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Veröffentlicht am 15.03.2020

Zauberhafte Nachwuchsmagier

Die Magier von Paris
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Die 12jährige Claire entstammt einer alten Zauberfamilie und muss verfrüht aus der Schule heimkehren. Ihr Zuhause teilt sie mit einer chaotischen , aber liebenswürdigen Tante , einem kleinen Geist und ...

Die 12jährige Claire entstammt einer alten Zauberfamilie und muss verfrüht aus der Schule heimkehren. Ihr Zuhause teilt sie mit einer chaotischen , aber liebenswürdigen Tante , einem kleinen Geist und ihrem verstorbenen Vater , der aber noch in einer Gartenmauer präsent ist. Sie lernt Rafael kennen, ebenfalls ein viel versprechender Zauberschüler , leider sind ihre Familien sich spinnefeind. Doch die beiden Kinder merken bald, das ihre Familien ihnen etwas verschwiegen haben und das auf sie noch eine große Aufgabe wartet, die sie nur gemeinsam lösen können. 
Ein wunderbares magisches Abenteuer, das auch Erwachsene erfreuen kann. Eine spannende Zaubergeschichte in einem tollen , kindgerechten Schreibstil , mit einem gelungenen Spannungsaufbau und einigen überraschenden Wendungen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und liebevoll gezeichnet , genau wie das Flair von Paris. Lobend erwähnen möchte ich auch die Illustrationen , sie wirken modern, detailreich , lebendig. Die Länge der einzelnen Kapitel sind gerade richtig für junge Leser , und das angegebene Lesealter ab 10 ist in Ordnung, ich denke , wenn vorgelesen wird, ist" die Magier von Paris" auch für etwas jüngere Kinder geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Warmherzig und humorvoll

Zu wahr, um schön zu sein
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Protagonistin Caro hat es wahrhaftig nicht leicht , ausgerechnet auf der Feier zu ihrer Silberhochzeit muss sie erfahren, das ihr Mann sie verlassen wird. 
Caro hat mir von Beginn an gefallen, auf der ...

Protagonistin Caro hat es wahrhaftig nicht leicht , ausgerechnet auf der Feier zu ihrer Silberhochzeit muss sie erfahren, das ihr Mann sie verlassen wird. 
Caro hat mir von Beginn an gefallen, auf der einen Seite chaotisch und etwas willensschwach , aber auch kampfbereit, wenn es darum geht den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen und Sohn und Freundin bei Problemen zu helfen. Auch Caros Hippiemutter, ihre beste Freundin , und ihre Vermieterin sind angenehme und unterhaltsame Charaktere. Durch den flüssigen , detailreichen , aber niemals ausufernden Schreibstil flogen die 320 Seiten nur so dahin, ich hätte gerne auch noch mehr von Caro und Familie erfahren. Das ich den Schluss schon erahnt habe, hat mich nicht gestört . Die Schilderung von Hamburg ist gut gelungen ,atmosphärisch dicht , so das man meint, alles selber zu sehen." Zu wahr, um schön zu sein " ist ein wirklich gelungener Wohlfühlroman , wenn ich auch einen winzigen Kritikpunkt habe: für mein Empfinden wird mit dem Alkohol ein wenig zu üppig umgegangen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2020

Manchmal kommt es anders, als man denkt

Das kann uns keiner nehmen
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So hatte Hans seine Aufarbeitungsreise nach Afrika nicht geplant. In Ruhe am Gipfel des Kilimandscharo mit den Altlasten aus seinem ersten Afrikabesuch abschließen., so hatte er sich es vorgestellt. Aber ...

So hatte Hans seine Aufarbeitungsreise nach Afrika nicht geplant. In Ruhe am Gipfel des Kilimandscharo mit den Altlasten aus seinem ersten Afrikabesuch abschließen., so hatte er sich es vorgestellt. Aber er trifft auf Tscharlie , der ihm anfangs sehr unsympathisch ist. Sein Aussehen , sein Benehmen , seine Weltanschauung, nein, Hans verbringt nur notgedrungen bei einem Schneesturm eine Nacht in seiner Nähe..Doch oft trügt der erste Schein und Hans entdeckt auch andere Seiten an seinem unliebsamen Reisegefährten.Ausserdem stimmt etwas mit Tscharlies Gesundheit nicht , und Hans ist ein viel zu anständiger Mensch , um den Anderen völlig hängen zu lassen. 
Ein beeindruckender Roman, der viel mitbringt : flüssiger Schreibstil, derber Humor , fein gezeichnete Landschaftsbilder und eine Beschreibung der Situation in Afrika .Doch gibt es auch ernste Szenen, die besonders am Ende mich nachdenklich gestimmt haben. Was also ist " Das kann uns keiner nehmen " genau?Roadmovie, Reisebericht, Freundschaft , Liebe , Dramatik alles dabei! Ein kleiner Minuspunkt für mich : Tscharlies Versuche bei einigen Damen gut anzukommen und Beschreibungen des Flaschen öffnens waren mir zu ausführlich .

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2020

Wer solche Freundin hat, braucht keine Feinde

Sieben Lügen
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Seit der ersten Klasse sind Jane Baxter und Marnie Gregory beste Freundinnen, allerbeste Freundinnen.Doch als Erwachsene gibt es wichtigere Bezugspersonen, und als Jane ihre große Liebe heiratet, entwickelt ...

Seit der ersten Klasse sind Jane Baxter und Marnie Gregory beste Freundinnen, allerbeste Freundinnen.Doch als Erwachsene gibt es wichtigere Bezugspersonen, und als Jane ihre große Liebe heiratet, entwickelt sich die Beziehung der beiden Frauen auseinander. Als Janes Ehemann ganz plötzlich bei einem Unfall stirbt, klammert sich Jane wieder an Marnie und will zu ihrem Leben gehören. Nur blöd, das Marnie inzwischen Charles gefunden hat, und glücklich ist. Jane steigert sich immer mehr in Lügen und sie will nicht einsehen, das nun Charles die Nummer Eins für Marnie ist.
Von dem ersten Teil der Geschichte war ich begeistert, er ist spannend und Jane war mir sympathisch, ich hatte Mitleid mit ihr, doch sie wurde immer merkwürdiger und hinterhältiger.Zuerst klingt es so, als spreche Jane in ihrer Geschichte den Leser direkt an, was einen näheren Bezug erzeugen soll. Der Schreibstil ist flüssig , hat aber auch eine gewisse Tiefe in den Sätzen.Ein wenig aufpassen muss man beim Lesen schon, Gedanken und Fakten mischen sich , und auch reisen Janes Gedanken oft in die Vergangenheit.Sieben Lügen kommt ohne grosses Blut vergießen aus, doch Janes Gedanken und Taten sind wirklich gruselig genug.Das letzte Drittel hat mir am wenigsten gefallen, hier gibt es für mich einige Situationen , die irgendwie in der Luft hängen bleiben und nicht weiter erzählt werden. Obwohl das Ende auch Platz für Spekulationen lässt, hat mir diese freie Auslegungsmöglichkeit gut gefallen.Endfazit: Überwiegend spannend, mit einigen Abstrichen, Grundidee super!

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 25.02.2020

Eine mutige Frau mit einem grossen Talent

Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung
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1926:Heinrich Krohn erscheint auf den ersten Blick fortschrittlich und modern. Seine Tochter Sophia studiert als eine der ersten Chemie und soll später die Drogerie führen und ausbauen. Als sie aber minderjährig ...

1926:Heinrich Krohn erscheint auf den ersten Blick fortschrittlich und modern. Seine Tochter Sophia studiert als eine der ersten Chemie und soll später die Drogerie führen und ausbauen. Als sie aber minderjährig von einem verheirateten Mann schwanger wird, ist es aus mit dem väterlichen Stolz, er sagt sich in allen Konsequenzen von Sophia los. Nur gut, das es Freundin Henny gibt, eine Tänzerin mit großem Herzen und Durchsetzungskraft. Hochschwanger begleitet sie Henny sogar zu einem neuen Engagement nach Paris. 
Mit der liebenswerten Protagonistin Sophia Krohn konnte ich so richtig mitleiden , auch wenn ich sie besonders zu Beginn, selbst für diese Zeit in der die Geschichte spielt , ziemlich naiv fand. Auch ihre Freundin Henny konnte mein Leserherz bezaubern und ich würde in den folgenden Bänden gerne noch mehr von ihr erfahren. 541 Seiten flogen nur so dahin, kein Wunder bei dem hervorragenden Schreibstil von Corina Bomann . Die Verknüpfung einer fiktiven Figur mit realen Persönlichkeiten und Fakten ( Helena Rubinstein , Elizabeth Arden) hat mir sehr gut gefallen, und mich veranlasst mich über den " Puderkrieg" noch zusätzlich zu informieren. Ich bin sehr zufrieden damit, das es noch zwei Bücher über Sophias Schicksal geben wird , ich hätte gerne sofort weiter über Sophia und Henny gelesen. Ganz bestimmt nicht Ausschlag gebend, aber das Cover ist ein Hingucker und genau mein Geschmack. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere