Pepper und wie sie ihren Vater kennen gelernt - bewegend und poetisch
Pepper"Pepper" von Nils Mohl ist eine Geschichte über Pepper, die mit 17 Jahren ihren Vater kennenlernt. Pepper wächst ohne Vater auf, will aber immer wissen, wer er ist. Peppers Mutter möchte die Fragen, über ...
"Pepper" von Nils Mohl ist eine Geschichte über Pepper, die mit 17 Jahren ihren Vater kennenlernt. Pepper wächst ohne Vater auf, will aber immer wissen, wer er ist. Peppers Mutter möchte die Fragen, über Peppers Vater nicht beantworten (sie gibt auch keine) und schenkt Pepper ein Notizbuch, in dem Pepper alle ihre Frage notieren kann, die Pepper ihrem Vater stellen würde, und wenn sie ihre Mutter lange genug nicht mehr mit dem Thema, wer ihr Vater ist, nervt, wird sie es ihr verraten. Zu ihrem 17. Geburtstag ist es endlich soweit. Pepper bekommt den Namen ihres Vater und er ist kein unbekannt, sondern Sänger einer ehemaligen Mittelklasse-Popband und wohnt in der gleichen Stadt. Hamburg. Aber wie lernt man jemanden kennen, nach dem man sich so lange sehnt?
Das Buch ist sehr kunstvoll gestaltet. Zu jedem Kapitelstart gibt es ein Songtext von der Band von Peppers Vater oder einen Textbeitrag aus Peppers Notizbuch. Diese Stellen im Buch fand ich sehr poetisch. Das Cover ist modern und zeigt Pepper mit ihrem roten Notizbuch, in dem sie all ihr Fragen notiert. Besonders interessant ist hier auch die Erzählweise, es wirkt als würde Pepper ihre Geschichte ihrem Vater erzählen. Da musste ich mich etwas reinfinden, um zu wissen, wer mit Du gemeint ist.
Es geht um Familie, Freunde, Verlust, Liebe und den Mut seine Komfortzone zu verlassen.
Besonders mochte ich Peppers treuen Wegbegleiter August, auf den sie sich verlassen konnte. Ich fand die Geschichte vor allem zum Ende sehr emotional, es hat mich sehr bewegt und hallt auch etwas nach. Leider habe ich zu Hauptprotagonistin keinen richtigen Zugang gefunden. Ich kannte mich nicht richtig mit ihr identifizieren, was ich irgendwie erwartet hatte.
Empfehlenswert für Fans von Coming-of-age-Romanen.