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Veröffentlicht am 06.03.2025

Schöne, entspannte Liebesgeschichte

Wild Love
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Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Cover von "Wild Love" super knuffig finde und es in seiner Schlichtheit aus der Masse an Büchern heraussticht. Außerdem versteht man das Cover nach dem Lesen des ...

Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Cover von "Wild Love" super knuffig finde und es in seiner Schlichtheit aus der Masse an Büchern heraussticht. Außerdem versteht man das Cover nach dem Lesen des Buches nochmal ein bisschen besser, weshalb es einfach wahnsinnig gut passt!

Der Inhalt selbst konnte mich dann ebenfalls überzeugen. Die Geschichte von "Wild Love" wird abwechselnd aus den Perspektiven von Rosie und Ford erzählt. Beide kennen sich bereits aus Kindheitstagen, denn damals war Rosies Bruder West Fords bester Freund und die drei haben so ziemlich alles gemeinsam gemacht. Nun, viele Jahre später, kehrt Rosie nach einem sehr belastendem Arbeitsvorfall zurück nach Rose Hill. Ford währenddessen versucht in eben jenem Ort sein eigenes Studio aufzubauen, doch sieht sich plötzlich seiner Tochter Cora gegenüber, von der er bisher noch nichts wusste - Ärger vorprogrammiert.

Elsie Silvers Schreibstil ist super angenehm. Man wird von ihr in den absolut gemütlichen Ort Rose Hill entführt, während witzige Dialoge die heimische Atmosphäre auflockern und vor allem im letzten Drittel auch der Spice nicht zu kurz kommt. Vor allem die Charaktere, die sie geschaffen hat, haben es mir angetan: Rosie ist ein ziemlicher Wildfang, schert sich eher weniger um Etikette und Ordnung, während Ford das komplette Gegenteil ist. Er vor allem nicht der Bad Boy, sondern stattdessen angenehm zurückhalten und auch unbeholfen in seiner Art. Cora wiederum wirkte für ihre zwölf Jahre oftmals fast ein wenig zu erwachsen, aber ihre trockenen Sprüche haben es mir auf jeden Fall angetan.

Storytechnisch dreht es sich viel um die Annäherung zwischen Rosie und Ford. Auch der Aufbau der Vater-Tocher-Beziehung spielt eine große Rolle und findet sehr harmonisch statt, Cora ist alles in allem doch sehr vernüftig, trotz ihrer doch sehr traurigen Vergangenheit. Es passt zur gemütlichen Stimmung des Buches, auch wenn ich fast noch mehr Drama diesbezüglich erwartet hätte.

Rosie und Ford wiederum brauchen recht lange, um endlich zueinander zu finden. Immer wieder schieben sie Gründ vor, warum es zwischen ihnen nicht sein soll, doch keiner dieser Gründe konnte mich (und letzendlich auch die beiden), so richtig überzeugen. Währenddessen flirten sie auch unentwegt weiter, obwohl sie im Satz zuvor noch gesagt haben, dass dieses und jenes gegen eine Beziehung zwischen den beiden spricht. Handlungstechnisch hat mir hier ein wenig die Spannung gefehlt, denn es war von Anfang an klar, dass die beiden einfach füreinander bestimmt sind.

Es gibt aber darüber hinaus zahlreiche sehr süße Momente, die das Buch zu einem sehr entspannten Ort des Lesens werden lassen: Bowling-Wettkämpfe mit Wests semi-erfolgreichem Bowling-Club, Mädelsabende von Cora und Rosie, Schlagabtausche zwischen Rosie und Ford am Steg am See... Das Buch ist super zum entspannen und wegträumen. Und auch das Ende ist sehr romantisch und herzlich, weshalb ich auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen möchte.

Empfehlung also für alle, die nach einem entspannt-romantischen Buch zum Wegträumen suchen.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Ein magisches Erlebnis

Our Infinite Fates
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"Our infinite fates" erzählt die Geschichte zweier Liebender, die aufgrund einer Verstrickung über Jahre hin weg aneinander gebunden sind und einander in all ihren Leben töten müssen, um dann gemeinsam ...

"Our infinite fates" erzählt die Geschichte zweier Liebender, die aufgrund einer Verstrickung über Jahre hin weg aneinander gebunden sind und einander in all ihren Leben töten müssen, um dann gemeinsam zu sterben. Immer wieder ziehen sie sich magisch an, so auch in diesem Leben. Doch in diesem Leben muss Evelyn älter als 18 Jahre werden, denn das Leben ihrer kleinen Schwester hängt davon ab, der sie eine Knochenmarkspende geben möchte.

Die Geschichte erzählt zum einen im Hier und Jetzt, zum anderen gibt es zahlreiche Rückblenden, die die verschiedenen Jahre und Begegnungen erzählen. Diese sind auf der Welt verteilt und auch wenn Arden und Evelyn einander immer wieder auf die ein oder andere Art begegnen, ist es immer etwas anders. Außerdem kann sich zumindest Arden an die Vergangenheit erinnern, Evelyn nur bruchstückhaft.

Die Flashbacks ähneln sich irgendwann recht stark und nehmen das Tempo aus der Geschichte. Da mochte ich die momentanen Beschreibungen schon mehr. Die finale Aufklärung, warum den beiden die Wiedergeburten passieren, findet erst zum Schluss statt und es hat sich nicht ganz rund angefühlt.

Vor allem der Schreibstil hat es mir aber angetan, er ist sehr magisch und atmosphärisch und saugt einen in die Geschichte. Ich hatte jedoch insgesamt eine emotionalere und spannendere Geschichte erwartet.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Wilder Genre-Mix

Courting – Be mine through all time
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Bei "Courting- Be Mine through all time" habe ich ein Buch erwartet, dass ähnlich der Bridgerton-Serien ist oder eine moderen Variante von den Jane Austen Romanen ist und das habe ich hier teilweise bekommen. ...

Bei "Courting- Be Mine through all time" habe ich ein Buch erwartet, dass ähnlich der Bridgerton-Serien ist oder eine moderen Variante von den Jane Austen Romanen ist und das habe ich hier teilweise bekommen. Allerdings wird das Ganze mit der Zeit zu einem großen Anteil zu einem Krimi und für mich auch teilweise einfach zu skurril. Ohne zu spoilern: Die Einflüsse reichen bis in die Reihen der königlichen Familie, die Ermittlungen haben eine gigantische Tragweite über Ländergrenzen hinaus. Ich hatte einfach eine bodenständigere Geschichte erwartet.

Aber von Anfang an: Rebecca ist eine Waise und lebt ihr recht zurückgezogenes Leben, bis sie sich auf einmal im Jahre 1816 wiederfindet. Die Zeitreise selbst und deren Erklärung nimmt einen eher kleinen Teil des Buches ein und war für mich nicht wirklich sinnhaftig, aber das habe ich bei diesem Buch auch nicht unbedingt erwartet. Rebeccas Leben in der Vergangenheit ist also schon existent, sie kann in eine bereits vorhandene Rolle bei ihrer Familie schlüpfen und wird gerade auf dem Hochzeitsmarkt eingeführt. Es folgen Bälle, Tänze und viele Gentlemen, die um ihre Gunst werben.

Nachbar Reed Knox ist allerdings der einzige, der ihr Herz erreichen kann, obwohl der Herzensbrecher und Pirat tabu ist. Während ich Rebecca meist ein wenig zu überdreht fand und ihren Humor nicht wirklich teilte, war Reed sehr warmherzig und hat sich Stück für Stück in mein Herz geschlichen. Allerdings fand ich auch seinen beruflichen Werdegang als ein bisschen too much. Ich hab hier einfach etwas anderes erwartet und der Genre-Mix konnte mich dahingehend nicht überzeugen.

Die Liebesgeschichte ist schön und die Autorin lässt den beiden Protagonisten beim Kennenlernen viel Zeit. Auch der Schreibstil ist locker und leicht und wird immer wieder mit Infos zur Zeit gespickt, was mir gefallen hat und wodurch sich das Ganze realistischer angefühlt hat. Es gab ein paar sehr gemütliche, entspannte Momente. Das Ende wiederum habe ich nicht wirklich gefühlt und frage mich auch, was mir das sagen soll.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Emotionale Wohlfühlgeschichte

An Optimist's Guide to Heartbreak
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Lucy ist ein wahrer Sonnenschein und das, obwohl ihr das Leben schon einige Male recht böse mitgespielt hat. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) möchte sie ihren Kindheitsfreund Cal wiederbegegnen ...

Lucy ist ein wahrer Sonnenschein und das, obwohl ihr das Leben schon einige Male recht böse mitgespielt hat. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) möchte sie ihren Kindheitsfreund Cal wiederbegegnen und fängt deshalb bei seiner Werkstatt an, zu arbeiten. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und vor allem der Verlust von Cals Schwester und Lucys bester Freundin Emma.

Während Lucy aus diesem tragischen Ereignis sehr positiv hervorgegangen ist, hat Cal sich abgeschottet. Was folgt, sind erste Annäherungen der beiden, wobei Cal immer wieder abblockt und sich nur langsam erwärmt. Aber auch Lucy hat ihre eigenen Geheimnisse und will nur eine Freundschaft, keine romantische Beziehung. Warum das so ist, wird am Ende des Buches aufgeklärt.

Es gab einige Längen, aber vor allem war der Schreibstil sehr emotional und es gibt wunderschöne Momente, in denen man verweilen möchte. Die Beziehung zwischen Cal und Lucy ist intensiv, auch wenn die beiden sich eher langsam annähern.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Viele gute Ideen...

The Stars are Dying
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... die alles in allem leider nicht so umgesetzt wurden, wie ich es mir gewünscht hätte. Und dabei ist "The Stars are dying" nicht nur wunderschön, sondern wirbt auch mit meinen absoluten Lieblingstropes. ...

... die alles in allem leider nicht so umgesetzt wurden, wie ich es mir gewünscht hätte. Und dabei ist "The Stars are dying" nicht nur wunderschön, sondern wirbt auch mit meinen absoluten Lieblingstropes. Schon im englischsprachigen Raum hatte das Buch für einigen Wirbel gesogt, taucht auch dort immer wieder auf und wird empfohlen.

Nach dem Lesen kann ich sowohl die positiven Stimmen verstehen, als auch die mittelmäßigen Bewertungen. Ich selbst muss sagen, dass das Buch mich insbesondere zu Beginn noch gut unterhalten kann. Es gibt eine ständige Informationsflut, bei der man am Anfang noch hofft, dass sich diese zum Ende hin logisch auflöst. Dadurch bleibt die Spannung hoch, die Protagonistin Astraea selbst ist aufgrund eines Gedächtnisverlustes zunächst erst einmal hilflos und man leidet dahingehend mit ihr.

Die Handlung zusammenzufassen, fällt mir dahingehend auch schwer, weil es einfach so unfassbar viel gibt, aus was sich das Buch zusammensetzt - und dabei verliert es sich irgendwie. Astraea wird zunächst gefangen gehalten, schafft es aber, befreit zu werden und begibt sich dann mit ihrer besten Freunding auf den Weg in die Mitte des Reiches, da die Freundin Cassia dort am Libertatem teilnehmen möchte. Schlussendlich findet sich Astraea selbst inmitten der Spiele wieder. Hinzukommt der düstere Fremde, der immer wieder auftaucht, Nyte heißt, und zudem sie eine tiefe Verbidnung spürt: Auftritt Love-Interest.

Gebettet ist die Geschichte in eine Fantasy-Welt, deren Aufbau nur dürftig erklärt wird. Es gibt allerlei verschiedene, magische Wesen, deren Hintergründe immer mal wieder kurz mit einem Info-Dump erläutert werden und deren Verbidnungen im Folgenden verstehen soll. Manches wird auch einfach gar nicht weiter erklärt, aber da es eine solche Infoflut gibt, fällt das gar nicht so wirklich auf, da ich leider ab einem gewissen Punkt generell einfach nur noch verwirrt war und der Geschichte in vielen Punkten nicht folgen konnte. Der Scheribstil trug für mich auch dazu bei, denn vieles wurde auch nicht so erklärt, als dass ich es zumindest gut verstanden hätte. Und manche Aktionen machten einfach generell keinen wirklichen Sinn.

Hinzukommt Astraea als Hauptcharakter, die mich ab der Hälfte des Buches verlor. Sie ist generell sehr hilflos und lässt vieles über sich ergehen, als selber aktiv zu werden, was aufgrund ihrer Vergangenheit per se verständlich ist. Aber bei einem 600-Seiten-Buch hatte ich erwartet, dass sie sich weiterentwickelt und aus ihren negativen, selbstabwertenden Gedanken ausbrechen kann. Die Beziehung zu Nyte ist dahingehend auch nicht wirklich aufbauend. Die Begegnungen der beiden ziehen sich durch das ganze Buch, es gibt wirklich zahlreiche Dialoge zwischen den beiden, aber irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl, dass sie einander gar nicht kennen. Von einer Beziehung auf Augenhöhe konnte man hier leider auch nicht sprechen.

Ich kann das Buch alles in allem leider eher weniger empfehlen. Wer viel Action, viele Wendungen und Twists mag, wird hier vielleicht seine Freude dran haben.

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