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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2021

Absolut wertvoll!

Medical Cuisine
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Mit diesem Buch halte ich genau das in der Hand, was ich mir erhofft habe - dass ich es erwartet habe, wäre zu vermessen.

Denn es geht mir darum, auf unkomplizierte Weise gesund, aber auch lecker ...

Mit diesem Buch halte ich genau das in der Hand, was ich mir erhofft habe - dass ich es erwartet habe, wäre zu vermessen.

Denn es geht mir darum, auf unkomplizierte Weise gesund, aber auch lecker zu kochen. Dazu ist es wichtig, dass die Rezepte knapp und klar gehalten sind - mein Mann möchte auch mittun und sieht sich selbst eher als Anfänger.

Was mir sehr gut gefällt: hier sind viele Klassiker der Familienküche schlanker gemacht worden. Ich selbst neige sowieso dazu, beim Kochen in diese Richtung zu gehen, weil ich Fettarmes einfach deutlich lieber mag. Meistens ist der Eigengeschmack sehr viel intensiver als bei Gerichten, die sehr gehaltvoll daherkommen.

Und auch in anderer Hinsicht wurden meine Hoffnungen absolut erfüllt: die Rezepte sind so unkompliziert wie möglich gehalten, dazu gibt es jedes Mal ein Foto, auf dem man auch optisch einen guten Einblick erhält: sieht das Selbstgekochte so ähnlich aus, wenn nicht: was kann schief gegangen sein?

Wenn es von einem Rezept zwei Varianten (mehr sind es nie) gibt, wird jede auf einer Doppelseite mit Rezept und und Foto präsentiert.

All dem sind Erläuterungen zu der Intention des Autorenteams; Mediziner Dr. Matthias Riedl und Koch Johann Lafer sowie die Vorgehensweise im Kochbuch vorangestellt. Wie finde ich die Rezepte, die zu meinem Leiden, meiner Krankheit passen? Mir Erleichterung oder Linderung verschaffen können oder zumindest dem nicht entgegenwirken?

Ich bin sehr zufrieden mit diesem Kochbuch und werde es sicher oft gebrauchen!

Veröffentlicht am 06.06.2021

Ein Haus, ein Kätzchen und ein Pferd

Der französische Gast
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Das ist zusammengefasst der materielle Verlust, der Ellen und ihren beiden Kindern droht, wenn es zum Äußersten kommt, nämlich zur Scheidung. Abgesehen vom menschlichen! Denn Ehemann und Vater Avery ist ...

Das ist zusammengefasst der materielle Verlust, der Ellen und ihren beiden Kindern droht, wenn es zum Äußersten kommt, nämlich zur Scheidung. Abgesehen vom menschlichen! Denn Ehemann und Vater Avery ist auf dem besten Weg, dem (mehr oder weniger ungebetenen) französischen Gast Louise näher zu kommen.

Oder ist es gar schon geschehen? Autorin Dorothee Whipple hat eine hinreißende Gesellschaftsstudie verfasst, die irgendwo zwischen Tragödie und Satire oszilliert. Oder ganz woanders?

Denn lange Zeit war mir nicht klar, worauf die Autorin hinaus will. Vieles schien von Beginn an festzustehen, auch die Kräfte und Mächte schienen klar verteilt.

Lange Zeit nahm ich an, etwas sehr Absehbares zu lesen und man muss auch sehr stark auf die Zwischentöne achten, um zu spüren, dass es nicht so ist.

Dafür, dass sie bereits in den 1950ern geschrieben wurde, ist sie überraschend modern, wie ich finde. Man könnte Richtung des Romans mit dem der Bücher von Vicky Baum vergleichen - nur ist er noch ein wenig spritziger, eleganter! Auch in der deutschen Übersetzung, die - soweit ich es beurteilen kann - bestens gelungen ist.

Wer sich also von einem Roman mit klar positionierten Sympathien - der Figuren, der Autorin, des Lesers - überraschen lassen will (und ich verspreche Ihnen, dass dies der Fall sein wird), sollte hier unverzüglich zugreifen.

Veröffentlicht am 04.06.2021

Eine Pandemie in der Stadt

Eine Seuche in der Stadt
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Auch vor 78 Jahren, den Zweiten Weltkrieg bereits vor Augen, wurde versucht, Impfstoffe gegen Pandemien zu entwickeln. In diesem Falle gegen die Pest. Hier treffen wir auf den Wissenschaftler Rudolf Iwanowitsch ...

Auch vor 78 Jahren, den Zweiten Weltkrieg bereits vor Augen, wurde versucht, Impfstoffe gegen Pandemien zu entwickeln. In diesem Falle gegen die Pest. Hier treffen wir auf den Wissenschaftler Rudolf Iwanowitsch Mayer, der in der sowjetischen Provinz mit der Entwicklung eines Impfstoffes betraut ist, den er nun in Moskau vorstellen soll.

Allerdings stellt sich nach seiner Ankunft heraus, dass er selbst bereits mit dem Virus infiziert wurde. Nun folgt etwas, dass uns Pandemierfahrenen im Verlauf des vergangenen Jahres zur Routine geworden ist: es wird versucht, alle Menschen aufzutreiben, die mit Mayer zuletzt in Kontakt waren, was 1939 denkbar schwieriger war als heute.

Doch niemand ist mit dem Grundgesetz oder Ähnlichem dagegen getreten. Wie denn auch - das Land befand sich mitten in seiner totalitaristischsten Phase überhaupt, nämlich im Stalinismus. Was einige Vorgänge, wenn man es rein sachlich sehen will, auf jeden Fall vereinfacht hat.

Auf jeden Fall bleibt dem/der Rezipient*in die Erkenntnis, dass Seuchen eine Gemeinsamkeit haben: sie verbreiten sich schneller, als man "Totalitarismus" oder aber auch "Europäische Union" sagen kann!

Veröffentlicht am 31.05.2021

Stärke wagen .... und sie leben!

Weltbewegerinnen
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Stark zu sein - das trauen sich nicht selten diejenigen, denen die Außenwelt es am wenigsten zutraut - die Armen, Schwachen, die Unterdrückten, die Kranken, diejenigen, die am Existenzminimum krebsen: ...

Stark zu sein - das trauen sich nicht selten diejenigen, denen die Außenwelt es am wenigsten zutraut - die Armen, Schwachen, die Unterdrückten, die Kranken, diejenigen, die am Existenzminimum krebsen: ganz, ganz oft sind das Frauen, die von ihrer Umwelt bereits abgeschrieben wurden! Ganz oft aufgrund einer Körperbehinderung, aber auch wegen einer aussichtslosen Position im Alltag.

"Ach, die.... die Arme, die schafft nichts" denken sich möglicherweise vorübergehende Passanten.

Falsch gedacht: denn wer hat ein Kind auf einer Wildgans durch Schweden fliegen lassen und bekam dafür den Literaturnobelpreis, wer hat seinen Verlobten Dietrich Bonhoeffer bis in den Tod begleitet und zwar aufrechten Mutes im Bewußtsein, den wahren Weg zu gehen? Wer hat in jungen Jahren auf Bali eine Initiative gegen Plastiktüten gestartet und damit eine riesige Kampagne losgetreten? Ohne wen in seinem Team wäre Astronaut John Glenn nie, niemals zu seiner Erdumrandung aufgebrochen?

Dies und vieles, vieles mehr haben Frauen bzw. Mädchen bewirkt, die glaubten und glauben: an sich selbst, an Gott und an die Zukunft. Auch wenn es oft kaum ein anderer tut.

Hier liest man von vierzig Frauen, die es wagten, stark zu sein und damit Erfolg hatten! Auch wenn einige aus meiner Sicht nicht so gut wie andere in diesen Überblick passen, ist dies aus meiner Sicht ein sehr gelungenes Buch gerade auch für sehr junge Frauen bzw. Mädchen. Um ihnen zu zeigen, dass sie mutig sein sollen, sich was trauen! Viele ihrer Schwestern haben Unglaubliches erreicht. Ein schönes Geschenk bspw. zur Konfirmation.

Veröffentlicht am 30.05.2021

Ein toter Mann auf einer Bank

Wattenmeermord
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Das ist etwas, das man auf der beschaulichen Insel Pellworm nicht alle Tage antrifft: und so bekommt es der frischgebackene Inselpolizist Jan Benden es bald nicht nur mit seinem selbsternannten (Möchtegern-)Assistenten ...

Das ist etwas, das man auf der beschaulichen Insel Pellworm nicht alle Tage antrifft: und so bekommt es der frischgebackene Inselpolizist Jan Benden es bald nicht nur mit seinem selbsternannten (Möchtegern-)Assistenten Tamme, der ihn auf Schritt und Tritt begleitet bzw. nervt, sondern bald auch mit einer Ermittlungskommission vom Festland zu tun.

Dann alles deutet darauf hin, dass der Arzt in Rente, der sein Leben auf einer Bank am Meer aushauchen musste, keines natürlichen Todes starb. Die Ermittler vom Festland strotzen ebenso vor Klischees wie das Insel-Original Tamme, was bald schon zu augenscheinlich und damit unangenehm wird.

Schade eigentlich, da sich die eigentlichen Mordenermittlungen durchaus spannend und auch mit diversen Überraschungen gespickt gestalten. Nur geht das leider in all dem Drumherum unter, das ziemlich bemüht wirkt und mir auch einen Teil des Lesevergügens an diesem eigentlich spannenden Fall raubte. Schade eigentlich!