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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2018

Die Gerechte

Die Gerechte
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Das Gute an einem Hörbuch ist ja, dass man es in Situation nutzen kann, in denen man nebenher kein Buch lesen kann. Und genau das ist besonders praktisch, wenn es um ein Buch wie dieses hier geht, dass ...

Das Gute an einem Hörbuch ist ja, dass man es in Situation nutzen kann, in denen man nebenher kein Buch lesen kann. Und genau das ist besonders praktisch, wenn es um ein Buch wie dieses hier geht, dass man nämlich wirklich keine Sekunde aus der Hand legen könnte.

Man trifft scheinbar zufällig auf eine Frau, die einem hilft, die untreue Ehefrau und deren Liebhaber umzubringen. Das klang schon nach der ersten Zeile aufregend und nach etwas Neuem. Und genau das bekam ich dann auch. Auf ungewöhnliche und einfallsreiche Art erfährt der Leser, wie es zu diesem bizarren Zusammentreffen kam und was ab dann passiert. Planung, Ausführung, Probleme, Lösungen, all das findet seinen Platz.

Einen Mord aus der Perspektive des Täters und deren Werdegang zu betrachten gestaltet die Geschichte noch interessanter als die Tat selbst. Die verschiedenen Sprecher machen die Sprünge zwischen den Protagonisten leicht zu verstehen und jeder von ihnen trägt zu der aufregenden Geschichte seinen Teil bei. Und um der Spannung keinen Abbruch zu tun, bleibt das Ende dann sogar mit einem letzten Satz offen.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Die andere Schwester

Die andere Schwester
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Wie viele andere wahrscheinlich auch, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, weil ich schon „Die Nachtigall“ gelesen hatte, das für mich eines der besten Bücher war, die ich in diesem Genre bis jetzt gelesen ...

Wie viele andere wahrscheinlich auch, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, weil ich schon „Die Nachtigall“ gelesen hatte, das für mich eines der besten Bücher war, die ich in diesem Genre bis jetzt gelesen habe.

Wichtig ist deshalb aber schon ganz zu Anfang, dass die beiden Bücher bis auf die Tatsache, dass die Hauptprotagonisten Schwestern sind, nichts miteinander gemeinsam haben.

Das Einzige, was Meghann und Claire miteinander verbindet ist ihre schwierige Kindheit. Für ihre Mutter kamen die Kinder, wenn überhaupt an zweiter Stelle, weswegen sie immer auf sich allein gestellt waren. Als Claires Vater schließlich Claire zu sich nimmt, bricht die Bindung zwischen den Beiden und sie führen von da an getrennte Leben, die sie in gegensätzliche Richtungen führen. Als Claire beschließt einen Mann zu heiraten, den sie seit ein paar Wochen kennt, will Meghan ihre Schwester „retten“.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und besitzen viel Tiefe. Beide haben eine klar verständliche Vergangenheit und der Leser kann gut nachvollziehen, wie sie zu diesen Menschen geworden sind. Beide gehen eine Entwicklung durch, die ich allerdings nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Was mich allerdings gestört hat war das doch sehr vorhersehbare Ende. Schon etwa aber der Mitte lässt sich erkennen, dass am Ende eine heile Welt zurückbleibt, in der die Schwestern mit sich und ihren Leben glücklich sein werden, auch wenn auf dem Weg dahin noch einige Kämpfe auszutragen sind. Hier hätte etwas mehr Raffinesse nicht geschadet!

Alles in allem ist es aber trotzdem eine interessante und lesenswerte Geschichte.

Veröffentlicht am 21.06.2018

Drei Schicksale in einer Welt

Der Zopf
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Drei Frauen erzählen ihre Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem verknüpft sind. Von der mittellosen Inderin, die hoffnungsvoll ihre Haare opfert über die temperamentvolle Italienerin, ...

Drei Frauen erzählen ihre Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem verknüpft sind. Von der mittellosen Inderin, die hoffnungsvoll ihre Haare opfert über die temperamentvolle Italienerin, die mit den indischen Haaren das Unternehmen ihres Vaters retten will bis zur karrierefixierten Kanadierin, die damit ihre Krebserkrankung verdecken will.

Dabei schlüpfen sie in alle Rollen, die es für eine Frau geben kann, die Mutter, die Tochter, die Ehefrau, die Kämpferin, die Gläubige, die Unterwürfige, die Aufständige, die Mutige, die Karrierefrau, die die Ausbrechen will.

Der Schreibstil ist dabei schlicht aber prägnant. Durch die kurzen Kapitel in denen die drei Frauen abwechselnd erzählen fliegen die Seiten.

Die Geschichte ist eindrucksvoll und zeigt wie in der heutigen Zeit so viele Schicksale mit einander verwebt sind. Ich hätte mir aber trotzdem noch mehr Tiefe gewünscht, denn alle drei Schicksale enden lose, obwohl ihr Ausgang noch komplett ungewiss ist.

Trotz alledem ein besonderes und mitreisendes Buch über verflochtene Schicksale drei sehr unterschiedlicher Frauen.

Veröffentlicht am 21.06.2018

Teil 4

Im Schatten unserer Wünsche
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Der vierte Teil der Cliffton Saga erzählt von der Krise, in die das Familienunternehmen gestürzt wird, nachdem einige alte und neuere Feinde der Familie auftreten. Obwohl ich Befürchtungen hatte, dass ...

Der vierte Teil der Cliffton Saga erzählt von der Krise, in die das Familienunternehmen gestürzt wird, nachdem einige alte und neuere Feinde der Familie auftreten. Obwohl ich Befürchtungen hatte, dass es mir zu wirtschaftlich und politisch wird, war die Geschichte genauso mitreisend und spannend wie die vorherigen Bände. Besonders gefallen hat mir die Raffinesse und Cleverness der Protagonisten ihre Rivalen auszubooten und sich aus der Schlinge zu ziehen.

Der Sprecher und Schreibstil sind wie zuvor abwechslungsreich und sorgen für ein großes Hörvergnügen. Die Charaktere, die aus jeweils ihrer eigenen Perspektive die gleichen Ereignisse beschreiben sorgen für den nötigen Rundumblick.

Ich bin gespannt auf den nächsten Teil!

Veröffentlicht am 21.06.2018

Teil 3

Erbe und Schicksal
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Die Cliffton Saga geht weiter und bleibt spannend, dramatisch und abwechslungsreich. Die Frage um die Erbschaft und die Verantwortung für Jessica, die uneheliche Tochter von Hugo Barrington wird geklärt. ...

Die Cliffton Saga geht weiter und bleibt spannend, dramatisch und abwechslungsreich. Die Frage um die Erbschaft und die Verantwortung für Jessica, die uneheliche Tochter von Hugo Barrington wird geklärt. Giles heiratet und bringt damit einen Bruch in die Familie.

Erich Räuker liest die Geschichte gewohnt mitreisend, so dass die Stunden verfliegen.

Wie zuvor endet das Buch mit einem riesigen Cliffhanger, der diesmal das Schicksal von Sebastian ungeklärt lässt. Ich bin gespannt wie es weiter geht!