintergrundgeschichte begleitete, die sie nochmal in ein anderes Licht rückte. Sie berührten mich, mochten sie Rand- oder Schlüsselfiguren sein. Ich bin immer noch geplättet davon, welche Märchen hier auf welche Art eingeflossen sind. Die Autorin hat in meinen Augen etwas wundervoll Märchenhaftes erschaffen, gleichzeitig aber auch eine Welt voller Abgründe gezeichnet.


Mit Lilith habe ich in diesem Band wirklich gerungen. War ich anfangs Feuer und Flamme für sie – sowohl für Lilith als auch für die Königin – so hat meine Sympathie für sie in diesem Band etwas geschwächelt. Dies lag daran, dass sie ihre Meinung oft noch auf derselben Seite immer wieder geändert hat. Sie wirkte unruhig, wechselhaft – und vermutlich war das beabsichtigt, aber mich nervte es manchmal, da es unnötig chaotisch wurde.


Dies gilt auch für manche Handlungsstränge. Ich wusste manchmal nicht, was jetzt das eigentliche Ziel ist, das Lilith verfolgt, da es so viele offene Angelegenheiten gab und Lilith in ihren Entscheidungen so impulsiv und wechselhaft war. Respekt jedoch an die Autorin, dass alle – manchmal in Vergessenheit geratenen – Aspekte früher oder später wieder aufgegriffen wurden und eine Rolle für die Handlung gespielt haben. Wie in die Vorgänger sind hier so viele Ideen eingeflossen, dass ich wohlwollend über gewisse „nervende“ Passagen hinwegsehen kann.


Die Entwicklung, die die Geschichte nahm, stieß bei mir anfangs auch erstmal auf Unzufriedenheit. Den großen Plot Twist sah ich schon mehrere Seiten zuvor kommen, da ich über rätselhafte Sätze grübelte und mit meiner Vermutung zufällig richtiglag. Statt freudiger Überraschung empfand ich jedoch Skepsis. Mir gefiel die Wendung nicht, mit Fortschreiten der Handlung konnte mich die Entwicklung der Geschichte aber doch noch abholen. Ich freundete mich mit ihr an, wie sich auch Lilith immer mehr mit ihr abfand.


Und dann kam eine weitere Wendung, mit der ich nicht mal in tausend Jahren gerechnet hätte und die mich schockiert, wütend und traurig gemacht hat. Tränen sind geflossen, ein unbehagliches Gefühl hat sich in meiner Brust festgesetzt und ich habe so sehr gehofft, dass die Geschichte doch noch ein gutes Ende nimmt. Ein Happy End.


Ob dies eingetreten ist, müsst ihr selbst erfahren. Die letzten Seiten haben mich aufgewühlt und ein weiteres Mal zum Weinen gebracht. Ich weiß selbst nicht, wie genau ich über dieses Ende denke, aber ich bin so froh, dass es Spin-off-Reihen zu dieser Trilogie geben wird, die einen wieder in diese liebevoll, fantastisch ausgearbeitete Welt entführen werden. Ich freue mich drauf!


Fazit


Für mich ein klitzekleines Bisschen schwächer als die Vorgängerbände, aber ich liebe die Welt, die Figuren und die Geschichte trotzdem. Eine düstere Märchenwelt, in die jeder mal abtauchen sollte. Dieses Mal vergebe ich 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.11.2017

Wow! Hier wartet die eine oder andere Überraschung auf.

Die Dreizehnte Fee
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Diese Rezension könnte Spoiler zum ersten Band enthalten, da es sich um den zweiten Band einer Trilogie handelt.


Wie vom ersten Band bin ich auch von „Entzaubert“ einfach nur geplättet. Mir war von ...

Diese Rezension könnte Spoiler zum ersten Band enthalten, da es sich um den zweiten Band einer Trilogie handelt.


Wie vom ersten Band bin ich auch von „Entzaubert“ einfach nur geplättet. Mir war von Anfang an klar, wie viel Potential in dieser Geschichte, in dieser Idee, steckte, aber Julia Adrian hat sie nochmal auf eine ganz andere Ebene gehoben.

Mit dem Ende des ersten Bandes sind es bereits fünf Feen, die ihr Ende gefunden haben. Die Dreizehnte Fee, die Königin, begleitet ihre älteste Schwester in ihren Eispalast, mit der Absicht, sie zu töten, stattdessen muss sie feststellen, dass die Eishexe vorgesorgt hat. Ein Eissplitter in ihrem Herzen verhindert es, dass sie die Magie der anderen Feen stehlen kann, einzig durch Drachenfeuer oder die Tränen wahrer Liebe schmelzbar. Sie muss sich dem Urteil ihrer verbliebenen Schwestern stellen, während das Orakel unter dem Fluch dahinsiecht, den ihr Verrat gebracht hat. Und das Orakel ist die einzige, die das Rätsel um die Erweckung der Dreizehnten Fee lösen kann…

In diesem zweiten Band lernen wir nun alle dreizehn Feen kennen, werden wieder mit allerlei Märchen konfrontiert, die mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben, sobald ich sie erkannt habe. Julia Adrian beweist dadurch so unglaublich viel Kreativität, dass es Spaß macht, diese Geschichte in sich aufzusaugen. Wieder einmal ist keine Figur nur böse, es gibt immer zwei Seiten und es ist unglaublich spannend, diese Seiten aufzudecken und die Figuren der Reihe nach näher kennenzulernen.

Dies geschieht auch durch sehr viele Rückblenden in die Vergangenheit, die Wissenslücken schließen, teilweise aber auch etwas Chaos in das Ganze bringen. Sie sind nicht geordnet, sondern durcheinandergewurschtelt, dass es manchmal schwerfällt, den Überblick zu behalten. Ich glaube immer noch nicht, dass ich den vollen Durchblick habe – mir drängen sich weiterhin Fragen und Verständnisprobleme auf, die aber meinen Spaß an der Geschichte nicht schmälern. Ich hoffe dennoch, dass sie mit dem dritten Band beantwortet werden können.

Von den Entwicklungen, die die Handlung genommen hat, bin ich immer noch geplättet. Es gab in diesem Band tatsächlich zwei Momente, in denen ich den Atem angehalten und die Zeilen voller Anspannung gelesen habe. Ich wurde überrascht und schockiert, da ich mit gewissen Entwicklungen nicht eine Sekunde lang gerechnet habe. Ich kann nur sagen: Wow! Die Story hat sich in diesem Band nochmal um einiges verändert und ich bin so gespannt, wie der letzte Band dies jetzt abschließen wird.


Fazit

Wer den ersten Band gelesen hat, sollte – meiner Meinung nach – definitiv an der Trilogie dranbleiben. Spannung pur, Gänsehaut, Tränen, Überraschungs- und Schockmomente. Wow! Ich liebe dieses Buch. Der zweite Band steht dem ersten in nichts nach. Auch hier vergebe ich die volle Punktzahl.