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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2019

klasse

Das Geheimnis glücklicher Kinder
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Bewertet mit 3.5 Sternen
Ein super Ratgeber für Eltern, der zwar schon etwas älter ist, aber leider noch immer nötig. Vieles wußte ich schon und war die meiste Zeit beim Lesen beruhigt, dass ich anscheinend ...

Bewertet mit 3.5 Sternen
Ein super Ratgeber für Eltern, der zwar schon etwas älter ist, aber leider noch immer nötig. Vieles wußte ich schon und war die meiste Zeit beim Lesen beruhigt, dass ich anscheinend alles richtig mache, aber es gab dennoch Punkte, über die ich nachdenken will oder die ich ausprobieren und umsetzen möchte. Habe auch einige Dinge entdeckt, die ich gerne mit meiner Mutter klären würde, besonders was das aktive Zuhören angeht, denn sie erschlägt mich immer noch mit Ratschlägen, obwohl ich über 50 bin.
Das Schöne ist auch, dass sich das Buch so einfach und schnell liest. Es ist mit witzigen Zeichnungen, Absätzen, Überschriften und extra Kästchen so aufgelockert, dass es sich leicht liest und die Sprache ist einfach und gut verständlich. Auch fehlt das Reißerische oder die endlosen Wiederholungen, die heute oft in solchen Ratgebern zu finden sind. Vieles ist bekannt, weniges sehe ich etwas anders, aber es vermittelt neue Denkanstöße und beinhaltet viele gute Beispiele, die zeigen, wie man die Erziehungstipps anwenden kann. Das Buch kann als Ganzes gelesen werden oder man sucht sich nur das raus, was auf einen bzw. sein Kind zutrifft. Es baut nicht aufeinander auf, sodass auch nicht alles gelesen werden muß.
Auch wenn es alt ist, hat das meiste noch Gültigkeit und wird locker, anschaulich und vor allem praktikabel rübergebracht.

Veröffentlicht am 01.02.2019

nett, teils spannend

Der Club der toten Wichtel
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Bewertet mit 3 Sternen
Ein kleines Büchlein mit 6 kurzen Weihnachtskrimis.
Es hat nette Zeichnungen von kleinen Wichteln, die genauso wenig mit den Texten etwas zu tun haben wie der Titel des Buches. ...

Bewertet mit 3 Sternen
Ein kleines Büchlein mit 6 kurzen Weihnachtskrimis.
Es hat nette Zeichnungen von kleinen Wichteln, die genauso wenig mit den Texten etwas zu tun haben wie der Titel des Buches. Die Geschichten sind teils spannend und teils eher langweilig. Die erste und die fünfte Geschichte haben mir am Besten gefallen. Vor allem letztere war richtig spannend und es war schade, dass sie so kurz war. Man hat sich auf den nur 15 Seiten so richtig in die Personen reinversetzen können und mitgefiebert. Auch die sechste Geschichte war nicht schlecht. Vor allem das Ende ist echt fies.
Für richtige Krimi-Fans eher mäßig, aber als kleines Mitbringsel zur Adventszeit ganz nett. Mit Weihnachten haben die Krimis auch nicht wirklich was zu tun, außer, dass sie in der Weihnachtszeit spielen.

Veröffentlicht am 27.01.2019

gruseliges Szenario

Zoo
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Tiere haben immer schon mal Menschen angegriffen, aber noch nie zuvor haben sie sich so gezielt zusammengerottet und Jagd auf Menschen gemacht. Sie wollen nicht fressen, sondern töten. Und es betrifft ...

Tiere haben immer schon mal Menschen angegriffen, aber noch nie zuvor haben sie sich so gezielt zusammengerottet und Jagd auf Menschen gemacht. Sie wollen nicht fressen, sondern töten. Und es betrifft alle Säugetiere. Löwen und Affen im Zoo und in freier Wildbahn genauso wie Hunde, Katzen, Ratten, Opossums, Delphine und Haustiere. Und das überall auf der Welt. Schon seit Jahren beobachtet der Biologe Oz eine Zunahme der Übergriffe und Attacken. Er will die Menschheit warnen und Forschungsgelder erbitten, damit er dem Phänomen auf den Grund gehen und weitere Angriffe verhindern kann. Aber niemand nimmt ihn ernst. Bis die Tiere völlig ausrasten. Aber ist es da nicht schon zu spät ? Die Menschen sind weder drinnen noch draußen sicher.
Spannendes Thema. gut umgesetzt, aber man hätte mehr draus machen können. Sprachlich ganz ok, aber nicht so gut und flüssig wie Stephen King oder Frank Schätzing. Die Personen haben mir gut gefallen, auch, dass die Geschichte 5 Jahre weiter springt. Der Schluß ist ungewöhnlich aber passend.
Wer Spannung mit etwas Grusel mag ist hiermit gut beraten, trotz der Schwächen. Aber ich finde, das Buch hätte ruhig noch länger sein können und man hätte die Geschichte noch weiter auswalzen können. Hätte mir mehr Tierszenarien gewünscht, wurde aber auch so gut unterhalten.

Veröffentlicht am 26.01.2019

Skurrile Geschichten

Schauderhafte Wunderkinder
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Dieses Buch enthält 6 Geschichten über außergewöhnliche Kinder und eine, die von einem Kind berichtet, das so normal ist, dass es schon unheimlich ist.
Melinda Milford kriechen z.B. bei bestimmten Ereignissen ...

Dieses Buch enthält 6 Geschichten über außergewöhnliche Kinder und eine, die von einem Kind berichtet, das so normal ist, dass es schon unheimlich ist.
Melinda Milford kriechen z.B. bei bestimmten Ereignissen Kröten aus dem Mund, was ihr sehr unangenehm ist, wie man sich denken kann. Und Balthazar Bollingers Eltern sind so besorgt über seine Leichtigkeit, die er trotz seiner Leibesfülle und kugelrunden Figur besitzt, dass sie ihm in ihrer Verzweiflung Bleischuhe verpassen, damit er nicht abhebt.
Überhaupt steht die Entwicklung der Kinder und die Sorge und Verzweiflung der Eltern im Vordergrund. Die Eltern sind oft ratlos angesichts der besonderen Fähigkeiten ihrer Kinder. Meist sprechen sie diese Sorgen aber nicht aus, oder teilen sie nur dem Ehepartner mit. Man versucht den Schein zu wahren und tut so, als sei alles normal, aber ein beunruhigendes Gefühl bleibt. Manchmal wird einfach nur wegeguckt, manchmal pragmatische Maßnahmen ergriffen, aber bloß nichts hinterfragen oder öffentlich machen.
Die Geschichten sind einfallsreich, voller trockenem Humor und die Illustrationen passen genau zum Text und spiegeln dessen Stimmung wieder. Wirklich spannend sind die Geschichten nicht bzw. enden die Geschichten sanft und leise, genauso, wie sie erzählt wurden. Es gibt keine Höhepunkte und keinen richtigen Spannungsbogen, obwohl man natürlich wissen will, was mit dem Kind passiert. Die Sprache ist nicht so aalglatt wie bei einem Roman und mal was anderes, aber dennoch leicht zu lesen. Der Erzählstil ist trocken und nüchtern und das macht den Humor aus. Der Leser wird mit Sätzen erfreut wie z.B.
" Leider sollte dieses heikle Familienidyll nicht lange Bestand haben. Die Lage verdüsterte sich dramatisch, als die Außenwelt in Gestalt der Grundschule ihre Ansprüche geltend zu machen begann." (S125)
Am besten hat mir die Geschichte von Howab gefallen, dessen Schicksal es ist, dass es fatale Folgen hat, wenn er seinen Namen laut ausspricht. Das Buch macht Spaß zu lesen, die Bilder fügen sich wunderbar ein und das Ganze ist ein kleiner Lesegenuß für zwischendurch.

Veröffentlicht am 22.01.2019

hat Spaß gemacht

Frauen, die Bärbel heißen
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Ein skurrieles Buch mit schrägem Humor und ständig neuen Wendungen, bei dem sich aber auch Abgründe auftun, insbesondere was Bärbels Kindheit angeht und wie abgeklärt sie damit umgeht.
Bärbel ist ein ...

Ein skurrieles Buch mit schrägem Humor und ständig neuen Wendungen, bei dem sich aber auch Abgründe auftun, insbesondere was Bärbels Kindheit angeht und wie abgeklärt sie damit umgeht.
Bärbel ist ein besonderer Mensch. Früh auf sich allein gestellt, hat sie die Schrullen und bizarren Anschauungen ihrer Eltern übernommen und meidet andere Menschen, wo sie nur kann. Als sie jedoch eine Leiche findet, überschlagen sich die Ereignisse und sie muß sich laufend mit immer neuen Menschen auseinandersetzen und Entscheidungen trreffen, wie sie mit all den Situationen und Leuten umgeht.
Es ist kein ernst zu nehmender Krimi, aber trotzdem sehr spannend und vor allem überrascht er mit ständig neuen Figuren und Wendungen. Nichts und Niemand ist so, wie es auf den ersten oder zweiten oder manchmal auch dritten Blick scheint. Die arme Bärbel. Ich fand Bärbels Art zu denken und zu handeln faszinierend (später weniger) und sie tut mir leid mit ihrem einsamen, eintönigen, tristen Leben. Aber als sie da rausgerissen wird, ist alle noch viel schlimmer.
Ich mochte den trockenen Humor, die nüchterne Art, mit der Bärbels Kindheit knapp umrissen wird, was das Ganze irgendwie noch erschreckender macht und die vielen Überraschungen. Auch wenn manches etwas Slapstickartig war und zu dick aufgetragen (bes. all die Zufälle), hat das Buch großen Spaß gemacht.