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Veröffentlicht am 23.10.2020

Düster.. Bedrohlich.. spannend.. einfach genial dieses Buch

Adular (Band 2): Rauch und Feuer
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Düster… Bedrohlich… Spannend… Das sind die ersten Worte, die mir zu „Adular – Rauch und Feuer“ einfallen. Schon im ersten Band gefiel mir diese düstere Atmosphäre und auch der zweite Band besticht hiermit ...


Düster… Bedrohlich… Spannend… Das sind die ersten Worte, die mir zu „Adular – Rauch und Feuer“ einfallen. Schon im ersten Band gefiel mir diese düstere Atmosphäre und auch der zweite Band besticht hiermit wieder voll und ganz und hat sich meiner Meinung nach sogar noch gesteigert. Schon ab der ersten Seite schaffte es der Autor mich voll und ganz in seine Welt hinein zu ziehen und mit den Charakteren mitzuleiden. Und hierbei überzeugt der Autor vor allem mit seinem lebendigen und bildhaften Schreibstil, der die Welt vor dem eigenen inneren Auge entstehen lässt.

Wie auch schon im ersten Band überzeugt auch der zweite insbesondere mit seiner Gesellschaftskritik. Alles getarnt hinter der Fassade des Fantasysettings, aber doch deutlich spürbar. Krieg, Bürgerkrieg, Unterdrückung… Dies alles sind Stichwörter, die auch in unserer heutigen Welt eine große Rolle spielen. Was ist richtig und was ist falsch? Immer wieder stellt man sich die Frage und auch die Protagonisten werfen sie in den Raum. Muss man wirklich so brutal vorgehen? Ist dies der richtige Weg? Einfach nur beeindrucken wie Jamie L. Farley dies in sein Buch einbaut. Da bekomme ich doch glatt eine Gänsehaut.

Und wo wir schon bei den Protagonisten sind: allzu viel möchte ich an dieser Stelle gar nicht sagen, um nicht zu spoilern, aber Elanor hat mich wirklich beeindruckt. Sie hat ein wahres Kämpferherz und gibt auch in diesen schwierigen Zeiten nicht auf. Aber sie hat auch etwas wofür es sich zu kämpfen lohnt, denn unter ihrem Herzen trägt sie ihre ungeborenen Kinder. Sie beweist so viel Mut und vor allem auch Charakterstärke.

Der Schreibstil trägt einen wundervoll durch diese Geschichte. Er ist so malerisch – auch wenn die Bilder, die gemalt werden düster und blutig sind – aber genau das passt so sehr zu dieser Geschichte. Adular ist düster und blutig, es zeigt den Schatten des Krieges und die menschlichen Abgründe.

Mein Fazit

Wer den ersten Band mochte, wird den zweiten lieben! Erneut taucht man ein in die düstere Welt von Adular. Und wieder einmal konnte mich Jamie L. Farley besonders durch seine Gesellschaftskritik überzeugen. Er malt kein Bild von Schwarz und Weiß, sondern grau. Eine Welt in der die Grenzen zwischen Gut und Böse nicht immer klar definierbar sind. Ein wirkliches Meisterwerk.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Ein total cooles Wunderland!

Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City
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ICH WILL ZURÜCK INS WUNDERLAND!!! Ähm… Ludens City meine ich natürlich!
Herje dieses Buch ist tatsächlich eine klasse für sich. Wer hier einen Abklatsch von „Alice im Wunderland“ erwartet, der irrt gewaltig! ...

ICH WILL ZURÜCK INS WUNDERLAND!!! Ähm… Ludens City meine ich natürlich!
Herje dieses Buch ist tatsächlich eine klasse für sich. Wer hier einen Abklatsch von „Alice im Wunderland“ erwartet, der irrt gewaltig! Es ist vielmehr eine eigenständige Geschichte – und was für eine Geschichte! Aber dazu gleich mehr.. – also eine eigenständige Geschichte nun in die sich die Alice-Elemente so herrlich wundervoll einfügen. Alles kommt einem so bekannt und dann wieder so unbekannt vor.

Aber kommen wir einmal zu den Charakteren. Da hätten wir zum einen Andrew, den Namensgeber des Buches und unser Held. Na ist er denn wirklich ein Held? In seiner Spielewelt auf jeden Fall. Dort ist er ein gefeierter Schamane, ein Held der seines gleiches sucht. Aber ich denke man kennt das nur zu gut, sind diese Nerds, denn auch im wahren Leben ein Held. Meistens eher nicht. Ob Andrew einer ist, müsst ihr selbst herausfinden. Eines ist er auf jeden Fall: ein wirklich cooler Charakter!

Dann hätten wir da noch Lola. Unser weißes Kaninchen 😉 tja wie heißt es so schön: Folge nie dem weißen Kaninchen. Oder doch?!? Tja Andrew hat es getan und ist da in ziemlich brisante Dinge rein geraten. Aber er hat eben auch Lola kennen gelernt und Lola ist einfach nur Zucker. Zum einen mega süß und hilfsbedürftig – jaaa sie weckt ordentlich den Beschützerinstinkt – zum anderen aber auch so stark.

Natürlich gibt es noch viele andere, einzigartige Charaktere, von denen ich nun aber nur ganz kurz erzählen möchte: da hätten wir zum einen Pau und ich glaube hier reicht das Stichwort Pfeife, damit ihr alle wisst, wen er verkörpert. Aber auch die Grinsekatze findet ihr und ui ui ui ich sage euch die hat es in sich. Uuuuuund mein liebster Charakter, der verrückte Hutmacher, der nicht ganz so verrückt ist. Bei ihm hätte ich mich tatsächlich noch ein bisschen mehr Verschrobenheit und Verrücktheit gewünscht und hoffe sehr, dass er diese Seite an sich noch in Band 2 entdeckt.

Die Story an sich ist einfach großartig und besonders gut gefällt mir, dass in ihr so viel Gesellschaftskritik steckt. Ich habe mir so viele Zitate, wie selten in einem Buch markiert, einfach auch, weil so viele wichtige und wahre Worte darin stecken. Das Thema Gut und Böse, Ausgrenzung aus der Gesellschaft, Anders sein, Macht und so vieles mehr in einer fanstastischen Welt verpackt und dann auch noch den Spielecharakter im Hintergrund. Geht es bitte noch besser? Ich finde nicht!

Zum Abschluss möchte ich noch eben kurz erwähnen, wie wahnsinnig cool der Aufbau des Buches gelungen ist, denn jedes Kapitel gleicht einem Level, dass man geschafft haben muss, um ins nächste Level zu gelangen. Einfach nur unendlich cool!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2020

Pures Herzklopfen

Tavith (Band 1): Wenn Himmel und Hölle sich lieben
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Kommen wir zunächst einmal zu den Charakteren;
Amaleya ist eine wahre Powerfrau -halb Engel, halb Dämon- aber voll und ganz sie selbst. Sie weiß, was sie will und was nicht und auch, wenn sie das ein oder ...

Kommen wir zunächst einmal zu den Charakteren;
Amaleya ist eine wahre Powerfrau -halb Engel, halb Dämon- aber voll und ganz sie selbst. Sie weiß, was sie will und was nicht und auch, wenn sie das ein oder andere mal mit ihren inneren Dämonen -ihrer Vergangenheit- zu kämpfen hat, so wirkt sie doch immer stark und selbstbewusst, ohne dabei überheblich zu sein. Besonders gern mag ich an ihr, dass sie immer frei raus sagt, was sie denkt. Und ich liebe ihre sarkastische Ader, die mich immer wieder zum schmunzeln bringt.
Jiyan ist ein so ganz und gar untypischer Nymphe mit strikten Prinzipien. Auch ihn mag ich sehr gern, auch wenn er neben der so toughen Ameleya nicht ganz so stark wirkt, wie er gerne sein will. Und doch ist er ein wahrer König. Nicht im Sinne von „hey ich befehle, ihr gehorcht“, nein ihm liegt sein Volk tatsächlich am Herzen und er würde alles tun für ihr Wohlergehen.
Aber auch die Nebencharaktere sind unglaublich gut gelungen und fügen sich perfekt in das Gesamtbild ein. Besonders die Berater des Königs haben mich das ein oder andere Mal schmunzeln lassen. Aber auch Amys Freundin Majandra hat mich in ihren Bann gezogen und fasziniert.

Neben den faszinierenden Charakteren findet man in „Tavith“ aber auch unglaublich abwechslungsreiche Welten. Ein bisschen Hölle, ein bisschen Himmel und viel dazwischen. Egal, wo man sich gerade befindet, man kann sich diese Welt einfach so unglaublich gut vor dem inneren Auge vorstellen und es ist fast als würde man einen Film gucken. Einen ziemlich spannenden. Denn auch an Spannung mangelt es hier definitiv nicht. Egal ob es dabei um Ameleya und Jiyan oder um die Konflikte zwischen den Welten geht, mein Herz wollte oft nicht mehr aufhören zu pochen.

Eine weitere Kleinigkeit, die mir besonders gut gefallen hat, sind die kleinen Gedichte am Ende der Kapitel.

Mein Fazit

Müsste ich dieses Buch in einem Wort beschreiben, so wäre es vermutlich Herzklopfen! Mein Herz schlug immer wieder so schnell, dass ich Angst hatte es würde mir aus der Brust springen. Manchmal vor Spannung und manchmal vor Liebe. „Tavith“ ist eine wahre Achterbahnfahrt. Einmal Hölle und zurück bitte 😉

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.08.2020

Ich bin absoluter Fan von den Wikingern von Vinland!

Die Wikinger von Vinland (Band 1): Verlorene Heimat
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WOW! Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen! Ich konnte einfach nicht genug bekommen! Nicht genug von Linea und garantiert nicht genug von den Wikingern. Und habe ich nun genug? Definitiv NEIN! Wo ...

WOW! Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen! Ich konnte einfach nicht genug bekommen! Nicht genug von Linea und garantiert nicht genug von den Wikingern. Und habe ich nun genug? Definitiv NEIN! Wo ist der zweite Band?? Ich brauche ihn! Jetzt! Sofort! Und was war das bitte für ein Ende?!? OMG!
Ok, ok, fange wir nochmal von vorne an.. „Die Wikinger von Vinland“ war das erste Wikingerbuch, dass ich gelesen habe. Klar, ich habe vorher schon „Vikings“ geguckt, aber sonst hatte ich nicht wirklich viel mit Wikingern am Hut. Und nun? Ich bin ein wahrer Fan geworden. Besonders gefallen hat mir, dass man einen wirklich guten Einblick in das alltägliche Leben der Wikinger bekommen hat. Linea führt und förmlich durch ihre Welt und zeigt uns dabei die Vorteile, aber auch die Grausamkeiten auf. Denn so romantisch das Wikingerleben auch klingen mag, nicht jeder hat es dort leicht. Und genau hier kommt Linea ins Spiel. Sie hat einen wirklich ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und sucht sich ihre Freunde nicht danach aus, welche Stellung sie haben, nein ganz im Gegenteil. Und gerade das macht sie so besonders. Und sie ist so menschlich: im einen Moment so schwach und zerbrechlich, wie es in ihren jungen Jahren eben üblich ist, doch im nächsten Moment so stark und bereit für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist.
Fängt die Geschichte zunächst noch in einem gemäßigtem Tempo an und gibt einem Zeit die Geschichte, die Welt und die Charaktere kennen zu lernen, so fängt sie ab einem gewissen Punkt anzuziehen und volle Fahrt aufzunehmen. Einige Male habe ich innerlich geschrien „Tu das nicht“ oder saß bibbernd vor Spannung auf meinem Sofa. An Spannung mangelt es hier wahrlich nicht. Man hat irgendwann gar nicht mehr gemerkt, wie Seite an Seite an einem vorbei flog, weil man so sehr in der Geschichte war. „Die Wikinger von Vinland“ sind rau, roh und doch auch einfühlsam, gerecht, geheimnisvoll und vor allem eines: unglaublich faszinierend. Das wird definitiv nicht das letzte Wikingerbuch sein, dass ich gelesen habe, denn diese Geschichte hat mir vor allem eines gemacht: Lust auf mehr!
Kommen wir aber nun zum Ende.. bitte, liebe Smilla, ich brauche Band 2. Dieser Cliffhanger ist wirklich mies und ich muss unbedingt erfahren, wie es nun weiter geht.

Zu guter Letz möchte ich noch erwähnen, wie geschickt dieses Buch doch aufgebaut ist. Während wir zumeist die Geschichte aus der Sicht von Linea erzählt bekommen, so schleicht sich immer mal wieder ein Kapitel dazwischen aus einer ganz anderen Sicht, die man zunächst so gar nicht zuordnen kann.

Fazit
Vikings war gestern… … jetzt kommen die Wikinger von Vinland. Dieses Buch hat mir neue Bücherwelt gezeigt. Man merkt in jedem einzelnem Kapitel wie viel Herzblut und Leidenschaft darin steckt und möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Viel zu schnell war ich auch schon durch mit lesen und nun?!? Ich will definitiv mehr! Mehr Wikinger und vor allem mehr von den Wikingern von Vinland!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.07.2020

Eine Geschichte die zum nachdenken anregt

LASH: Von Herzen fies
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Zu aller erst muss ich einmal erwähnen, wie cool ich es finde, dass das Buch in Würzburg spielt, denn ich selbst habe dort 11 Jahre lang gewohnt. Tja und deshalb hat es sich auch ein kleines Stück wie ...

Zu aller erst muss ich einmal erwähnen, wie cool ich es finde, dass das Buch in Würzburg spielt, denn ich selbst habe dort 11 Jahre lang gewohnt. Tja und deshalb hat es sich auch ein kleines Stück wie zuhause angefühlt zu lesen, als Zoe am Main mit ihrer Freundin Nicky rumhing, am Alten Kranen vorbei lief oder ihre Großmutter eine Wanderung zur Festung unternahm, denn an all diesen Orten war ich auch ständig. Hach, da könnte ich doch glatt ins schwärmen geraten. Aber genug von mir… Das zweite, was mich in genau diese Zeit zurück versetzte war der jugendliche Schreibstil von Mirjam H. Hüberli und genau dieser passt einfach perfekt zum Setting und der Geschichte.

Die Thematik dieser Story ist definitiv nicht leicht, denn Mobbing, Außenseiter, Scherze auf Kosten anderer ist denke ich für viele kein Fremdwort. Auch wenn ich – zum Glück – in meiner Schulzeit davon verschont geblieben bin, so hab auch ich meine Erfahrungen damit gemacht. Und genau deshalb, weil dieses Thema doch fast jeden mal auf die ein oder andere Weise in seinem Leben berührt finde ich es wichtig, dass es Menschen gibt, die darüber schreiben und diese Thematik auf den Tisch bringen oder eben in ein Buch 😉 Und ich muss sagen Mirjam H. Hüberli hat das fantastisch gemacht.

Die Charaktere waren greifbar und fühlten sich echt an. Gewissensbisse und doch das Gefühl zu haben mit dem Strom mitschwimmen zu müssen. Das Gefühl, alles für den heimlichen Schwarm tun zu würden. Das Herzklopfen, das einem beschert wird, wenn er einen endlich auch nur für eine Sekunde beachtet. Und mehr davon zu wollen. All diese Gefühle, die einen als Teenager manchmal schier überwältigt haben, waren plötzlich zum Greifen nah und haben erneut von mir Besitz ergriffen. Und ich glaube genau das ist es, was dieses Buch so einzigartig macht. Man fühlt sich nicht wie ein Leser, der das Geschehen beobachtet, sondern wie ein Teil der Clique. Und man selbst ist oft hin und her gerissen. Richtig und falsch verschwimmen. Lash mit seiner seltsamen Minionhose… Pfff wer zieht denn sowas an?!?! Und schwupps ertappt man sich, wie man selbst urteilt, obwohl man doch so urteilsfrei sein möchte.

Kommen wir zu den Charakteren:
Diese könnten vielfältiger gar nicht sein. Da hätten wir Zoe, unsere Hauptperson aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist und die eine wirkliche Entwicklung durchmacht. Nicht immer geradlinig, und manchmal mit einigen Umwegen, aber doch bemerkenswert. Lash, der einsame, zunächst nicht ganz durchsichtige Typ, der so anders ist. Sam, dessen Beweggründe zunächst nicht so ganz klar sind und der mir von Anfang an irgendwie unsympathisch war. Nicky, die mir dafür sofort sympatisch war und oftmals die Stimme der Vernunft. Und dann noch die Clique, die eben so typisch Schulclique ist.

MEIN FAZIT

LASH zeigt einem nicht nur auf, wie viele Teenager handeln, sondern lässt einen auch ein Stückchen über sich selbst nachdenken. Diese Geschichte bringt einen unglaublichen Tiefgang mit sich. Macht euch gefasst auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

  • Cover
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