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Veröffentlicht am 08.09.2025

DAS perfekte Herbstbuch! Absolutes Highlight!

Falling Like Leaves
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Die New Yorkerin Ellis sieht ihre Zukunft schon vor sich: An der Columbia University Journalismus studieren. Dafür absolviert sie gerade ein passendes Praktikum im Büro ihres Vaters, arbeitet in der Schülerzeitung ...

Die New Yorkerin Ellis sieht ihre Zukunft schon vor sich: An der Columbia University Journalismus studieren. Dafür absolviert sie gerade ein passendes Praktikum im Büro ihres Vaters, arbeitet in der Schülerzeitung mit und hat die geeigneten Kurse für ihr letztes Highschooljahr rausgesucht. Doch dann trennen sich plötzlich ihre Eltern auf Zeit und Ellis soll für die nächsten Monate mit ihrer Mutter nach Bramble Falls ziehen. Eine Katastrophe, weil sie in der Kleinstadt nicht mehr Punkte für ihre Collegebewerbung sammeln kann. Wobei: Auf dem alljährlichen Herbstfestival wird jede Hand gebraucht und Ellis hat auch mit ihren neuen Freundinnen und Freunden viel Spaß. Wäre da nur nicht Cooper, mit dem sie vor drei Jahren ihren ersten Kuss erlebt hat, der ihr nun aber die kalte Schulter zeigt.

Das Setting ist wunderschön und passend für den Herbst. Bramble Falls kann nicht nur mit seiner typisch amerikanischen Kleinstadtidylle punkten, sondern auch mit den Festivitäten durch den Herbst hindurch. Start ist das Äpfelpflücken auf einer Plantage, weiter geht es unter anderem mit Kürbisschnitzen und einem Herbstwind-Rennen bis der Kürbis-Ball am Ende der Jahreszeit stattfindet. Aber auch durch Ellis' täglichen Harvest-Spice-Latte wird regelmäßig ein herbstlicher Funke ins Buch geweht. Gemütlichkeit bringen auch Ellis' Hobby an der Nähmaschine und das nächtliche Beisammensitzen auf dem Dach von Ellis' Tante. Am meisten zur behaglichen Stimmung tragen aber auch die Charaktere bei, die alle wirklich ausnahmslos nett und sympathisch sind und von der Autorin mit viel Liebe individuell gestaltet wurden.

Ich kann gar nicht genau sagen, was mir so besonders an diesem Buch gefallen hat – vermutlich einfach alles zusammen. Dadurch konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und hab das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, wozu mich eigentlich eher spannungsgeladene Bücher bringen, aber hier hat mich alles so begeistert und mitgerissen. Die Autorin hat auch einen wunderschönen angenehmen Schreibstil, mit dem sie die Charaktere lebendig werden lässt. Ich habe alle so sehr gemocht. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass Ellis einige Leser/innen an zwei Stellen kurzzeitig nerven könnte, ist sie so ein toller Charakter, der eben alterstypische Dinge mit der ersten Liebe und der beruflichen Zukunft durchmacht. Womit sich viele junge Leser/innen wiederum identifizieren könnten. Vor allem die Liebesgeschichte ist auch sehr nahbar und liebevoll beschrieben. Ellis möchte sich nicht von ihrer Collegebewerbung ablenken lassen, aber als sie erkennt, wie sehr sich verliebt und sich aber nicht von Cooper fernhalten kann, war das so ein besonderer Moment. So wunderschön, natürlich und voller Gefühl.

Und ja, das Cover muss ich nun auch unbedingt noch erwähnen: Die Zeichnung von Amber Day fängt perfekt die Protagonisten ein (wie auch die Autorin in der Danksagung erwähnt), sowie die Wärme und das gemütliche Herbstfeeling in der Geschichte.


Fazit:
„Falling like Leaves“ ist eine wunderschöne herbstliche Geschichte mit ganz viel Herz. Ich hab mich direkt in Ellis, das kunterbunte Herbstfestival und alle Einwohner*innen von Bramble Falls verliebt, sodass ich die gemütliche Geschichte an einem Tag durchgelesen habe. Ein schönes Herbstbuch, das von innen wärmt und die Seele umarmt. Ich liebe es! Und hoffe nun sehr, dass wir mit weiteren Charakteren (Ellis‘ Cousine?) nach Bramble Falls zurückkehren können!

Veröffentlicht am 07.09.2025

Fesselnder, anfangs gefühlloser Thriller

Not Quite Dead Yet
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Die 27-jährige Jet lässt sich treiben und hat ihren Platz noch nicht gefunden, beruflich wie privat. Nachdem sie spätabends vom Halloween-Jahrmarkt heimkehrt, wird sie überfallen. Während sie im Familienanwesen ...

Die 27-jährige Jet lässt sich treiben und hat ihren Platz noch nicht gefunden, beruflich wie privat. Nachdem sie spätabends vom Halloween-Jahrmarkt heimkehrt, wird sie überfallen. Während sie im Familienanwesen auf dem Sofa sitzt, schlägt ihr jemand mehrmals auf den Kopf. Versuchter Mord, wie die Polizei ermittelt. Obwohl Jet im Krankenhaus nur benommen aufwacht, hat der unbekannte Eindringling jedoch sein Ziel erreicht: In sieben Tagen wird sie an einem Aneurysma sterben. Doch davor wird sie noch etwas Großes vollbringen, nimmt sich Jet vor, und zwar ihren eigenen Mord aufklären! Doch wer in ihrem Umfeld oder in ihrer Heimatstadt würde ihr so etwas antun?

Die Protagonistin Jet ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin. Dass sie beruflich schon einiges ausprobiert hat, aber nicht weiß, was sie dauerhaft machen möchte, finde ich okay. Aber sie ist auch egoistisch und stößt einige Leute vor dem Kopf, z. B. sollte sie ihren Eltern bei dem Auf- und Abbau ihres Standes auf der Halloweenparty helfen, doch hatte sie keine Lust dazu und lässt es dementsprechend bleiben. Allein, dass sie sich fest vornimmt ihren Mord aufzuklären und alles daran setzt, immer mehr Informationen zu sammeln, hat mir imponiert. Deswegen fand ich es anfangs eher schwer in die Geschichte einzutauchen. Man hat noch nicht viele Anhaltspunkte, was in der Halloweennacht geschehen ist und eine Protagonistin, die man nicht unbedingt als nett bezeichnen kann, was sollte mich da in der Geschichte fesseln? Trotzdem habe ich durchgehalten und es wurde zunehmend immer spannender.

Holly Jackson hat es einfach drauf: Sie erzählt diesen Thriller sehr geschickt und spannend. Jet findet nach und nach Geheimnisse oder Ereignisse über die Menschen in ihrem Umfeld heraus. Von Anfang an sind diese auch schockierend. Man taucht immer tiefer in die Geschichte ein und bekommt immer mehr Anhaltspunkte. Obwohl man doch einen recht überschaubaren Personenkreis hat, konnte ich trotzdem nicht bis zum Ende erraten, wer Jet umbringen wollte. Auch, als sich das Motiv langsam herauskristallisiert hat. Die Autorin hat mich überrascht, an die Seiten gefesselt und schlussendlich sogar berühren können. Denn mit jedem Tag zeigt Jet nicht nur immer mehr Symptome des wachsenden Aneurysmas, sondern auch mehr Menschlichkeit und Gefühl.


Fazit:
„Not quite dead yet“ ist wieder ein überaus spannender Thriller von Holly Jackson, auch wenn ich anfangs nicht mit der Protagonistin warm wurde und deshalb Probleme hatte, in die Geschichte zu finden. Aber diese wird zunehmend spannender, facettenreicher und schockierender. Holly Jackson hat es einfach drauf, einen überaus fesselnden Thriller zu gestalten.

Veröffentlicht am 07.09.2025

Zwischen Haha und Oh nein!

Never Trust Your Fake Husband
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Mitten in Paris liegt eine junge Frau verletzt auf dem Gehweg und sieht für den Agenten Sawyer wie seine Kollegin Alex aus. Doch wie es sich heraus stellt, hat die junge Frau durch ihre Kopfverletzung ...

Mitten in Paris liegt eine junge Frau verletzt auf dem Gehweg und sieht für den Agenten Sawyer wie seine Kollegin Alex aus. Doch wie es sich heraus stellt, hat die junge Frau durch ihre Kopfverletzung keine Erinnerungen mehr und scheint Alex‘ Zwillingsschwester zu sein. Da mehrere Behörden und auch Verbrecher nach Alex suchen, muss Sawyer mit der Unbekannten flüchten.

Das pastellene Cover und das Hochzeitspaar versprechen eine lockere Fake-Beziehung, weshalb es mich anfangs total überrascht hat, dass Sawyer und die junge Frau durch halb Paris gejagt werden. Jedoch hat mir die Verfolgungsjagd richtig gut gefallen! Zwischen Schüssen, Weglaufen und Verstecken versuchen die beiden herauszufinden, was hier los ist und Alex vor hat. Es ist richtig spannend und actiongeladen, aber auch oft lustig und teilweise absurd, typisch RomCom. Passenderweise ist die gedächtnislose Frau, Zoe, oft naiv, sorglos und tollpatschig. Deswegen musste ich in manchen Situationen meine Augen verdrehen. Aber nachdem ich mich schnell daran gewöhnt habe, dass Zoe plappert, wenn sie nervös ist und in brenzligen Situationen zeigt, dass sie auch gute Fluchtideen und Mut haben kann, hat mich die Geschichte richtig mitgerissen. Mit ihrem Verhalten bringt die Protagonistin eben auch erst Witz in die Geschichte und lockert die rasante Erzählung auf. Es ist spannend, amüsant und mit jedem weiteren ruhigen Versteck auch mal romantisch. Die zunehmenden Gefühle von Zoe und Sawyer haben mich berühren können und ich habe so sehr auf ein glückliches Ende für die beiden gehofft.

Die Geschichte wird aus beiden Perspektiven von Zoe und Sawyer erzählt. Durch den Titel wird direkt Argwohn aufgebaut und auch in seinen Kapiteln nicht alles erzählt, was schon Spannung erzeugen kann. Andererseits ist es schon seltsam, dass man etwas aus einer Erzählperspektive liest, diese aber nicht alles verrät. Wozu dann die zweite Perspektive? Ehrlicherweise finde ich sie unnötig (oder zu wenig genutzt, wie mans nimmt).


Fazit:
Von dem Cover von „Never trust your Fake Husband“ sollte man sich nicht zu sehr beeinflussen lassen, denn hinter der pastellfarbenen Seite verbirgt sich auch ganz schön viel Spannung und Action. Die Liebesgeschichte zwischen der gedächtnislosen Protagonistin und dem knallharten Agenten ist in eine brenzlige Verfolgungsjagd gebettet. Die romantic suspense Geschichte hat mich positiv überrascht und konnte mich fesseln und amüsieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2025

Starke Protagonistin

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Die junge Cleo lebt in einer Stadt, in der alles mit Kohle betrieben wird und diese schwarze Brocken das wertvollste überhaupt sind. Ihr größter Traum ist es Schornsteinfegerin zu werden, doch diese gehören ...

Die junge Cleo lebt in einer Stadt, in der alles mit Kohle betrieben wird und diese schwarze Brocken das wertvollste überhaupt sind. Ihr größter Traum ist es Schornsteinfegerin zu werden, doch diese gehören der Elite an und bilden darin nur ihre eigenen Kinder aus. Nachdem sie in einem ärmlichen Viertel, wo fast nie die Kohlegeräte und Öfen gewartet werden, ein Feuer löscht, soll sie eigentlich bestraft werden, doch die Bewohner/innen des Viertels feiern sie für ihren Einsatz. Deshalb darf Cleo die Ausbildung als Schornsteinfegerin absolvieren, doch viele Leute wollen sie scheitern sehen.

Rußstadt macht ihrem Namen alle Ehre: Auf allem liegt eine Schicht Ruß und sogar der Himmel ist grau und nicht gänzlich zu sehen. Die meisten Menschen arbeiten in der Fabrik, wo all die kleinen Öfen hergestellt werden, die es wirklich für jede Tätigkeit gibt. Alles wird nur mit Kohle betrieben. Dadurch scheint die Stadt schäbig, was eine ziemlich düstere Atmosphäre hervorruft. Diese dunkle und triste Umgebung beschreibt die Autorin sehr anschaulich. Doch dagegen gibt es die sympathischen und starken Protagonisten. Cleo ist eine Kämpferin, die sich trotz aller Widerstände nicht von ihrer Ausbildung unterkriegen lässt. Mit jedem Tag an der Academy und der Ablehnung dort, gibt es immer wieder Momente, wo Spannung aufkommt und Cleo ihre Zielstrebigkeit, Einfallsreichtum und Begabung beweist. Außerdem hat sie ihre Schwester, die ebenfalls das System dieser Stadt nicht gut heißt, und viele weitere Freunde. Somit wird die Geschichte heller, freundlicher und herzlicher.

Die Autorin hat im Nachwort erwähnt, dass sie diese Geschichte aufgrund ihrer Faszination für Schornsteinfeger/innen erfunden hat. Trotzdem lässt sich mit der Nutzung der wertvollen Kohle auch gut Parallelen zu unserer realen Welt ziehen. Ich hab hier viel Sozial- und Umweltkritik herausgelesen, weil die Elite von Rußstadt immer reicher wird und die gute Luft für sich alleine beanspruchen, während die Umwelt verpestet wird. Vielleicht war das gar nicht beabsichtigt, aber auf jeden Fall bietet das einen passenden Rahmen für unsere starke Protagonistin, die sich geschickt und klug durch ihre Ausbildung manövriert und ob sie es am Ende schafft, müsst ihr selbst nachlesen.


Fazit:
„Stadt unter Ruß“ ist der Auftakt einer spannenden Reihe um eine beeindruckende und mutige Protagonistin, die sich aller Widerstände zum Trotz nicht unterkriegen lässt. Außerdem enthält die Dystopie natürlich auch einige Kritikpunkte wie mit der Umwelt und den Bürger/innen umgegangen wird, was sehr anschaulich dargestellt wird.

Veröffentlicht am 07.09.2025

Spannend und atmosphärisch

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Remy hat ein unbeschreibliches Talent für Technik. Deshalb hat sie sich im Blumenladen ihrer Schwester eine gemütliche kleine Werkstatt eingerichtet, wo sie allerhand kaputte Geräte aus der Nachbarschaft ...

Remy hat ein unbeschreibliches Talent für Technik. Deshalb hat sie sich im Blumenladen ihrer Schwester eine gemütliche kleine Werkstatt eingerichtet, wo sie allerhand kaputte Geräte aus der Nachbarschaft repariert. Eines Tages erscheint dort ein junger Mann, der einen Gegenstand von ihr fordert, und plötzlich befindet sie sich inmitten eines großen Abenteuers. Der Besucher, Sim, gehört nämlich zur gewaltigen Weltenbibliothek Mondia, in der unzählige Bücher stehen, und mit ihrer Ordnung unser Welt aufrechterhält. Doch es gibt Probleme und auch Feinde, weshalb die Bibliothek im Untergrund von Paris bedroht ist.

Es ist spannend Remy in diese neue Welt unterhalb von Paris zu folgen und kennenzulernen. Die gewaltige Bibliothek und ihre Bedeutung ist sehr beeindruckend und wird jedes Bücherwurmherz höher schlagen lassen. Paris ist auch ein passendes Setting für die buchige Geschichte, weil ich finde, dass diese Stadt schon selbst etwas magisches und besonderes hat. Die Autorin hat passenderweise auch einige französische Floskeln eingebaut. Sim und Remy bewegen sich nicht nur in der Hauptstadt Frankreichs, sondern reisen auf ihrer Suche auch an einige verschiedene Orte in Europa, wobei es sie immer wieder nach Hause führt.

„Wer sagt, dass Romane nicht auch einen Funken Realität in sich tragen. Die Wirklichkeit lebt im Auge des Betrachters.“, Sim, 60%

Die Geschichte endet in einem, ja schon leicht fiesen, Cliffhanger. Der Prolog und Epilog stehen miteinander in Verbindung und machen mich sehr neugierig. In der Welt der Mondia gibt es so viele Geheimnisse und Dinge, die Remy noch nicht weiß. Ich bin so gespannt auf den zweiten Teil der Reihen und möchte unbedingt tiefer in die Welt eintauchen!


Fazit:
„Silent Secrets“ beinhaltet eine faszinierende Idee rund um die Weltenbibliothek und einige Abenteuer für die Protagonisten. Die Geschichte ist sehr spannend und macht ihrem Titel alle Ehre, denn es gibt noch so vieles im Geheimen zu entdecken, sodass ich sehr gespannt auf den zweiten Teil bin.