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Taubenschlag

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Veröffentlicht am 03.07.2019

Ungewöhnliches Hobby mit Folgen

Tiefes Grab
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Inhalt:

Seit dem unaufgeklärten Verschwinden seiner Schwägerin, geht Martin einer ungewöhnlichen Leidenschaft nach: er besorgt sich Hintergrundinformationen zu nicht gefundenen Mordopern und gräbt sie ...

Inhalt:

Seit dem unaufgeklärten Verschwinden seiner Schwägerin, geht Martin einer ungewöhnlichen Leidenschaft nach: er besorgt sich Hintergrundinformationen zu nicht gefundenen Mordopern und gräbt sie aus. Getarnt als Campingwochenenden, begibt er sich auf die Suche und gibt der Polizei im Anschluß einen anonymen Hinweis. i
Was zunächst nach einem zwar ungewöhnlichen, aber doch harmlosen Hobby ausschaut, wird gefährlich, als er dem ursprünglichen Mörder in die Quere kommt, dem es gar nicht gefällt, dass jemand seine Opfer ausgräbt.

Meine Meinung:

Auf mich wirkte die Handlung zunächst sehr ungewöhnlich. Ein erfolgreicher Geschäftsmann macht sich am Wochenende auf den Weg, um Mordopfer zu finden, die die Polizei bisher nicht finden konnte. Was zunächst wie ein sehr ungewöhnliches Hobby ausschaut, entwickelt sich zu einem sehr gefährlichen Spiel.
Martin hat mit 2 Menschen zu tun, die ihm gefährlich werden können. Die Kommissarin Sandra, die nach dem Verschwinden weiterer Frauen mit den Ermittlungen beauftragt wird und natürlich mit dem Täter, dem es gar nicht gefällt, dass da jemand sein „Werk“ beschädigt, denn als solches sieht er seine Taten an.
Es war sehr spannend, zu erleben, wie sich die Schlinge rund um Martin immer enger zuzog und man sich als Leser schon sicher war, dass die Situation für Martin ausweglos ist. Die Handlung nimmt aber immer wieder eine sehr überraschende Wendung, so dass das Buch von Anfang bis Ende sehr spannend ist und zu einem überraschenden, unerwarteten Ende führt.
Martin ist ein ungewöhnlicher Charakter, der aber gut gezeichnet wird und in seinen Handlungen glaubwürdig wirkt. Auch wenn die Handlung sehr ungewöhnlich ist, ist sie nachvollziehbar und logisch aufgebaut.
Der Thriller ist zwar ungewöhnlich, aber gut und flüssig zu lesen, zeigt einige unerwartete Wendungen, ohne dabei Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Dieses Buch ist eine Empfehlung für Liebhaber etwas anderer Thriller.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Wirres Buch über ein Land der Zukunft

Der europäische Frühling
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Inhalt:

Lolland, eine dänische Insel, hat sich zu einer Insel der Privilegierten entwickelt. Hier regiert Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Menschlichkeit. Die Insel ist streng bewacht, Drohnen haben ...

Inhalt:

Lolland, eine dänische Insel, hat sich zu einer Insel der Privilegierten entwickelt. Hier regiert Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Menschlichkeit. Die Insel ist streng bewacht, Drohnen haben die täglichen Arbeiten übernommen.
Der Rest der Bevölkerung lebt unter deutlich schlechteren Bedingungen. Ihr tägliches Leben ist von islamischen Extremisten und Zuwanderern bedroht. Dänemark hat in Mozambique einen Landstrich gepachtet, um dort unwillkommene Menschen anzusiedeln und dort zu bewachen.
In dieser Welt leben Stig und Elisabeth mit ihrer Tochter. Als Mitarbeiterin des RAID Institut bekommt sie die Möglichkeit auf Lolland zu leben und sich mit der Forschung an intelligenten Tieren zu beschäftigen.

Meine Meinung:

Mir hat die Idee zu diesem Buch gefallen, die Umsetzung war einfach nur wirr und ich habe lange Zeit die versucht die Beschreibung wiederzufinden.
Das Buch besteht aus 3 Handlungssträngen.
1. Der Hund Jack, einer von den neuen Intelligenten Tieren und sein Freund die Elster, die darunter leidet, ständig gejagt zu werden. Ich habe lange Zeit nicht verstanden, was dieser Teil aussagen sollten, bis klar wurden, dass es sich wohl um eines der Tiere handelt, das aus Elisabeths Forschung hervorgegangen ist.
2. Der Maler Christian, der der Geschichte keinen Mehrwert stiftet und ein gestörtes Liebesleben mit kindlichen Frauen und Behinderten hat.
3. Die eigentliche Geschichte rund um Elisabeth, Stig und ihre Tochter, die das eigentliche Thema aufnehmen und mit ihrem Leben zeigen, wie sich das Leben verändert hat.

Leider kommt die Geschichte rund um die gesellschaftlichen Entwicklungen viel zu kurz, stattdessen werden zu viele Seiten auf sprechende Tiere und sexuell seltsam orientierte Maler verschwendet, die die Handlung nicht voran bringen. Über weite Teile des Buches habe ich mich gefragt, was will mir die Geschichte erzählen und wo ist die Gesamthandlung.
Die Teile, die sich mit Elisabeth und Stig beschäftigen waren interessant und hier wurde man auch zum Denken angeregt. Wohin können die derzeitigen Entwicklung führen? Was bedeutet es, wenn sich die Privilegierten in eine schöne, heile Welt zurückziehen und die anderen Menschen unter schlimmen Bedingungen weiterleben müssen?
Erschreckend fand ich auch, wie hier die Moslems dargestellt wurden. Es ist klar, dass der Autor versucht hat, die Situation überspitzt darzustellen, aber warum wurde das an einer existierenden Bevölkerungsgruppe festgemacht?
Die Idee zu diesem Buch hatte Potential, die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Einzig für die Handlung rund um Stig und Elisabeth kann ich 2 Punkte geben.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Die Liebe findet ihren Weg

Bleib doch, wo ich bin
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Inhalt:
Kaya ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben im ländlichen Neuburg. Die betreibt eine kleine Buchhandlung mit angeschlossenem Café, mit ihrer besten Freundin Amelie hat sie viel Spaß und dann ...

Inhalt:
Kaya ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben im ländlichen Neuburg. Die betreibt eine kleine Buchhandlung mit angeschlossenem Café, mit ihrer besten Freundin Amelie hat sie viel Spaß und dann ist da noch ihr kleines Shetlandpony, das sie seit ihrer Kindheit begleitet.
Lasse ist Lehrer und hat nach einer gescheiterten Beziehung, sein Leben in Köln hinter sich gelassen und arbeitet seit kurzem am lokalen Gymnasium in Neuburg. Er kann sich nicht vorstellen längerfristig auf dem Land zu leben und plant seine Rückkehr in die Stadt.
Für beide ändert sich das Leben, als sie sich auf einer Scheunenparty kennenlernen. Eigentlich war es nur eine Wette zwischen Amelie und Kaya, bei der es darum geht, einen Mann für eine halbe Stunde in ein Gespräch zu verwickeln.

Meine Meinung:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Eine schöne, leichte Frühlingsgeschichte, sympathische, gut gezeichnete Charaktere und eine angenehme Stimmung zeichnen dieses Buch aus. Auch wenn dieses Genre nicht zu meinen Lieblingsgenres gehört, hat mich dieses Buch gut unterhalten.
Besonders gewonnen hat das Buch durch die wechselnden Perspektiven zwischen den einzelnen Personen. Man bekommt so einen sehr genauen Eindruck, von der Gefühlslage der einzelnen Charaktere zu den anderen, was hier sehr aufschlussreich ist und dem Buch zusätzlich Tiefe gibt.
Ansonsten handelt es sich um eine typische Geschichte über die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Missverständnisse führen zu Konflikten, eine dramatische Situation wirkt als reinigendes Gewitter. Eine bekanntes Konstrukt sehr gut umgesetzt.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen: Eine schöne Frühlingslektüre.