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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2024

Unstetige Handlung mit viel Potenzial

Coven of Bones - Meine Magie ist dein Tod
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Da dieses Buch so einige Specialeditions bekommen hat, wollte ich dann doch wissen, was dahintersteckt und zu Beginn war ich sehr positiv überrascht. Der Einstieg ist sehr spannend, mit einer starken Protagonistin ...

Da dieses Buch so einige Specialeditions bekommen hat, wollte ich dann doch wissen, was dahintersteckt und zu Beginn war ich sehr positiv überrascht. Der Einstieg ist sehr spannend, mit einer starken Protagonistin und einem interessanten Magiesystem, mit verworrenen Blutlinien und jeder Menge Action. Willow konnte mich zunächst mit ihren schlagfertigen Antworten absolut begeistern und trotz ihrer recht schwierigen Kindheit war sie selbstbewusst und wusste sich zu helfen.

Im weiteren Verlauf des Buches begegnet Willow dem Direkt Alaric Grayson aka Grey. Generell ist zwar Spannung zwischen den beiden vorhanden, aber insbesondere mit Grey habe ich mich schwer getan. Aufgrund seines Charakters und seines Verhaltens (er sagt selbst klar, dass er nicht lieben kann), fiel es mir schwer, irgendeine Art der Romantik zwischen den beiden zu erspühren. Folglich habe ich bei der Entwicklung der (sehr toxischen) Beziehung zwischen den beiden wenig mitgefiebert.

Das Magiesystem und insbesondere den Coven wiederum fand ich sehr spannend, auch wenn Willow wenig Chancen hat, ihre Kräfte zu zeigen oder zu nutzen. Auch der Akademiecharakter des Buches kam wenig zum tragen, generell spielen Nebencharaktere, die die Chance hätten, in irgendeiner Weise zu Willows Verbündeten zu werden, kaum eine Rolle. Die Handlung reiht sich in diesen inkonsequenten Verlauf ein, was mein Lesevergnügen immens gemindert hat. Willows eigentliche Aufgabe rückt immer wieder in den Hintergrund, es gab für mich kaum einen roten Faden, obwohl dieses Buch gleichzeitig so viel Potenzial hat. Vampire, Hexen, Erblinien, verborgene Kräfte, die Knochen der Vorfahren, die es zu finden gilt ... All das wurde angerissen, aber eher weniger verfolgt.

Ich habe selten ein Buch, wo ich so zwiegespalten bin, wie bei diesem. Der Schreibstil wiederum hat mir sehr gut gefallen. Da ich Grey aber leider äußerst unsympathisch fand, habe ich eher wenig Lust, die Reihe zu verfolgen.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Eine Schule für magische Außenseiter inmitten von Monstern, Albträumen und einem Hurrican

Sweet Nightmare
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Nach der Katmere-Academy Band 1 habe ich eine Weile nichts mehr von der Autorin gelesen, aber da mich das Buch damals sehr gut unterhalten hat, wollte ich super gerne "Sweet Nightmare" lesen - vor allem, ...

Nach der Katmere-Academy Band 1 habe ich eine Weile nichts mehr von der Autorin gelesen, aber da mich das Buch damals sehr gut unterhalten hat, wollte ich super gerne "Sweet Nightmare" lesen - vor allem, da ich Dark-Academia-Settings einfach liebe.

Und dieses Buch hat es dabei in sich: Clementine lebt bereits ihr Leben lang auf der Calder-Academy, einer Schule für magische Outcasts, deren letze Chance der erfolgreiche Abschluss an der Schule ist. Dabei befinden sich allerlei magische Fantasywesen an der Schule, die man sich nur vorstellen kann: Phoenixe, Selkies, Fae, Drachen, Hexen, Gestaltwandler ... und viele mehr. Clementine selbst ist eine Mantikor, hat also auch einiges auf dem Kasten. Doch als ein Hurricane aufzieht, ist die Schule plötzlich kein sicherer Ort mehr - sondern ein wahr gewordener Albtraum.

Clementine selbst hat es mit einer Mutter als Direktorin, die in erster Linie ihren Beruf ausübt und in ... nicht mal zweiter Linie Mutter ist, nicht allzu leicht. Ihre Kindheitsfreunde haben sie verlassen: Ihre Cousine Caroline musste ins Gefängnis und ist daraufhin verstorben, ihr damals bester Freund Jude zeigt ihr die kalte Schulter. Clementine wirkt recht abgeklärt und gefasst, sicher auch durch ihre Umstände. Insbesondere ihre Schlagfertigkeit mochte ich gerne. Love-Interest Jude trägt das Herz ebenso am rechten Fleck, ist aber (typischerweise) durch das Schicksal gebeutelt und kann nicht so recht damit rausrücken, warum er sich Clementine nicht anvertrauen kann. Neben den beiden gibt es zahlreiche Nebencharaktere, die die Geschichte auf jeden Fall bereichern: Von Clementines bestem Freund Luis mit den frechen Sprüchen, bishin zu der gefährlichen Vampirin Izzy, die sich absolut nichts gefallen lässt. Selbst die Lehrer sind ihrer Art einmalig und stechen hervor.

Was vielleicht bereits bei diesem kurzen Abriss deutlich wird: Bei all diesen Charakteren, Handlungssträngen und Verbindungen ... (von denen es noch zahlreiche mehr gibt, als oben aufgezählt) kann man schnell einmal die Übersicht verlieren. Das Buch vereint wirklich viele, viele interessante, auch neue und absolut kreative Ideen, aber ab einem gewissen Punkt war es einfach zu viel, vor allem bei dem Erzähltempo, das die Autorin hier an den Tag legte. Man hat kaum eine Ruhepause. Das führte leider auch dazu, dass ich manch ein trauriges Ereignis nicht wirklich nachfühlen konnte, weil die Charaktere einfach wieder gezwungenermaßen zum nächsten Tagespunkt übergehen mussten.

Auch beim Ende wurde dies ziemlich deutlich. Hier kam eine Offenbarung nach der nächsten, kurzfristig tauchte noch ein neuer Charakter auf und das Ganze wurde mit ein, zwei lustigen Sprüchen abgerundet - sodass die Wichtigkeit dieses Moments quasi nicht vorhanden war. Irgendwie schade, weil das Buch inhaltlich so, so viel Potenzial hat. Ich will auch auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht und hoffe, dass in Band 2 das Tempo ein wenig rausgenommen wird.

LeserInnen, die Spannung und Action lieben und auch mit einem schnellen Erzähltempo gut klarkommen, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Alle anderen: Buckle your seat belts, it's a wild ride.

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Für Fans von Elfen, Abenteuern und magischen Welten

The Courting of Bristol Keats
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Ich liebe alles an der Aufmachung dieses Buches - den einprägsamen Titel. die magische Farbwahl und das stimmige Cover samt Farbschnitt. Die Geschichte selber wollte ich jedoch unbedingt lesen, weil ich ...

Ich liebe alles an der Aufmachung dieses Buches - den einprägsamen Titel. die magische Farbwahl und das stimmige Cover samt Farbschnitt. Die Geschichte selber wollte ich jedoch unbedingt lesen, weil ich seit "The Cruel Prince" ein großer Fan der heimtückischen Elfen und ihrer magischen Welt bin, in der Tricks und Hinterlistigkeit an der Tagesordnung stehen.

In "The Courting os Bristol Keats" geht es um Bristol, welche sich auf die Suche nach ihren Vater begibt und dabei nach Elfheim muss, der Ort, an dem er zuletzt gesehen wurde. Doch hinter ihrer Familiengeschichte verbirgt sich so einiges mehr, als erwartet. Gleichzeitig wird Elfheim von einem abtrünnigen König tyrannisiert, der mithilfe von auferstanenden Dämonen die Welt unter seine Kontrolle bringen möchte. Nur jemand mit der besonderen Fähigkeit, Türen zu finden, könnte ihn aufhalten - und Tyghun, König der Tuatha De Danann hofft, dass ausgerechnet Brystol dieser jemand sein könnte. Dazu kommen noch jede Menge Plot-Twists, Anbandlungen und Verschwörungen.

Brystol konnte mich als Charakter von der ersten Seite an überzeugen. Sie ist schlagfertig, tough, gleichzeitig aber auch irgendwie normal. Ein Mädchen, das Pizza ausfährt, wobei sich genau diese scheinbar so alltägliche Fähigkeit plötzlich als Besonderheit herausstellt - mega cool. Alles, was Brystol will, ist eigentlich ihre beiden Schwestern bechützen, aber notgedrungen muss sie dafür nach Elfheim. Hier begegnet sie dem König Tyghun, der zunächst in seiner Rolle als missmutiger, geheimnissvoller König aufgeht, aber nach und nach seine Fassade bröckeln lässt. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist authentisch und aufrichtig, auch wenn es so einige Geheimnisse zwischen den beiden gibt - vielleicht auch geben muss. Von den Nebencharakteren kommen einige zu Wort, aber tiefgehend kennenlernen konnte ich wenige. Vor allem die Geschwister von Brystol und Tyghun sind mir ans Herz gewachsen.

Das liegt meiner Meinung nach vor allem am Schreibstil, der viel aus der Retro-Perspektive erzählt, aber einen nicht immer zu den Schauplätzen mitnimmt. Beispielsweise gibt es neben Brytol noch einige weitere Auserwählte, die auf magische Fähigkeiten in Elfheim geprüft werden. Zwischen ihnen und Brystol entwickelt sich eine Freundschaft, die irgendwann einfach als gegeben beschrieben wurde, deren Entstehung ich aber weniger nachvollziehen konnte.

Auch der Spannungbogen reiht sich hier ein, denn aufgrund der Erzählweise war dieser nicht durchgehend für mich gegeben, obwohl es auch einiges zu entdecken gibt, ebenso wie es immer wieder zu äußerst spannenden Kämpfen kommt. Generell empfand ich das Tempo nicht konstant, sodass es spannendere und langatmigere Teile im Buch gab. Auch das Ende konnte mich nicht vollständig überzeugen, ich hatte mit einem größeren Knall gerechnet. Andererseits empfand ich die Ideen der Autorin oftmals als neuwertig und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Es gibt noch zahlreiche Geheimnisse, die aufgedeckt werden müssen, deshalb steht für mich außer Frage, dass ich die Reihe weiterverfolge.

Alles in allem also ein spannender, durchdachter 1. Band, der einen noch ein wenig im Dunkeln tappen lässt, um die Vorfreude für Band 2 zu schüren.

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Veröffentlicht am 14.12.2024

Dunkelheit und Licht

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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"To Kill A Shadow" erzählt die düstere Geschichte von Kiara und Jude, deren Welt in Finsternis getaucht wurde, nachdem die Sonnengöttin diese verließ. Folgend zog ein Nebel auf, der das Land nach und nach ...

"To Kill A Shadow" erzählt die düstere Geschichte von Kiara und Jude, deren Welt in Finsternis getaucht wurde, nachdem die Sonnengöttin diese verließ. Folgend zog ein Nebel auf, der das Land nach und nach auffrisst und dunkle Wesen mit sich bringt. Armut, Hunger und Tod sind in das Leben der Menschen eingezogen.

Ki wird als erste Frau ausgewählt, gemeinsam mit ihrem Kommandanten Jude und weiteren Rekruten in den Nebel zu ziehen, um dort drei mysteriöse Schlüssel auf einem markierten Punkt auf einer Karte zu finden. Diese Karte wurde vom König höchstpersönlich ausgeteilt. Der Gang in den Nebel (und auch schon die Vorbereitung darauf) sind mit zahlreichen Gefahren gespickt. Man kann sich auf ein actionreiches und blutiges Buch einstellen, bei dem wenige sicher sind. Einige der Szenen hatten es wirklich in sich.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei flüssig und rasant, was zum einen Spaß macht und Spannung schafft, zum anderen viel teilweise das World Building oder Erklärungen hintenrunter. Es gab einige Stellen, die mir unlogisch vorkamen oder wo ich erwartet hätte, das Personen anders handeln, vor allem im Hinblick mit einem Fluch, der schon 50 Jahre lang andauert. Als Jugendbuch passt es perfekt ins Genre, auch wenn man die Brutalität des Buches dann doch mögen muss.

Ki war als Protagonistin auf jeden Fall sehr erfrischend. Sie ist mutig, nicht auf den Mund gefallen und tritt immer für das ein, was sie möchte, koste es, was es wolle. Jude dagegen war ein ruhigerer Gegenpol mit einer ziemlich aufwühlenden Hintergrundgeschichte. Ich hoffe, hiervon wird noch einige s im Folgeband aufgeklärt. Auch die Nebencharaktere schließt man ins Herz, selbst wenn manche wie Kis Bruder nur kurz vorkommen. Ein kleines Highlight war auch das Pferd von Ki, das definitiv ein Eigenleben hat.

Zum Ende hin folgen einige Plot Twists rasant aufeinander und ich wurde positiv vom Ende überrascht. Es bleiben noch zahlreiche Fragen offen, gleichzeitig fühlte es sich wie ein runder Abschluss an. Fragen wurden geklärt, gleichzeitig aber neue Probleme aufgeworfen.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Die große Liebe aus der Vergangenheit

Neun Tage Wunder
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Kristina Monninger mag ich als Autorin unfassbar gerne, vor allem seit der "Breaking Waves"-Reihe, deshalb durfte auch dieses Buch nicht fehlen. Leider muss ich nun jedoch sagen, dass es mich nicht ganz ...

Kristina Monninger mag ich als Autorin unfassbar gerne, vor allem seit der "Breaking Waves"-Reihe, deshalb durfte auch dieses Buch nicht fehlen. Leider muss ich nun jedoch sagen, dass es mich nicht ganz so sehr überzeugen konnte, wie seine Vorgänger.

Worum geht es? Annika lebt in Glücksstadt mit Freund Ben und dessen Tochter Lena. Gemeinsam haben sie sich ein beschauliches Leben aufgebaut, wobei Annika "Anni" versucht hat, sich so weit von ihrer Vergangenheit zu entfernen, wie nur möglich. Denn früher lebte sie in München und ließ dort ihre große Liebe Lukas zurück, mit der sie aufregende und innige neun Tage verbracht hatte, nach dem ein großes Geheimnis ans Tageslicht kam. Wie das Leben so will, begegnen sich plötzlich Lukas und Ben und als wäre das nicht alles verrückt genug, schreibt Ben plötzlich über Annikas und Lukas' große Liebesgeschichte...

Dass wir hier eine Protagonistin mit Ecken und Kanten haben, mag ich per se erst einmal, da Annika in ihrer Vergangenheit auch einige Wandlungen durchmachte und ihr Vergehen dahingehend auch wirklich nachvollziehbar ist. So richtig warm wurde ich mit ihr leider dennoch nicht, ebenso wenig mit Ben. Der geheimnisvolle Lukas aus der Vergangenheit war mir da irgendwie sympathischer, weil er nicht wie aus einer gute-Laune-Werbung entsprungen wirkte, sondern mehr Tiefgang hatte. Ein großer Teil des Buches besteht aus Dialogen zwischen den Protagonisten, die die Liebe und Freude zwischen den Charakteren widerspiegeln sollen. Mich haben sie leider nicht so erreicht, wie erhofft.

Ansonsten gibt es im Mittelteil auch einige Längen. Ein paar der Nebenstränge, vor allem rundum dBens Schwester Maren, die einigen Dreck am Stecken hat, waren recht spannend, verliefen aber auch ein wenig ins Leere. Hier hätte ich mir noch mehr Aufkösung gewünscht.

Die Message der Geschichte selbst mag ich sehr gerne und ist auch in meinen Augen sehr geglückt. Das Ende konnte mich daher wieder zufriedenstellen, der Weg dahin war ein wenig holprig.

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