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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2026

Wer ist verrückt, wer lügt?

Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus.
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Das Buch hält auf jeden Fall was Cover und Titel versprechen. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, den größten Anteil nimmt aber Smilla ein. Sie hat eine Brustkrebserkrankung überstanden ...

Das Buch hält auf jeden Fall was Cover und Titel versprechen. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, den größten Anteil nimmt aber Smilla ein. Sie hat eine Brustkrebserkrankung überstanden und ist mit ihrem Mann Jonas in den Schwarzwald gezogen. Bei ihrer ersten Joggingrunde rettet sie einen kleinen Jungen vor dem Ertrinken, aber als die Mutter dazu kommt ist diese abweisend und undankbar. Gleichzeitig hat Smilla das Gefühl diesen Jungen zu kennen, es fühlt sich so an, als sei es ihr eigenes Kind. Es stellt sich heraus, dass der Junge der Sohn ihrer Nachbarn Quentin und Lou ist. Beim gemeinsamen Abendessen ist die Stimmung angespannt, Lou ist unfreundlich und Quentin scheint etwas zu verbergen.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, durch die kurzen Kapitel taucht man immer weiter in die Geschichte ein und lernt die vier Nachbarn kennen. Was ich wirklich gut fand ist, dass Smilla zwar das Gefühl hatte "Das ist mein Kind", aber gleichzeitig weiß, dass es gar nicht sein kann. Sie hat diese Ahnung, ist aber nicht besessen davon. Irgendwann verrennt sie sich in eine Idee, was mich als Leserin immer verärgert, aber natürlich wird erst einmal nach naheliegenden Lösungen gesucht. Dabei liegt die Wahrheit tief in der Vergangenheit...

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Jugendliche mit Superkräften

Mystery Eye
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Die Hauptfigur Tammy wächst in den sprichwörtlichen "schwierigen Verhältnissen" auf, mit einer abwesenden Mutter und einem noch abwesenderen Vater. Als Kind einer sozial schwachen Familie nimmt sie an ...

Die Hauptfigur Tammy wächst in den sprichwörtlichen "schwierigen Verhältnissen" auf, mit einer abwesenden Mutter und einem noch abwesenderen Vater. Als Kind einer sozial schwachen Familie nimmt sie an einem Ferienlager teil, für das sie sich mit 15 Jahren schon viel zu alt findet. Tatsächlich ist sie im selben Alter wie einige der Betreuer, zumindest von denen die ebenfalls nicht freiwillig mitfahren. Isaac kommt aus einer reichen Familie, muss aber als Sozialauflage mit zu diesem Camp fahren und hat keinerlei Interesse seinen Betreueraufgaben nachzukommen.
Als er und Tammy sich zufällig ansehen, passiert etwas, was alles verändern wird. Sie sehen eine Art flammendes Auge und hören einen Ton. Beide verstehen, dass sie eine Gabe besitzen. Doch während Tammy alles darüber herausfinden will, versucht Isaac es mit allen Mitteln geheim zu halten. Natürlich geraten beide in einen Strudel von Ereignissen, der sie nach London führt, wo sie zwei weitere Jugendliche mit dieser Begabung kennen lernen.

Es fiel mir ein wenig schwer in dieses Buch hineinzukommen, aber dann hat es mich doch gepackt. Die Story ist gut gemacht und die Charaktere sehr sympathisch. Dass sie alle noch so jung sind und trotzdem mit Flugzeug, Auto und Co herumreisen habe ich weitestgehend ignoriert, es spielt im Grunde nur eine untergeordnete Rolle. Alles in allem hatten ich nach diesem Buch den Wunsch sofort weiter zu lesen und genau das macht wohl einen guten ersten Band aus.

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Erklärt die Grundlagen der Hirnforschung

Ein Date mit deinem Gehirn
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Das Buch ist erst einmal wunderschön gestaltet! Es geht um unser Gehirn und wie wir es besser verstehen können. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und der Schreibstil ist gut lesbar. Es ist kein Fachbuch, ...

Das Buch ist erst einmal wunderschön gestaltet! Es geht um unser Gehirn und wie wir es besser verstehen können. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und der Schreibstil ist gut lesbar. Es ist kein Fachbuch, sondern für interessierte Menschen auch ohne Vorkenntnisse gut geeignet. Leider hat es mich nicht immer mitgerissen, ich hatte es etwas kurzweiliger erwartet. An manchen Stellen durchaus humorvoll und lehrreich, insgesamt macht der Autor aber einen sehr großen Bogen und deckt viele Themen ab.
Dabei nutzt er gern Vergleiche und versucht immer, die Leser_innen abzuholen und nicht zu fachlich zu werden. Man sollte etwas Zeit mitbringen um dieses Buch zu lesen, trotz der bunten Aufmachung und teils lockerer Sprache geht es doch um Wissenschaft und natürlich geht das nicht ohne Fachbegriffe und Erklärungen.
Alles in allem ein gutes Buch, auch wenn ich denke, dass es bessere in diesem Bereich gibt.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Anders als erwartet

Das Signal
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Ursula Poznanski hat es schon so oft geschafft, dass ich ein Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte - und auch hier ist es so gewesen.
Hauptfigur ist die wohlhabende Innenausstatterin Viola Decker, ...

Ursula Poznanski hat es schon so oft geschafft, dass ich ein Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte - und auch hier ist es so gewesen.
Hauptfigur ist die wohlhabende Innenausstatterin Viola Decker, die schon ein wenig ein Glamour-Leben führt. Oder zumindest führte, denn sie wacht im Krankenhaus auf und muss erfahren, dass sie ein Bein verloren hat. Sie ist in den Weinkeller neben ihrem Haus gegangen und die Decke ist eingestürzt. Wie so oft erinnert sie sich zunächst nicht, was sie in dem Weinkeller wollte oder wie der Einsturz passiert ist.
Viola wird zwar relativ schnell aus dem Krankenhaus entlassen, kann sich zu Hause aber kaum frei bewegen. Ihr Mann versucht es ihr so einfach wie möglich zu machen, indem er Termine organisiert und sofort eine Pflegerin einstellt. Aber Viola ist nun behindert, sie kann nicht einmal ohne Hilfe vom Bett in den Rollstuhl gelangen, ganz zu schweigen vom Obergeschoss des Hauses. Die meiste Zeit verbringt sie mit ihrem Smartphone oder Tablet im Bett. Zufällig stößt sie auf eine Werbeanzeige für GPS-Tracker und kauft aus Neugier welche. Sie findet schnell heraus, dass ihr Mann nicht immer ganz ehrlich zu ihr ist.

All das ist wirklich gut geschrieben und sehr spannend. Die Charaktere sind wirklich interessant und man weiß lange nicht wer hier ein falsches Spiel spielt. Worum es allerdings nicht geht ist GPS-Tracking. Natürlich spielt diese Ortungmethode eine zentrale Rolle, aber es geht nicht um die Technik. Worum es - gerade in der ersten Hälfte des Buches - wirklich geht ist das Leben nach einem Schicksalsschlag. Viola kann nicht mehr arbeiten, wartet auf ihre Prothese, lernt mit dem Rollstuhl umzugehen. Außerdem macht sie Spiegeltherapie gegen ihre Phantomschmerzen. Auch diese Themen werden nicht im Detail behandelt, aber das würde vermutlich auch den Rahmen des Buches sprengen.

Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die gern Rätsel lösen.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Fesselnd, spannend und sehr düster

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Obwohl dieses Buch Teil einer Serie um den Ermittler Fabian Risk ist, lässt es sich sehr gut einzeln lesen.
Zunächst geht es um einige Straftaten die zum Teil nicht sehr schwer erscheinen. Aber auch ...

Obwohl dieses Buch Teil einer Serie um den Ermittler Fabian Risk ist, lässt es sich sehr gut einzeln lesen.
Zunächst geht es um einige Straftaten die zum Teil nicht sehr schwer erscheinen. Aber auch ein Mord geschieht – und wird zunächst für einen Schlaganfall gehalten. Der Zusammenhang wird nach und nach klar, denn alles führt zu einem viel größeren Verbrechen. Aber auch das ist noch nicht das große Ganze, hier entwickelt sich auf über 600 Seiten eine komplexe Geschichte.
Das Buch ist spannend geschrieben und gut zu lesen obwohl man permanent zwischen den einzelnen Schauplätzen springt. Dabei kommt man immer ein Stück weiter, gerade wenn ich dachte ich habe verstanden, warum die Personen so gehandelt haben, kam ein völlig neuer Aspekt dazu. Das Ende hat mir zwar weniger gefallen, aber die
Es geht u.a. um Gewalt gegen Kinder, wer eher schwache Nerven hat sollte auf dieses Buch verzichten.

Das Cover ist typisch für einen düsteren nordischen Krimi, der Titel ist allerdings völlig wahllos. Vielleicht habe ich etwas verpasst, aber ich konnte keinen Bezug zum Inhalt finden.

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