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Veröffentlicht am 31.05.2020

54 Minuten pure Spannung

54 Minuten
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54 Minuten von Marieke Nijkamp

In Oppotunity passiert nie etwas und alles geht seinen gewohnten Gang, doch bei der Eröffnungsrede zum neuen Schuljahr ist alles anders.
Tyler, ein Junge an der Schule, ...

54 Minuten von Marieke Nijkamp

In Oppotunity passiert nie etwas und alles geht seinen gewohnten Gang, doch bei der Eröffnungsrede zum neuen Schuljahr ist alles anders.
Tyler, ein Junge an der Schule, fängt an zu schießen und rächt sich an allen, die ihm böses getan haben und ein großer Amoklauf durch die Schule beginnt.

Aus der Sicht der vier jugendlichen iwrd der Amoklauf ganz neu geschildert. Es ist als wäre man selbst dabei und spürt die Angst, die die Schüler erleben auch durch das Buch.
Die Geschichte bleibt von Anfang bis Ende spannend und möchte nicht aufhöhren zu lesen. Schon das Cover zeigt die Spannung und die Zerstörung, die passiert. Die Gewalt mit der die Kreide auseinanderbricht passt perfekt zum Buch und macht sofort darauf aufmerksam.
Der Schreibstil bleibt geheinisvoll und Kapitel enden fast jedes mal in einer nicht aushaltbaren Spannung, die dazu zwingt weiter zu lesen.
Die Charaktere sind treffend gewählt, also nicht einfach irgendwelche Schüler, sondern Personen, die alle in direktem Kontakt zu Tyler stehen und machmal mehr, manchmal weniger Angst zu haben brauchen und sich immer von der Gruppe absondern um in gefährlichere oder ungefährlichere Situationen zu kommen. Trotzdem weiß man aber auch immer was mit den normalen Schülern passiert.
Ich findedas Buch an manchen Stellen ein bisschen brutal, aber mich stört das nicht. Trotzdem sollte man gewarnt sein bevor man das Buch liest.
Der Anfang fängt erstmal ziemlich normel an, was sich aber nach den ersten paar seiten legt und es wirklich packend wird. In der Mitte steigert sich dann die Spannung, die im letzten Teil dann ihren Höhepunkt erlebt, von dem man sich nicht mehr abwenden kann. Ganz am Schluss muss man doch noch weinen, sowohl während dem Höhepunkt, als auch danach.
Das letzte Kapitel ist meiner Meinung nach das beste und schönste. Zwischendrinn gibt es manchmal auch Rückblicke, die noch einiges erklären und außerdem gut hinein passen.

Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter, denn ich glaube nicht das ich die einzige sein werde oder bin, die das Buch in vier Tagen durch hat. Es lässt einen einfach nicht los und ich wünsch allen die es noch lesen wollen, ein paar schöne Stunden/Tage im Bett mit 54 Minuten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2020

Einer der besten Liebesromane, die ich gelesen habe

When We Dream
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Die 19-jährige Ella Archer lebt mit ihren Schewestern in Chicago. Sie traut sich nicht etwas zu sagen, doch eigentlich hasst Ella die Stadt und das Leben das sie dort führt, bis sie Jay kennenlernt. Sie ...

Die 19-jährige Ella Archer lebt mit ihren Schewestern in Chicago. Sie traut sich nicht etwas zu sagen, doch eigentlich hasst Ella die Stadt und das Leben das sie dort führt, bis sie Jay kennenlernt. Sie weiß nicht wer er ist, nur dass er nett und humorvoll ist und dass sie ihn vom ersten Moment an mag.

Ella hat zwei Schwestern (eine Ältere und eine Jüngere) und wohnt mit ihnen zusammen in Chicago. Obwohl der Tod ihrer Eltern schon Jahre zurückliegt ist das Thema für alle drei noch aktuell und keine hat es schon richtig verarbeitet. Sie sudiert internationales Wirtschaftsmanagement und hasst jede einzelne Vorlesung. Trotzdem traut sie sich nicht etwas anderes zu machen, wie eine ihrer großen Leidenschaften nachzugehen: dem Lesen und besonders dem Zeichnen/Malen. Sie ist sehr talentiert und nimmt in jeder frien Minute einen Stift in die Hand.

Mir hat das Buch total gefallen und emphehle es auf jeden Fall weiter!! Es ist klassisch, aber schön und es lohnt sich. Jetzt nach dem ersten Band kann ich es kaum erwarten, dass es weiter geht und werde mir natürlich die folgenden Teile auch besorgen:)

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 10.09.2018

Ich lebe auf die einzige Weise auf die es sich zu leben lohnt: in der Gegenwart

Die Hochhausspringerin
1

Hitomi ist Wirtschaftspsychologin und gerade auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, als ihr der Fall der bekannten Hochhausspringerin Riva Karnovsky übertragen wird. Denn diese zieht sich plötzlich in ihre ...

Hitomi ist Wirtschaftspsychologin und gerade auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, als ihr der Fall der bekannten Hochhausspringerin Riva Karnovsky übertragen wird. Denn diese zieht sich plötzlich in ihre Wohnung zurück und weigert sich zu trainieren.
Hitomi stürzt sich in die Arbeit, aber egal wie lange sie Riva auch beobachtet, sie erkennt einfach keinen Grund für die apprupte Depression. Dazu kommt die Dringlichkeit des Falls und Hitomi wird immer panischer, denn wenn sie versagt wird sie abgeschoben, in die Peripherien, den Alptraum jedes normalen Bürgers...



Julia von Lucadou führt uns in ihrem ersten Buch gleich in eine Zukunft, die für jeden von uns ein abschreckendes Beispiel ist. Eine Welt der totalen Kontrolle und Überwachung, die leider gar nicht so weit von unserer eigenen entfernt ist.

"Die Hochhausspringerin" von Julia von Lucadou wird aus der Perspektive der jungen Wirtschaftspsychologin Hitomi Yoshida erzählt, die bei ihrem Job an ihre Grenzen kommt. Der wachsende Druck und die panische Angst in die Peripherien ausgewiesen zu werden sorgen bei ihr für einen langsamen innerlichen Zusammenbruch.
Ich habe beim lesen genau dieses Gefühl gespürt, das man hat wenn so krank wird, dass man sich auflöst und die eigene Welt Schritt für Schritt zerfällt.

Bei Riva war das anders. Ich konnte sie nicht so richtig nachvollziehen wie Hitomi, habe sie aber trotzdem in gewisser Weise verstanden.

Die Geschichte an sich spielt dabei in der nahen Zukunft, in der Hitomi erwachsen ist. Dennoch gibt es immer wieder Rückblicke in ihre Kindheit und ihrer dortigen besten Freundin Andorra, die nach all den Jahren immer noch in Hitomis Herz ist und vermisst wird.
Auch in Rivas Kindheit gibt es immer wieder Rückblicke, die von Hitomi analysiert werden um den Grund der plötzlichen Depression herauszufinden.

Der Prolog und damit erste Eindruck in das Buch ist sehr gut gelungen. Dabei wird Rivas Arbeit in genauester Weise beschrieben und ein wunderbarer Übergang ins erste Kapitel geschaffen. Aber ab da wird es verwirrend. Man erkenntnicht genau den Protagonisten und ob es ein Mann ist oder eine Frau. Der Bericht am Ende des ersten Kapitels hat mich dann völlig aus der Bahn geworfen und ich habe eine ganze Weile gebraucht,um wieder in das Buch reinzufinden und die Geschichte völlig zu kapieren.
Kurz gesagt: Wenn man nicht von Anfang an jedes Detail beachtet und sich merkt, ergibt die Geschichte nicht mehr viel Sinn und man muss zurückblättern um bestimmte Details zu entdecken.

Im Hauptteil wird dann vieles einfacher und das Buch nimmt einen so richtig mit.
Auch die Identität der zunächst noch geheimnissvollen Andorra wird nach und nach gelichtet, wobei ich mir bei ihr ein anderes Ende ausgedacht und die Erzählungen der ehemaligen Freundin nicht so apprupt gestoppt hätte. Wenigstens ein letztes Treffen, oder ein Abschied der beiden, aber so war es irgendwie blöd.

Das Finale Ende hab ich so nicht erwartet, denn auch dieser Teil kommt ziemlich plötzlich und abgehackt, aber trotzdem in gewisser Weise schön und abgerundet. Außerdem bleiben mehrer Fragen am Ende übrig, oder unklare Stellen. Ich weiß nur noch nicht, ob ich diese gut oder schlecht finden soll.



Alles in allem finde ich die Hochhausspringerin ein gelungener Scienes-Fiction Roman, der wie jedes andere Buch seine Höhen und Tiefen hat.
Er hat viele Gegensätze, die mich sehr beeindrucken, weil ich noch in keinem Buch zuvor eine solche Wiedersprüchliche Meinung hatte. Es ist auch kompliziert zu lesen, da man öfters Stellen wiederholen muss, aber das stört mich nicht wirklich.
Also auf mich hat das Buch einen sehr guten Eindruck gemacht und ich empfehle es an alle Leseratten weiter, die gerne Romane lesen, aber auch an alle anderen, denn diese Geschichte fasziniert glaube ich jeden, der sie gelesen hat.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
  • Idee
Veröffentlicht am 06.08.2018

Seltsam, wie man lange durchs Leben gehen kann, ohne jemanden zu brauchen, aber wenn man ihn dann kennengelernt hat hat, braucht man ihn immerzu

Was uns bleibt ist jetzt
2

Nach dem Tod ihrer ersten großen Liebe Reeve, ist Jam am Boden zerstört. Sie muss an ein Internet für traumatisierte Jugendliche und kommt in die sonderbare Literaturklasse der Schule.
Dort soll sie mit ...

Nach dem Tod ihrer ersten großen Liebe Reeve, ist Jam am Boden zerstört. Sie muss an ein Internet für traumatisierte Jugendliche und kommt in die sonderbare Literaturklasse der Schule.
Dort soll sie mit ihren vier Klasenkameraden in Tagebücher schreiben. Doch was am Anfang ätzend zu sein scheint, wird zum unglaublichsten Erlebnis ihres Lebens.
Denn während sie schreibt, durchlebt sie ihre Zeit mit Reeve erneut und sie versucht jeden Augenblick davon aufzusaugen.
Aber mit jeder Seite, rückt auch der Tag näher, an dem ihre ganze Welt plötzlich zusammenbrach und schließlich muss auch Jam einsehen, dass man vor der Wahrheit nicht fliehen kann...


„Was uns bleibt ist jetzt“ von Meg Wolitzer ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, dass ich mich schon auf weitere Romane von ihr freue.
Sie hat schon insgesamt zwölf Bücher geschrieben, wovon sechs ins Deutsche übersetzt wurden. Ihre Geschichten erzählt sie auf eine sehr sanfte und angenehme Art, die bei ihren Lesern immer gut ankommt und sie ist dafür (finde ich) viel zu unbekannt.

„Was uns bleibt ist jetzt“ wird aus der Sicht der traumatisierten Jam Gallahue erzählt, die immer wieder auf ihre Vergangenheit zurückblickt, weil sie sie einfach nicht loslassen kann. Man fühlt regelrecht ihren Schmerz und ihren Verlust, wobei sich auch die ein, oder andere Träne einfach nicht aufhalten lässt. An manchen Stellen versteht man Jam vollkommen und dann denkt man wieder: „Was macht sie denn jetzt?“
Aber trotz allem ist sie stark, freundlich und natürlich mitreißend.

Jam ist aber nicht die einzige Figur, die mich beeindruckt hat. Auch Griffin, Sierra und die anderen aus der Literaturklasse, oder DJ, ihre Mitbewohnerin, haben mich in ihren Bann gezogen.
Die Charaktere sind insgesamt gut ausgewählt und der ein oder andere hält bis zum Schluss einige Überraschungen parat.

Man liest das Buch recht schnell, da es einfach geschrieben ist, und trotzdem kann man sich nicht losreißen. Man will wissen wie es weitergeht: Wie Reeve genau gestorben ist, was die anderen traumatisiert hat, oder auch nur, ob Jam über ihren Verlust hinwegkommen wird.
Es ist packend und herzzerreißend. Es nimmt dich mit und lässt dich erst wieder los, wenn es fertig mit dir ist.

Aber ich muss zugeben, dass das Buch auch seine Nachteile hat. Manchmal lässt es einen zu früh los, und man muss erst wieder reinfinden und ab und zu wird es wirklich seltsam. Zum Beispiel die Vorlieben ihrer Mitbewohnerin oder das Finale Ende haben mich ehrlich gesagt irritiert und man hätte vielleicht das ein oder andere weglassen können.

Anders als in vielen anderen Romanen, kommt das Ende hier wirklich überraschend.
Während des ganzen Buches baut es auf und deckt dabei immer mehr Geheimnisse auf, sodass man sich das Ende eigentlich denkt.
Aber ACHTUNG: Egal wie ihr glaubt, dass es ausgehen wird. Ihr irrt euch!!
Das finale Ende ist wie die letzte wirklich positive Erfahrung mit dem Buch, die euch immer gut an die Geschichte zurückdenken lässt.

Allein die Idee eines solchen Romans, hätte und werde ich nie in meinem Leben haben (weswegen ich auch nie Autorin werde).
Die Umsetzung wäre mir auch nie so gut gelungen, wobei sie (wie zuvor erwähnt) an manchen Stellen seltsam wird.



„Was uns bleibt ist jetzt“ von Meg Wolitzer gehört zu meinen Favoriten, die ich je gelesen habe. Trotzdem empfehle ich es nur an all diejenigen weiter, die Romane gerne lesen, denn sonst weiß ich nicht, ob es so interessant und spannend wird.
Das Buch ist witzig, sentimental und seltsam. Es hält einige Überraschungen bereit und regt auch noch nach dem Lesen zum nachdenken an. Zwar nicht so sehr wie bei anderen Büchern, aber dennoch ein bisschen.
Man erkennt dann plötzlich den Kern der Geschichte und was es uns sagen will, nämlich dass man die Wahrheit, egal wie schrecklich sie auch sein mag, akzeptieren sollte, denn wenn amn es nicht tut, wird man auf ewig von ihr verfolgt.

Veröffentlicht am 07.05.2018

Die böse Hexe oder nur Ellie Atkinson?

Das Böse in deinen Augen
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Der packende Psychothriller "Das Böse in deinen Augen" von Jenny Blachurst erzählt die Geschichte der ehemaligen Kinderpsychologin Imogen Reid, die in ihr altes Hematdorf Gaunt zurückkehrt und dort den ...

Der packende Psychothriller "Das Böse in deinen Augen" von Jenny Blachurst erzählt die Geschichte der ehemaligen Kinderpsychologin Imogen Reid, die in ihr altes Hematdorf Gaunt zurückkehrt und dort den Fall der 11-jährigen Ellie Atkinson übernimmt.
Schon bald merkt sie, dass das Mädchen in seltsame Ereignisse verwickelt zu sein scheint und angeblich "böse" sein soll.
Aber Imogen glaubt nicht an übernatürliches und nähert sich dem Mädchen, trotz Warnungen, immer mehr an. Doch irgendwann ist auch sie von den schrecklichen Ereignissen betroffen und beginnt zu zweifeln, ob ihre Bindung zu Ellie wirklich gut war.
War es bloß Zufall, dass ihre Vorgängerin gekündigt hat um zu heiraten?
Wird es bei Ellie so enden, wie bei Imogens letztem Fall?
Und was ist da überhaupt geschehen?

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mehr von dem Buch erwartet, was aber nicht heißt, dass es nicht gut ist. Es gab viele Abende, an denen ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, egal wie sehr ich mich gegruselt oder gefürchtet habe.
"Das Böse in deinen Augen" ist mein erstes Buch von jenny Blackhurst und mir hat es gut gefallen.
Die Geschichte wird abwechselnd von Ellie, Imogen und manchmal noch anderen erzählt, was die Spannung nochmal hervorhebt, indem z.B. viele Kapitel so enden, dass man praktisch weiterlesen muss. Zum anderen mochte ich den Perspektivenwechsel, weil man die verschiedenen Charaktere besser verstehen konnte und warum sie bestimmte Dinge tun/getan haben.
Den Schreibstil fand ich genial! Er hat die passenden Szenen gruselig, spannend, rührend, usw. beschrieben. Er war auf jeden Fall nie störend oder unpassend.
Jetzt aber mal zum negativen: Als erstes war ich von Ellie und dieser Idee zum Übernatürlichen begeistert, aber nach ein bisschen mehr als der Hälfte, konnte ich mir das Ende beinahe denken. Zur Verteidigung: Das Ende hatte dann doch noch ein paar Überraschungen parat, aber im großen und ganzen war ich danach fast ein bisschen enttäuscht. Es war mir einfach zu einfach und plump.
Sonst fällt mir eigentlich wenig ein, dass ich schlecht finde...

Ich habe einfach danach gemerkt, dass Psychothriller doch nicht so meins sind, aber an alle Thriller-fans! Lest das Buch, denn es lohnt sich und ihr werdet es, wie ich, nicht mehr aus der Hand legen können!!!