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Veröffentlicht am 15.12.2019

Tolle Anregungen, schöne Fotos und ein bisschen Mut zum Abwandeln...

Weihnachten in Amsterdam
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Yvette van Bovens Kochbuch "Weihnachten in Amsterdam" verführt einen schon beim Anschauen und Durchblättern der spannenden Rezepte, der schönen Bilder und der guten Tipps...

Doch es kann noch mehr... ...

Yvette van Bovens Kochbuch "Weihnachten in Amsterdam" verführt einen schon beim Anschauen und Durchblättern der spannenden Rezepte, der schönen Bilder und der guten Tipps...

Doch es kann noch mehr...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich dieses schöne Kochbuch testen... und konnte mich kaum entscheiden, wo ich anfangen sollte...

Die Weihnachtsporchetta klang verführerisch und sah auf den Fotos lecker aus, war aber nichts für einen Test unter der Woche. (Der Test am Wochenende ergab, dass es selbst für mich, die sonst Fleisch immer durch den Göttergatten zubereiten lässt, weil er es einfach besser kann, nicht nur einfach zu machen war, sondern auch gut vorzubereiten und unfassbar lecker - auch für den verwöhnten Gaumen des Mannes!).

In der Woche testete ich das Lachsfilet mit Fenchel, Zitrone (einfach köstlich und ganz einfach zuzubereiten!), die Suppen (lecker, aber in meinen Augen keine Offenbarung), den gratinierten Blumenkohl mit Ziegenfrischkäse (nette Kombi, aber viel Aufwand für ein eigentlich einfaches Gericht), den Flusskrebscocktail (da Flusskrebse schwierig zu bekommen waren, nahm ich mit Krabben vorlieb) - einfach lecker! - probierte die Brioches (köstlich, wenn auch eine mittlere Sauerei auf dem Backblech ( und Cranberry-Apfel-Brötchen zur Ingwer-Schokolade mit dem Söhnchen.

Den Pastinaken-Kartoffel-Auflauf kochte ich zur Porchetta und trotz der Schlichtheit passte es so super und schmeckte so gut, dass es nun dieses Weihnachten tatsächlich auf den Tisch kommt...

Auch die gefüllte Rote Bete war einfach köstlich - leider hatte ich sehr kleine Rübchen, so dass das Füllen etwas schwieriger war, was aber dem Geschmack keinen Abbruch tat.

Wir stellten Mincemeat selbst her (mit Rücksicht auf das Söhnchen verwendete ich frisch gepressten Orangensaft statt Alkohol) und machten daraus nicht nur Mincepies und Fudge, sondern testeten am Wochenende das Fasanen-Rezept, allerdings mit einem Hähnchen, da Fasan nicht zu bekommen war... Es war köstlich und ganz einfach zu machen, so dass ich es tatsächlich noch einmal abends in der Woche zubereitete - alles lässt sich gut vorbereiten und wurde auch gut beschrieben.

Ich bereitete nach langer Zeit mal wieder eine "echte" Mayonnaise her und stellte fest, dass dies gar nicht so kompliziert war, wie ich im Kopf hatte...

Das Trifle sprang mir direkt beim ersten Ducrhblättern ins Auge (gleich 3 köstliche Dinge auf einmal - DAS ging nun wirklich nicht - oder doch?) und musste einmal zubereitet werden. Ich bereitete nur die halbe Menge zu und es war ein Traum... allerdings sehr gehaltvoll und "musste" dann als Nachtisch zu jedem Essen gegessen werden, damit es nicht schlecht wurde...

Auch den etwas exotischen Tannensirup testete ich und fand ihn sowohl in dem Pine-Ginger-Drink als auch in Mineralwasser sehr lecker und erfrischend...

Die "fluffigen" Haferflocken-Pancakes enttäuschten dagegen mit laschem Geschmack, der den Aufwand nicht rechtfertigte, so dass es die wohl zukünftig wieder nach meinem eigenen Ruck-Zuck-Rezept geben wird...

Einige Rezepte habe ich leider noch nicht ausprobiert, was ich unbedingt noch nachholen werde, andere muss ich jetzt nicht unbedingt machen - aber das ist wohl in anderen Kochbüchern nicht anders.

Zusammenfassend hat mir das Lesen als auch das Kochen richtig Spaß gemacht, ich habe tolle Rezepte ausprobiert, die ich so oder in kleinen Abweichungen wiederholen werde, es gab Rezepte, die waren ok, die muss ich nicht wiederholen und eben ein paar wenige, die mich nicht wirklich ansprachen.
Einige Rezepte hatten Zutaten auf der Liste, die nicht einfach oder gar nicht zu bekommen waren, manche Rezepte waren sehr aufwendig, was den Geschmack nicht unbedingt rechtfertigte, viele waren sehr gehaltvoll, aber auch sehr lecker, Alkohol war in vielen Rezepten enthalten, was mit Kindern sicher etwas Phantasie braucht, um diese Rezepte kindgerecht abzuwandeln... alles in allem war ich aber sehr glücklich mit diesem Buch und werde auch weiterhin mit diesen Rezepten und den Anregungen aus diesem Buch kochen...

Für mich ein wunderschönes Buch mit guten Tipps und spannenden Rezepten!

  • Cover
  • Gestaltung
  • Rezepte
Veröffentlicht am 03.10.2019

Die Welt von Frida und Bjarne - Teil 3

Sterbekammer
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Der 3. Fall von Frida Paulsen und ihrem Kollegen Bjarne Haverkorn führt das Team unter der Leitung eines neuen Chefs zu einer alten Mühle...
Beim Fund des alten Besitzers, der die Treppe in seiner maroden ...

Der 3. Fall von Frida Paulsen und ihrem Kollegen Bjarne Haverkorn führt das Team unter der Leitung eines neuen Chefs zu einer alten Mühle...
Beim Fund des alten Besitzers, der die Treppe in seiner maroden Mühle heruntergefallen scheint und dabei zu Tode kam, findet sich eine geheime Kammer unter der Küche - eine Sterbekammer..?
Schnell finden die Ermittler Spuren zu einem fast 10 Jahre zurückliegenden Fall einer vermissten Frau, bei der Bjarne Haverkorn ermittelt hatte... leider vergeblich... Hat diese Frau in der Kammer leben müssen? Wer hat sie dort versteckt? Und wo ist sie nun? Hat der Entführer sie getötet? Doch wo ist ihre Leiche?

Das Team um Frida und Bjarne arbeitet auf Hochtouren an dem Fall, der sie bis in ihr Privatleben verfolgt...

Romy Fölck hat es auch im dritten Elbmarsch-Band geschafft, dass man als Leser in „die Welt von Frida und Bjarne“ eintaucht und mit ihnen miträtselt, mitleidet und mitfiebert...
Diverse Finten der Autorin lassen den Leser immer wieder in Sackgassen laufen, so dass das Ende zwar überraschend, aber dennoch nachvollziehbar und logisch erscheint.
Wir immer sorgt die Schilderung der Protagonisten mit ihren Stärken und Schwächen als individuelle Charaktere durch die Autorin dafür, dass sie nicht nur Akteure in einen fiktiven Krimi darstellen, sondern im Kopf des Lesers zu „echten Menschen“ werden - und das macht diesen Krimi zu einem Erlebnis, aus dem man am Ende des Buches auftaucht und direkt fragt: Wann geht es weiter?

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 20.09.2019

Zwei Wirbelwinde mit tollen Ideen...

Die Waldmeisterinnen
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Die zwei Waldmeisterinnen haben viele tolle Ideen, die eine erfindet ständig spannende Dinge, die andere kann ganz toll kochen und backen und erspürt Probleme mit ihrem Ohr!
Deshalb planen die beiden eine ...

Die zwei Waldmeisterinnen haben viele tolle Ideen, die eine erfindet ständig spannende Dinge, die andere kann ganz toll kochen und backen und erspürt Probleme mit ihrem Ohr!
Deshalb planen die beiden eine Party im Wald, um den Tieren ihre "Problemlösungspraxis" vorzustellen.
Eine süße Geschichte, die von der quirligen Sprache (passend zu den Waldmeisterinnen) und den wunderschönen Zeichnungen lebt.
Die Geschichte ist kindgerecht, die Problemlösungen auch... (Im echten Leben ist es vielleicht nicht ganz so einfach, aber Kinderbücher müssen ja noch nicht das echte Leben darstellen...)
Meinen Sohn (6) haben besonders die tollen Erfindungen begeistert und bei vielen lustigen Wortfindungenhat er laut aufgelacht. Er wollte die Geschichte auch immer weiterlesen bis zum Ende. Allerdings hat er das Buch anschließend nicht mehr angerührt, warum genau, kann ich nicht sagen. Ob das Ende auch ihm evtl. zu einfach war oder ob es ihn gestört hat, dass es keinen Waldmeister (also einen Jungen) dabei gab - das fragte er mich nämlich - weiß ich nicht. Andere Bücher zieht er jetzt jedenfalls den Waldmeisterinnen vor.
Deshalb und weil ich das Ende etwas "zu einfach" fand, einen Stern Abzug.

  • Spaß
Veröffentlicht am 20.09.2019

Wenn Spinnen plötzlich "süß" werden...

Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht (Pappbilderbuch)
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Ein unglaublich süßes Buch von der kleinen Spinne Widerlich, die noch schnell vorm Einschlafen bei ihren Liebsten vorbei schaut und ihnen eine gute Nacht wünscht.
Geschrieben in einfachen Reimen ist es ...

Ein unglaublich süßes Buch von der kleinen Spinne Widerlich, die noch schnell vorm Einschlafen bei ihren Liebsten vorbei schaut und ihnen eine gute Nacht wünscht.
Geschrieben in einfachen Reimen ist es grundsätzlich eher für Kleinkinder gedacht, mein Sohn (6) fand es aber auch ganz toll und musste es dann immer und immer wieder als Gute-Nacht-Geschichte hören.
Die unglaublichen süßen und detailreichen Zeichnungen machen das Buch zu einem Hit!
Ganz tolles Buch, sehr zu empfehlen für kleine Kinder und alle mit Spinnenphobie...

  • Spaß
Veröffentlicht am 08.07.2019

Das Licht der Toskana - das Dunkel der USA

Das Licht der Toskana
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Drei gut situierte, aber einsame Amerikanerinnen treffen sich auf der Kreuzung zu ihrem letzten Lebensabschnitt: bei der Besichtigung von Seniorenwohnungen...

Alle drei, Susan, Camille und Julia, fühlen ...

Drei gut situierte, aber einsame Amerikanerinnen treffen sich auf der Kreuzung zu ihrem letzten Lebensabschnitt: bei der Besichtigung von Seniorenwohnungen...

Alle drei, Susan, Camille und Julia, fühlen sich noch nicht recht dem "alten Eisen" zugehörig und freunden sich an. Hierbei entsteht die Idee, eine alte Villa in der Toskana anzumieten und dort eine Art "Alters-WG" zu gründen, fernab von den unterschiedlichen Schicksalsschlägen, die sie in den USA ereilt haben.

In der Toskana angekommen treffen sie auf Schriftstellerin Kit, aus deren Perspektive die Geschichte eigentlich erzählt wird, und sie freunden sich an.

Sie entdecken die Toskana und ihre vergessenen oder verborgenen Fähigkeiten wieder: malen, kochen, neugierig sein auf das Leben...

Die Idee der Geschichte, dass im "Alter" das Leben noch nicht vorbei sein muss, sondern man nochmal ganz von vorne anfängt und sich von Dingen inspirieren lassen kann, die man vorher einfach nicht ausleben konnte oder durfte, ist eine sehr schöne von Frances Mayes.

Die Umsetzung des ganzen ist ein wenig schwieriger in meinen Augen: Zwar ist Kit die eigentliche Erzählerin der Geschichte, aus deren Ich-Perspektive der Roman erzählt wird, allerdings gibt es viele Bereiche, in denen Kit die ausführlich beschriebenen Sichtweisen der anderen Damen gar nicht so genau kennen konnte. Somit ergibt sich eine ständig die Sichtweise wechselnde Erzählstruktur, bei der man sich ständig fragt, aus wessen Perspektive (also von wem) hier gerade berichtet wird. Besonders am Anfang, wenn man die Charaktere noch nicht so gut kennt und wie später einfach vermuten kann, wer wie denkt und handelt, macht dies den Einstieg in das Buch äußerst schwerfällig. Da am Anfang auch der Großteil der Lebensgeschichten der Damen in den USA erzählt wird und dieser Teil des Buches wohl eher der "Dunkle" ist, kam ich sehr schwer in die Geschichte rein und fand die ständigen Perspektivwechsel sehr anstrengend.

Im "Licht der Toskana" wird dies etwas leichter, allerdings schwenkt der Erzählstil nun um auf einen sehr beschreibenden... also irgendwie alles beschreibenden Stil... das bedeutet, es wird nicht nur die Landschaft, die Blumen, die Gerüche und die typischen toskanischen Gerichte beschrieben (diese gefielen mir durchaus gut und ich bekam immer Hunger), sondern auch sämtlichen Einzelheiten eines jeden Geschäfts etc. oder es wurde auf Bücher und Schriftsteller eingegangen, die ich - Asche auf mein Haupt - nicht kannte und nichts damit anzufangen wusste, was mir gelegentlich das unangenehme Gefühl des "Belehrtwerdens" beim Lesen einbrachte oder eben des "Dummerchens", das mit diesen Begriffen nichts anzufangen weiß.

Weiterhin wartete ich immer auf eine wirkliche Story, einen Spannungsbogen, einen Plot, in dem sich tatsächlich ein "Problem" mit einer Lösung befindet, also etwas, woraus man etwas lernen kann... den gewissen Aha-Effekt, den man doch eigentlich bei den meisten Büchern bekommt...

Diesen habe ich nicht gefunden. Dass die Toskana schön ist und die Damen sich richtig entschieden haben, in die Toskana zu gehen, ist für mich das hauptächliche Fazit der Geschichte.

Wer in einem Buch keine wirkliche Handlung braucht, Dinge nicht allzu realistisch hinterfragt (Woher kommt das ganze Geld, das die Damen ausgeben? Wer putzt und repariert eigentlich Dinge in der alten Villa? Gibt es wirklich keinerlei Probleme beim Wechsel in eine völlig andere Welt in einm etwas gesetzteren Alter? Kann man im Alter wirklich noch so einfach so eng mit bislang völlig Fremden zusammenwohnen? etc.) und gleichzeitig sich vom Charme der Toskana mit all seinen Möglichkeiten einlullen lassen möchte, für den ist dies das richtige Buch...

Ich persönlich konnte immer nur zeitweise (beim Beschreiben der Landschaft oder der leckeren Gerichte) voll in die Geschichte einsteigen, ansonsten habe ich immer darauf gewartet, dass nun endlich etwas Entscheidendes auf den 600 Seiten des Buches passiert...

Fazit:
Leider hat es mich nicht so richtig gepackt, aber es ist ein inhaltlich leichtes, sehr bildlich beschriebenes Buch, das sicher auf den einen oder anderen seinen Charme wirken lässt!

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
  • Figuren