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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

Eine Liebeserklärung an die Lebensmittel

Essen
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ich weiß gar nicht so genau was ich von diesem Buch erwartet habe. Es ist so ganz anders als das was ich erwartet habe - und dennoch irgendwie amüsant und interessant. Jeder könnte ein Buch über das Essen ...

ich weiß gar nicht so genau was ich von diesem Buch erwartet habe. Es ist so ganz anders als das was ich erwartet habe - und dennoch irgendwie amüsant und interessant. Jeder könnte ein Buch über das Essen schreiben, und diese wären ganz unterschiedlich; der Aussage aus dem Buch stimme ich voll und ganz zu. Wir lesen in diesem von einer Frau mit russischen Wurzeln und unglaublich viel Liebe zum Essen (und Detail). Es geht um Familiäre Strukturen und Gewohnheiten, von Rezepten und von Nahrungsmitteln. Nicht nur vom Mittel zum Zweck, sondern vom leben und genießen. Ein ganz wundervolles kurzweiliges, interessantes Buch, welches mich an der einen oder anderen Stelle zum lachen brachte.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Wohlfühlroman

Beste Zeiten
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Ich habe das erste Buch der Autorin sehr gemocht, auch dieses hier mochte ich gern.
INHALT
Eine junge Frau, Anfang 20, geht zum studiere nach Stockholm. Ein Mädchen, die in einer Kleinstadt ...

Ich habe das erste Buch der Autorin sehr gemocht, auch dieses hier mochte ich gern.
INHALT
Eine junge Frau, Anfang 20, geht zum studiere nach Stockholm. Ein Mädchen, die in einer Kleinstadt lebte, in der Schule nicht viel Anhang fand, plötzlich in einer großen Stadt. Die Unsicherheiten der jungen Frau, kann man lesen und fühlen. Ein Leben zwischen Uni, Männern und Freundschaften. Ein Buch in das man eintaucht und sich vielleicht an seine eigene Reise erinnert.

EINDRUCK UND FAZIT
Ich mag den Schreibstil von Jenny Mustard, die Charaktere ihrer Protagonisten und die sanften Geschichte, die nicht viel Drama beinhalten und dennoch tief berühren können. In vielen Sichtweisen und Handlungen habe ich mich gut an meine eigene Jugend und Studienzeit erinnern können und bin hin und wieder etwas in Gedanken gewesen. Das Buch ist unaufregend - aufregend. (Vielleicht wisst ihr was ich meine). Ein wunderbares Buch über das Erwachsenwerden und allem was dazu gehört.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

keine nette, softe Geschichte

Alles ganz schlimm
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INHALT
Klappentext und Cover sind super! Zu Beginn eine spannende Einleitung - es geht um Susanne. Eine junge Frau, die immer wieder in schwierige Beziehungen gelangt, sowohl in Paarbeziehung als auch ...

INHALT
Klappentext und Cover sind super! Zu Beginn eine spannende Einleitung - es geht um Susanne. Eine junge Frau, die immer wieder in schwierige Beziehungen gelangt, sowohl in Paarbeziehung als auch Freundschaften. Sie schreibt einen Text zu ihrem Leben als Prostituierte, ihre Freundin Stella stibitzt ihn und gibt ihn als ihren eigenen aus. Als rauskommt, dass Stella ihn nicht geschrieben hat, beginnt ein Shitstorm; Stella suizidiert sich. Susanne fängt in der Psychiatrie an ihr Leben zu überdenken. Es geht um die Auswirkungen von Nachrichten und Hetzkampagnen in den sozialen Netzwerken, was richtigen sie kurz - und langfristig für die Opfer an.

EINDRUCK UND FAZIT
Inhalt und Text holen mich nach wie vor ab, allerdings fand ich das Buch ziemlich schwer zu lesen. An einigen Stellen blieben Dinge unklar, ich habe einige Kapitel fast gar nicht in den Zusammenhang bringen können. Man muss dran bleiben, es ist kein Buch für "nebenbei", wobei dieses Thema ohnehin kein Thema für nebenbei ist. Ich mochte Susanne als Protagonistin irgendwie, auch wenn ich sie an der einen oder anderen Stelle gern geschüttelt hätte. Die innerliche Zerrissenheit kann man spüren und lesen. Eine junge Frau die kaum Rückhalt und Trost findet, auf sich allein gestellt ist und bleibt. Ein gesellschaftlich relevantes Thema, schwierige Kost und dennoch lesenswert. Ein sehr intensives Erlebnis - bitte nicht vom Cover blenden lassen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Mein Jahreshighlight 2025!

Botanik des Wahnsinns
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Mein Jahreshighlight 2025! Noch ganz benommen von der wundervollen Lesung bin ich direkt in das Buch gestartet - und habe es in einem Rutsch gelesen. Ich liebe Bücher nach einer Lesung zu lesen, ...

Mein Jahreshighlight 2025! Noch ganz benommen von der wundervollen Lesung bin ich direkt in das Buch gestartet - und habe es in einem Rutsch gelesen. Ich liebe Bücher nach einer Lesung zu lesen, denn dann liest man es mit der Stimme des Autors. Und in diesem Fall auch mit der Musik!
"Der Unterschied zwischen normal und unnormal? Oft willkürlich." S. 74

INHALT
Es geht um einen jungen Mann, Noel sollte er heißen (und durfte nicht), weshalb man den Namen einfach umdrehte. Leon ist Sohn und Enkel seiner psychisch kranken Eltern und landet selbst in der Psychiatrie. Nicht als Patient, sondern als Therapeut. Er beschreibt sein Leben in und außerhalb der geschlossenen Wände, ergründet seine eigene Herkunft und versucht einen groben Ausblick in die Zukunft zu suchen, finden und vielleicht auch zu verändern. Denn eines ist klar: die Gene des "Wahnsinns" trägt er mit hoher Wahrscheinlichkeit in sich.

"Endlich lande ich in der Psychiatrie. Es ist ganz unspektakulär. Keine Polizei, kein Krankenwagen, keine abgeschnittenen Krawatten. Ich nehme einfach den Bus." S. 49

EINDRUCK UND FAZIT
Dieses Buch inspiriert mich von Beginn bis Ende, ich finde die Idee einfach ganz wundervoll. Von der Umsetzung ganz zu schweigen.

"Die eiskalte Einsamkeit, der sogenannten Schizophrenen, ist nicht vorstellbar. Sie sind allein. Es ist nicht nur ein Bauernhof am Rand der Welt, auf dem sie leben. In ihrer Welt, in ihrer Wirklichkeit lebt tatsächlich kein anderer. Wir können zuhören, doch wir haben keinen Zugang, denn wir glauben ihnen nicht." S 89
Leon Engler schreibt in einer unglaublichen Intensivität und Eindringlichkeit, dass es mir oft die Sprache verschlug. Ein unglaublich besonderes und wichtiges Buch!
Nicht nur, weil es so auch der Realität entsprechen könnte, sondern, man auch noch unglaublich viel lernt.
Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 21.09.2025

überlastete Frauen

Junge Frau mit Katze
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INHALT
Die Fortsetzung des ersten Buches „Lügen über meine Mutter“. Eine erfolgreiche junge Frau und Tochter - kurz vor der Verteidigung ihrer Doktorarbeit. Das ist aber noch nicht alles, denn: ...

INHALT
Die Fortsetzung des ersten Buches „Lügen über meine Mutter“. Eine erfolgreiche junge Frau und Tochter - kurz vor der Verteidigung ihrer Doktorarbeit. Das ist aber noch nicht alles, denn: Ela hat Schmerzen. Überall und ständig woanders. Bildet sie sich diese ein? Sind sie wirklich da? Und wie soll sie nur alles unter einen Hut bekommen? Dieser Stress, Druck und die gesellschaftliche Erwartung machen Ela zusätzlich krank.

EINDRUCK UND FAZIT
Puh, da war viel los in diesem Buch. Und dann auch wieder nicht, es plätscherte so vor sich hin - von einer Arztpraxis in die nächste. Das Gute: ich kenne das sehr gut. Nicht ernstgenommen zu werden - und dennoch chronisch krank zu sein. Hilfe zu wollen - und brauchen - aber auf taube Ohren und verschiedene Diagnosen zu stoßen.
Die zentralen Themen: als Frau nicht ernst genommen zu werden, falsche Verantwortungsgefühle gegenüber der Mutter und die berufliche Überlastung, hat Dröscher ganz wunderbar in Szene gesetzt. Es ist kein Buch mit Happy End - man wurschtelt sich so durch. Am Ende bin ich dennoch zufrieden. Mich hat der Roman abholen und begeistern können. Ich mag den unaufgeregten Schreibstil - eins lesenswerte Geschichte.

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