Packend und mit viel Humor geschrieben
Morden ohne Sorgen - Eine Flussfahrt, die ist tödlichAuch der vierte Fall für den Reporter Frederik Loebell und seinen Zwergdackel Wilhelm ist wieder spannend und temporeich geschrieben. Dieses Mal verschlägt es das Ermittlerteam von den Potsdamer Stadtnachrichten ...
Auch der vierte Fall für den Reporter Frederik Loebell und seinen Zwergdackel Wilhelm ist wieder spannend und temporeich geschrieben. Dieses Mal verschlägt es das Ermittlerteam von den Potsdamer Stadtnachrichten in die Welt der Schönen und Reichen. Sie müssen den Spagat schaffen auf der einen Seite wohlwollend über ein anstehendes Bauvorhaben von Kai-Uwe Hannig, einem Freund ihres Chefs, zu berichten und auf der anderen Seite die Verwicklung desselben und seiner Frau Sybille, einer guten Freundin von Potsdams Kommissarin Edda Kleist, in einen Mord zu untersuchen. Und nebenbei tauchen sie auch noch tief ein in die Welt der Kaninchenzüchter …
Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und humorvoll. Andreas K. Buchholz schafft es schon von der ersten Seite an den Leser in seine Welt zu ziehen. Man fliegt förmlich durch die Seite und hetzt zusammen mit Loebell durch Potsdam, immer auf der Suche nach einer guten Story für die Titelseite. Auch die Handlung ist sehr gut durchdacht. Frederik Loebell fällt von einer brenzligen Situation in die nächste, verläuft sich auf vielen, geschickt gelegten, falschen Pfaden und hat dann doch im richtigen Moment den guten Gedanken der ihn dann den Fall lösen lässt.
Ein weiterer großer Pluspunkt des Buchs ist die tolle Charakterisierung der handelnden Figuren.
Man merkt dass der Autor seine Truppe sehr ins Herz geschlossen hat. Schön fand ich auch, das jede der Personen eine Entwicklung durchmacht und dadurch sehr lebendig wirkt und mehr Tiefe verliehen bekommt. So trinkt Reporterkollegin Lisi in diesem Buch deutlich weniger als in den ersten Bänden und Hien, Loebells Chefin,wirkt deutlich weniger steif und distanziert. Auch die Schrullen und Macken jedes Einzelnen werden toll beschrieben, sei es Tuans ständiges daddeln am Handy oder die Eitelkeit von Tante Katharina die sich trotz Schwerhörigkeit weigert ein Hörgerät zu tragen.
Der Autor lässt auch in diesen Krimi wieder viel Lokalkolorit einfließen und beschreibt Potsdam sehr anschaulich. Aufgrund dieser bildhaften Beschreibungen konnte ich mir die Handlungsorte sehr gut vorstellen. Das hat mir sehr gut gefallen und macht die Geschichte sehr lebendig.
Alles in allem ein sehr gut gelungener Krimi mit einer Auflösung die ich so nicht erwartet hätte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.