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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2025

Wenig Erkenntnisreiches

Drei Tage im Schnee
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Ich hatte mich auf einen warmherzigen und eindringlichen Winterroman gefreut, musste mich aber mit hohlen Phrasen begnügen. Hier war wirklich so gar nichts Stimmungsvolles oder Erkenntnisreiches enthalten.

Worum ...

Ich hatte mich auf einen warmherzigen und eindringlichen Winterroman gefreut, musste mich aber mit hohlen Phrasen begnügen. Hier war wirklich so gar nichts Stimmungsvolles oder Erkenntnisreiches enthalten.

Worum es geht: Hannah ist ausgelaugt und zieht sich für ein paar Tage auf eine einsame Hütte mitten im Wald zurück - es ergibt sich, dass sie zur Zeit ihres Aufenthaltes weiße Tage genießt - Schnee, wohin man schaut.

Alsbald macht sie die Bekanntschaft der kleinen Sophie, eines zutraulichen Mädchens, das sie zurückführt zur Selbstfürsorge und den Genuss der kleinen Dinge. Ihre spontanen Äußerungen lassen Hannah nachdenklich werden: über den Sinn ihres schnellen, modernen Lebens, über die wirklichen Werte!

Leider ist das alles schon dagewesen und zwar nicht nur einmal. Obwohl es nur ein dünner Band ist, musste ich mich da richtiggehend durchquälen.

Besinnliche und stimmungsvolle Zeit im Schnee? Ach nee! Ich werde ganz sicher nicht mehr zu einem Buch dieser Autorin greifen!

Veröffentlicht am 28.11.2025

Toller Ratgeber!

Böse Milch und guter Dinkel?
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Zu allen Thesen, die uns so im Alltag zum Thema Ernährung begegnen , wie: letzte Mahlzeit vor 19:00h, Milch ist ungesund, Zucker schadet grundsätzlich und, und, und...

Der Oekotrophologe Achim Sam und ...

Zu allen Thesen, die uns so im Alltag zum Thema Ernährung begegnen , wie: letzte Mahlzeit vor 19:00h, Milch ist ungesund, Zucker schadet grundsätzlich und, und, und...

Der Oekotrophologe Achim Sam und der Mediziner Prof. Dr. Christian Sina räumen mit positiven und negativen Vorurteilen auf, wobei sich zeigt, dass die Sachlage oft nicht ganz eindeutig ist.

Aber dennoch: mit diesem Ernährungsberater im Buchformat weiß man immer, woran man ist!

Veröffentlicht am 19.11.2025

Liebenswert und lustig!

3 Streuner und der sprechende Berg
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So geht es zu in diesem Buch über drei Streuner, die bei Joy und ihren Eltern leben und es durchaus genießen, sich jedoch nicht immer zu benehmen wissen!

King Kerl, Big Ben und Flirty sind die drei ...

So geht es zu in diesem Buch über drei Streuner, die bei Joy und ihren Eltern leben und es durchaus genießen, sich jedoch nicht immer zu benehmen wissen!

King Kerl, Big Ben und Flirty sind die drei Hunde, deren Erlebnisse hier nun bereits im zweiten Band geschildert werden - und zwar gilt es diesmal, sich zu benehmen, denn Joy möchte sie mit zur Schule nehmen! Und dazu Schildegard, die - Nomen est Omen - Schildkröte der Familie und natürlich Freundin der Streuner. Obwohl sie so viel weiser ist! Aber ob das im Ernstfall nutzt, das wird man erstmal sehen.

Für Vorschulkinder zum Vorlesen und Vorfreuen auf die Schule - hoffentlich denken sie nicht, dass es dort immer so lustig ist! Und für Grundschulkinder zum Selberlesen - die Schrift ist schön groß und es sind jede Menge Zeichnungen dazwischen für kleine Momente der Entspannung!

Ob das klappt? Ein warmherziger Beschreibung darüber, wie Hunde uns (möglicherweise) sehen!

Veröffentlicht am 19.11.2025

Eine Geschichte mit Aufs und Abs

Café Finito
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Und zwar in vielerlei Hinsicht: sowohl, was die Geschichte betrifft, aber auch in bezug auf die Erzählqualität. Ersteres ist kein Wunder, denn der hauptsächliche Schauplatz ist der sicher vielen bekannte ...

Und zwar in vielerlei Hinsicht: sowohl, was die Geschichte betrifft, aber auch in bezug auf die Erzählqualität. Ersteres ist kein Wunder, denn der hauptsächliche Schauplatz ist der sicher vielen bekannte Dorotheenstädtische Friedhof in Berlin-Mitte, der sowohl aktuell, als auch in DDR-Zeiten und lange davor die Gräber vieler Berühmtheiten beherbergte. Aber auch ganz normaler Menschen.

Hier erleben wir einen Mix beider Seiten, denn wir lernen sowohl die für den Friedhof zuständigen (fiktiven) Charaktere kennen als auch eine ebenfalls fiktive Trauergruppe ganz normaler Menschen, die von Kristof, Totengräber und gute Seele des Friedhofs, die sich in dem zu meinem Leidwesen ebenfalls fiktiven titelgebenden Café Finito versammelt.

Hier treffen in jeder Hinsicht völlig unterschiedliche Menschen aufeinander, die eines gemeinsam haben: sie trauern. Die meisten, aber nicht alle, trauern um Menschen, deren Gräber sich auf dem "Doro" befinden und da sie so unterschiedlich sind, knallt es manchmal zwischen ihnen, ebenso wie zwischen dem Personal, das neben Kristof (der sehr friedlich ist), aus vollkommen verschiedenen Zwillingsschwestern mit den passenden Namen Dorothee und Dorothea besteht .

Insgesamt eine sehr interessante Dynamik, die jedoch zeitweise ins Übersinnliche abgleitet, was mir deutlich zu viel war. Wie auch das Gewusel in der Schlussszene, dass meine Bewertung um mindestens einen Stern nach unten gedrückt hat.

Dennoch kann ich dieses Buch empfehlen, vor allem Internationalisten, die sich für Trauer- und Beerdigungsrituale fremder Länder interessieren. Nicht unbedingt jedoch für Leser, die wie ich selbst sehr angetan von einem früheren Roman der Autorin Sybil Volks, nämlich Torstraße 1, waren. Es kann Ihnen gefallen, muss aber nicht, denn dies ist etwas völlig anderes!

Veröffentlicht am 17.11.2025

Wie kann ich zu mir selbst zurückkehren?

Mich selbst nicht gesucht und dabei gefunden - Vorwort von Melanie Pignitter
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Ob das Raphael gelingt? Zu Beginn des Buchs sieht es nicht so aus, weil er so ziemlich am Ende ist. Frau weg, das gesamte Firmenkonto geplündert (nicht von der Frau) - schlimmer geht es fast gar nicht ...

Ob das Raphael gelingt? Zu Beginn des Buchs sieht es nicht so aus, weil er so ziemlich am Ende ist. Frau weg, das gesamte Firmenkonto geplündert (nicht von der Frau) - schlimmer geht es fast gar nicht mehr!

Aber seine Frau Klara hat ihm etwas hinterlassen, wenn auch ungewollt: ein Büchlein mit verschiedenen Adressen, die Raphael alle kontaktiert und 13 Menschen kennenlernt, von denen jeder einzelne ihm etwas gibt. Etwas, von dem er gar nicht wusste, dass er es brauchte.

Vielleicht brauchen es auch andere Leser dieses Buches, zumindest teilweise. Ich selbst wohl eher nicht, auch wenn so einiges spannend oder berührend zu sein scheint. Auch wenn dies das Ziel des Buches ist: nicht nur Raphael Anregungen zu positiven Veränderungen seines Ichs zu geben.