Wer ist verrückt, wer lügt?
Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus.Das Buch hält auf jeden Fall was Cover und Titel versprechen. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, den größten Anteil nimmt aber Smilla ein. Sie hat eine Brustkrebserkrankung überstanden ...
Das Buch hält auf jeden Fall was Cover und Titel versprechen. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, den größten Anteil nimmt aber Smilla ein. Sie hat eine Brustkrebserkrankung überstanden und ist mit ihrem Mann Jonas in den Schwarzwald gezogen. Bei ihrer ersten Joggingrunde rettet sie einen kleinen Jungen vor dem Ertrinken, aber als die Mutter dazu kommt ist diese abweisend und undankbar. Gleichzeitig hat Smilla das Gefühl diesen Jungen zu kennen, es fühlt sich so an, als sei es ihr eigenes Kind. Es stellt sich heraus, dass der Junge der Sohn ihrer Nachbarn Quentin und Lou ist. Beim gemeinsamen Abendessen ist die Stimmung angespannt, Lou ist unfreundlich und Quentin scheint etwas zu verbergen.
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, durch die kurzen Kapitel taucht man immer weiter in die Geschichte ein und lernt die vier Nachbarn kennen. Was ich wirklich gut fand ist, dass Smilla zwar das Gefühl hatte "Das ist mein Kind", aber gleichzeitig weiß, dass es gar nicht sein kann. Sie hat diese Ahnung, ist aber nicht besessen davon. Irgendwann verrennt sie sich in eine Idee, was mich als Leserin immer verärgert, aber natürlich wird erst einmal nach naheliegenden Lösungen gesucht. Dabei liegt die Wahrheit tief in der Vergangenheit...