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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

Emotionale, dramatische Jugendliebe

Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas
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Loving Lucas ist zum einen wunderschön verpackt und die Folgebände der anderen Brüder werden dem sicher in nichts nach stehen. Die Farbwahl, der Farbschnitt und das schlichte und doch sehr prägnante Cover ...

Loving Lucas ist zum einen wunderschön verpackt und die Folgebände der anderen Brüder werden dem sicher in nichts nach stehen. Die Farbwahl, der Farbschnitt und das schlichte und doch sehr prägnante Cover passen toll zusammen und geben gemeinsam mit dem Titel erste Einblicke darauf, wie emotional diese Geschichte ist.

In Loving Lucas geht es um Lucas and Laney, die seit jeher beste Freunde sind, aber eigentlich auch seit jeher Gefühle füreinander haben. Seit Lane eines Tages Lucas Nachbarin geworden ist, ist sie ein fester Teil seiner großen Familie und obwohl beide einander lieben, will es mit einer Liebesbeziehung einfach nicht so recht klappen. Gemeinsam aus den Perspektiven der beiden lernt man alle Hochs und Tiefs kennen und von denen gibt es so einige. Mal ist der eine nicht bereit, mal "versaut" es der andere.

Dabei quillt der Roman vor tiefen Gefühlen nahezu über, was einerseits sehr schön war, mir andererseits manchmal zu viel. Die Liebe der beiden ist quasi von vornerein vorbestimmt und wird als sehr innig dargestellt, weshalb ich manche Entscheidungen, insbesondere von Lucas, einfach nicht nachvollziehen konnte. Auch die Darstellung von Lanes Mutter war sehr schwarz-weiß, was jedoch zu Fragen bei mir führte. Allerdings ist die Kombination aus Schicksalsschlägen und dem sehr ergreifenden Schreibstil auch sehr bewegend und führt zu tollen Momenten.

Die beiden Hauptprotagonisten haben beide ihre Päckchen zu tragen. Lucas wird mit der Zeit erwachsener und lernt, zu warten, während Lane ihren eigenen Selbstwert ergründet. Ich hätte mir für Lane dann aber doch mehr weibliche Freunde gewünscht, irgendwie hat ihr so lieber Charakter nicht dazu gepasst, dass sie immer nur das Zentrum von Jungs-Liebesgeschichten war und abseits davon wenig Vertraute hatte.

Ich mochte auch die Nebencharaktere sehr gerne und habe mich schnell dabei erwischt, sie ebenfalls zu googeln. Irgendwie dachte ich mir schon, dass nicht nur die drei Brüder ihre eigene Geschichte haben, sondern die gesamte Familie. Wer also längere Reihen liest und Nebencharaktere gerne in Folgebänden wiederfinden möchte, dem kann ich diese Reihe nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Drachen, Intrigen, Machtkämpfe

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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A Fate Forged in Fire konnte mich sehr begeistern. Die Autorin hat hier das Thema Feminismus in einem Fantasyroman verpackt und das Ganze mit Drachenkämpfen (loved it), Elementmagie und königlichen Machtkämpfen ...

A Fate Forged in Fire konnte mich sehr begeistern. Die Autorin hat hier das Thema Feminismus in einem Fantasyroman verpackt und das Ganze mit Drachenkämpfen (loved it), Elementmagie und königlichen Machtkämpfen gespickt. Ich war recht schnell von dem Buch gefesselt und wollte dann unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Aemyra ist also die erste Frau ihres Clans und das seit langer Zeit. Die Frauen dieses Clans besitzen über besonders starke Feuermagie und sind von den Göttinnen gesegnet, weshalb die Anspruch auf den Thron haben. Allerdings regierten seit Jahrhunderten Männer, die nun den Thron nicht freimachen wollen. Außerdem hat sich mit den Jahren eine Sekte manifestiert, die gegen jegliche Form von Magie ist. Auf dem Weg zu ihrem Thron werden Aemyra also so einige Steine in den Weg gelegt.

Der Schreibstil ist super angenehm und flüssig. Er ist sehr bildhaft und mich konnten die Beschreibungen absolut in ihren Bann ziehen, vor allem, wenn es um die Darchen ging. Zum Beispiel hat die Protagonistin Aemyra im Verlauf des Buches eine ganz besondere Beziehung zu einem bestimmten Drachen und ich habe jegliche Interaktionen zwischen den beiden einfach geliebt. Die Stärke der Tiere konnte die Autorin wirklich wunderbar einfangen.

Die Charaktere konnten mich auch fesseln, wobei Aemyra schon speziell ist. Ich mochte ihre starke Art. Sie lässt sich wenig gefallen, ist sehr temperamentvoll und dadurch auch unüberlegt, aber sie war immer konsistent in ihrem Charakter. Ich hätte mir manchmal auch mehr gewünscht, dass sie selber Durchbrüche erreicht hätte, da das auch zur feministischen Hintergrundgeschichte des Buches gepasst hätte, denn so war es doch oftmals ihr Vater oder Fiorean, die die taktischen Züge gemacht haben. Und Fiorean wiederum war ein sehr spannender, männlicher Protagonist, den ich lange Zeit nicht wirklich durchschaut habe. Die Chemie zwischen den beide mochte ich aber sehr.

In seiner Handlung fand ich das Buch stets spannend. Es gibt auch immer wieder unvorhersehbare Wendungen, ein bischen hatte es Game of Thrones Vibes mit den Machtspielen und Drachen und den verschiedenen Clans. Auch hat sich keiner der Nebencharaktere für mich so richtig sicher angefühlt und ich habe um einige von ihnen gebangt und kann mir vorstellen, dass es im Folgeband noch einige "erwischt". Es war also gleichzeitig auch ein recht emotionales, aufwühlendes Buch.

Das Ende wiederum hatte es in sich und ich freue mich schon sehr auf Band 2.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Bekanntes Thema knuffig verpackt

Der Vergessenstag
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Das Vergessen von allerlei Dingen ist im Familienleben wohl nur allzu bekannt, bei Groß und auch bei Klein, weshalb es eine schöne Idee ist, dieses Thema in einem Kinderbuch aufzugreifen und so darzustellen, ...

Das Vergessen von allerlei Dingen ist im Familienleben wohl nur allzu bekannt, bei Groß und auch bei Klein, weshalb es eine schöne Idee ist, dieses Thema in einem Kinderbuch aufzugreifen und so darzustellen, wie es ist: Einfach menschlich.

Hier will die Familie also zur Oma in den Garten, doch ehe es überhaupt losgeht, ist der erste Gegenstand schon vergessen und die Reise kann noch nicht starten. Im Folgenden passiert das immer wieder und Karli und seine Eltern kehren wiederholt um, um die Dinge zu suchen.

Die Reime sind ansprechend, wenn auch nicht immer flüssig, sodass wir ab und an schon aus dem Lesefluss gerissen wurden. Außerdem wiederholt die Geschichte sich inhaltlich auf Dauer stark, wodurch mit der Zeit ein wenig die Spannung verloren geht.

Visuell ist das Buch sehr ansprechend, detaillreich und für Kinder ansprechend ausgearbeitet. Wie man es gewohnt ist, handelt es sich hier um ein dickes Pappbuch für kleine Kinderhände, das auch einiges mitmachen kann.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Sehr schön, aber doch anspruchsvoll

Disney - Starke Heldinnen - Noch mehr Girl Power. Erstleseabenteuer
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Wer Disney liebt, wird auch an diesem Buch kaum vorbeikommen. Toll, dass die Geschichten hier auch den Jüngeren kindgerecht und ansprechend zugänglich gemacht werden. Das Cover pffenbart schon, welche ...

Wer Disney liebt, wird auch an diesem Buch kaum vorbeikommen. Toll, dass die Geschichten hier auch den Jüngeren kindgerecht und ansprechend zugänglich gemacht werden. Das Cover pffenbart schon, welche drei Geschichten in diesem Buch erzählt werden: Die von Merida, Mulan und Asha. Hier fließt also gleich noch eine bunte Vielfalt an Charakteren mit ein.

Die Gestaltung ist, wie man es von Disney gewohnt ist, wunderschön und ansprechend, sodass es einem leicht fällt, in dem Buch zu versinken und zu blättern. Die Geschichten der drei starken Frauen sind sorgsam gewählt und spannend. Es gibt kurze Kapitel und nicht allzu viel Text auf den Seiten und alles wird durch große, visuell ansprechende Bilder aufgelockert. Außerdem werden die Personen aus den Geschichten zu Beginn jedes neuen Kapitels genauer erklärt, schwierige Wörter wiederum am Ende.

Mit der Vermarktung als Erstlesebuch kann ich so dennoch nicht wirklich mitgehen, dazu fehlt die Silbenschrift und es werden viel zu oft sehr schwierige Wörter genutzt, die den Lesefluss stören, auch wenn an anderer Stelle deren Bedeutung geklärt wird. Über englische Begriffe und komplizierte Namen stolpert man immer wieder, weshalb es sich dann vielleicht doch eher für ein wenig erfahrenere Leser eignet.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Eine neuartige Welt

Faebound
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Ich habe Faeound eigentlich als Buch erhalten, aber als ich unterwegs war, habbe ich dann in das Hörbuch gehört und kann es sehr, sehr empfehlen. Die Sprecherin hat diese Welt so unglaublich gut eingefangen ...

Ich habe Faeound eigentlich als Buch erhalten, aber als ich unterwegs war, habbe ich dann in das Hörbuch gehört und kann es sehr, sehr empfehlen. Die Sprecherin hat diese Welt so unglaublich gut eingefangen und den Personen Leben eingehaucht, sodass ich glaube, dass mein Lesevergnügen dadurch stark gestiegen ist. Ich habe dann abwechselnd gehört und gelesen.

Faebound erzählt die Geschichte zweier Elfenschwertern, Lettle und Yeeran, die aufgrund von Yeerans Verbannung ihre Heimat verlassen müssen. Sie denken zunächst, dass dies ihr sicherer Tod sei, ehe sie schließlich auf die Fae stoßen, die sie zu deren Gefangenen machen - Fae, die geintlich ausgestorben sein sollten. Unter der Erde offenbart sich Yeeran und Lettle eine neue Welt und mit der Zeit zweifeln sie immer mehr an dem, was ihr ganzes Leben lang die Wahrheit war.

Besonders gut hat mir die Atmosphäre und die Welt des Buches gefallen. Das Cover fasst hier gut zusammen, was man als atmosphärischer Beschreibung erwarten kann. Auch wenn der Schreibstil der Autorin recht nüchtern ist, hat mir die Magie der Orte nie gefehlt. Vieles wird vor allem mit verschiedenen Arten von Licht beschrieben und der Natur beschrieben.

Die Geschichte selbst entfesselt sich eher langsam. Vor allem zum Ende hin gab es zahlriche Plottwists, die ich entweder gar nicht oder erst kurz vorher vorhergesehen hatte. Diese waren zwar spannend, aber durch den erneut recht unspektakulären Schreibstil der Autorin waren für sie mich nicht so erschütternd, wie sie es hätten sein können - aber dennoch spannend. Ich mag es auch, dass man als LeserIn gemeinsam mit den Charakteren deren politischen und ehtischen Zwickmühlen begegnet und sich hier fragt, wie man selber an dieser Stelle handeln würde. Ich selbst habe enige Paralleleln zur Realität ziehen können. Bisher gab es kein so wirkliches Gut und Böse, sondern viele Schattierungen dazwischen und Wege, die aus Unwissenheit/ Liebe/ Vergeltung ... und vielem mehr gegangen wurden.

Die Charaktere wiederum machen es einem nicht so leicht, insbesondere Yeeran und Lettle. Die Liebe der beiden Schwestern zueinander steht eher im Hintergrund und wird von den beiden gedanklich hervorgehoben, aber durch ihre Taten eher weniger gezeigt. Sie sind meist sehr hitzköpfig und bissig, was als Protagonistinnen erfrischend, aber manchmal auch anstrengend war. Besonders ins Herz geschlossen habe ich die Obeah, die Tiere, an denen sich die Fae binden. Mit der Zeit lernt man insbesondere eines noch stärker kennen und es spricht ebenso. Ich fand diese Gespräche sehr niedlich und spaßig zugleich. Hier wurden diese besonderen Tierwesen wirklich sehr gut eingefangen. Furi und Rayan mocht ich ebenfalls, die beiden wirkten im Allgemeinen besonnener als die beiden Schwestern, aber auch wie gute Gegenparts. Die Liebe konnte ich leider auch nicht recht spüren - auch hier lag es wahrscheinlich am Schreibstil.

Ich möchte Band 2 am liebsten dann wieder hören, denn das hat großen Spaß gemacht. Auf jeden Fall ein besonderes Buch in der Fantasywelt.

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