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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2023

Die Hobbyermittlerinnen bekommen zu tun

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam
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Und zwar schon zum zweiten Mal!

Ich lese gerne Krimis, gern auch etwas entspanntere (oder auch betulichere), in denen es trotz Mord auch mal gemütlich zugeht.

So war dieser hier bereits der ...


Und zwar schon zum zweiten Mal!

Ich lese gerne Krimis, gern auch etwas entspanntere (oder auch betulichere), in denen es trotz Mord auch mal gemütlich zugeht.

So war dieser hier bereits der zweite Fall der zupackenden Judith Potts, einer älteren Dame, die ihren ersten Fall gleich nebenan löste und den Tod ihres Nachbarn aufklärte, allerdings mithilfe zweier Mitstreiterinnen, die sie während ihrer Ermittlungen kennenlernte.

Diesmal wird sie von einem reicheren Herrn zu dessen Gartenparty am Tag vor seiner Hochzeit eingeladen - und zwar befürchtet er einen Mord. Judiths Gespür in Mordfällen hat sich bereits herumgesprochen. Doch hier kann weder sie noch ihre ebenfalls anwesenden Freundinnen Becks und Suzie noch etwas richten - es trifft den Gastgeber selbst - ein Schrank fällt auf ihn nieder.

Auch diesmal wird die Polizei sie nicht mehr los und das ist auch gut so, denn wieder ist es Judith, die die ganze Geschichte auflöst.

Ein sehr unterhaltsames und anregendes Buch mit einem ordentlchen Schuss Humor sowie ein paar Ungereimtheiten und kleinen Längen.Dennoch hat es mir ein paar vergnügliche Lesestunden bereitet!

Veröffentlicht am 24.09.2023

Extrem weit hergeholt

Sommersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 1)
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Dabei jedoch durchaus spannend und gut geschrieben: Aber mir wurde es dann doch sehr schnell zu viel, zumal sich das Autorenduo ständig in Andeutungen ergeht und ich diesbezüglich sowieso keine ...

Dabei jedoch durchaus spannend und gut geschrieben: Aber mir wurde es dann doch sehr schnell zu viel, zumal sich das Autorenduo ständig in Andeutungen ergeht und ich diesbezüglich sowieso keine Blitzgneißerin bin, wie Wolf Haas das ausdrücken würde. Im Klartext der rheinischen Umgangssprache: ich bin sehr oft schwer von Kapee, gerade wenn es brisant und/oder spannend wird.

Andererseits wird hier mindestens ebenso oft die Holzhammermethode gewählt, mit der ich keine großen Schwierigkeiten habe - zumindest, was das Verständnis angeht. Dagegen ist sie nicht unbedingt geeignet, um meine Lesefreude zu steigern!

Aber jetzt zum Inhaltlichen: Wir schreiben das Jahr 1994. Im Zuge der Ermittlungen zum Tod einer jungen Frau, die mitten in Stockholm vergewaltigt und erwürgt aufgefunden wird, treffen der Ermittler Tomas Wolf und die Journalistin Vera Berg aufeinander. Beide haben nicht nur ein Päckchen zu tragen: Tomas ist erst kürzlich von einem Einsatz in Bosnien zurückgekehrt, wo er Entsetzliches gesehen und erlebt hat - es ist die Zeit des Balkankrieges. Er ist schwer traumatisiert und kann sich nicht mehr in seiner Familie einleben. Ständig enttäuscht er sowohl Frau als auch Kinder. Dazu hat er zwei Brüder, die ganz tief im rechtsradikalen Sumpf stecken...

Vera hingegen ist gerade erst von Malmö nach Stockholm in einen neuen Job gewechselt, hat sich von ihrem kriminellen Lebensgefährten getrennt und versucht, dessen Sohn Sigge, einen Jungen im Vorschulalter vor ihm zu schützen. Um in ihrem Job Erfolg zu haben, wendet sie häufig nicht ganz lautere Methoden an...

All das ist mir viel zu viel des Guten, was den Thrill angeht, es geht schon ganz oft in die Richtung der Regenbogenliteratur (wenn es so etwas gibt). In der Figur der Journalistin Vera stecken meines Erachtens sehr viele männliche Vorurteile - eine Frau hätte sie im Leben nicht so gezeichnet. Dennoch ist der eigentliche Kriminalfall durchaus spannungsvoll aufgebaut und gut beschrieben.

Veröffentlicht am 07.09.2023

Malou zwischen allen Stühlen

Die Reporterin - Worte der Wahrheit
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Es fängt gut an im zweiten Teil: Malou hat ihr Ziel erreicht und ist nun eine erfolgreiche Gesellschaftsreporterin beim "Tag". Doch wieder werden ihr so einige Steine in den Weg gelegt, weniger beruflich ...

Es fängt gut an im zweiten Teil: Malou hat ihr Ziel erreicht und ist nun eine erfolgreiche Gesellschaftsreporterin beim "Tag". Doch wieder werden ihr so einige Steine in den Weg gelegt, weniger beruflich - obwohl es da auch Neider gibt - als privat, wo sich ihre Familiensituation komplett verändert, teilweise in Richtungen, die für eine erwachsene Frau eher unüblich sind. Dazu werden uns Lesern die großen Stars der 1960, in denen wir uns in diesem Roman immer noch befinden, von der privaten Seite gezeigt.

Überhaupt steht auch in diesem zweiten Band die private Situation von Malou wieder komplett im Vordergrund, für meinen Geschmack ein wenig zu sehr. Andererseits gibt uns gerade das die Möglichkeit, zu erkennen, was es alles für Schwierigkeiten für eine Frau im beruflichen Alltag in dieser Zeit gab.

Wie immer überzeugt Autorin Theresa Simon, selbst promovierte Historikerin, durch punktgenaue Sachkenntnis auch kleinster Details und macht gerade dadurch diesen Roman so spannungsreich, dass ich ihn nicht mehr aus der Hand legen wollte! Ein Roman, mit dem man herrlich in vergangene Zeiten reisen kann, gerade wenn man sich für das geschriebene Wort interessiert!

Veröffentlicht am 04.09.2023

Schöner Garten mit wenig Kohle

Garten - einfach günstig
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Hier kann man einen schönen Garten schaffen, ohne dafür viel Geld auszugeben und das wird niemand merken. Neben Spartipps bekommt man hier jede Menge hilfreicher Hinweise zur Pflege seines Gartens, die ...

Hier kann man einen schönen Garten schaffen, ohne dafür viel Geld auszugeben und das wird niemand merken. Neben Spartipps bekommt man hier jede Menge hilfreicher Hinweise zur Pflege seines Gartens, die auch erfahreneren Gärtner*innen weiterhelfen, ob mit oder ohne wenig Geld ausgestattet.

Viele Fotos zu den Erläuterungen enthält es auch. Somit ist dies ein hilfreiches Buch für alle, die gern gärtnern und dazu Fragen haben - dass es weniger kostet, als erwartet, ist ja in keiner Hinsicht schädlich....

Ein klasse Helfer für viele Fälle!

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Veröffentlicht am 29.08.2023

Ein Märchen für vom Leben Gebeutelte ab dem Spätmittelalter

Hör auf dein Herz, auch wenn es stolpert
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Und das ist eine mehr oder weniger charmante tUmschreibung für das Lebensalter. Wir lernen Floriane (ja, der Name hat mir auch nicht zugesagt) als hochzufriedene frischgebackene "Fuffzigerin" kennen, nämlich ...

Und das ist eine mehr oder weniger charmante tUmschreibung für das Lebensalter. Wir lernen Floriane (ja, der Name hat mir auch nicht zugesagt) als hochzufriedene frischgebackene "Fuffzigerin" kennen, nämlich einen Tag nach dem rundesten aller Geburtstage, wo sie auf eine wundervolle Feier und ein supertolles Geschenk ihres Ehemannes zurückblickt.

Aber schon kurz danach bricht ihr der Boden unter den Füßen weg,weil genau der saubere Gatte sie aus der Wohnung und aus seinem Leben jagt, er hat nämlich etwas deutlich frischeres gefunden!

Als sie am selben Tag noch ihren überaus angenehmen Job in einem der besten Hotels der Stadt verliert, ist klar: sie braucht Trost - nämlich die Arme ihrer alten und ungebundenen Tante und die Worte ihrer besten Freunde - allesamt ihre Kollegen im Hotel, denen ebenfalls gekündigt wurde.

Was sich daraus entwickelt, ist ebenso lustig wie absehbar - also nicht im Einzelnen natürlich, aber doch in der Wirkung. Auch wenn vieles doch sehr weit hergeholt und deutlich überzogen ist, hat es mir viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Denn Heike Abedi hat originelle Ideen und eine Art von Humor, die mir entgegen kommt.

Und dazu weiß sie, dass auch Leser*innen im Mittelalter und darüber hinaus gerne Märchen mögen. Zumindest, wenn sie so geschaffen sind wie dieses hier, werden sie daran Spaß haben.

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