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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Vielschichtige Welt

The Last Wish of Bristol Keats
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Band 2 von "The Last Wish of Bristol Keats" hat mich positiv überrascht. Obwohl Band 1 noch gar nicht so lange her ist, habe ich einige Zeit gebraucht, um wieder in den Folgeband zu kommen. Dafür gibt ...

Band 2 von "The Last Wish of Bristol Keats" hat mich positiv überrascht. Obwohl Band 1 noch gar nicht so lange her ist, habe ich einige Zeit gebraucht, um wieder in den Folgeband zu kommen. Dafür gibt es einfach viel zu viele Namen und Charaktere. Deshalb kann ich im Nachhinein nur empfehlen, dass man Band 1 und Band 2 direkt nacheinander liest für das volle Erlebnis.

Band 2 steigt auf jeden Fall direkt in die Geschichte ein und macht dort weiter, wo man in Band 1 gestoppt wurde. Das große Ziel des Bandes ist die Krönung des Thronfolger von Elfenheim und auf dem Weg dorthin gibt es auf jeden Fall zahlreiche Überraschungen, Wendungen und Entwicklungen, die immer wieder neuen Schwung in die Geschichte bringen. Daher blieb es durchweg spannend. Ich kann mich hier einigen anschließen: Für das, was es inhaltlich bei diesem Band zu erzählen gab, wäre tatsächlich noch genug Stoff für einen weiteren Band gewesen.

Außerdem gibt es zahlreiche verschiedene Erzählperspektiven - sogar das Pferd kommt zu Wort! Ich mochte es, es hat das Gefühl einer märchenhaften Welt vermittelt, vor allem da Mary E. Pearson all diesen Perspektiven etwas Besonderes mitgegeben hat. Sie hat eine sehr magische Art zu schreiben, die perfekt zur Geschichte gepasst hat, wodurch alles sehr stimmig wirkte und ich mich an den Ort wegträumen konnte. Dennoch hätte ich auch hier in manchen Perspektiven, insbesondere der von Bristol selbst und Tyghan, länger verweilt.

Die Liebesgeschichte durchläuft auch in diesem Band ihre Höhen und Tiefen und ist von sehr romantischer Natur. Generell bleibt das große Problem zwischen den beiden bestehen, bei dem es sich schlichtweg um ein Dilemma handelt, was nicht einfach zu lösen ist. Man versteht hier beide Seiten und gleichzeitig gehen die beiden auch sehr erwachsen damit um.

Das Ende wiederum kommt dann doch überraschend. Alleine hier hätte man wieder einen Cut machen und einen 3.Band schreiben können. Es war dennoch ein würdiger Abschluss und ich habe die Reihe sehr gerne gelesen. Das war sicher nicht mein letztes Buch der Autorin.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Die verlorene Pronzessin

Metal Slinger – Dunkle Verheißung
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"Metal Slinger" wurde im englischsprachigen Raum wahnsinnig gehypt, weshalb ich mich auf dieses Buch sehr gefreut habe. Der Start war auch vielversprechend: Brynn gehört zu den Alaha, die vor langer Zeit ...

"Metal Slinger" wurde im englischsprachigen Raum wahnsinnig gehypt, weshalb ich mich auf dieses Buch sehr gefreut habe. Der Start war auch vielversprechend: Brynn gehört zu den Alaha, die vor langer Zeit aufgrund eines Putsches ihres Anführers Wren verstoßen wurden und nun mitten auf dem Meer leben müssen. Nach einem Besuch auf dem Festland geraten die Dinge außer Kontrolle. Im Folgenden sieht Brynn sich gezwungen, gemeinsam mit einem Kenta-Soldaten namens Acker zu fliehen, der ihr ihre wahre Vergangenheit erzählt.

Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, was mich zu Beginn noch nicht sonderlich störte, mit der Zeit jedoch immer mehr, weil die Spannung dadurch rausgenommen wurde. In Kombination mit einer Weltenbeschreibung, die noch zu wenig hergibt, blieb ich leider zu oft zwischen verwirrt und voller Fragen zurück. Auch die Charaktere verhalten sich immer wieder widersprüchlich und ich schloss vor allem die Nebencharaktere ins Herz, weil Brynn zu wenig greifbar wirkte und sich wiedersprühlich verhielt, während Acker nur semi-sympathisch wirkte.

Handlungstechnisch fand ich die 1.Hälfte des Buches vielversprechend. Man weiß noch nicht so recht, wohin die Reise geht und hofft, dass bald weitere Erklärungen folgen. Aber die vielen Fragen blieben für mich über weitere Strecken unbeantwortet. So konnten mich auch die Plot-Twists nicht wirklich abholen. Das Ende wiederum hat es in sich und ich habe es absolut gar nicht kommen sehen - aber es stellt sich die Frage, ob irgendwer das überhaupt konnte? Dazu passten viele frühere Einblicke einfach nicht so recht zusammen... Bin ich trotzdem gespannt, wie es weitergeht? Irgendwie ja.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Skurril

Die Vegetarierin
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Für dieses Buch benötigte ich zwei Anläufe und kann noch immer nicht recht sagen, wie ich es finde. Der Anfang war vielversprechend, Yong-Hye entscheidet sich dazu, als Vegetarierin zu leben, was zu absolutem ...

Für dieses Buch benötigte ich zwei Anläufe und kann noch immer nicht recht sagen, wie ich es finde. Der Anfang war vielversprechend, Yong-Hye entscheidet sich dazu, als Vegetarierin zu leben, was zu absolutem Unverständnis seitens ihrer Mitmenschen führt. Doch ihr Verhalten steigert sich ins Exzessive und schon bald wirkt es, als wäre sie dem Wahn verfallen.

Das Buch selber wird dabei selten aus ihrer Sicht erzählt. Zunächst kommen die Männer aus ihrem Leben zu Wort, später ihre Schwester. Dabei bleibt der Schreibstil nüchtern-erzählend, was in einem starken Kontrast zu der skurrilen Geschichte steht, die hier erzählt wird. Vieles wirkt stark überzogen und immer wieder fragt man sich, was real sein kann, und was der Vorstellung oder Überzeichnung der Charaktere selbst sein muss.

Alles in allem gab mir das Buch zwar ein paar Denkanstöße, ließ mich aber doch eher ratlos zurück.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Guter Auftakt

The Dagger and the Flame
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In diesem Buch geht es um Seraphine, die den Tod ihrer Mutter mitansehen muss und im folgenden von den Cloaks aufgenommen wird, eine Diebengilde, die mit magischen Pulver im Untergrund ergieren. Ihren ...

In diesem Buch geht es um Seraphine, die den Tod ihrer Mutter mitansehen muss und im folgenden von den Cloaks aufgenommen wird, eine Diebengilde, die mit magischen Pulver im Untergrund ergieren. Ihren Gegenpart stellen die Dagger dar, ihrerseits Meuchelmörder, die das Shade ebenfalls nutzen, um erfolgreich ihre Aufträge durchzuführen.

Doch Seraphine ist selbst für einen Mord markiert und wird von Ransom gejagt. Aus Feinden werden mit der Zeit Freunde, wozu einige wilde Verstrickungen führen. Die beiden sehen sich plötzlich einer Horde Monster gegenüber, die Phantom zu verschlingen drohen.

Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn es ab und an einige Längen hatte. Insbesondere Seraphines Familienbanden gefielen mir sehr gut. Hier gab es auch Graufstufen und Seraphine haderte das ein oder andere Mal mit den Entscheidungen ihrer Mutter, sah sich jedoch gezwungen, in deren Fußstapfen zu treten. Auch die Art der Magie fand ich spannend und freue mich hier auf noch mehr in Band 2.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Zu langatmig

The Half King
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Für "The Half King" habe ich sehr lange benötigt. Während ich den Anfang als sehr vielversprechend empfand und mich auf die Reise sehr gefreut habe, verlor mich das Buch mehr und mehr.

In der Geschichte ...

Für "The Half King" habe ich sehr lange benötigt. Während ich den Anfang als sehr vielversprechend empfand und mich auf die Reise sehr gefreut habe, verlor mich das Buch mehr und mehr.

In der Geschichte selber geht es um Cerise, eine Zweigeborene, der eine große Prophezeiung auferlegt wird. In ihrer Welt sind alle Erstgeborernen aufgrund eines großen Verrats vor vielen Jahren an der Göttin einem Fluch erlegen. Cerise wiederum soll es möglich sein, diesen zu brechen.

Um auf den Pfaden dieser Prophezeiung zu wandeln, geht sie an den Hof des Königs, welcher wiederum jeden Abend in die Schatten entschwindet - auch ein Teil des Fluches. Cerise wiedeurm kommt ihm näher und gemeinsam wollen sie den Fluch bezwingen.

Ich empfand die Handlung selbst mit der Zeit als nicht allzu spannend und die Autorin zog hier auch einige Situationen sehr in die Länge. Am schwierigsten fiel es mir jedoch, mit den Charakteren warm zu werden. Cerise wird oft als gutmütig und rein beschrieben, für mich fehlte jedoch grundlegend ein Charakter. Ich empfand sie als wenig spannend, ebenso wie ihren Gegenpart den König.

Auch die Geschichte plätscherte über große Teile vor sich hin und Kleinigkeiten wurden viel zu sehr hervorgehoben. Zum Ende hin kam noch einmal Spannung auf, aber zu diesem Zeitpunkt hegte ich beinahe keine Sympathien mehr gegenüber Cerise.

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