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Tallianna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2016

Würdige Fortsetzung

City of Fallen Angels
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Valentine ist besiegt und das Leben kehrt zur Normalität zurück – scheinbar. Denn Jace wendet sich immer mehr von Clary ab und Simon hat mit den Folgen seines Fluches zu kämpfen. Zudem wird er durch das ...

Valentine ist besiegt und das Leben kehrt zur Normalität zurück – scheinbar. Denn Jace wendet sich immer mehr von Clary ab und Simon hat mit den Folgen seines Fluches zu kämpfen. Zudem wird er durch das Kainsmal plötzlich zur begehrtesten Person in New York. Während Clarys Mutter und Luke ihre Hochzeit planen, geschehen auf einmal mysteriöse Morde und dann taucht eine Person auf, mit der niemand gerechnet hatte…

Nachdem ich Band 3 beendete, fragte ich mich ernsthaft, was in den nächsten beiden Bänden noch erzählt werden sollte. Ich hatte einen kleinen Verdacht – der sich bestätigte. Auch nach dem vierten Band bin ich immer noch Feuer und Flamme für diese Serie, die ihr ansprechendes Niveau über alle Bände hinweg halten konnte.
Die Anziehung zwischen Clary und Jace lässt mich wortwörtlich auf meinem Sessel rumhüpfen (weswegen ich schon bei Band 3 beschlossen habe, diese Bücher nicht mehr in der Öffentlichkeit zu lesen). Die Charaktere sind glaubwürdig geschildert, genauso wie die Geschichte. Ich fiebere auf jeder Seite mit ihnen mit und leide, wenn sie leiden.
Man merkt einfach, dass der ganze Handlungsbogen sorgfältig konzipiert ist, wobei die Geschichte aber nicht vorhersehbar ist und immer spannend bleibt.

Fazit: Obwohl von mir erst misstrauisch beäugt ob meiner Erfahrungen mit Reihen und Fortsetzungen hat mich auch dieser Band wieder mitgerissen und gefesselt. Wer die vorherigen Bände mochte, wird auch diesen Band verschlingen.

Veröffentlicht am 23.05.2017

Der Traum von einer „besseren Welt“

Die Königin der Schatten - Verflucht
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Kelsea Glynn hat ihren Thron in Neu-London eingenommen und unter ihrer Herrschaft ist eine gerechtere Zeit angebrochen. Doch die hat ihren Preis und mit der Einstellung der Menschenlieferungen an Mortmesne, ...

Kelsea Glynn hat ihren Thron in Neu-London eingenommen und unter ihrer Herrschaft ist eine gerechtere Zeit angebrochen. Doch die hat ihren Preis und mit der Einstellung der Menschenlieferungen an Mortmesne, bricht ein Krieg aus, den Tearling nicht gewinnen kann. Die junge Königin tut alles, um den Krieg zu verhindern, und trifft dabei folgenschwere Entscheidungen ...

Das Ende des Buches hat mich mit einem riesigen, leuchtenden Fragezeichen zurückgelassen und einem leichten Gefühl von „Was ist hier eigentlich gerade passiert?“. Ich gestehe auch, dass ich keine Ahnung habe, was an den Exkursionen in die Vergangenheit so wichtig ist – vielleicht löst sich das ja im nächsten Band auf. Im vorliegenden hat es auf jeden Fall keinen Beitrag zur Beendigung des Krieges gebracht, außer dem Wissen, dass es Tear wohl doch nicht gelungen ist, die Bösartigkeit außen vor zu lassen. Schon im ersten Teil habe ich mir gedacht, dass es auch ein wenig dämlich ist, das gesamte medizinische Personal und Equipment auf ein Schiff zu verfrachten, dass ja anscheinend auch gesunken ist.

Aber kommen wir wieder zum vorliegenden Band. Kelsea hat sich sehr verändert, und vielleicht nicht unbedingt zum Guten. Das wird erst die Zeit zeigen, ich jedenfalls bin skeptisch. Ich bin mir nicht sicher, ob das dunkle Wesen in ihr wirklich nur den Tearsaphiren zuzuschreiben ist oder ob es nicht aus ihrem Inneren kommt. Egal wie, es birgt Gefahren. Gerne würde ich auch endlich wissen, wer ihr Vater ist, denn das scheint ja ein riesiges Geheimnis zu sein. Was so verschwiegen wird, kann auch nicht gut sein und ich fiebere dem nächsten Band entgegen, in dem es hoffentlich Antworten gibt.

Man sollte meinen, mit einem Krieg im Gange würde die Geschichte an Tempo zunehmen, aber dem ist nicht so. Meiner Meinung nach ist das Buch streckenweise immer noch extrem langatmig, gerade wenn in die Vergangenheit eingetaucht wird. Mich beschleicht manchmal das Gefühl, als würde die ganze Geschichte hindurch um den heißen Brei herumgeredet werden. Es gibt nur vage Andeutungen, aber keine richtigen Antworten. Das frustriert mich ein wenig.

Trotzdem bin ich sehr gespannt auf den nächsten Band, der gar nicht mehr so lange auf sich warten lässt und hoffentlich einige ordentliche Antworten bereit hält. Momentan sehe ich die Kelseas Zukunft ja nicht so positiv voraus.

Veröffentlicht am 21.05.2017

Mietzis Seelenleben auf dem Prüfstand

Sorgenkätzchen
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Was tun, wenn der geliebte Kater immer mittwochs inkontinent wird oder das Kätzchen nach dem Kartoffelschälen plötzlich zum kampflustigen Tiger mutiert? Dr. Ulrike Werner rückt an und bereitet dem Katzenjammer ...

Was tun, wenn der geliebte Kater immer mittwochs inkontinent wird oder das Kätzchen nach dem Kartoffelschälen plötzlich zum kampflustigen Tiger mutiert? Dr. Ulrike Werner rückt an und bereitet dem Katzenjammer ein Ende! Die Berliner Tierärztin enthüllt mit viel Fingerspitzengefühl, was Katzen ihren Besitzern nicht sagen können. Dabei ist nicht nur ihr Wissen als Tierverhaltenstherapeutin, sondern auch viel Menschenkenntnis gefragt. Denn manchmal müssen Mensch und Tier sich nur verstehen lernen, damit aus dem Sorgenkätzchen wieder eine glückliche Schmusekatze wird. (Klappentext)

„Sorgenkätzchen“ vermittelt einen guten Einblick in die Sorgen und Nöte unserer felligen Mitbewohner. Dabei schafft es die Autorin, die dargelegten Fälle sowohl interessant als auch informativ zu schildern, so dass man auch einige Tipps für den eigenen Umgang mit seiner Katze ableiten kann.

Trotzdem ist es kein trockener Text, sondern auch die emotionale Seite kommt nicht zu kurz. Bei einigen Geschichten musste ich schon schlucken und andere haben mich zum Lachen gebracht. Die Mentalität einiger Katzenbesitzer kommt mir leider nur zu bekannt vor und ich musste des Öfteren den Kopf schütteln.

Ich stelle fest, dass ähnlich wie beim Hund ist: Nicht die Katze ist das Problem, sondern ihr Besitzer. Allerdings war mir bisher nicht klar, dass Katzen die Probleme oder Krankheiten ihrer Futtergeber spiegeln können. Das hat mich ein wenig überrascht. Oder – mein Favorit – der Fremdgeher aufspürende Kater.

Für meinen Geschmack endet das Buch ein wenig zu abrupt. Es wird der letzte Fall geschildert, eine Seite Werbung und das war dann das Buch. Es fehlt eine Art Ausklang, vielleicht ein allgemeines Resümee oder ähnliches. So wirkt das Buch ein wenig unfertig, als wäre ein Teil nicht gedruckt worden.

Sonst meckere ich an dieser Stelle bei Sachbüchern ja immer über den Preis, aber hier finde ich ihn angebracht. Mit 9,00 € liegt das Buch in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mich hat der kleine Exkurs in die Psyche meiner kleinen Lieblinge auf jeden Fall gut unterhalten.

Veröffentlicht am 20.05.2017

Williams‘ hat Besseres geschrieben

Die dunklen Gassen des Himmels
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Bobby Dollar ist ein Engel, der als Anwalt um die Seelen der jüngst Verstorbenen kämpft, damit sie in den Himmel geleitet werden können. Das funktioniert allerdings nur, wenn besagte Seelen auch anwesend ...

Bobby Dollar ist ein Engel, der als Anwalt um die Seelen der jüngst Verstorbenen kämpft, damit sie in den Himmel geleitet werden können. Das funktioniert allerdings nur, wenn besagte Seelen auch anwesend sind – und das ist bei einigen nicht mehr der Fall. Plötzlich sieht sich Bobby inmitten von Intrigen wieder, sowohl auf himmlischer als auch dämonischer Seite und nicht nur sein irdisches Leben, sondern auch seine unsterbliche Seele sind plötzlich in Gefahr ...

Meine halbe Jugend habe ich damit verbracht, mir jeden Tad Williams Roman in unserer kleinen Stadtbücherei einzuverleiben. Trotzdem muss ich sagen, dass ich, wenn „Dunkle Gassen des Himmels“ meiner erster Williams gewesen wäre, ich kein weiteres Buch mehr von diesem Autor gelesen hätte.

Die Grundidee mag ja ganz nett sein, aber für mich zieht sich dieses Buch in die Länge wie Kaugummi. Wenn man die ganze Story auf etwas mehr als die Hälfte des aktuellen Buches komprimieren würde, hätte man immer noch die wesentlichen Elemente, aber es würde sich sehr viel besser lesen lassen und vielleicht würde mir dann nicht der Kopf voller Fragezeichen schwirren.

Dazu kommt, dass der Hauptcharakter Bobby für mich nie wirklich greifbar ist. Er erweckt bei mir keine Sympathien, aber auch keine Antipathien – vermutlich ist er einer der wenigen Akteure, die mir einfach völlig egal sind. Hätte es ihn in der Mitte des Buches dahingerafft, wüsste ich nicht, ob es mir aufgefallen wäre. Die Geschichte jedenfalls könnte auch ohne ihn weitergeführt werden.

Was das ganze Buch ein wenig rettet, ist einfach Williams toller Schreibstil. Mir hat seine Art zu schreiben schon immer gefallen und wenn nicht gerade die Handlung hängt, lässt sie sich auch sehr flüssig und angenehm lesen.

Vermutlich werde ich diese Reihe in nächster Zeit nicht weiterlesen, außer mir geht plötzlich völlig unerwartet der Lesestoff aus. Glücklicherweise weiß ich bereits, dass Williams auch anders kann und wende mich daher erst einmal seinen anderen Büchern zu.

Veröffentlicht am 13.05.2017

Interessante Übungen zum Selbermachen

Therapier dich selbst!
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Yvette Pichlkostner liefert mit ihrem Buch "Therapier dich selbst" einen praktischen Ratgeber zur Identifizierung von Seelenzuständen und zeigt, wie man psychische Belastungssituationen löschen kann. Humorvoll ...

Yvette Pichlkostner liefert mit ihrem Buch "Therapier dich selbst" einen praktischen Ratgeber zur Identifizierung von Seelenzuständen und zeigt, wie man psychische Belastungssituationen löschen kann. Humorvoll und lebensnah, mit zahlreichen Anleitungen und hilfreichen Übungsbeispielen, erläutert sie wie unterschwellige seelische Konflikte und Belastungen gelöst werden können. So können negative Glaubenssätze und Verhaltensmuster verändert werden — ganz ohne Therapeuten. (Klappentext)

Mir fällt es ein wenig schwer, mir eine abschließende Meinung über das hier vorliegende Buch zu bilden. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Stuhlübung nicht durchführen konnte, da ich über keinen sicheren Rückzugsort verfüge – eine Feststellung, die mir vorher nicht so klar war. Ich wohne in einer WG an der Ausfahrtstraße der Feuerwehr – Ruhe und Ungestörtheit ist hier also nicht zu erwarten.

Nachdem ich lange Jahre der psychotherapeutische Begleitung erfahren habe, kann ich in meinem Alltag auf eine Reihe nützlicher Hilfsmittel zurück greifen, um Situationen erträglicher zu machen. Doch bei alldem ist es mir nie gelungen, gewisse Glaubensmuster und Verhaltensweise nachhaltig zu ändern bzw. zu unterlassen. Mit dem hier vorgestellten Selbstdialog und der Löschtechnik bin ich zuversichtlich, dass sich einiges an meiner Selbstwahrnehmung ändern kann, auch wenn es seine Zeit dauern wird. Das wiederholen positiver Glaubenssätze ist ziemlich hilfreich, wenn einem wieder Selbstzweifel überkommen und ist dabei sehr einfach umzusetzen und zu verwirklichen.

Ich halte es hier mit der Autorin und sage, dass Menschen, die von einer schweren Depression oder anderer klinischen Symptomen betroffen sind, sich nicht ohne professionelle Hilfe ihren Problemen stellen sollten. Sich seinen Traumata und Ängsten zu stellen kann ein sehr aufwühlender Prozess sein, der unbedingt unter die Aufsicht sachkundiger Personen gehört.
Für alle anderen, die etwas in ihrer Einstellung ändern möchten, ist der vorliegende Ratgeber eine gute Ergänzung und kann interessante Einsichten in die eigene Psyche bringen.

Insgesamt werden in dem Buch sehr interessante Techniken vorgestellt, die richtig angewendet sehr nützlich sein können. Ein wenig schreckt mich jedoch der Preis ab, der mir mit fast 15 € im Taschenbuch ein wenig hoch erscheint.