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Veröffentlicht am 12.12.2019

Weihnachten mit Schwung?

Swinging Bells
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Sandra und Thomas, ein (ungewollt) kinderloses Ehepaar hat sich an Weihnachten bisher immer komplett nach den anderen gerichtet: ihre Eltern, seine Eltern - immer hatte etwas Vorrang. Diesmal ergreifen ...

Sandra und Thomas, ein (ungewollt) kinderloses Ehepaar hat sich an Weihnachten bisher immer komplett nach den anderen gerichtet: ihre Eltern, seine Eltern - immer hatte etwas Vorrang. Diesmal ergreifen sie eine Gelegenheit, es nach dem eigenen Geschmack zu gestalten und Zack! klingelt es an der Tür.

Nicht ganz unerwartet, zugegebenermaßen, denn jemand wollte das Doppelbett, dass das Paar schon seit Monaten anbietet, ausgerechnet am Heiligen Abend abholen. Nicht ganz passend - aber man ist ja sowieso zu Hause.

Das Paar, das ankommt, macht allerdings keine Anstalten, schnell wieder zu gehen, ob mit oder ohne Bett. Statt dessen trinken sie die Weinvorräte aus und vernichten das eher bescheidene, aber leckere Mahl des Paares.

Erst viel später löst sich die Sache auf - und ich muss sagen, nicht ganz nach meinem Geschmack. Weihnachtlich wurde mir dabei ganz und gar nicht, das hat aber mit meinen sehr persönlichen Ansprüchen zu tun. Ich kann mir vorstellen, dass viele es ganz anders sehen. Mir war es ein wenig zu süffisant, ein wenig zu schlüpfrig (auch wenn es das wohl gerade nicht sein sollte) und dann doch zu wenig schräg. Aber das liegt im Auge des Betrachters - werfen Sie doch selbst einen Blick in das Buch

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Veröffentlicht am 12.12.2019

Eine ganz besondere (Weihnachts)Geschichte!

Tanz mit mir, Aurelia
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Wir befinden uns in England in einer sehr düsteren Zeit, nämlich der des Bücherkrieges zu Cromwells Zeiten. Die Puritaner sind an der Macht und verbieten alles, was Freude und Ausgelassenheit bringt. Nur ...

Wir befinden uns in England in einer sehr düsteren Zeit, nämlich der des Bücherkrieges zu Cromwells Zeiten. Die Puritaner sind an der Macht und verbieten alles, was Freude und Ausgelassenheit bringt. Nur dann - so ihre Überzeugung - lässt sich der wahre christliche Glaube durchsetzen. Nicht einmal Weihnachten darf gefeiert werden bzw. müssen das die Menschen heimlich tun.

Es gibt also zwei Seiten, beide stehen aus ihrer Sicht für den wahren Glauben ein. In dieser Zeit trifft Aurelia, Tochter eines Handwerkers, der dem herkömmlichen christlichen Glauben anhängt, auf John, der durch seinen Onkel, einen Anhänger Cromwells, bei dem er lebt, den Puritanismus präsentiert. John kommt als Wasserträger in Aurelias Haus, die beiden jungen Menschen sind sehr schnell voneinander fasziniert. Vor ihren Familien können sie das nicht verheimlichen und wollen das auch gar nicht, doch beide Seiten billigen diese Verbindung ganz und gar nicht. Doch so schnell geben Aurelia und John nicht auf!

Letztendlich zeigt sich, dass beide Seiten auf ihre Weise Recht, aber eben auch Unrecht haben. Jede Seite verhält sich mal richtig, mal falsch. So habe ich es als Leserin empfunden und genau das hat mir sehr gut an dem Roman gefallen. Obwohl sehr kurz, ist er unheimlich dicht und alles andere als eine oberflächliche (Weihnachts) Lektüre.

Mir hat sie einmal mehr gezeigt, dass Krieg uns nicht weiter bringt und dass es wichtig ist, dass wir uns alle im Wunsch nach Frieden vereinen - und dass unterschiedliche Meinungen nebeneinander existieren können. Oft ist es nicht anders möglich, als Kompromisse zu finden. Auch in diesem Roman wird das deutlich und er endet mit einem besonders machtvolles Zeichen für den Frieden. Sie dürfen gespannt sein. Ein sehr besonderes Weihnachtsbuch - und aus meiner Sicht gerade in den Zeiten des Brexit, der uns nun schon im vierten Jahr begleitet, ein sehr passendes!

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Veröffentlicht am 09.12.2019

(K)Ein Idyll

Die Tränen von Triest
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Der neue Roman von Beate Maxian führt uns in eine wunderschöne Gegend - nämlich geradewegs in die norditalienische Stadt Triest. Allerdings zu einer Zeit, in der sie noch als Teil der KuK-Monarchie zu ...

Der neue Roman von Beate Maxian führt uns in eine wunderschöne Gegend - nämlich geradewegs in die norditalienische Stadt Triest. Allerdings zu einer Zeit, in der sie noch als Teil der KuK-Monarchie zu Österreich gehörte, nämlich vor und während des Ersten Weltkriegs. Wir befinden uns in Gesellschaft derer, die unter dessen Folgen besonders zu leiden hatten (wenn man es überhaupt so ausdrücken kann), nämlich der österreichischen Oberschicht. Die verlor in diesem Krieg nämlich nicht nur ihre Söhne, sondern auch ihre Titel und in vielen Fällen auch ihren Besitz.

Familie Silcredi musste nach Wien umsiedeln und das bedeutete vor allem für die Tochter des Hauses, Afra, einen Neustart unter schwersten Bedingungen: nämlich quasi als Witwe und das schon vor der Hochzeit! Ihr Liebster war nämlich ebenso wie ihr Bruder gefallen - und dazu hatten die beiden ehemals besten Freunde auf verschiedenen Seiten gekämpft!

Vom genauen Hintergrund all dieser Geschehenisse hatte ihre Urenkelin Johanna, ebenso wie ihre Eltern und Großeltern nicht die geringste Ahnung, was sich ändert, als sie von ihnen eine Reise nach Triest geschenkt bekommt. Und zwar in ebendieses Haus, das ehemals der Familie gehörte und jetzt eine schicke Pension ist. Durch diese Reise wird sich nicht nur ihr eigenes Leben radikal ändern..

Ein historischer Roman, den ich sehr genossen habe. Ich schätze die Autorin Beate Maxian schon länger gerade wegen ihrer gut recherchierten historischen Details, die ihren Romanen einen ganz besonderen Pfiff geben. Und eine tolle Atmosphäre. Was den Inhalt anbelangt, hat sie es an einigen Stellen diesmal allerdings zu bunt getrieben. Aber nur ein bisschen. Insgesamt ist dies ein gelungener historischer Roman mit einer weiteren Zeitebene in der Gegenwart. Ich empfehle ihn allen, die gerne in der Vergangenheit schmökern, dabei aber nicht auf einen gewissen Anspruch verzichten wollen!

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Sommer, Sonne und Mord

Lavendel-Gift
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Wie im Urlaub fühlt man sich in diesem atmosphärischen Provence-Krimi, denn der Duft von Lavendel und das Aroma delikater regionaler Speisen begleiten den Leser auf Schritt und Tritt.

Die junge Lilou ...

Wie im Urlaub fühlt man sich in diesem atmosphärischen Provence-Krimi, denn der Duft von Lavendel und das Aroma delikater regionaler Speisen begleiten den Leser auf Schritt und Tritt.

Die junge Lilou befindet sich auf der letzten Stufe ihrer Ausbildung zur Commissaire und hadert ganz schön mit sich - wie gemein von ihren Vorgesetzten, sie aus Paris abzuziehen und in ein kleines provencalisches Kaff abzustellen, wo nur Verwaltungsarbeit auf sie wartet. Dabei will sie sich doch ganz schnell fachlich profilieren und dann - Zack, Zack - die Karriereleiter nach oben schweben - und zwar mit Tempo!
Dennoch hat sie sich ganz gemütlich eingerichtet: durch Vermittlung ihrer Tante hat sie mitten im Ort eine Unterkunft gefunden, bei einem alten Herrn, dem sie abends vorliest und auch eine Kleinigkeit zu Essen vorbeibringt. Kochen ist nämlich ihr Hobby und nimmt - nicht nur als solches - eine wichtige Stellung in diesem Krimi ein. Denn als ihr Vermieter gewaltsam ums Leben kommt, wird eine alte Kladde mit Kochrezepten zu einem wichtigen Fingerzeig.

Mit Liebe zum Detail - und natürlich zur Provence - wurde dieser eher ruhige Krimi geschrieben . Auch wenn es eher ruhig zugeht - gemächlich ist es nicht, denn auf Schritt und Tritt geschieht Neues und Überraschendes. Wenn man als Leser glaubt, die Auflösung bereits vor sich zu sehen, geschieht wieder etwas Unvorhergesehenes! Und so ist die Auflösung überhaupt nicht abwegig, doch in ihrer Komplexität so nicht voraussehbar, jedenfalls nicht für mich.

Ein toller, warmherziger Krimi mit Herz und Verstand, der mitten im unwirtlichen deutschen Winter ein bisschen Urlaubsatmosphäre in meine Wohnung gebracht hat. Sehr zu empfehlen für Frankreichreisende und natürlich für Freunde guter Krimis!

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Veröffentlicht am 08.12.2019

Liebe ist die wichtigste Zutat

Von Oma mit Liebe
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In diesem Kochbuch drücken die Omas und Opa Günter aufs Gaspedal: 96 tolle Köstlichkeiten haben sie sich einfallen lassen, nicht wenige davon richtig innovativ! Aber auch die traditionelle Bäckerei ...

In diesem Kochbuch drücken die Omas und Opa Günter aufs Gaspedal: 96 tolle Köstlichkeiten haben sie sich einfallen lassen, nicht wenige davon richtig innovativ! Aber auch die traditionelle Bäckerei kommt nicht zu kurz.

Die älteren Herrschaften sind schwer in Übung, denn sie backen ihre Köstlichkeiten für das Start-up Kuchentratsch regelmäßig. Von dort werden sie ausgeliefert oder gar versendet, so dass viele, viele Menschen in den Genuss ihrer Rezepte kommen - Woche für Woche!

Es ist ein wunderbares Kochbuch, das Katharina Mayer, der Gründerin dieses Start-ups gelungen ist, beinhaltet es doch ausschließlich Rezepte für Backwerk, das mit Liebe und Hingabe zubereitet wird. Teilweise durchaus auch mit Anspruch, doch sind auch Rezepte dabei, die für Anfänger gut nachzubacken sind.

Außerdem gibt es eine Menge Hilfestellung, denn diese Omas und Opa Günter behalten ihre Tipps nicht für sich! Nein, sie verteilen sie ebenso großzügig wie ihre Warmherzigkeit. Und so ist ein überaus farbiges, vielfältiges Angebot an Köstlichkeiten entstanden - ich bin gespannt, ob mir alle 96 gelingen werden! Wobei es wohl eine Weile dauern wird, bis ich die Antwort darauf kenne!

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