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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2025

Die Geschichte einer starken Frau

Mein Name ist Emilia del Valle
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Bereits das Cover mit der Frau, die bis zu den Hüften im Meer steht und von Möwen umkreist wird, zeigt, dass sich die Geschichte um eine willensstarke Frau dreht. Und dies ist auch der Fall. ...

Bereits das Cover mit der Frau, die bis zu den Hüften im Meer steht und von Möwen umkreist wird, zeigt, dass sich die Geschichte um eine willensstarke Frau dreht. Und dies ist auch der Fall. Emilia del Valle verfolgt von Beginn an ihre Ziele. Zuerst als Autorin von Groschenromanen und später als Journalistin, die mit ihrem Kollegen nach Chile geht, um dort über den sich anbahnenden Bürgerkrieg zu berichten. Auch in diesem Roman ist es Isabel Allende gelungen historische Fakten zu der Geschichte einer emanzipierten und kämpferischen Frau zu verknüpfen. Aber es ist auch ein Teil der Geschichte ihres Herkunftslandes und ich spüre in den Romanen von Isabel Allende immer wieder autobiographische Aspekte. Besonders gut haben mir auch hier wieder die Landschafts- und Städtebeschreibungen Chiles gefallen. Ein Großteil des Romans nehmen die Kriegsbeschreibungen ein. Diese werden sehr detailliert und durchaus brutal beschrieben. Doch auch hier zeigt sich wieder die Stärke von Emilia del Valle, die diese Grausamkeiten erträgt.

Ein sehr fesselnder Roman in gewohnter Isabel Allende Qualität.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Sehr tiefgehende Recherche

Der Krieger und die Königin
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Es war der erste Roman, den ich von dem Autorenduo Iny Lorentz gelesen habe und obwohl die auf dem Buchrücken angekündigte Liebesgeschichte ein wenig zu kurz kam, mochte ich den flüssigen und bildhaften ...

Es war der erste Roman, den ich von dem Autorenduo Iny Lorentz gelesen habe und obwohl die auf dem Buchrücken angekündigte Liebesgeschichte ein wenig zu kurz kam, mochte ich den flüssigen und bildhaften Schreibstil. Der Protagonist Garibald war sehr sympathisch und es war interessant in sein Leben mit den kriegerischen Auseinandersetzungen und den politischen Intrigen einzutauchen. Sowohl die Landschaften, die Personen als auch deren Lebensumstände zu dieser Zeit wurden sehr detailliert beschrieben. Jedoch besticht der Roman vor allem durch ein sehr gut recherchiertes Kapitel deutscher Geschichte. Es werden die Kriege mit den dazugehörigen Daten und Fakten sehr ausführlich beschrieben. Leider rückt dabei die Liebesgeschichte sehr in den Hintergrund.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Spannend und wendungsreich

A Good Girl’s Guide to Murder
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Pippa recherchiert für ein Schulprojekt über einen Mordfall, der vor fünf Jahren passierte und bereits abgeschlossen ist. Hierbei geht es um die Ermordung von Andie Bell durch ihren Freund Sal Singh. Andies ...

Pippa recherchiert für ein Schulprojekt über einen Mordfall, der vor fünf Jahren passierte und bereits abgeschlossen ist. Hierbei geht es um die Ermordung von Andie Bell durch ihren Freund Sal Singh. Andies Leiche wurde jedoch nie gefunden, Sal hat den Mord bestritten und sich dann angeblich im Wald umgebracht. Doch Pippa konnte nie glauben, dass Sal der Mörder war und beginnt zu recherchieren. Hierbei kommt sie einigen Ungereimtheiten auf den Grund und auch die von allen geliebte Andie hatte ihre dunklen Seiten. Pippa nutzt für ihre Recherchearbeit einerseits die klassische Interviewtechnik, aber auch morderne Medien wie Social Media und lernt hierdurch Sals Bruder Ravi kennen, der sie bei ihrer Arbeit unterstützt.

Die Geschichte ist sehr spannend und wendungsreich, da bei Pippas Recherche immer mehr Personen aus Andies Umfeld verdächtig werden. Sehr gut haben mir hierbei die Protagonisten Pippa und Ravi gefallen, die einerseits sehr sympathisch, aber auch sehr mutig waren und sich oftmals auch selbst in Gefahr brachten. Dazu kommt das Setting einer typisch britischen Kleinstadt. Der Schreibstil war leicht und flüssig und die Geschichte so spannend, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen.

Es handelt sich zwar um einen Jugendroman, der aber auch für erwachsene Leser sehr zu empfehlen ist.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Anders als erwartet

Mainblüte
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Dieser Kriminalroman hat mich sehr erstaunt, da es kein Krimi im klassischen Sinne war. Dennoch fand ich die Geschichte sehr spannend. Es geht um Tyra, die tot am Mainufer gefunden wurde und es sich herausstellt, ...

Dieser Kriminalroman hat mich sehr erstaunt, da es kein Krimi im klassischen Sinne war. Dennoch fand ich die Geschichte sehr spannend. Es geht um Tyra, die tot am Mainufer gefunden wurde und es sich herausstellt, dass sie Suizid begangen hat. Im Laufe der Geschichte lernen wir sie und ihr Leben kennen und auch die Gründe für ihren Suizid werden ersichtlich.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da hier aktuelle Probleme sowohl von Jugendlichen als auch der Gesellschaft sehr eindrücklich beschrieben werden. Dies wurde durch die "Jugendsprache" noch realistischer. Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben und insbesondere durch das Thema der Transsexualität erhielten die einzelnen Personen noch mehr Tiefe.

Ein durchweg spannender Roman, auch wenn es sich um keinen Krimi im klassischen Sinne handelt.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Was wäre wenn...

Im Leben nebenan 
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…wir die Möglichkeit hätten noch ein anderes Leben zu leben. Das haben sich bestimmt schon viele gefragt. Genau das passiert Antonia als sie eines Tages mit einem Baby erwacht und feststellt, ...

…wir die Möglichkeit hätten noch ein anderes Leben zu leben. Das haben sich bestimmt schon viele gefragt. Genau das passiert Antonia als sie eines Tages mit einem Baby erwacht und feststellt, dass sie mit ihrer Jugendliebe Leo verheiratet ist und in ihrem Heimatort lebt. In ihr altes Leben mit Jakob scheint sie nicht mehr zurückkehren zu können.
Wir lernen diese Frau als Toni kennen, wenn sie von ihrem kinderlosen Leben mit Jakob erzählt und als Antonia in ihrem Leben mit Leo und ihrer Tochter Hannah. Aber vor allem habe ich die zwei Leben jeder Frau kennengelernt und die Entscheidung für oder gegen ein Kind, bzw. das Problem, das Hoffen und Bangen eines unerfüllten Kinderwunsches.
Die Autorin hat es mit einer wunderbaren Sprache geschafft Antonia/Toni mit Leben zu erfüllen und sie mit und ohne Kind genau zu beobachten und zu beschreiben. Egal ob es ein Urlaub am Meer ist oder ein Einkauf in einem Drogeriemarkt. Dabei verstand sie es die Menschen sehr gut zu beobachten. Hierdurch ist es ihr gelungen diese beiden Leben, bzw. die Lebensentwürfe mit allen ihren Vor- und Nachteilen, aber auch den Schönheiten des Augenblicks und deren Mängeln zu erzählen.
Es war schön mit Antonia zu erleben, wie sie die neuen Aufgaben mit Baby bewältigt und ebenso traurig Toni während ihrer Zeit in der Kinderwunschklinik zu begleiten.
Ich mochte beide Personen sehr gerne und konnte mich sehr gut in ihre Situation versetzen. Die Geschichte war zwar manchmal ein wenig bedrückend, es gab jedoch auch immer wieder schöne und hoffnungsvolle Szenen. Besonders mochte ich die Protagonistin jedoch, weil sie nie aufgab und immer nach vorne schaute.
Diesen Roman empfehle ich sehr gerne weiter, weil es die Autorin geschafft hat, sehr detailliert und präzise das Leben einer Frau aus zwei Sichtweisen zu schildern.

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