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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2021

Spannender Krimi aus der Elbmarsch

Mordsand
1

Die kleine Insel Bargland liegt eher friedlich inmitten der Unterelbe. Bis zu jenem Morgen als ein junges Paar am Strand ein Skelett entdeckt, dessen Schädel aus dem Sand ragt. Diesen Fund stellt die Kommissare ...

Die kleine Insel Bargland liegt eher friedlich inmitten der Unterelbe. Bis zu jenem Morgen als ein junges Paar am Strand ein Skelett entdeckt, dessen Schädel aus dem Sand ragt. Diesen Fund stellt die Kommissare Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von der Mordkommission Itzehoe vor ein Rätsel. Vor allem als kurz darauf auf der Nachbarinsel eine weitere Leiche entdeckt wird, das Opfer ist ebenfalls gefesselt und bis zum Rumpf im Sand eingegraben...

Frieda Paulsen und Bjarne Haverkorn ermitteln hier in ihren vierten Fall. Auch wenn es für mich das erste Buch dieser Reihe war, habe ich die beiden Ermittler schon lieb gewonnen. Da auch ihre Privatleben hier eine große Rolle spielen, wirkte die ganze Geschichte so lebendig auf mich.

Ihre Ermittlungen führen die Kommissare auf eine Spur in die ehemalige DDR und somit wird ein dragisches Kapitel beleuchtet, dass mir so vorher noch nicht bekannt war und mich sehr betroffen gemacht hat. Es geht um die Jugendwerkhöfe, die eher als Erziehungsheime dienten in denen die Jugendlichen oft misshandelt und schikaniert wurden.

Zwischen den Kapitel gibt es immer wieder Rückblenden, wo das Leben von vier Jungs, die damals dort "eingesessen" haben erzählt wird. Gerade diese kurzen Kapitel fand ich sehr erschreckend und bewegend und ich finde es toll, dass die Autorin wahre Begebenheiten in eine fiktive Geschichte eingebunden hat und dies sehr einfühlsam erzählt.

Nebenbei schafft es die Autorin auch die Handlungsorte sehr gut zu beschreiben und einem beim lesen das Gefühl zu vermitteln man wäre selber vor Ort. Wer also spannende (und teilweise emotionale) Krimigeschichten mit norddeutschen Lokalkolorit liebt, sollte sich dieses Buch (und wahrscheinlich am besten gleich die ganze Reihe) mal näher anschauen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Spannung
  • Cover
Veröffentlicht am 17.03.2021

Öfter mal die rosarote Brille aufsetzen

Rosarotes Glück
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Ganz nach dem Motto der bekannten Schauspielerin und Moderatorin "Setz doch mal die rosarote Brille auf!", erzählt uns hier Susan Sideropolous ihre eigene Geschichte und das sie die rosarote Brille sehr ...

Ganz nach dem Motto der bekannten Schauspielerin und Moderatorin "Setz doch mal die rosarote Brille auf!", erzählt uns hier Susan Sideropolous ihre eigene Geschichte und das sie die rosarote Brille sehr bewusst aufsetzt. Denn das Leben ist immer genau das, was du draus machst. In einem aufrichtigen und herzlichen Ton erzählt sie uns von ihren Erfahrungen und gibt gute Tipps, wie man durch eine andere Sicht auf die Dinge seine Sutuation positiv beeinflussen kann.

In ihren Erzählungen ist Susan total ehrlich und gibt auch zu, dass sie selber ihrem Motto nicht immer treu geblieben ist und nach einer (beruflichen) Krise wieder zu sich selbst finden musste. Sie nimmt den Leser auf ihre Lebensreise mit und erzählt teilweise recht lustige und unterhaltsame Anekdoten um bestimmte Ansätze zu verdeutlichen. Dabei spricht sie den Leser direkt an und kommt dabei eher wie eine Freundin als wie eine Ratgeberin rüber.

Das Buch ist wohl auch kein klasssicher Ratgeber, sondern eher eine kleine Lebenshilfe, die Denkanstoße bietet um selber einen positiveren Blickwinkeln auf sein eigenes Leben zu bekommen. Das Schöne ist, dass hier klar wird, dass Susan wirklich nur von ihren eigen Erfahrungen spricht und jedem nur Tipps und Hlfe anbietet, aber keinen klaren Weg vorgeben möchte. Denn jeder sollte genau das machen, wie es sich für einen selber richtig anfühlt.

Die Autorin gibt einen hier einen ganz privaten Blick in ihr Leben und ihre Gedanken und somit lernt man den Menschen Susan noch ein Stückchen weit besser, und gleichzeitig sich selbst, kennen. Dieses Buch hinterlässt einen definitiv mit positiver Energie und guter Laune und wird sicher des Öfteren nochmal zur Hand genommen um darin herumzublättern und die richtigen Denkanstöße zu finden. Von mir eine klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2021

Wenn zwei Schwestern den selben Mann lieben...

Mein Glück in deinen Händen
0

Die beiden Schwestern Sara und Mariel hatten schon immer ein eher schwieriges Verhältnis zueinander. Doch seitdem sich Mariel in Saras Freund Carter verliebt hat und die beiden dann auch noch ein Paar ...

Die beiden Schwestern Sara und Mariel hatten schon immer ein eher schwieriges Verhältnis zueinander. Doch seitdem sich Mariel in Saras Freund Carter verliebt hat und die beiden dann auch noch ein Paar wurden, herrscht Funkstille zwischen den beiden. So richtig schlimm wird es für Sara als sie dann noch erfährt, dass die beiden heiraten werden. Ihre Mutter möchte die beiden Schwestern wieder versöhnen und lockt Sara durch eine List wieder zurück in die Heimat, wo auch die Hochzeit stattfinden soll. Und jetzt wo Sara schon einmal da ist, beschließt sie die Hochzeit zu sabotieren und Carters Herz wieder zurück zu gewinnen...

Schließlich ist Sara erfolgreiche Eventmanagerin und hat schon so einige Hochzeiten organisiert. Da sollte es ihr ja auch gelingen eine zu sabotieren. Und ihre Ideen sind wirklich sehr kreativ und unterhaltsam. Und dennoch merkt man als Leser schnell, dass Sara sich da in etwas verrennt.

Das Verhältnis zwischen Sara und Mariel ist seit ihrer Kindheit sehr schwierig und es gibt einige Momenten, die diese Beziehung der beiden zueinander sehr gut wiedergeben. Und ich konnte für beide Seiten im Laufe der Geschichte Verständnis aufbringen.

Diese Geschichte bietet aber nicht nur Streitigkeiten und Zickereinen zwischen Schwestern. Als Sara mit David zusammenstößt und dabei eine wertvolle Skulptur beschädigt wird, gibt sie nicht auf um ihren Fehler wieder gutzumachen. Auch wenn ihr das auf Anhieb nicht unbedingt gelingt, macht es gerade den Charme dieser Geschichte aus und Sara und David erleben in nur wenigen Tagen eine turbulente Sache nach der nächsten.

Der Schreibstil der Autorin ist lockerleicht und somit bin ich nur so über die Seiten geflogen und hab mich auf jeder Seite gut unterhalten gefühlt. Wer also gern Geschichten mag, bei denen man gut abschalten kann, ist meiner Meinung nach hier genau richtig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2021

Eine Geschichte um mutige Frauen

Die Frauen von Paris
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Manhattan, 1946: Grace findet am Bahnhof einen Koffer indem Fotos von 12 jungen Frauen sind. Aus einem Impuls heraus steckt sie diese ein und die Frage nach der Geschichte dieser Frauen lässt sie nicht ...

Manhattan, 1946: Grace findet am Bahnhof einen Koffer indem Fotos von 12 jungen Frauen sind. Aus einem Impuls heraus steckt sie diese ein und die Frage nach der Geschichte dieser Frauen lässt sie nicht mehr los. Sie stellt Nachforschungen an...
London, 1943: Marie ist alleinerziehende Mutter und hat ihre Tochter auf dem Land untergebracht. Als sie vom britischen Geheimdienst ein Angebot bekommt, sagt sie kurzerhand zu. Ohne wirklich zu wissen auf was sie sich einlässt...

Eleanor arbeitet für die britische Spezialeinheit SOE, die zum ersten Mal Frauen als Spione einsetzten möchten. Eleanor wirbt die Frauen an und fühlt sich auch für diese verantworlich. Daher ist es für sie auch so schlimm als sie merkwürdige unverschlüsselte Funksprüche von "ihren Frauen" bekommt und befürchten muss, dass diese enttarnt wurden...

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Grace, Marie und Eleanor erzählt. Diese drei Frauen befinden sich in dieser Geschichte an jeweils unterschiedlichen Orten und ihre Geschichte spielt zu einer anderen Zeit. Dennoch laufen ihre Erzählstränge am Ende zu einer beeindruckenden Geschichte zusammen.

Ich habe zum ersten Mal eine Geschichte über die damaligen weiblichen Agentinnen gelesen. Und ihre Arbeit hat mich sehr beeindruckt und was ihnen widerfahren ist, ist sehr erschreckend. Da Marie einer dieser Agentinnen war, hat mich ihr Erzählstrang am meisten inetressiert und mitgerissen.

Ich fand die Geschichte toll und mitreißend erzählt und kann sie nur jedem Liebhaber von historischen Romanen weiter empfehlen. Ein sehr beeindruckendes Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2021

Rome und Julia neu erzählt

Liebe keinen Montague (Luca & Allegra 1)
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Allegra ist als Kind mit ihrer Mutter von Italien nach Deutschland gezogen und jetzt mit 19 Jahren zieht es sie wie magisch wieder zurück in ihr Geburtsland. Mit ihrer besten Freundin Jen verbringt sie ...

Allegra ist als Kind mit ihrer Mutter von Italien nach Deutschland gezogen und jetzt mit 19 Jahren zieht es sie wie magisch wieder zurück in ihr Geburtsland. Mit ihrer besten Freundin Jen verbringt sie einen Kurzurlaub am Gardasee. Als sie dort erfährt, dass ihr Hotel den Nachfahren der Capulets gehört, hält sie dies anfangs noch für einen Scherz. Doch schnell wird ihr klar, dass ihre Geschichte mit denen der Capulets verknüpft ist und sie sich ihrem magischen Schicksal stellen muss...

Die Geschichte von Romeo und Julia ist wohl einer der bekanntesten Liebesgeschichten überhaupt und ich war sofort von Allegras Geschichte angetan als ich gemerkt habe, dass es sich hierbei um eine Neuinterpertation dieser bekannten Liebesgeschichte handelt. Gleich zu Beginn wird einem klar, dass Allegra so einige merkwürdige Dinge passieren, denen etwas magisches anhaftet.

Die Geschichte hat gerade mal knapp 200 Seiten und doch passiert so viel und es wird temporeich und spannend erzählt. Gerade die Fortführung der Fehde zwischen den beiden verfeindeten Familien und das es hier in einem Fluch begründet liegt, fand ich sehr originell und spannend. Das Grundthema von Romeo und Julia liegt dieser Geschichte zwar zugrunde, aber die Autorin hat noch so viel mehr daraus gemacht, was mich nachhaltig immer noch sehr begeistert.

Allegra war mir als Hauptperson total symphatisch und ich habe gerade bei den Momenten mit "ihrem Romeo" Luca mitgelitten und auf die nächste Szene hingefiebert, die es hier leider viel zu wenig gab, da Allegra für ihre wahre Liebe kämpfen und leiden muss.

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der die Geschichte von Romeo und Julia liebt oder gern Neuinterpretationen liest. Für jeden der Geschichten über die wahre Liebe liebt, ist dieses Buch sowieso ein Muss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere