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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2020

Spannend und empfehlenswert

Liebe mich, töte mich
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Mein Eindruck:
Nachdem mich der Titel ziemlich neugierig gemacht hat und der Klappentext interessant klang, wolle ich unbedingt wissen, was es nun mit Geo und Angela auf sich hat und was das für Botschaften ...

Mein Eindruck:
Nachdem mich der Titel ziemlich neugierig gemacht hat und der Klappentext interessant klang, wolle ich unbedingt wissen, was es nun mit Geo und Angela auf sich hat und was das für Botschaften sind.

Nach langer Zeit wird Angela gefunden… Tot und im Wald vergraben… Ab diesem Zeitpunkt ist Geos Leben nicht mehr das, was es mal war, denn sie ist von heute auf morgen nicht mehr die erfolgreiche Geschäftsfrau, sondern eine Gefängnisinsassin.

Das Buch ist in fünf Teile aufgeteilt und wird meist aus der Sicht von Geo und Kaiser erzählt. Die Stimmung der Geschichte ist drückend und auch voller Spannung, was mir ganz besonders gut gefallen hat. Auch gab es immer wieder Zeitsprünge in die Jugend der Freunde, so dass man einige Dinge besser nachvollziehen konnte.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und ließ sich leicht und flüssig lesen. Auch die Spannung kam nicht zu kurz. Allerdings muss ich zugeben, dass ich ab einem gewissen Satz im letzten Drittel des Buches schon geahnt habe, wer der Mörder sein könnte und hier auch nicht wirklich überrascht wurde. Dafür haben mich aber ein paar andere Dinge, die am Ende der Geschichte dann rauskamen, dann doch sehr überrascht. Daher kann ich sagen, dass das Ende dann doch zu 80% überraschend war und mich auch auf die ein oder andere Art auch völlig begeistert zurückgelassen hat.

Die Charakterdarstellung fand ich hier richtig gut gelungen. Den Protagonisten fehlte es meiner Meinung nach nicht an Tiefe und ich fand sie in ihrem Handeln auch vollkommen authentisch.

Geo wirkte auf mich geheimnisvoll und ich war am Anfang etwas unschlüssig, was ich von ihr halten soll. Wie viel weiß sie? Wer oder was steckt dahinter? Aber je mehr ich las und dabei immer mehr von Geo erfuhr, wurde sie mir immer sympathischer und das geheimnisvolle rückte immer mehr in den Hintergrund. Auch war ich von ihrer Entwicklung – vor allem im Gefängnis – sehr überrascht und hätte es ihr zuerst gar nicht zugetraut.

Die Darstellung von Calvin gefiel mir hier allerdings besonders gut. Ich habe seine dominante und aggressive Art hautnah gespürt und bekam selbst etwas Angst vor ihm. Ist das wirklich Liebe, die er gegenüber Geo spürt? Was für ein Mensch muss er sein, um so eine Tat zu begehen? Was muss geschehen, dass ein Mensch sich so dermaßen ändert? Aber auch er hat mich am Ende der Geschichte ziemlich überrascht und so ein klitzekleines bisschen fand ich es doch enttäuschend, wie die Geschichte rund um Calvin endete, auch wenn es vom Verlauf der Geschichte vollkommen gepasst hat.

Fazit:
Ein packender Thriller, der nicht nur mit Spannung überzeugt, sondern auch authentische Protagonisten und ein überraschendes Ende zu bieten hat. Klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 15.02.2020

Spannend und humorvoll

Mord auf Portugiesisch
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Mein Eindruck:
Durch Zufall habe ich dieses Buch entdeckt und als ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen, was es mit dem Schwein auf sich hat. Zudem spielt es in Portugal ...

Mein Eindruck:
Durch Zufall habe ich dieses Buch entdeckt und als ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen, was es mit dem Schwein auf sich hat. Zudem spielt es in Portugal und ich bin seit ein paar Jahren ein großer Portugalfan, da konnte ich einfach nicht mehr widerstehen.

Fernando, ein Dorfpolizist im Alentejo (Portugal) bringt es nicht übers Herz sein Schwein Raquel zu schlachten, zum Leidwesen seiner Familie. Kurzerhand rekrutiert er das Schwein zum Polizeischwein.
Aber was braucht ein Schwein, außer Glück, um diese Position zu bekommen?
Ganz einfach: Schwein beweist seine Stressressistenz auf der Schlachtbank damit, dass es keinen Ton von sich gibt und schaut dabei noch zuckersüß aus der Wäsche. Vergessen wir auch nicht den Vorteil, dass so ein Schwein besser riecht und weniger haart, als ein Hund.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er lässt sich leicht und flüssig lesen und ich kam recht zügig durch das Buch. Durch den Humor, der mich immer wieder schmunzeln oder sogar laut auflachen ließ und der tollen bildlichen Darstellung habe ich den Auftakt der Reihe in vollen Zügen genossen. Und btw. ich habe dieses zuckersüße Schwein so richtig ins Herz geschlossen.

Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich einige Orte, die hier in dem Buch erwähnt werden, kenne und auch schon gesehen hane. Aber auch wenn ich nicht dort gewesen wäre, sind die örtlichen Begebenheiten so beschrieben, dass man sie sich sehr gut vorstellen und die Sonne und den Strand als Leser genießen kann.

Aber auch die Spannung kam nicht zu kurz und auch wenn ich schon eine Ahnung hatte, wurde diese durch plötzliche Wendungen immer wieder in Frage gestellt.

Fernando war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn er mir ein wenig leidgetan hat. Ständig war er auf der Flucht vor Luzia und die Frau, die er liebte, war verheiratet. Eine verzwickte Situation. Dazu noch eine Zwillingsschwester, die seine Chefin und meistens auch ziemlich schlecht gelaunt war. Fernandos Art und auch seine Art und Weise, wie er versucht den Fall zu lösen, machte ihn nur noch sympathischer und ich finde, er ähnelt ein wenig dem Inspektor Columbo, der auch ein wenig trottelig daherkommt.

Mafalda, Fernandos Großmutter, ist hier mein absoluter Lieblingscharakter. Ich mag ihre frische Art und Weise und auch, wie sie zu ihrem Enkel steht. Ich hoffe, sie ist im nächsten Band auch von der Partie.

Bei Teresa hat mir leider ein wenig was gefehlt. Auch wenn der Leser hier einiges an Infos bekommt, war sie mir doch irgendwie zu weit weg und nicht ganz so greifbar, wie der Rest.

Aber generell kann ich sagen, dass mir die Darstellung der Charaktere sonst gut gefallen hat.

Fazit:
Ein Krimi, der nicht nur durch Spannung hervorsticht, sondern auch Humor und eine schöne landschaftliche Kulisse zu bieten hat. Ich freue mich schon auf Band 2 und kann eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Gut unterhalten trotz minimaler Kritik

Teufelswerk
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Mein Eindruck:
Das Buch habe ich vor einiger Zeit in der Verlagsvorschau entdeckt und war auf Anhieb begeistert, denn der Klappentext klingt nach einem spannenden und mysteriösen Thriller, der auch ein ...

Mein Eindruck:
Das Buch habe ich vor einiger Zeit in der Verlagsvorschau entdeckt und war auf Anhieb begeistert, denn der Klappentext klingt nach einem spannenden und mysteriösen Thriller, der auch ein wenig Düsternis versprüht.

Da es für mich das erste Buch der Autorin ist, war ich sehr gespannt darauf, ob mir das Buch gefällt und ob ich mit ihrem Schreibstil zurechtkomme.

Teufelswerk ist Band 1 der Reihe, in der es um die Anthropologin Josefine Jespersen geht und der Auftakt hat mir, bis auf zwei minimale Kritikpunkte, schon recht gut gefallen. Auch wenn ich zugeben muss, dass mich das Buch ein wenig an die TV-Serie „Bones“ erinnert hat (die Bücher dazu habe ich allerdings noch nicht gelesen).

Zum Inhalt möchte ich hier nichts sagen, da ich dann wahrscheinlich spoilern würde.

Der Schreibstil von Lotte Petri hat mir sehr gut gefallen. Er ist angenehm zu lesen und man kommt leicht und flüssig und auch zügig durch das Buch.
Auch die Spannung war nicht zu verachten und hielt die meiste Zeit an. An wichtigen Stellen schaffte es die Autorin mühelos, die Spannung noch weiter zu erhöhen. Teilweise gingen die Spannungsmomente auch ins gruseln über, so dass mich eine Gänsehaut überkam, während das Buch die ganze Zeit eine düstere Stimmung versprühte.

Aber:

Durch die ganze Geschichte hatte ich auf eine gewisse Art und Weise eine Erwartung an den Mörder: Wer ist dieser Mensch und was für ein Motiv kann dazu führen, dass er so eine Tat begeht? Da muss doch was größeres dahinterstecken...

Nun ja, ich war ziemlich baff, als ich erfahren habe, wer denn nun der Mörder ist und warum er zum Mörder wurde. Mich hat es einerseits zwar gefreut, dass mich die Autorin hier überraschen konnte, denn ich hatte wirklich nicht mit dieser Person gerechnet und vor allem mit diesem Motiv... Die Umsetzung vom Mörder und dem Motiv dahinter war nicht so wirklich meins. Nach der ganzen Geschichte habe ich mir doch etwas Spektakuläreres erhofft, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack.

ACHTUNG MINIMALER SPOILER!!!

Die plötzliche „Liebesszene“ oder sollte ich eher „Knutschszene“ sagen, zwischen Alexander und Josefine fand ich irgendwie fehl am Platz. Nichts hat darauf hingedeutet, das sich sowas anbahnt und plötzlich stehen sie da und Alexander fällt über sie her. Hä? Bitte was? Im ersten Moment dachte ich noch, ich hätte irgendetwas überlesen, aber nachdem ich zurückgeblättert habe, habe ich gesehen, das dem nicht so war und dieser Gefühlsausbruch wirklich aus heiterem Himmel kam. Es hat meiner Meinung nach überhaupt nicht reingepasst und ich fand es daher auch etwas unrealistisch, übertrieben und unglaubwürdig dargestellt.

Fazit:
Obwohl mir die Auflösung des Mörders und seines Motivs eher etwas zu lasch war und das Liebesgeplänkel zu plötzlich und total unerwartet, hat mich dieser spannende Auftakt gut unterhalten können.

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Veröffentlicht am 01.02.2020

Ein toller Abschluss

Wutschrei
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Mein Eindruck:
Nachdem ich von Teufelseltern und Missetaten sehr begeistert war, war ich natürlich sehr gespannt auf das große Finale der Natalie Bennett Reihe, so dass ich erst gar nicht lange abgewartet ...

Mein Eindruck:
Nachdem ich von Teufelseltern und Missetaten sehr begeistert war, war ich natürlich sehr gespannt auf das große Finale der Natalie Bennett Reihe, so dass ich erst gar nicht lange abgewartet habe, sondern mir das Ebook kurz nach dem Erscheinen gekauft habe.

Schon der Einstieg in das Buch gelang mir mühelos, bin aber auch nichts anderes von der Autorin gewohnt. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt leicht und flüssig. Andrea Reinhardt weiß genau, wie sie Spannung beim Leser erzeugen, diese halten und an den wichtigsten Stellen noch weiter erhöhen kann. Dazu hat sie es geschafft, so viel Gefühl hineinzustecken, dass ich bei manchen Szenen heulend vor dem Buch saß und richtig mitgefühlt habe.

Bei den Protagonisten geht die Autorin hier noch mehr in die Tiefe und wir erfahren noch ein wenig mehr von Natalie und Alex. Ich mochte ja beide von Anfang an und bin schon ein wenig traurig, dass ich mich jetzt von beiden verabschieden muss. Aber ich bin sehr glücklich darüber, dass ich beide kennenlernen und sie begleiten durfte.

Eigentlich hat mich das Buch von vorne bis hinten total begeistert… Nur muss ich zugeben, auch jetzt, ein paar Tage, nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich mit dem Ende leider nicht sooo ganz zufrieden. Ich würde nicht sagen, dass es unpassend ist, das ist es nicht. Denn es passt zur Geschichte, nur lässt es mich persönlich ein wenig unbefriedigt zurück.

Fazit:
Ein schöner Abschluss einer empfehlenswerten Reihe, auch wenn mir das Ende nicht ganz sooo zugesagt hat.


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Veröffentlicht am 24.01.2020

Bewegend und empfehlenswert!

You are (not) safe here
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Mein Eindruck:
< Bevor ich mit der eigentlichen Rezension anfange, möchte ich kurz darauf hinweisen, dass das Buch evtl. triggern könnte, da hier das Thema „häusliche Gewalt“ behandelt wird. >

Zitat (S. ...

Mein Eindruck:
< Bevor ich mit der eigentlichen Rezension anfange, möchte ich kurz darauf hinweisen, dass das Buch evtl. triggern könnte, da hier das Thema „häusliche Gewalt“ behandelt wird. >

Zitat (S. 46):
„Hier nennen sie Ignoranz Tradition und machen weiter, als ob sie sich das Recht erworben hätten, grausam zu sein.“

Als ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckt habe, hat mich der Klappentext sofort angesprochen und ziemlich neugierig gemacht. Vor allem wollte ich wissen, was es mit den Krähen auf sich hat.

Ein kleines Städtchen in Pennsylvania/USA. Auf den ersten Blick wirkt das Städtchen unscheinbar und eher langweilig, aber voller blinder Menschen, die zwar sehen können, aber nichts sehen wollen.

Hier lebt die 17-jährige Leighton zusammen mit ihren zwei Schwestern und ihren Eltern. Theoretisch sollte das Leben einer 17-jährigen unbeschwert und glücklich sein: Die erste große Liebe, Schneeballschlachten, Partys und Freunde, aber ihr Leben sieht leider nicht ganz so rosig aus… Beklemmende Gefühle und die Tag tägliche Angst, wann es wieder so weit sein würde, wann würde die nächste Explosion kommen und wie schlimm würde es diesmal sein?

Zitat (S. 212):
„Manchmal denke ich, wenn man mich aufschneiden würde, wären all die Worte tatsächlich sichtbar. Wie bei einem Wal, der zu viel Müll gefressen hat, bis der Körper nur noch eine Zeitkapsel ist für all das, was Menschen wegwerfen.“

Der Einstieg in „You are (not) safe here“ gelang mir mühelos und ich wurde auch gleich in die Geschichte mitgerissen. Schon auf den ersten Seiten spürt man diese beklemmende und düstere Stimmung, gepaart mit der Angst, die allgegenwärtig ist.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich herrlich leicht und flüssig lesen und ich bin meistens nur so durch die Seiten geflogen. Sie erzählt auf eine sehr bewegende Art und Weise die Geschichte der jungen Leighton, lässt mein Herz schneller schlagen, mit Leighton Tränen vergießen, mit ihr zusammen lachen und Spaß haben.

Leightons Geschichte wird aus ihrer Sicht und in kurzen Kapiteln erzählt. Gegen Mitte des Buches hatte ich allerdings für kurze Zeit das Gefühl, die Geschichte würde anfangen etwas langatmig zu werden. Aber das hat sich dann wieder schnell gegeben und ich rauschte weiter durch das Buch.

Die Krähen spielen auf den ersten Blick vielleicht keine große Rolle, außer, dass es immer mehr von ihnen werden. Aber je näher man dem Ende kommt, desto bewusster wird einem, dass sie doch eine wichtige Rolle spielen. Vor allem Joe, die Nebelkrähe, die sich immer in der Nähe von Leighton aufhält.

Die Darstellung der Charaktere gefiel mir gut und ich fand, dass alle in ihren Rollen authentisch handelten.

Ich mochte Leighton von Anfang an, sie ist ein sympathisches und authentisches Mädchen, in das ich mich gut hineinversetzen konnte. Ich fühlte mit ihr, spürte ihre Angst, ihre Wand bzw. ihren Stacheldraht. Immer vor einem neuen Ausbruch auf der Hut sein, bloß keine Fehler machen….

Leightons Mutter mochte ich auch von Anfang an. So gut ich Leighton verstanden habe, konnte ich mich auch in die Mutter gut hineinversetzen und konnte gut nachempfinden, warum sie so handelt, wie sie handelt.

Fazit:
Eine bewegende Geschichte über ein 17-jähriges Mädchen, das eigentlich glücklich sein und ein unbeschwertes Leben haben sollte. Eine Geschichte, die sich ähnlich in vielen Haushalten abspielt und uns auffordert, nicht wegzusehen. Auffordert, auf die kleinen Hinweise zu achten und zu handeln, denn meistens schaffen es die Opfer nicht aus eigener Kraft. Ein Debüt, das mich begeistern konnte und das ich nur weiterempfehlen kann. Ganz klare Leseempfehlung!

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