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Veröffentlicht am 20.07.2025

Wenn aus einem Missverständnis echte Gefühle werden

Play Along
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„Play Along“ von Liz Tomforde hat mich von der ersten Seite an abgeholt und mitten ins Herz getroffen. Ich liebe die Windy-City-Reihe sowieso, aber dieser vierte Band ist für mich ganz klar ein Highlight. ...

„Play Along“ von Liz Tomforde hat mich von der ersten Seite an abgeholt und mitten ins Herz getroffen. Ich liebe die Windy-City-Reihe sowieso, aber dieser vierte Band ist für mich ganz klar ein Highlight. Die Geschichte beginnt mit einem klassischen „Was zur Hölle ist letzte Nacht passiert?“-Moment: Kennedy, Sportärztin mit einem Hang zur Selbstkontrolle, wacht verheiratet neben dem charmanten Baseballspieler Isaiah auf – und weiß nichts mehr davon. Ausgerechnet er, der seit Jahren versucht, ihr Herz zu gewinnen, und den sie bisher immer auf Abstand gehalten hat.

Was folgt, ist eine Fake Marriage voller prickelnder Momente, witziger Dialoge und einer langsamen, aber intensiven Annäherung. Isaiah hat mich komplett für sich gewonnen – loyal, witzig, mit einer emotionalen Tiefe, die ich nicht erwartet hätte. Kennedy ist anfangs verschlossen, aber genau das macht ihre Entwicklung so berührend. Ihre Vergangenheit erklärt vieles, und als sie endlich beginnt, ihre Mauern fallen zu lassen, war ich vollkommen investiert.

Liz Tomfordes Schreibstil ist wieder einmal leicht, humorvoll und trotzdem voller Gefühl. Ich habe gelacht, mitgefiebert und manchmal auch geschluckt – besonders, wenn es um die emotionalen Themen wie Verlust, Selbstwert und Vertrauen ging.

Kurz gesagt: „Play Along“ ist nicht nur eine tolle Sports Romance, sondern vor allem eine Geschichte über Heilung, zweite Chancen und das Zulassen von Nähe. Ein absolutes Wohlfühlbuch mit echtem Herzklopfen.

5 von 5 Sternen – für alle, die auf Slow Burn, Fake Marriage und emotionale Tiefe stehen.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Herzklopfen auf dem Spielfeld – eine Sports-Romance mit Tiefgang

Playing the Field
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Manchmal stolpert man über ein Buch, das sich anfühlt wie eine Mischung aus einem perfekten Sonntagabend, einer Tasse Tee und dem leisen Herzklopfen vor einem ersten Kuss – genau so hat sich Playing the ...

Manchmal stolpert man über ein Buch, das sich anfühlt wie eine Mischung aus einem perfekten Sonntagabend, einer Tasse Tee und dem leisen Herzklopfen vor einem ersten Kuss – genau so hat sich Playing the Field für mich angefühlt. Ivy Bailey schafft es mit leichter Hand, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig charmant, emotional und überraschend tiefgründig ist.

Im Mittelpunkt steht Sadie McGrath – leidenschaftliche Fußballspielerin, Kapitänin der Frauenmannschaft an der Durham University und jemand, der ganz genau weiß, was sie will: gewinnen. Doch als ihr plötzlich die Aufgabe übertragen wird, Arlo Hudson, den neuen US-amerikanischen Stürmer des Männerteams, zu trainieren, gerät ihr strukturierter Alltag aus dem Gleichgewicht. Arlo ist nicht nur talentiert, sondern auch ein wenig arrogant – und zwischen den beiden knistert es vom ersten Moment an, obwohl (oder gerade weil) sie sich ständig aneinander reiben.

Was mich sofort für das Buch eingenommen hat, war Sadie selbst. Sie ist ehrgeizig, verletzlich, witzig und trägt eine Last mit sich, die sie kaum jemandem zeigt – ihr Vater leidet an Demenz, und das hat nicht nur ihre Kindheit geprägt, sondern beeinflusst auch jetzt noch jede Entscheidung, die sie trifft. Dieser Teil der Geschichte hat mich besonders berührt, weil er so ehrlich und unaufdringlich erzählt wird. Baileys Art, dieses ernste Thema in eine leichte, romantische Handlung einzubetten, ist feinfühlig und respektvoll.

Die Dynamik zwischen Sadie und Arlo ist das Herzstück des Romans – enemies to lovers, wie man es sich wünscht: voller Schlagabtausch, funkelndem Wortwitz und echter Entwicklung. Ihre Beziehung baut sich glaubwürdig auf, auch wenn sie manchmal ein wenig zu schnell voranschreitet. Aber das stört kaum, weil die Chemie stimmt und die Dialoge lebendig und authentisch sind.

Was Playing the Field außerdem besonders macht, ist die gelungene Mischung aus Sport, queerer Repräsentation (Sadie ist bisexuell) und Themen wie mentaler Gesundheit und Freundschaft. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch darum, sich selbst treu zu bleiben, für die eigenen Träume zu kämpfen und sich trotz Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen. Ivy Bailey hat einen wunderbar zugänglichen Schreibstil, der mitreißt, ohne kitschig zu sein – locker, modern und emotional auf den Punkt.

Natürlich gibt es auch ein paar kleinere Schwächen: Manche Konflikte wirken recht schnell aufgelöst, und an wenigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht – vor allem bei Arlos Hintergrund. Doch das tut dem Lesevergnügen kaum Abbruch, denn das Buch bleibt durchgehend unterhaltsam, berührend und einfach sehr sympathisch.

Insgesamt ist Playing the Field ein Wohlfühlbuch mit Herz und Haltung. Wer Sportromanzen mag, eine starke weibliche Hauptfigur sucht und Lust auf eine queere Liebesgeschichte mit echten Gefühlen hat, wird hier fündig. Für mich war es eine gelungene Überraschung – warmherzig, klug und mit genau dem richtigen Maß an Drama, Romantik und Hoffnung.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Wenn Stolz auf Leidenschaft trifft und aus Hass langsam Nähe wird

Crushing Souls (Driven Dreams-Dilogie, Band 1)
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Crushing Souls ist für mich eine dieser Geschichten, die man aufschlägt und plötzlich tiefer drin steckt, als man gedacht hätte. Schon auf den ersten Seiten spürt man die knisternde Spannung zwischen Fiona ...

Crushing Souls ist für mich eine dieser Geschichten, die man aufschlägt und plötzlich tiefer drin steckt, als man gedacht hätte. Schon auf den ersten Seiten spürt man die knisternde Spannung zwischen Fiona MacKenzie und Duncan McKinnon – zwei Menschen, die sich nicht ausstehen können, sich aber trotzdem ständig über den Weg laufen. Fiona ist ehrgeizig, temperamentvoll und trägt die Last, als Tochter eines mächtigen Rennstallbesitzers nie wirklich gesehen zu werden. Duncan hingegen wirkt kontrolliert, fast unnahbar – der Vorzeigefahrer des Teams und Fionas größter Dorn im Auge. Oder ist es eher ein Stachel im Herzen?

Was zwischen den beiden passiert, ist keine klassische Enemies-to-Lovers-Story, sondern ein wunderbar intensives Haters-to-Lovers: voller bissiger Wortwechsel, stiller Verletzlichkeit und einem Knistern, das sich langsam, aber unaufhaltsam in echte Nähe verwandelt. Carolin Wahl schafft es, die Anziehung zwischen den beiden nicht plakativ zu inszenieren, sondern leise, glaubwürdig und mit vielen emotionalen Zwischentönen. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch um Selbstwert, Loyalität und den Mut, für sich selbst einzustehen – selbst wenn das bedeutet, Grenzen zu überschreiten.

Besonders gelungen finde ich das Motorsport-Setting. Die Formel-1-Welt wird hier nicht einfach romantisiert, sondern wirkt greifbar und authentisch – mit all ihrem Druck, der Öffentlichkeit und den hohen Erwartungen. Gleichzeitig bleibt immer genug Raum für die zwischenmenschlichen Themen, die das Buch tragen. Fiona wächst einem schnell ans Herz – nicht, weil sie perfekt ist, sondern weil sie kämpft. Um Anerkennung, um Respekt, um ihren Platz im Leben. Und Duncan? Der entwickelt sich von einem verschlossenen Eisklotz zu einem vielschichtigen Charakter, dessen Beweggründe man immer besser versteht.

Ja, es gibt Stellen, die sich ein wenig ziehen, und einige Konflikte hätte ich mir emotional noch eine Spur tiefer gewünscht. Aber unterm Strich hat mich das Buch gepackt, berührt und neugierig auf mehr gemacht. Es ist ein großartiger Auftakt für die Dilogie – mit Vollgas ins Herz, ohne kitschig zu werden.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Zwischen Feuer, Fae & Verlangen – ein magischer Auftakt voller Spannung und Spice

Gilded Wings
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Gilded Wings hat mich von der ersten Nacht in einer geheimnisvollen Bibliothek gepackt. Morgan, eine leidenschaftliche Bücherliebhaberin, stolpert durch einen Anruf in eine Welt voller Magie, Drachen-Götter ...

Gilded Wings hat mich von der ersten Nacht in einer geheimnisvollen Bibliothek gepackt. Morgan, eine leidenschaftliche Bücherliebhaberin, stolpert durch einen Anruf in eine Welt voller Magie, Drachen-Götter und dunkler Geheimnisse. Der Moment, in dem sie das Portal zur Welt der Fae entdeckt, hat mein Leserinnen-Herz sofort höher schlagen lassen

Lord Drager – sexy, autoritär, gleichzeitig rätselhaft und gefährlich – tritt in ihr Leben. Doch es dauert nicht lange, bis sein Drachen-Bruder Zahak ins Spiel kommt, und plötzlich steht Morgan zwischen zwei mächtigen, sehr unterschiedlichen Fae-Wesen – ein hitziges Love-Triangle, das bei mir innerlich ordentlich Funken versprüht hat

Was ich besonders mochte: Jaymin Eve schreibt flüssig und lädt sofort zum Weiterlesen ein. Die Bibliothek als nächtliches Portal war eine geniale Idee – einzigartig, kreativ und magisch angehaucht

Morgans Stimme, ihre Neugier und auch ihre Unsicherheiten machten sie für mich zu einer eindeutig unterhaltsamen Protagonistin – nicht perfekt, aber authentisch.

Achtung: Dieses Buch ist sehr spicy. Schon früh gibt es Szenen, die ordentlich einheizen – wer auf sinnliche Fantasy mit viel Leidenschaft steht, wird hier definitiv glücklich. Und wer wie ich auf Drachen und Fae steht, kommt voll auf seine Kosten
.
Absolut gelungen sind die farbenfrohe, bildhafte Beschreibung der Fae-Welt: Pflanzen, magische Wesen, Intrigen – alles wirkt groß, lebendig und geheimnisvoll. Die Spannung steigt bis zum dramatischen Finale – und dann dieser Cliffhanger, der mich schier verzweifeln lässt, weil Band 2 schon so dringend her muss .

Einziger Wermutstropfen: Manchmal war mir der Fokus zu stark auf den erotischen Szenen und weniger auf emotionaler Entwicklung. Manche Nebenfiguren hätten mehr Tiefe vertragen. Ebenso wirkt Morgan manchmal etwas impulsiv oder naiv – was aber zugleich ihren Charme ausmacht.

📌 Fazit: Gilded Wings ist heiß, magisch und actionreich – perfekt für Fans von Fae, Drachen und einer guten Portion Romantasy. Wer auf ein wenig mehr weltliche Tiefe und ruhige Entwicklung steht, könnte hier aber etwas zu kurz kommen. Für alle anderen: Achtung, Suchtgefahr! Ich freue mich riesig auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Zwischen Farbexplosion & Gefühl – wenn Gegensätze sich verlieben

Painted Promises (Golden Hearts, Band 3)
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Painted Promises ist für mich der perfekte Schlussakkord einer lauten, farbenfrohen Liebesreise durch Münchens Kunstwelt. Marina Neumeier nimmt uns mit auf eine leidenschaftliche Erkundung der Gegensätze: ...

Painted Promises ist für mich der perfekte Schlussakkord einer lauten, farbenfrohen Liebesreise durch Münchens Kunstwelt. Marina Neumeier nimmt uns mit auf eine leidenschaftliche Erkundung der Gegensätze: Graffiti trifft auf klassische Malerei, Rebellion auf Ästhetik, Rivalität auf Verlangen.

Luis Herzog, tagsüber Erbe eines Auktionshauses, nachts heimlicher Sprayer, kämpft mit seiner Identität – und dem enormen Druck seiner Familie. Minnie, die bodenständige Malerin, versteht seine Kunst nicht – und das nervt sie zutiefst. Deshalb war ich sofort elektrisiert von ihrem ständigen Schlagabtausch. Beide sind irgendwo in ihrer Kunst verhaftet, beide stolz – und genau dort beginnt die Magie. Als sie gezwungen werden, gemeinsam ein Projekt für die Stadt München zu gestalten, funkt es so richtig. Dieses Forced-Proximity-Setting ist prall gefüllt mit kreativen Reibungen – und mit Witz und Emotionen.

Besonders berührt hat mich, dass es nicht nur um Liebe geht, sondern auch um Selbstfindung, Mut zur Kunst und darum, was man erträgt, um seinen Traum zu leben. Luis und Minnie sind keine perfektionierten Helden – sondern echte Menschen, verletzlich, stolz, manchmal stur, aber immer liebenswert. Diese Mischung hat mich als Leserin abgeholt und begeistert


Der flüssige, bildhafte Stil Neumeiers ließ mich manchmal schmunzeln, oft staunen – und auch nachdenklich zurück. Ich konnte die energiegeladenen Graffiti-Sessions ebenso fühlen wie Minnies sorgfältiges Pinseln. Dazu kommt das lebendige München-Setting, das wie ein stiller, glamouröser Charakter wirkt – mit High Society, versteckten Ateliers und urbanem Puls .

Ein kleiner Wunsch: ein paar Szenen hätten gerne noch etwas mehr Tiefe vertragen – ein bisschen Raum für Nachklang, um das Finale ganz auskosten zu können. Doch das ist Meckern auf sehr hohem Niveau: In Summe war es für mich ein echter Page-Turner, spannend bis zum Schluss.

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