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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2020

Gedanken

The Modern Break-Up
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Amelia ist eine junge Frau, frisch getrennt und schwer verletzt, als sie sich mit ihrer Freundin Zara auf einen Kurzurlaub nach New York aufmacht. Dort lernen die beiden Single-Frauen zwei Männer in einer ...

Amelia ist eine junge Frau, frisch getrennt und schwer verletzt, als sie sich mit ihrer Freundin Zara auf einen Kurzurlaub nach New York aufmacht. Dort lernen die beiden Single-Frauen zwei Männer in einer Bar kennen und verbringen den Abend gemeinsam...

Ich finde, dass dieses Buch genau den Nerv von heutigem Dating und damit einhergehenden Problemen trifft. Jedoch würde ich dieses Buch nicht unbedingt als Roman sehen. Ich finde, dass die Gedanken und Überlegungen der Protagonisten einfach sehr viel Raum verschlingen bzw. das Hauptkonstrukt dieses Buchs ausmachen, sodass es meiner Meinung nach gar keine primäre Handlung gibt, was es jedoch bei einem Roman bedürfte. Das ist auch der Kritikpunkt den ich habe, vor allem, weil der Klappentext hier doch eine etwas ausholendere Handlung verspricht.

Ansonsten habe ich das Buch wirklich gern gelesen. Ich mochte die moderne, ehrliche Sprache und mich selbst hat es auch zum Nachdenken gebracht. Die Zeichnung der Personen ist gut, jedoch noch ausbaufähig, da man als Leser zwar die ganze Zeit in deren Kopf herumschwirrt, diese aber nicht wirklich greifbar werden. Ich denke auch, dass in dem Buch viel Wahres steht, nur hätte ich mich über ein wenig mehr Fortgang der Geschichte gefreut.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2020

Ganz gut

Wozu wir fähig sind
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Eine reiche Uniclique, ein Neuer und ein Haufen Geheimnisse versprechen einen spannenden Jugendthriller mit Wendungen und Irrungen.

Der Schreibstil ist ziemlich einfach und unaufgeregt und daher gut zu ...

Eine reiche Uniclique, ein Neuer und ein Haufen Geheimnisse versprechen einen spannenden Jugendthriller mit Wendungen und Irrungen.

Der Schreibstil ist ziemlich einfach und unaufgeregt und daher gut zu lesen. Es wird in zwei Zeitebenen erzählt, was mir gut gefällt. Die Geschichte an sich baut sich langsam auf und füttert den Leser kleinweise mit fehlenden Puzzleteilen, wodurch Spannung aufgebaut wird. Ich finde diese gut durchdacht und stimmig, wenn auch ein wenig überspitzt. Die handelnden Personen waren für mich anfangs aber schwer auseinanderzuhalten, da diese für mich eher flach und wenig greifbar geblieben sind.

Alles in allem war das Buch gut zu lesen und hat mir auch durchaus gefallen, wobei es mich nicht ganz packen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2020

Offenheit

Glanz und Gloria
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Da ich selbst nicht ganz ungerne putze und für Tipps immer zu haben bin, habe ich dieses Buch gelesen. Besonders angesprochen hat mich hier der Ansatz der Autorin, die die Pflege der eigenen Wohnung mit ...

Da ich selbst nicht ganz ungerne putze und für Tipps immer zu haben bin, habe ich dieses Buch gelesen. Besonders angesprochen hat mich hier der Ansatz der Autorin, die die Pflege der eigenen Wohnung mit der Pflege der Psyche verknüpft hat, was für mich eine passende Parallele ist. Auch die Umsetzung dieser Gliederung ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen und war für mich eingänglich.

Auch wenn mit den Putztipps jetzt das Rad nicht neu erfunden wurde, was wahrscheinlich auch gar nicht möglich bzw. notwendig ist, habe ich schon die ein oder andere Anregung finden können. Hier ist das Thema Nachhaltigkeit ganz klar im Fokus, was definitiv in der heutigen Zeit angesprochen werden sollte. Was aber das Buch für mich persönlich viel wertvoller macht, ist dass hier ganz offen Themen zum eigenen Wohlbefinden angesprochen werden, die aus meiner Sicht viel wichtiger sind. Ganz besonders beeindruckt hat mich, wie ehrlich die Autorin auch aus ihrem eigenen Leben erzählt und uns daran teilhaben lässt. Von mir gibt es 4 Sterne für diesen gelungenen "Ratgeber" mit ganz viel Herz und Humor.

  • Cover
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 17.03.2020

Das Alter

Leichte Böden
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Daniel ist ein Jahr von seiner Arbeit freigestellt und begibt sich deshalb aufs Land zu seiner Großtante und seinem Großonkel, bei denen er als Kind viel Zeit verbracht hat. Auch Maria, die Nachbarin, ...

Daniel ist ein Jahr von seiner Arbeit freigestellt und begibt sich deshalb aufs Land zu seiner Großtante und seinem Großonkel, bei denen er als Kind viel Zeit verbracht hat. Auch Maria, die Nachbarin, die er schon seit Kindheitstagen kennt sowie auch deren Vater Heinz trifft der daher wieder. Doch so selbstständig und gut die Versorgung der Alten anfangs noch scheinen mag, merkt Daniel schnell, dass hier einiges nicht stimmt...

Mir hat das Buch von anfang an gefallen, da es sich dadurch auszeichnet, dass sowohl die Charaktere, die Handlungen als auch die Verhaltensweisen authentisch, glaubwürdig und damit zugänglich sind. Es gibt hier sicher für jeden Leser Passagen, die er selbst ähnlich aus dem eigenen Umfeld kennt, was auch einen gewissen Humor mit sich bringt. An sich ist die Geschichte aber eher ernst und beschäftigt sich mit vielen Themen wie "würdevolles Altern", Autonomie, Schuld, Vergebung und auch ein bisschen Liebe. Darüber hinaus ist das Buch wieder richtig österreichisch. Nicht nur von der Sprache her, sondern hatte ich auch beim Lesen ein ganz klares Bild von den Örtlichkeiten vor mir.

Hervorzuheben ist aus meiner Sicht, dass es sich bei dem Buch doch um ein niveauvolleren handelt, bei dem man auch mal aufmerksam zwischen den Zeilen lesen muss und definitiv nicht alle Informationen einfach vorgesetzt bekommt. Diesen Umstand finde ich sehr gut, da man dadurch auch zum Nachdenken angeregt wird. Zur ein oder anderem angeschnittenen Teil hätte ich mir aber vielleicht doch ein wenig mehr Hintergrund bzw. Aufklärung gewünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2020

Dank

Dankbarkeiten
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Michka war immer eine starke, unabhängige Frau, doch in einem gewissen Alter ist es ihr nicht mehr möglich alleine zu leben. Sie fällt oft und vor allem verliert / vergisst sie Wörter, sodass es immer ...

Michka war immer eine starke, unabhängige Frau, doch in einem gewissen Alter ist es ihr nicht mehr möglich alleine zu leben. Sie fällt oft und vor allem verliert / vergisst sie Wörter, sodass es immer schwieriger für sie wird sich zu verständigen. Sie zieht mit der Hilfe von Marie, ihres ehemaligen Nachbarskinds, zu der sie eine besondere Beziehung hat, in ein Pflegeheim und lernt dort auch Jermone, ihren Logopäden kennen...

Die Geschichte wird vor allem aus Sicht von Marie und Jerome erzählt. Unterbrochen werde diese sich abwechselnden Teile noch von Traumsequenzen von Michka, in denen sie wieder ihren ganzen Wortschatz hat. Diese Aufteilung finde ich gut gewählt, da man gleich Zugang zu allen drei Hauptfiguren hat und ein Wechsel immer Abwechslung in Erzählungen bringt.

Die Sprache ist leicht und flüssig zu lesen, auch wenn es einige Passagen gibt, die zum Nachdenken anregen. Auch gibt es immer wieder Passagen, die mich in ihrer grundsätzlichen Traurigkeit trotzdem zum Schmunzeln gebracht haben.

Ich habe schon viele Bücher der Autorin gelesen und war gerade von den letzten Werken nicht restlos überzeugt. In diesem Roman hat sie aber für mich persönlich wieder einmal bewiesen, dass sie Erzählkunst und Übermittlung von Emotionen perfekt versteht und ich hier nicht zu Unrecht eine sehr hohes Niveau ansetze. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere