Profilbild von SveaE

SveaE

Lesejury Star
offline

SveaE ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SveaE über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2022

Nichts für schwache Nerven

All Lovers Lost
0

"All Lovers Lost" wirkt allein vom originellen Titel und dem düsteren Cover her nicht verspielt-romantisch, sondern teasert schon hier an, dass mit den Blutsaugern in diesem Werk keineswegs zu Spaßen ist. ...

"All Lovers Lost" wirkt allein vom originellen Titel und dem düsteren Cover her nicht verspielt-romantisch, sondern teasert schon hier an, dass mit den Blutsaugern in diesem Werk keineswegs zu Spaßen ist. Schade ist es ein wenig, dass die Inhaltsangabe schon einiges vom Inhalt vorweg gibt, denn gerade dieser ist anders als viele anderen Vampirromane. Nicht die Romantik, sondern die (blutrünstige) Entwicklung der Charaktere - als Vampire - steht hier im Fokus.

Die Geschichte wird dabei aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und alle Perspektiven tragen ihren Teil zur Gesamtstory bei, wobei sich nichts doppelt. Durch die generelle Kürze des Buches und den dazukommenden verschiedenen Perspektiven fiel es mir schwer, hier eine Beziehung zu einzelnen Charakteren aufzubauen, wobei Sina noch am meisten zu Wort kommt. Die Charaktere sind auch keine 0-8-15-Charaktere, sondern durchaus charakterstark. Sina beispielweise wirkt mitunter sehr zutraulich, aber auch ein wenig sprunghaft, während ich Lazarus seine Melancholie vollkommen abgekauft habe.

Die Geschichte konnte mich zu Beginn durch die etwas anderen Vampire begeistern, aber mit der Zeit sank die Spannung, was vor allem an der schnellen Abhandlung der Geschehnisse lag. Es bleibt kaum Zeit zur Verarbeitung, da geschieht bereits die nächste, durchaus überraschende Wendung. In dem Buch sind so einige Wendungen dabei, die ich überhaupt nicht habe kommen sehen - die Autorin traut sich hier etwas. Ich hätte nur mehr Zeit und damit mehr Seiten gebraucht, um das Ganze auch zu verarbeiten.

Fazit. Ein anderer, rasant erzählter Vampirroman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2022

Spannende Idee rundum die Vortexe

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
0

Die Vortex-Reihe ist mir damals sehr oft begegnet und die vielen positiven Stimmen haben mich zum Lesen verleitet. Die Grundidee der Geschichte ist spannend und habe ich in der Form auch noch nicht gelesen. ...

Die Vortex-Reihe ist mir damals sehr oft begegnet und die vielen positiven Stimmen haben mich zum Lesen verleitet. Die Grundidee der Geschichte ist spannend und habe ich in der Form auch noch nicht gelesen. Hier reisen die Menschen durch die sogenannten Vortexte - eigentlich nur von Ort zu Ort. Doch Elaine schafft das schier unmögliche und kann auch durch die Zeit reisen. Dadurch zieht sie ungewollt viel Aufmerksamkeit auf sich.

Anna Behring hat einen sehr leichten, unkomplizierten Schreibstil, der perfekt zum Genre passt. Es bleibt handlungstechnisch eher oberflächlich, was mit dem komplizierten Thema der Zeitreise nicht ganz passt. Auch ich hatte ein paar Fragen und mir fielen Ungereimtheiten auf, auch wenn diese für mich nicht unbedingt gravierend waren. Dennoch spiegelt sich hier wieder, was mir bei dem Buch einfach ein wenig gefehlt hat. Sowohl die Charaktere, als auch die Handlung sind typisch für ein Jugendbuch. Insbesondere einige Klischees, allen voran die Antagonisten, haben mein Lesevergnügen ein wenig getrübt. Letztlich glaube ich hier einfach, dass hätte ich das Buch in meiner Jugend gelesen, es mich mehr hätte überzeugen können.

Alles in allem eine spanende,, neu gedachte Idee, deren "Verpackung" nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2022

Dream-Team Poppy und Casteel

Crown and Bones – Liebe kennt keine Grenzen
0

Nach diesem fiesen Cliffhanger habe ich mich sehr gefreut, gleich weiterlesen zu können. Der 3. Teil von Blood and Ash setzt nahtlos an den Geschehnissen von Teil 2 an und erzählt in schnellem Tempo und ...

Nach diesem fiesen Cliffhanger habe ich mich sehr gefreut, gleich weiterlesen zu können. Der 3. Teil von Blood and Ash setzt nahtlos an den Geschehnissen von Teil 2 an und erzählt in schnellem Tempo und mit einigen Wendungen Poppys Geschichte weiter, weshalb es mir bei den ersten 200 Seiten sehr schwer fiel, das Buch beiseite zu legen.

Zu Charakteren und Schreibstil kann ich im Hinblick auf die ersten beiden Bände nicht mehr viel hinzufügen. Vor allem die Charaktere habe ich mittlerweile sehr ins Herz geschlossen und es macht einfach Spaß, ihre Reise und Entwicklung mitzuverfolgen. Poppy und Casteel sind unterdessen zu einer unbesiegbaren Einheit geworden, die sich unterstützt und den jeweils anderen niemals im Stich lassen würde. Ergänzt wird das Duo durch den treuen Kieran.

Die Handlung von Band 3 verläuft ebenso wie bei Band 2 im Mittelteil extrem langsam und mittlerweile stört es mich leider auch und ich ertappte mich dabei, wie ich einzelne Passagen überflog. Die running gags wie beispielsweise Poppys viele Fragen verlieren mit der Zeit an Charme. Viele Gespräche und Szenen wiederholen sich. Dem Buch hätten einfach ein paar hundert Seiten weniger gut getan denn das Ende - oh man dieses Ende! Es hatte alles, was ich mir gewünscht hatte und noch so viel mehr. Auch Poppys Entwicklung verläuft hier rasant und natürlich wird man mit einem bösen Cliffhanger zurückgelassen. Schade, dass man auf den nächsten Band so lange warten muss - ich hoffe, ich halte es aus.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2022

Fantasy meets Krimi

Dark and Shallow Lies: Von seichten Lügen und dunklen Geheimnissen
0

Bei "Dark and Shallow Lies" hat mich allein schon das Cover magisch angezogen, ebenso wie die Inhaltsangabe, sodass ich das Lesen kaum abwarten konnte. Die Mischung aus Fantasy und Krimi ist für mich immer ...

Bei "Dark and Shallow Lies" hat mich allein schon das Cover magisch angezogen, ebenso wie die Inhaltsangabe, sodass ich das Lesen kaum abwarten konnte. Die Mischung aus Fantasy und Krimi ist für mich immer besonders verlockend, da dies meine Lieblingsgenre sind.

In der Geschichte begleitet man Grey, deren Zwillingsflamme (und beste Freundin) Elora sechs Monate zuvor in La Cachette, einem Ort der Magie, verschwunden ist. Grey selbst kehrt in ihren Sommerferien dorthin zurück und begibt sich auf die Suche nach ihrer Freundin. Während dieser Suche werden nicht nur Antworten gefunden, sondern allerhand weitere Fragen und vieles hängt nicht nur mit den Jugendlichen der jetzigen Generation zusammen, sondern auch mit deren Eltern...

Grey war mir sofort sympathisch. Sie ist ein ruhiger, nachvollziehbarer und mitfühlender Charakter, der vor allem nicht auf der Suche nach unnötigem Drama, sondern der Wahrheit ist. Die Liebe zu ihren Freunden wird durch Myers tollen Schreibstil stets fühlbar. Auch Greys Freunde wirken perfekt unperfekt und da viele von ihnen etwas zu verbergen scheinen, rücken bald einige von ihnen in den Fokus, bei wem es sich um Eloras Mörder handeln könnte. Die Verzweiflung und Gebrochenheit der Charaktere wird dabei spürbar vermittelt - was vor allem an dem Schreibstil liegt.

Der Schreibstil war neben dem Spannungsaufbau für mich ein Highlight des Buches. Er ist gleichzeitig bildgewaltig, als auch poetisch, ohne je übertrieben zu wirken. Ich empfand viele Vergleiche der Autorin toll gewählt und hatte sofort Bilder im Kopf.

Und zu guter Letzt die Handlung: Der Fantasy-Teil des Buches wirkt sehr realitätsnah, als könnte es (zumindest einige) der Gaben wirklich geben. Das hat mir gefallen. Die Auflösung von Eloras Verschwinden ist auch absolut nachvollziehbar und fügt sich rund in die Handlung mit ein. Gut gefallen hat mir auch, dass es neben diesem noch viele weitere Geheimnisse in La Cachette gibt, die es zu lösen gilt.

Fazit: Ein toller Mix!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2022

Ganz viel Drama

SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)
0

Auf "Somerset", dass etwas für LeserInnen von Bridgerton sein soll, habe ich mich sehr gefreut. Man begleitet Isabella, die sich nach einem einschneidenden Ereignis nach Bath begibt, um schnellstmöglich ...

Auf "Somerset", dass etwas für LeserInnen von Bridgerton sein soll, habe ich mich sehr gefreut. Man begleitet Isabella, die sich nach einem einschneidenden Ereignis nach Bath begibt, um schnellstmöglich einen Ehemann zu finden, um so eine mögliche Schande von sich und ihrer Familie abzuwenden.

Zunächst begleitet man Isabella dabei, wie sie sich bei ihrer Tante in Bath einlebt. Der Beginn lässt einem einerseits Zeit, anzukommen, anderseits trifft Isabella recht bald auf Alexander, wodurch Spannung aufkommt. Denn obwohl die beiden in einem hitzigen Argument aneinandergeraten, spürt man die Chemie zwischen den beiden.

Isabella wirkt zunächst wie eine selbstständige, intelligente Frau, die zwar eigensinnig ist, diese Eigensinnigkeit jedoch aufgrund der damaligen Konventionen zu verstecken weiß. Alexander wirkt zuweilen zwar oft hitzig, aber auch selbstbewusst. Allerdings entwickeln sich die Charakterzüge der beiden im Verlauf der Geschichte und das nicht zum Positiven. Es ist fast so, als würden beide das Schlechteste im jeweils anderen hervorbringen. Alexander wird übergriffig, Isabella wankelmütig und naiv.

Die Nebencharaktere zeigen hier mehr Kontinuität, allen voran Isabellas Gesellschafterin und spätere Freundin Betty, die einen beständigen, sympathischen Charakter hat. Hier schließt sich ebenso Alexanders bester Freund an.

Aber nicht nur die Hauptcharaktere entwickeln sich mit der Zeit ins Negative, auch die Geschichte selbst verliert sich in ihrer Überdramatisierung, wodurch die Logik und der rote Faden der Geschichte verloren gehen. Von der anfänglichen Chemie zwischen Isabella und Alexander, die für mich unbestreitbar vorhanden war, bleibt zum Schluss nur wenig übrig.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr anschaulich. Auch dieser gefiel mir zu Beginn des Buches besser, denn am Ende mischen sich viele moderne Ausdrücke in die Sprache der ProtagonistInnen.

Alles in allem ein gelungener Start, der sich in der eigenen Dramatik verliert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere