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Veröffentlicht am 24.07.2018

Nele wildert im Mittleren Westen

Sommer der Wahrheit
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Die beliebte Krimiautorin Nele Neuhaus begeht neue, ungewöhnliche Wege: unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg hat sie das Buch "Sommer der Wahrheit" veröffentlicht, das im tiefsten Mittleren Westen, ...

Die beliebte Krimiautorin Nele Neuhaus begeht neue, ungewöhnliche Wege: unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg hat sie das Buch "Sommer der Wahrheit" veröffentlicht, das im tiefsten Mittleren Westen, im ländlich-abgeschiedenen Nebraska spielt. Wir schreiben das Jahr 1994. Hier lebt die junge Sheridan Grant, unzufrieden mit ihrem Leben und mit ihren Perspektiven. Das Leben im winzigen Fairfield ist ihr zu öde, zu langweilig: von morgens bis abends muss sie schuften, die ungeliebten Adoptiveltern machen ihr das Leben schwer. Ihren Interessen und Begabungen - komponieren und singen kann sie nicht ausreichend nachkommen, da diese nicht ernst genommen bzw. als Teufelswerk verurteilt werden. Auch ihre Freunde sind zu Hause nicht gern gesehen. Zum Knall kommt es, als sie gemeinsam mit ihren Freunden an verbotener Stelle von der Polizei aufgespürt wird. Die heimische Strafe folgt auf dem Fuße. Doch Nele sucht sich ihren eigenen (Aus)Weg, ihre eigenen Nischen. Unbemerkt von den Eltern lebt sie ein gewagtes Leben vor deren Augen, bis die Sache eskaliert.
Ein wenig irritiert, dass nur das Ausgangsdatum genannt wird: da die Geschichte über etwa anderhalb Jahre spielt, hätte ich es als "handlicher" empfunden, wenn sie in mehrere Teile gesplittet wäre, die jeweils mit dem Ausgangsdatum überschrieben wären. Zur Entwicklung selbst hätte das m.E. auch gut gepasst. Zudem liegt für mich der Schwerpunkt viel zu sehr auf Sex und Begierden. Schließlich hat mich die Schwarz-Weiß-Malerei bezüglich der Charaktere gestört, eigentlich steht jede dargestellte Figur, so nebensächlich sie auch sein mag, auf einer Seite, ist (mit wenigen Ausnahmen) entweder gut oder böse.
Doch trotz dieser nicht gerade wenigen Kritikpunkte habe ich das Buch wie alle "Neles" bisher sehr genossen: Nele Neuhaus bleibt sich und ihrem atmosphärischen Schreibstil treu. Eindringlich und mitreißend ist auch dieses Buch, unversehens findet sich der Leser im ländlichen Nebraska wieder, sieht die Umgebung, in der Sheridan aufwächst, geradezu bildhaft vor Augen und ist unversehens ein Teil der Gemeinschaft von Fairfield. Auch Spannungselemente sind in genügender Anzahl vorhanden und, obwohl sich im Unterschied zu den Bodenstein-Kirchhoff-Krimis das Ende hier durchaus abzeichnet, was bei einem Entwicklungsroman ja auch nicht weiter verwerflich ist, gibt es bei der Auflösung genügend überraschende Details, die es dem Leser leicht machen, bis zum Ende am Ball zu bleiben. Nicht gerade was für die Fans harter Thriller, aber Liebhaber stimmungsvoller Spannungsromane kommen hier allemal auf ihre Kosten.

Veröffentlicht am 24.07.2018

Was dahinter steckt

Als wir unsterblich waren
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Die zurückgezogen lebende Ethnologie-Studentin Alex aus Ost-Berlin trifft in DER Wende-Nacht - richtig, am 9. November 1989- auf den westdeutschen Kommilitonen Oliver, einen Historiker, und lernt ihn sofort ...

Die zurückgezogen lebende Ethnologie-Studentin Alex aus Ost-Berlin trifft in DER Wende-Nacht - richtig, am 9. November 1989- auf den westdeutschen Kommilitonen Oliver, einen Historiker, und lernt ihn sofort lieben. Es hat sie so umgehauen, dass sie gleich mehrere Tage bei ihm verbringt, um ihn dann gleich mitzunehmen und ihn ihrer Großmutter, der geliebten Momi vorzustellen. Die erlebt bei seinem Anblick einen Schock, der noch größer wird, als Oliver seinen Familiennamen nennt...

Was steckt dahinter? Dem Leser werden die Augen geöffnet durch die Geschichte Paulas, einer jungen Sozialdemokratin vor, während und nach dem ersten Weltkrieg. Auch sie eine Berlinerin, lebt sie für ihre Zeit ausgesprochen unkonventionell - außer in ihrer unbegrenzten Liebe zum schönen Clemens. Der Leser taucht tief ein in Paulas Leben - und in die deutsche Geschichte, vor allem die der einfachen und nicht ganz so einfach Leute - eben der Bürger des ausgehenden Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Charlotte Roth erzählt so mitreißend, so lebendig, aber auch humorvoll, dass es quasi unmöglich ist, dieses Buch vor dem Ende - und auch dann nur sehr ungern - aus der Hand zu legen.

Was für ein Buch! Ich wünsche ihm, dass es auch noch in vielen, vielen Jahren gelesen wird, so historisch wichtig und unglaublich unterhaltsam, wie es ist. Die Charaktere waren mir beim Lesen unheimlich nah, ich liebte sie (Alex, Paula und Oliver), litt mit ihnen (Paula und vor allem Harry mit seiner unerwiderten Liebe.

Wer vor vielen, vielen Jahren wie ich durch Christine Brückners wunderbaren Roman "Jauche und Levkojen" aufgerüttelt wurde und ein neues Gefühl für Heimat, Geschichte und auch für Literatur entwickelte - dem wird auch dieses Buch ein Anstoß sein, sich mehr mit der "Vorzeit" - mit einer etwas früheren, aber für uns ebenso grundlegenden - zu beschäftigen, die Zusammenhänge zur Gegenwart sind einfach zu brennend und zu real, um sie zu ignorieren.

Ein Buch zum Immer-wieder-lesen, zum Vorlesen, zum Weitergeben (aber meines bleibt hier - für die beiden ersteren Aktionen) und vor allem: zum Verschenken, kurzum: Ein Buch fürs Leben! Wenn ich jemandem etwas richtig Gutes tun will, quasi mit Wohlfühlgarantie - dann werde ich ihm in Zukunft dieses Buch verehren! Ein Segen, dass es im Original als Taschenbuch erscheint, so ist es gleich möglich, es ganz, ganz weit zu verbreiten - so weit, wie es das verdient hat. Obwohl das meiner Ansicht nach erst nach einer Übersetzung ins Englische und vor allem ins Französische und Russische erst so richtig möglich wäre - es bleibt also, ganz, ganz fest die Daumen zu drücken für Autorin und Buch und natürlich die Werbetrommel zu rühren: Eine solch literarische Sensation darf auch den Nachbarn in unserem inzwischen so global gewordenen Europa nicht vorenthalten werden!

Veröffentlicht am 24.07.2018

Eine mitreißende Liebesgeschichte, wie sie hätte sein können

Das Glück, wie es hätte sein können
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Serge und Suzanne - zwei Menschen, zwei Welten. Wir begegnen Serge, dem Erfolgreichen, bereits 60jährigen mit wesentlich jüngerer Frau und zwei Kindern zunächst aus Suzannes Blickwinkel, ihr fällt an Serge ...

Serge und Suzanne - zwei Menschen, zwei Welten. Wir begegnen Serge, dem Erfolgreichen, bereits 60jährigen mit wesentlich jüngerer Frau und zwei Kindern zunächst aus Suzannes Blickwinkel, ihr fällt an Serge das zu starke Rasierwasser, der zu dunkle Anzug auf, ihm an ihr bei der ersten Begegnung - noch - nichts. Kein Wunder, denn Suzanne ist eigentlich unauffällig und kommt aus einer anderen, einer einfacheren Schicht, ist weder jung noch schön. Die Klavierstimmerin ist gar nicht so unglücklich in ihrem Leben - sie nimmt es, wie es ist. Aber sie hat etwas, das Serge auf sie aufmerksam werden lässt - Liebe, Verlangen, Begehren, Sehnsucht? Lesen sie selbst und kommen Sie der Sache auf die Spur, es wird in einer wunderbar atmosphärischen Sprache erzählt werden, wie auch schon der Beginn dieser Geschichte: der Leser kann sich fallen lassen, sich einbetten in den wohligen, stilvollen Klang von Veronique Olmi.

Wirklich? Nun, der Stil ist eloquent, ja elegant - typisch französisch eben, aber der Inhalt hat mich nicht mitgerissen, mich nicht in den Strudel gerissen, wie ich es ob Stil und Spache erwartet hatte. Ein nettes, kleines Buch für zwischendurch, mir geht das böse Wort "belanglos" durch den Sinn. Nun, wie auch immer, die Geschichte von Serge und Suzanne wird bald aus meinem Gedächtnis verschwunden sein, zu wenig (Be)Merkenswertes - oder Aufmerkenswertes - zeichnet sie aus.

Ein kleines Büchlein für zwischendurch, das man lesen kann, aber nicht muß. Es schadet nicht - aber so richtig bereichernd ist es auch nicht.

Veröffentlicht am 24.07.2018

Tic Tic Tourette

Sechs Millionen Kekse im Jahr
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oder: Wenn Körperteile ihren eigenen Kopf haben

Tourette: Ein Phänomen, über das ich schon viel gehört, ja sogar einen Roman - in "Motherless Brooklyn" von Jonathan Lethem spielt Tourette eine maßgebliche ...

oder: Wenn Körperteile ihren eigenen Kopf haben

Tourette: Ein Phänomen, über das ich schon viel gehört, ja sogar einen Roman - in "Motherless Brooklyn" von Jonathan Lethem spielt Tourette eine maßgebliche Rolle - gelesen habe. Aber jemand, der damit lebt, ist mir noch nie begegnet.

Bis jetzt: denn die Schilderung von Jessica Thom ist so lebendig, dass ich sofort das Gefühl habe, sie vor mir zu sehen! Ein eindringliches Buch, das ihren Alltag überaus eindrucksvoll schildert - Wie ergeht es ihr im Job ? Was hat sie alles so erlebt? Wie tic(t) sie? Wie ihre Freunde?

Nun, die Antworten darauf sind so faszinierend wie beeindruckend und haben mich vor allem verunsichert - verunsichert in meinem alltäglichen Verhalten gegenüber mir unbekannten, sich nicht 100%tig konform verhaltenden Personen. Jessica Thom beschreibt nämlich ein Dilemma, dem sie Tag für Tag aufs Neue ausgesetzt ist: Tourette ist ja ein sehr auffälliges Syndrom, das - wenn man es wie sie in seiner stärksten Ausprägung hat - nicht zu verbergen ist. Das heißt, Jessica begegnet Tag für Tag Menschen, die sich durch sie bzw. ihr Verhalten gestört oder gar belästigt fühlen, bestenfalls sind sie neugierig. Nein: allerbestensfalls sind sie mit der Krankheit vertraut und signalisieren ihre Solidarität, doch das geschieht nur selten - Tourette ist eben selten. Oft wird sie angefeindet - bspw. von einer alten Frau in der U-Bahn, die sie auffordert, die Schimpfwörter sein zu lassen und auf alle Erklärungen absolut uneinsichtig reagiert. Es gibt aber auch Fragen, wie die einer Mutter, die wissen möchte, was es mit Jessica auf sich hat, um es ihrer Tochter erklären zu können oder lässige Kommentare wie den eines Vaters, der auf den Spruch seines Sohnes "Die Frau spinnt" antwortet: "Sie spinnt nicht - sie bringt sich zum Ausdruck" (S. 59)

Das Buch ist witzig, den Jessica erzählt mit viel Selbstironie, es ist rührend, denn sie ist von einem ganzen Pulk Vertrauter umgeben, die Tag für Tag mit ihren Tics leben müssen und wollen und das ist alles andere, als leicht, kann es doch sein, dass wie im Falle ihrer Mutter, deren Hund gerade verstorben war und sie aus Jessicas Mund "Mummy hat den Hund getötet" vernehmen musste, eine höchst unsensible, natürlich unfreiwillige Reaktion erfolgt.

Das Jessica sich mit der für sie notwendigen Akzeptanz ganz wunderbar in den Alltag - wenn auch nicht in einen mit zu vielen Vorschriften - einfügen kann, zeigen Einblicke in ihr Berufsleben, ihr Leben mit Freunden und Familie.

Mich hat das Buch vor allem zum Nachdenken, zum Weiterdenken gebracht: würde ich - trotz meiner Beschäftigung mit diesem Thema - ein Tourette-Syndrom direkt erkennen. Ich glaube, ehrlich gesagt, nicht. Ich würde mich, wie so viele andere, zunächst peinlich berührt abwenden und erst beim zweiten oder gar dritten Hinsehen bzw. Kontakt nachdenklich werden. Und könnte ich so sein wie Jessicas Familie, wie ihre Verwandten? Ich weiß es nicht, denn sie müssen ihr ganzes Leben - auch ihr Gefühlsleben auf Tourette einstellen - Jessica hat nicht nur sprachliche Tics, sondern auch körperliche, sie schlägt sich selbst bzw. bewegt sich unkontrolliert, was zu Verletzungen führen kann: Freundschaft und Familie bedeuten hier also permanenten Beistand.

Sie sehen, dieses Buch ist sehr bereichernd, dazu noch unterhaltsam - allein deswegen sei es von mir wärmstens empfohlen!

Veröffentlicht am 24.07.2018

Kinder des kalten Krieges

Winterkinder
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Das sind die Eltern des Autors Owen Matthews, die Russin und Sowjetbürgerin Ljudmila - Mila - Bobikova und der Brite und Waliser Mervyn Matthews, die sich in den 60er Jahren in Moskau begegnen. Eine ungewöhnliche ...

Das sind die Eltern des Autors Owen Matthews, die Russin und Sowjetbürgerin Ljudmila - Mila - Bobikova und der Brite und Waliser Mervyn Matthews, die sich in den 60er Jahren in Moskau begegnen. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier ebenso ungewöhnlicher Menschen, eine mit einer Art von Happy End: aber mit keinem richtigen. Dies ist nämlich kein Roman, es ist die Familiengeschichte des Autors und wahre Geschichten sind bekanntlich zu verzweigt, zu vielschichtig, um einen klaren Anfang und ein klares Ende zu haben.

Stopp! Nein, falsch! Einen Beginn hat diese Geschichte durchaus, sie nimmt ihren Anfang in der Verhaftung von Boris Bibikow, Milas Vater, eines strammen Kommunisten der - fast - ersten Stunden, der wie so viele Opfer der stalinistischen Säuberungen wird. Und auch wieder nicht... genauso, wie sie mehrere Enden bzw. Ausgänge hat, hat sie auch mehrere Anfänge, so die Begegnung von Boris und Marta, den Großeltern des Autors.

Ein wirklich beeindruckendes, ein erschütterndes, ein aufklärerisches und dabei sehr privates Buch! Viel erfährt der Leser über die harten Zeiten des Stalinismus, in denen das Land quasi verhungerte, in denen jeder einfach nur versuchte, zu überleben: so auch Owen Matthews Tante mit dem ausgesprochen sowjetrussischen Vornamen Lenina, seine Mutter Mila und seine Großmutter Marta, die lange Jahre in der Verbannung lebte - getrennt von ihren Töchtern, die in Waisenhäusern aufwuchsen (Mila) bzw. für sich selbst sorgten (Lenina). Beide haben als Erwachsene trotzdem ein erfülltes Leben geführt: Lenina in einer glücklichen Ehe mit dem schönen, einbeinigen Sascha, Ljudmila als junge Wissenschaftlerin - bis sie durch die Begegnung mit und der Liebe zu Mervyn Matthews zu einer Gejagten, einer Wartenden wurde.

Nicht nur das Schicksal von Milas Familie wird geschildert, nein, auch die überaus ungewöhnliche Entscheidung des jungen, erfolgreichen Wissenschaftlers Mervyn Matthews aus einfachen Verhältnissen für ein - zumindest zeitweiliges - Leben in der Sowjetunion. Höchst ungewöhnlich für die 50er und 60er Jahre! Doch dann lernen sich die beiden kennen und lieben und wollen ihr weiteres Leben miteinander verbringen - ein unvorstellbarer, unrealisierbar erscheinender Wunsch. Wie es dann doch klappt - es ist einfach unglaublich!

Spannender als ein Krimi liest sich stellenweise dieses Buch, dann auch wieder sehr humorvoll und herzlich, denn - wie gesagt - geht es hier um die Familie des Autors. Einfach umwerfend die Beschreibung seiner mittlerweile leider verstorbenen Tante Lenina: "Sie ist eine große Frau mit einer kräftigen Stimme, und sie leidet an vielen, vielen, oft beinahe tödlichen Krankheiten, über die sie sehr gerne spricht. (S.23)

Oder auch sein scharfer, demaskierender Blick - Owen Matthews ist Journalist und offenbar ein sehr guter - auf Menschen im Russland der 1990er Jahre. Es geht um Swetlana Timofejewna, Oberstleutnant der Moskauer Kriminalpolizei - eine zufällige Beobachtung: "Sie war eine dieser untersetzten, unbesiegbaren russischen Frauen mittleren Alters, die wie Dobermänner in den Vorzimmern aller großen Männer Russlands lauerten, Kartenverkaufsschalter beherrschten und Hotelrezeptionen kommandierten."

Anrührend die Naivität der jungen Sowjetbürger wie auch die der jungen Westeuropäer in den 1960er Jahren verschiedene Aspekte, der eigenen wie auch - vor allem - der anderen, vollkommen fremden Kultur gegenüber. Hier verfügt der Autor über verlässliche Quellen: die Liebesbriefe der eigenen Eltern in fünf langen Jahren der Trennung, in denen sie auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs aufeinander warteten - und - vor allem Mervyn - unermüdlich daran arbeiteten, eine Lösung herbeizuführen.

Ein wichtiges, dabei unglaublich unterhaltsames Dokument für die Zeit des kalten Krieges, das ich jedem, der auch nur einen Hauch von Interesse an der Geschichte des 20. Jahrhunderts hat, ans Herz lege!