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Veröffentlicht am 28.03.2026

Alle glücklich? Von wegen!

Alle glücklich
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Auf den ersten Blick scheinen die Holtsteins ein perfektes Leben zu führen. Ein tolles Haus, erfolgreiche Jobs, gut erzogene Kinder – eben alle glücklich. Oder etwa doch nicht? In Kira Mohns neuem Roman ...

Auf den ersten Blick scheinen die Holtsteins ein perfektes Leben zu führen. Ein tolles Haus, erfolgreiche Jobs, gut erzogene Kinder – eben alle glücklich. Oder etwa doch nicht? In Kira Mohns neuem Roman "Alle glücklich" werfen wir einen Blick hinter die Fassade dieser scheinbar perfekten Familie. Und was soll ich sagen? Das Buch hat mich von der ersten Seite an komplett abgeholt. 😍

Erzählt wird die Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven: Wir begleiten die Eltern Nina und Alexander sowie die Kinder Emilia und Ben. Nach außen hin sind sie die klassische Bilderbuchfamilie, doch jeder von ihnen trägt seine eigenen Geheimnisse, Sorgen und Sehnsüchte mit sich herum, über die innerhalb der Familie kaum gesprochen wird.

Dank der unterschiedlichen Sichtweisen bekommt man diese als Leser aber hautnah mit, was mir gut gefallen hat. Dadurch entsteht eine regelrechte Sogwirkung beim Lesen und ich wollte unbedingt wissen, wie es wohl weitergeht und wann die Situation eskaliert. 💥

​Mohns Schreibstil ist feinfühlig, flüssig und auch intensiv, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Sie schafft es so gut, diese doch recht beklemmende und scheinbar aussichtslose Atmosphäre einzufangen, in der die Holtsteins nebeneinanderherleben anstatt miteinander zu reden.

Alle vier Erzählstränge sind dabei auf ihre eigene Art total fesselnd, aber besonders Emilias Geschichte ist mir sehr nahegegangen. Je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr hat mein Herz für die 16-Jährige geblutet. 🥹 Gleichzeitig war es aber auch schön zu beobachten, wie sie und auch Nina ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und für sich selbst einstehen, anstatt nur den schönen Schein wahren zu wollen.

Insgesamt ist ​"Alle glücklich" ein leiser und tiefgründiger Roman, der mich Kapitel für Kapitel weiter in seinen Bann gezogen und emotional völlig gefesselt hat. Ein absolutes Jahreshighlight für mich! 🩷

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein letztes Mal nach Hazelwood

Sparkles like Moonlight
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Nachdem ich die ersten beiden Bände der Tennessee-Dreams-Reihe total gerne gelesen habe, war der Abschluss "Sparkles Like Moonlight" von Ann-Kathrin Falkenberg natürlich ein absolutes Muss für mich. Ich ...

Nachdem ich die ersten beiden Bände der Tennessee-Dreams-Reihe total gerne gelesen habe, war der Abschluss "Sparkles Like Moonlight" von Ann-Kathrin Falkenberg natürlich ein absolutes Muss für mich. Ich war so gespannt auf die Geschichte von Rile und Amy, die wir ja schon in den vorherigen Bänden kennengelernt haben und zwischen denen im zweiten Band ganz schön die Fetzen geflogen sind. 😅

​Falkenbergs Schreibstil hat mich auch dieses Mal wieder sofort abgeholt. Er ist flüssig, einnehmend und so bildhaft, dass ich mich direkt wieder nach Hazelwood versetzt gefühlt habe. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen, auch weil man Charlie, Nate, Amber und Caleb aus den vorherigen Bänden wiedertrifft.

​Amy und Rile sind eigentlich beste Freunde, obwohl sie so unterschiedlich sind: Amy ist extrovertiert und verdrängt Probleme lieber, als sich ihnen zu stellen, während Rile eher ein introvertierter Bücherwurm und Naturliebhaber ist. Doch plötzlich ist alles zwischen den beiden anders und bei jedem Zusammentreffen sprühen direkt die Funken – und das nicht im positiven Sinne. 😬🙈 Ich war gespannt, mehr über die beiden und ihren Streit zu erfahren.

Und eigentlich waren mir Amy und Rile sehr sympathisch – jedoch nur so lange sie nicht im selben Raum waren. Denn dann wurden die beiden einfach so anstrengend. Die meiste Zeit haben sie sich so kindisch und unreif verhalten, dass ich sie am liebsten zwischendurch geschüttelt hätte, damit sie endlich mal vernünftig miteinander reden und ehrlich zueinander sind! Aber das ständige Hin und Her zwischen den beiden war mir persönlich einfach too much.

Für mich ist "Sparkles Like Moonlight" insgesamt ein schöner Abschluss der Reihe – auch dank des Epilogs, bei dem ich dann doch recht sentimental wurde. In meinen Augen hat die Autorin eine ganz besondere Wohlfühlreihe erschaffen, die ich nicht mehr missen möchte – und ich hoffe sehr, irgendwann mal wieder nach Hazelwood zurückzukehren. 🦋✨

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Tolle Fortsetzung

You Are My Anchor
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Nachdem "You Are My Hurricane" letztes Jahr ein absolutes Highlight für mich war und mich Emily Aves mit der Geschichte von Maeve und Carter komplett umgehauen hat, konnte ich es kaum erwarten, an die ...

Nachdem "You Are My Hurricane" letztes Jahr ein absolutes Highlight für mich war und mich Emily Aves mit der Geschichte von Maeve und Carter komplett umgehauen hat, konnte ich es kaum erwarten, an die Fairview University zurückzukehren. Und was soll ich sagen? Auch "You Are My Anchor" hat mich wieder total abgeholt! 😍⚓️

​Dieses Mal wechseln wir vom Footballfeld ins Schwimmbecken – denn Protagonistin Isla ist begeisterte Schwimmerin und gibt alles für ihren Traum von Olympia. Beim Training trifft sie auf Cyrus, der als ihr neuer Mentor ins Team kommt. Doch es ist nicht ihr erstes Aufeinandertreffen: Monate zuvor hatten die beiden bereits eine gemeinsame Nacht verbracht. Wenn das mal keine spannende Ausgangssituation. 😍

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive der beiden Protagonisten, was mir sehr gut gefallen hat, da man dadurch so richtig in ihre Gedanken- und Gefühlswelt abtauchen kann. Sowohl Isla als auch Cyrus waren mir direkt sympathisch, und die Chemie und das Knistern zwischen den beiden war von Anfang spürbar. Ihre erste Begegnung im Club war so toll und ich konnte es kaum erwarten, wie es mit den beiden weitergeht.

Der Schreibstil ist dabei flüssig und einnehmend, sodass ich wieder nur so durch die Seiten geflogen bin. Was ich schon an Band eins so geliebt habe, ist der Verzicht auf unnötiges Drama. Statt Missverständnisse und Misskommunikation reden die Charaktere offen miteinander, wodurch sich die Geschichte authentisch angefühlt hat und ich dieses wohlige Gefühl beim Lesen hatte. Einfach toll! 🥰

Insgesamt ist ​"You Are My Anchor" eine wunderschöne und gefühlvolle Sports Romance, die mich genauso begeistert hat wie ihr Vorgänger. Ich kann es kaum erwarten, den Abschluss der Reihe zu lesen. 😍🎾

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Spannend und voller Plot Twists

Don't Believe Her
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Nachdem mich "Don't Let Her Stay" von Nicola Sanders letztes Jahr mit seiner Gänsehaut-Atmosphäre so richtig gepackt hat, war ich wahnsinnig gespannt auf ihr neues Werk. Damals tat mir Joanne so leid, ...

Nachdem mich "Don't Let Her Stay" von Nicola Sanders letztes Jahr mit seiner Gänsehaut-Atmosphäre so richtig gepackt hat, war ich wahnsinnig gespannt auf ihr neues Werk. Damals tat mir Joanne so leid, weil ihr Mann sich gegen sie gestellt hat – und in "Don't Believe Her" treibt die Autorin dieses Gefühl, dass man an seinem eigenen Verstand zweifelt, wieder absolut auf die Spitze! 😱

​Nicola Sanders hat einen flüssigen und atmosphärischen Schreibstil, der dafür gesorgt hat, dass ich sofort mitten im Geschehen war. Eigentlich führt Ellie ein perfektes Leben, doch dann steht plötzlich Carla vor der Tür – ihre beste Freundin, die seit inzwischen 12 Jahren vermisst wird. Während alle anderen vor Freude außer sich sind, spürt Ellie aber sofort: Das ist nicht Carla. Diese Frau ist eine Fremde. Absolute Gänsehaut! 😱

​Besonders gut gefallen hat mir diese beklemmende Paranoia. Man fühlt richtig mit Ellie mit, wie sie zunehmend isoliert wird, weil sogar ihre Familie sie für verrückt erklärt. Und je mehr sie versucht, die Wahrheit herauszufinden, desto mehr steht sie allein da. Dadurch entsteht beim Lesen eine richtige Sogwirkung, die mich nur so durch die Seiten fliegen ließ.

Und nichts ist, wie es zu sein scheint. Gegen Ende wartet Sanders wieder mit einigen Plot Twists auf, und ich wusste nicht, was ich glauben soll und wem man trauen konnte. Wie aber auch schon bei ihrem vorherigen Werk fand ich das Verhalten einiger Charaktere nicht so wirklich glaubwürdig und nachvollziehbar.

​Insgesamt ist "Don't Believe Her" ein packender Psychothriller, der mich bestens unterhalten hat. Wer eine beklemmende Stimmung und Plot Twists mag, wird das Buch kaum aus der Hand legen können. Ich freue mich jedenfalls schon auf Sanders' nächstes Werk. 😍

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Tolle Charaktere, aber null Gruselfaktor

The Whispering Dead - Gravekeeper Band 1
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Nachdem ich von Darcy Coates schon "Die Folcroft-Geister" und "Where He Can't Find You" gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den Auftakt ihrer "Gravekeeper"-Reihe. Sowohl der Klappentext als auch das ...

Nachdem ich von Darcy Coates schon "Die Folcroft-Geister" und "Where He Can't Find You" gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den Auftakt ihrer "Gravekeeper"-Reihe. Sowohl der Klappentext als auch das Cover von "The Whispering Dead" waren sehr vielversprechend und ich hatte mir ein absolutes Gruselerlebnis erhofft.

​Der Einstieg in die Story ist mir leicht gefallen, da Coates' Schreibstil sehr angenehm ist, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Das Setting hatte es mir dabei besonders angetan: Die alte Kate direkt auf dem Friedhofsgelände, in der die Protagonistin Keira unterkommt, wird so bildhaft beschrieben, dass ich mir alles perfekt vorstellen konnte. Eigentlich genau die richtige Atmosphäre für eine Geistergeschichte! 👻

​Was mir ebenfalls richtig gut gefallen hat, waren die Charaktere. Keira war mir sofort sympathisch, und mit ihrem Gedächtnisverlust sowie ihrer Fähigkeit, mit Verstorbenen zu kommunizieren, war ich gespannt darauf, mehr über sie und ihre Vergangenheit zu erfahren. Mein Highlight war aber die Dynamik zwischen Keira und ihren neuen Freunden Mason und Zoe. Die drei haben so eine tolle Chemie und es gab so viele lustige und unterhaltsame Momente zwischen ihnen, dass ich beim Lesen immer wieder schmunzeln musste.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich komplett andere Erwartungen an die Geschichte hatte. Zwar habe ich mich gut unterhalten gefühlt, aber leider ist der Gruselfaktor komplett ausgeblieben. Zudem sind mir einfach zu viele Fragen in Bezug auf Keiras Vergangenheit offen geblieben – ich hoffe, dass Band zwei hier ein paar mehr Antworten und auch Gänsehautmomente liefert.

​Insgesamt ist "The Whispering Dead" ein solider Reihenauftakt, der mich vor allem mit seinen tollen Charakteren überzeugen konnte. Auch wenn mich die Umsetzung der Idee nicht so richtig packen konnte und mir die Gruselmomente gefehlt haben, möchte ich die Reihe dennoch weiterverfolgen, um mehr über Keira und ihre Gabe zu erfahren.

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