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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2025

Wundervoller Abschluss, der mich glücklich zurückgelassen hat

Goddess of Fury 2: Deine Seele so golden
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Meinen ersten Geliebten hatte ich in ein Schwein verwandelt. Meinen zweiten Geliebten würde ich aus den Untiefen des Hades selbst herausholen. Und es war mir egal, was es mich kosten würde. - Seite 13

Es ...

Meinen ersten Geliebten hatte ich in ein Schwein verwandelt. Meinen zweiten Geliebten würde ich aus den Untiefen des Hades selbst herausholen. Und es war mir egal, was es mich kosten würde. - Seite 13

Es dürfte kein Geheimnis mehr sein, dass sich Teresa Sporrer langsam aber sicher zu einer meiner Lieblingsautorinnen entwickelt hat. Nachdem ich schon den ersten Band der "Goddess of Fury"-Dilogie vorab lesen durfte und das Buch sehr geliebt habe, habe ich mich wahnsinnig auf "Goddess of Fury: Deine Seele so golden" gefreut.

Kaum hat sich Euryale für ihre Gefühle zu Deacon und gegen das Leben als unsterbliche Furie entschieden, wird Deacon in die Unterwelt entführt. Durch einen seltsamen roten Faden scheinen die beiden verbunden zu sein und Euryale ist sich sicher, dass Deacon noch lebt. Gemeinsam mit Callisto und Cecilia macht sie sich auf den Weg auf die griechische Insel Aiaia, wo sich ein Tor in die Unterwelt befindet - ausgerechnet auf der Insel ihrer Mutter. Doch Euryale ist fest dazu entschlossen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Deacon zu befreien.

Am Anfang von "Goddess of Fury: Deine Seele so golden" gibt es eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes. Ich hatte daraus zwar noch alles im Kopf, liebe es aber, wenn sowas gemacht wird, da ja oft einige Zeit zwischen den Bänden einer Reihe vergeht. Ganz großer Pluspunkt, ich finde, das sollte es bei Fortsetzungen immer geben!

Schon nach den ersten Sätzen war ich wieder voll in der Geschichte rund um Euryale, Deacon und Co. eingetaucht. Das liegt zum einen natürlich an der Story selbst, zu der ich gleich noch komme, zum anderen aber auch an Teresa Sporrers Schreibstil, der sich einfach wunderbar flüssig liest und voll Humor steckt, der genau meinen Geschmack trifft.

Der Abschluss der Dilogie ist wieder aus Sicht von Euryale im Ich-Erzähler geschrieben, was ich sehr mag. Euryale ist eine grandiose Protagonistin, die sich im Lauf der beiden Bücher toll entwickelt hat. Sie ist nicht die typische Lady, die man im viktorianischen London erwarten würde, im Gegenteil. Sie ist stark, hat öfter eine große Klappe, weiß genau, was sie will und braucht keinen Mann an ihrer Seite, der sie beschützt.. und trotzdem haben sie und Deacon sich gefunden. Deacon steht an ihrer Seite und ist ein wundervoller Bookboyfriend. Zusammen sind sie ein tolles Team, ich liebe die beiden sehr.
Aber auch die vielen anderen Figuren wie beispielsweise Callisto und Cecilia sind einfach grandios dargestellt und haben sich in mein Herz geschlichen.

Die Story setzt genau da an, wo der erste Band endete. Deacon wurde in die Unterwelt entführt und Euryale setzt alles daran, um ihn wieder zu befreien. Unterstützung hat sie dabei von Callisto und Cecilia, aber es kommen auch neue Figuren dazu, die früher oder später eine wichtige Rolle spielen. Ich fand das Buch schnell sehr spannend und mit etwas mehr Zeit und Konzentration, hätte ich es vermutlich in einem Rutsch verschlungen. Im Verlauf wird es immer packender und packender und manche der Entwicklungen fand ich einfach wunderschön und sehr berührend, ich war emotional voll drin. Hach!

Das Ende schließt die Geschichte unfassbar gut ab. Am liebsten hätte ich zwar noch viel mehr von all den Charakteren gelesen, doch der Abschluss ist wundervoll gemacht und hat mich wirklich, wirklich glücklich zurückgelassen. ♥

Mein Fazit:
"Goddess of Fury: Deine Seele so golden" ist ein wundervoller Abschluss der Dilogie, die ich insgesamt nur empfehlen kann. Falls ihr auf eine spannende Mischung aus dem viktorianischen London und griechischer Mythologie mit unheimlich starken Figuren steht, die sich im Lauf der Bücher toll entwickeln, seid ihr hier genau richtig.

Veröffentlicht am 25.02.2025

Highlight Potential.. konnte mich allerdings nicht so mitreißen, wie gewünscht

Forbidden Truth - Vor uns das Licht
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Mein Herz pochte zu schnell gegen meine Rippen, und ich starrte auf die Wohnungstür, als würde dahinter das Tor zur Hölle liegen. Ich konnte das. Ich würde das schaffen. - Seite 5

Als ich "Forbidden Truth: ...

Mein Herz pochte zu schnell gegen meine Rippen, und ich starrte auf die Wohnungstür, als würde dahinter das Tor zur Hölle liegen. Ich konnte das. Ich würde das schaffen. - Seite 5

Als ich "Forbidden Truth: Vor uns das Licht" zum ersten Mal gesehen habe, habe ich mich sofort in das unfassbar schöne Cover verliebt. Da die Story auch richtig gut klang, ist es schnell auf meiner Wunschliste und nicht lange danach in meinem Regal gelandet.

In "Forbidden Truth: Vor uns das Licht" geht es um Kim, dessen Leben sich grundlegend verändert hat, seit sie an Panikattacken leidet. Sie fühlt sich nur in ihren eigenen vier Wänden und an der Seite ihres Hundes Peanut sicher und sie lebt für ihre Arbeit bei einer Tierschutzorganisation. Im Netz lernt sie in einem Forum für Hunde Finn kennen. Mit ihm wirkt alles anders, sie fühlt sich freier. Doch Finn hat selbst große Probleme und verschweigt ihr seine wahre Identität..

Ich leide selbst seit einer Weile an Panikattacken, habe eine Angststörung und eine Sozialphobie und ich liebe Hunde - entsprechend gespannt war ich schon auf die Story.

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nicht so überzeugen konnte, wie ich es mir gewünscht habe. Ich weiß dabei nicht, ob ich vielleicht den falschen Zeitpunkt für "Forbidden Truth: Vor uns das Licht" erwischt habe oder ob es einfach nur nicht meins war.. aber dazu gleich mehr.

Katharina Mittmann erzählt die Geschichte rund um Kim und Finn abwechselnd aus beiden Perspektiven im Ich-Erzähler, was mir sehr gut gefallen hat. Ihr Schreibstil las sich angenehm und flüssig.

Kim leidet seit einer Weile an Panikattacken, den Grund dafür erfährt man auch im Buch. Sie liebt ihren Hund und ihre Arbeit im Tierschutz und theoretisch.. hätte ich mich eigentlich richtig gut mit ihr identifizieren können. Aber ganz ehrlich? Ich konnte es nicht. Ich weiß nicht warum, aber die meiste Zeit, war ich eher genervt von ihr. Aber nicht nur von ihr, auch von Finn, der nicht nur seine eigenen Probleme vor Kim verbirgt, sondern auch seine Karriere im Profi-Basketball.

Im Romance-Genre wird ja gerne Misskommunikation als Trope genutzt und das kann richtig gut sein.. in "Forbidden Truth: Vor uns das Licht" war mir persönlich das aber einfach too much. Oftmals fühlte es sich nicht nur nach Fehlkommunikation an, sondern nach der kompletten Abwesenheit davon, wodurch natürlich einige Probleme entstanden sind.. was, glaube ich, mein größtes Problem mit diesem Buch war.

Denn ansonsten mochte ich "Forbidden Truth: Vor uns das Licht" ganz gern. Es las sich wie gesagt sehr angenehm, ich fand es toll, dass hier ernstere Themen behandelt werden (Content Warnung beachten!), ich mochte das Tierschutzthema und dass Hunde eine große Rolle spielen. An sich habe ich mich halbwegs gut unterhalten gefühlt und zwischenzeitlich hatte ich auch das Gefühl, dass meine Probleme mit Kim und Finn besser wurden.. doch dann kamen sie mit voller Kraft zurück und hielten bis kurz vor Schluss an. Dadurch wurde ich leider nicht so mitgerissen, wie es theoretisch möglich gewesen wäre, und auch die Emotionen kamen so überhaupt nicht bei mir an.

Mein Fazit:
"Forbidden Truth: Vor uns das Licht" hätte echt das Potential gehabt, ein Highlight zu werden. Mental Health, Tierschutz, Hunde, dazu eine schöne Romance.. doch leider hatte ich so meine Probleme mit den beiden Hauptfiguren Kim und Finn, war ehrlich gesagt etwas genervt von ihnen, wodurch mich das Buch zwar stellenweise halbwegs gut unterhalten konnte, aber eben nicht so mitgerissen und berührt hat, wie ich es mir gewünscht habe.

Veröffentlicht am 19.02.2025

Düstere High Fantasy, Enemies to Lovers und ein gefährliches Spiel..

Das Spiel der vier Farben
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Der Tag, an dem ich mir die Haare abschnitt, war der Tag, an dem ich mir schwor, nie wieder einem anderen Wesen zu vertrauen. - Seite 5

"Das Spiel der vier Farben" schien ein Buch ganz nach meinem Geschmack ...

Der Tag, an dem ich mir die Haare abschnitt, war der Tag, an dem ich mir schwor, nie wieder einem anderen Wesen zu vertrauen. - Seite 5

"Das Spiel der vier Farben" schien ein Buch ganz nach meinem Geschmack zu sein. Ein magisches Spiel voll tödlicher Wesen und gefährlicher Prüfungen, Intrigen, Geheimnisse, Enemies to Lovers.. ich war so richtig gespannt auf das, was mich hier erwartet.

Alle 50 Jahre findet das Spiel der vier Farben statt. Ein Wettkampf, bei dem die männlichen Erstgeborenen aus den mächtigsten Familien um den Thron von Tenebris kämpfen. Kurz vor dem Spiel nimmt sich Feyes Zwillingsbruder Kjell, der Prinz der Elfen, das Leben. An seiner Stelle schleicht sich Feye ins Turnier und gibt sich als ihr Bruder aus. Doch schon bald wird es immer schwieriger, die Tarnung aufrechtzuerhalten, überall lauern Gefahren, tödliche Wesen und harte Prüfungen.. und dann stellt auch noch der Dunkelmagier Ares ihre Gefühle auf eine harte Probe.

"Das Spiel der vier Farben" beinhaltet beide Bände der Dilogie, wodurch es ein ganz schöner Wälzer ist. Die über 600 Seiten haben sich allerdings zu keinem Zeitpunkt nach so viel angefühlt. Zum einen lag das natürlich an Karolyn Ciseaus Schreibstil, der sich einfach wunderbar las, so schön flüssig und atmosphärisch.

Zum anderen lag es an der Story, in dessen Bann mich Karolyn Ciseau sehr schnell gezogen hat. Alles ist so schön düster und geheimnisvoll, die Atmosphäre war genau meins. Der Wettkampf war von Beginn an spannend und ich war so neugierig auf die Hintergründe vom "Spiel der vier Farben" und wollte mehr über das Reich Tenebris erfahren. Karolyn Ciseau hat hier eine wirklich spannende Welt erschaffen, die ich am liebsten nie verlassen hätte. Zumindest gedanklich, selbst dort sein.. würde ich vermutlich nicht wollen, denn an jeder Ecke lauern Gefahren, Intrigen werden gesponnen. Mit jedem Kapitel wurde es spannender und düsterer, was ich sehr geliebt habe.

Allerdings muss ich sagen, dass ich mir eine Content Warnung gewünscht hätte. Man kann zwar schon an der Inhaltsangabe erahnen, dass die Story eher düster und vermutlich brutaler wird, aber das es teilweise so brutal und so ausführlich wurde, hätte ich nicht unbedingt erwartet.

Ich war sehr froh, mit diesem Sammelband direkt beide Teile der Dilogie in den Händen zu halten. Das Ende vom ersten Band war ein fieser Cliffhanger und so konnte ich direkt weiterlesen. Band zwei setzt nahtlos an Teil 1 an und führt die Geschichte grandios fort. Es werden Fragen beantwortet, Konflikte gelöst und es ging mindestens genau so spannend weiter wie im ersten Band.

In unsere Protagonistin Feye konnte ich mich sofort wunderbar hineindenken und ich mochte sie wirklich gern. Sie war toll dargestellt, war mir sympathisch und sie konnte mich restlos überzeugen. In ihr steckt so viel mehr, als ich gedacht habe, sie ist eine wirklich starke Hauptfigur. Über Ares kann ich nur das Gleiche sagen. Im ersten Band liest man hauptsächlich aus Sicht von Feye, im zweiten Teil gibt es auch einige Kapitel aus Sicht von Ares, was ich sehr mochte.

Zu der wirklich tollen Fantasystory, die mich sehr begeistern konnte, gibt es natürlich noch eine Lovestory. Es ist Enemies to Lovers, was einer meiner absoluten Lieblingstropes ist.. und ich habe das so sehr gefühlt, habe so mitgefiebert! Genau meins.

Mein Fazit:
Insgesamt gesehen konnte mich die "Das Spiel der vier Farben"-Dilogie sehr begeistern. Es ist eine düstere High Fantasy Story, ein spannendes Spiel, Enemies to Lovers.. genau meins. Ich möchte unbedingt mehr von Karolyn Ciseau lesen!

Veröffentlicht am 30.01.2025

Toller Auftakt

Arkspire - Der neue Arkanist
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Die schmale Gasse war ein Klacks. Juniper Bell sprang mit einem großen Satz hinüber und rollte sich bei der Landung ab. - Seite 9

"Arkspire: Der neue Arkanist" habe ich beim Stöbern auf Lovelybooks entdeckt ...

Die schmale Gasse war ein Klacks. Juniper Bell sprang mit einem großen Satz hinüber und rollte sich bei der Landung ab. - Seite 9

"Arkspire: Der neue Arkanist" habe ich beim Stöbern auf Lovelybooks entdeckt und mich sofort in das Cover und die Illustration darauf verliebt. Auch die Story klang richtig gut, weswegen ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Arkspire, eine Stadt, die von fünf großen Magiern, den fünf Arkanisten, beherrscht und beschützt wird. Dort lebt die junge Taschendiebin Juniper Bell, die alles für ihre Familie tun würde. Als sie auf einem ihrer Raubzüge ein komisches Artefakt findet, ahnt sie nicht, dass sich ihr gesamtes Leben ändern wird. Mitten in der Nacht explodiert dieses Artefakt und plötzlich steht eine mysteriöse Kreatur vor ihr. Es dauert nicht lange, bis die gesamte Aufmerksamkeit auf ihr ruht.. und auch die Arkanisten auf den Plan ruft.

Ich habe das Buch wie gesagt beim Stöbern entdeckt und ich war direkt richtig gespannt darauf. Der Einstieg ins Geschehen ist mir leicht gefallen, der Schreibstil las sich flüssig und richtig angenehm, gefiel mir sehr. Es ist so humorvoll geschrieben und der Humor hat genau meinem Geschmack getroffen.

Auch die Geschichte mochte ich von Anfang an sehr. Ich war so gespannt, was es mit den Arkanisten auf sich hat, mit dem mysteriösen Artefakt und was Juniper aus der Situation macht. Es ging spannend los, im Verlauf wurde es dann immer spannender und jede Lesepause ist mir nicht leicht gefallen. Manche Entwicklungen fand ich persönlich zwar etwas vorhersehbar, gestört hat mich das aber nicht. Ich habe richtig mitgefiebert und war die ganze Zeit so verdammt neugierig, wie die Story weitergehen wird.
Die Welt, die Jamie Littler hier erschaffen hat, fand ich auch richtig interessant. Die Arkanisten, die Magie, alles steckt voller Geheimnisse und Intrigen.

"Arkspire: Der neue Arkanist" ist der Auftakt einer Reihe, wie viele Bände es insgesamt werden, weiß ich nicht. Auf den letzten Seiten gab es noch einmal eine dicke Wendung und dadurch einen gemeinen Cliffhanger, der mich unfassbar neugierig zurückgelassen hat. Ich bin so gespannt, wie die Geschichte um Juniper und Co. weitergehen wird, am liebsten würde ich sofort weiterlesen!

In unsere Hauptfigur Juniper konnte ich mich gut hineinversetzen. Sie war mir sympathisch und sie war nachvollziehbar für mich. Ihre Handlungen waren teilweise etwas impulsiv, aber ich denke, dass das einfach daran liegt, dass sie noch sehr jung ist. Das Buch wird ab ungefähr 8 Jahren empfohlen, Juniper ist also dementsprechend selbst noch ein Kind/junger Teen (ich weiß gerade gar nicht, ob je ihr genaues Alter genannt wurde). Ehrlich gesagt würde ich das Buch aber eher ab +/- 10 empfehlen.
Auch die anderen Charaktere haben mir wirklich gut gefallen, sie alle sind richtig gut dargestellt und wussten von sich zu überzeugen.

Mein Highlight am Buch waren aber die vielen Illustrationen, die, wenn ich das richtig gesehen habe, vom Autor selbst gezeichnet worden sind. Ich habe mich sofort in den Zeichenstil verliebt, die Bilder haben die Story wunderbar unterstrichen und gefielen mir unfassbar gut.

Mein Fazit:
"Arkspire: Der neue Arkanist" ein toller Auftakt für die Kinderbuchreihe. Die Welt ist faszinierend, die Story spannend und es las sich so gut! Die Illustrationen waren eine tolle Ergänzung, die mich sehr begeistert hat. Ich freu mich schon total auf die Fortsetzung und kann das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 21.01.2025

Unerwartet tiefgründige Geschichte voller Emotionen

Der verschwundene Buchladen
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Die verregneten Straßen von Dublin waren an einem kalten Wintertag kein Ort, an dem ein kleiner Junge herumtrödeln sollte, außer dieser Junge hatte seine Nase gegen die Scheibe eines höchst faszinierenden ...

Die verregneten Straßen von Dublin waren an einem kalten Wintertag kein Ort, an dem ein kleiner Junge herumtrödeln sollte, außer dieser Junge hatte seine Nase gegen die Scheibe eines höchst faszinierenden Buchladens gepresst. Im Inneren funkelten Lichter, und die bunten Einbände der Bücher lockten ihn, versprachen ihm eine Flucht mit Geschichten voller Abenteuern. - Seite 5

"Der verschwundene Buchladen".. allein der Titel reichte schon aus, um mich neugierig zu machen. Dazu dann das wunderschöne Design und der Klappentext - ich konnte gar nicht anders, als dieses Buch zu lesen. Ich liebe es, wenn in Büchern die Liebe zum Lesen und zu Büchern aufgegriffen wird!

Abgesehen davon, wusste ich ehrlich gesagt nicht genau, was mich erwarten wird, was ich erwarten soll. So viel verrät der Klappentext ja nicht. Was ich letztendlich bekommen habe.. war so viel mehr, als ich mir jemals hätte vorstellen können. Ich hätte mir hier allerdings eine Content Warnung gewünscht, denn es kommen ein paar heftige Themen vor.

"Der verschwundene Buchladen" erzählt die Geschichten von 3 verschiedenen Figuren auf 2 Zeitebenen.
Zum einen hätten wir Opaline beginnend mit dem Jahr 1921 und zum anderen Martha und Henry in der Gegenwart. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so viel zum Inhalt sagen, da ich das Gefühl habe, dass jedes Wort zu viel verrät. Diese 3 Charaktere führen vollkommen unterschiedliche Leben mit den Herausforderungen ihrer Zeit, haben aber eins gemeinsam - den mysteriösen verschwundenen Buchladen.

Zu Beginn des Buches hatte ich ehrlich gesagt die Befürchtung, durch die Zeit- und Perspektivenwechsel nicht gut in reinzukommen. Auf den ersten Seiten hat es mich teilweise ein bisschen verwirrt, das legte sich aber zum Glück schnell und ich konnte sehr gut in diese wunderbare und besondere Geschichte eintauchen. Der Schreibstil las sich sehr angenehm und flüssig und die Kapitel haben eine Kennzeichnung, aus welcher Sicht man gerade liest.

Anhand des Klappentextes habe ich eine eher lockere Story erwartet, in der es um einen vermutlich magischen Buchladen geht. Den Buchladen habe ich bekommen, doch die Story war deutlich tiefgründiger, als ich es mir je hätte ausmalen können. Es werden teilweise wirklich grausame und brutale Themen behandelt, ich habe so mit den Charakteren mitgefühlt und mitgelitten, hatte Tränen in den Augen und Gänsehaut. Gleichzeitig war es aber auch so unfassbar interessant zu lesen und es gab wirklich wunderschöne Momente, die Hoffnung geben. Das Buch hat sich in meinen Gedanken festgesetzt und ich bin mir sicher, dass es nicht allzu schnell aus meinem Kopf verschwinden wird.

Das Ende vom "verschwundenen Buchladen" ist abgeschlossen, ich hätte aber noch so viel mehr über die Figuren lesen können! Sie alle sind mir über die rund 450 Seiten sehr ans Herz gewachsen.
Im Mai '25 soll ein weiteres Buch von der Autorin erscheinen. "Die Geschichtensammlerin" klingt ebenfalls richtig gut, ob das Buch aber etwas mit "Der verschwundene Buchladen" zu tun hat oder es einfach zwei Einzelbände sind, kann ich gerade nicht sagen. Ich freu mich auf jeden Fall darauf.

Mein Fazit:
Insgesamt kann ich nur sagen, dass mich "Der verschwundene Buchladen" ein wenig sprachlos zurückgelassen hat. Die Story ist unfassbar gut, steckt voller Emotionen, Grausamkeit und ist so viel tiefgründiger, als ich es erwartet hatte. Nicht nur ein Mal hat mir Evie Woods Tränen in die Augen getrieben. Eine Content Warnung wäre allerdings toll gewesen, da wirklich heftige Themen behandelt werden. Wenn ihr damit kein Problem habt, kann ich euch das Buch nur empfehlen!