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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2024

Den Hype nicht wert

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Da die englische Originalausgabe sehr gehypt wurde, hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft. Stattdessen gab es eine eher unspannende, oberflächliche Handlung.

Die Herbststimmung kommt ganz gut ...

Da die englische Originalausgabe sehr gehypt wurde, hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft. Stattdessen gab es eine eher unspannende, oberflächliche Handlung.

Die Herbststimmung kommt ganz gut rüber, wirkt an manchen Stellen jedoch etwas erzwungen. Ich mochte aber das Kleinstadt- und Caféfeeling.

Jeanie fand ich leider nicht sehr sympathisch und eher nervig. Sie kam manchmal etwas naiv und zu aufgedreht rüber. Logan fand ich okay, aber auch nicht wirklich herausstechend.

Viele Themen wie Logans letzte Beziehung oder Jeanies ehemaliger Chef werden ständig wiederholt, was ein bisschen eintönig wurde und wodurch sich die Geschichte immer wieder im Kreis gedreht hat.

Auch der Versuch Spannung aufzubauen, indem man eine „Geisterjagd“ machte und merkwürdigen Geschehnissen auf den Grund ging, ist nicht wirklich gelungen. Es wirkte alles recht inszeniert und kindisch und war für meinen Geschmack nicht wirklich spannend. Man konnte die Auflösung vorhersehen, die Protagonisten tappten allerdings bis zum Schluss im Dunkeln.

Insgesamt ist das Buch nicht unbedingt ein Must-read, aber für gemütliche Herbsttage als nicht anspruchsvolle Lektüre okay.

Veröffentlicht am 30.10.2024

Gute Mischung aus Spannung und Romance

Dark Venice. Deep Water (Dark Venice 1)
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Das Buch startet mit der Ankunft von Merle in Venedig zur ihrem Auslandssemester. Das fand ich ganz passend, weil man so gleich einen neuen Lebensabschnitt mit ihr zusammen beginnt und direkt mit ihr mitfiebert, ...

Das Buch startet mit der Ankunft von Merle in Venedig zur ihrem Auslandssemester. Das fand ich ganz passend, weil man so gleich einen neuen Lebensabschnitt mit ihr zusammen beginnt und direkt mit ihr mitfiebert, als sie ohne Wohnmöglichkeit dasteht.

Das Setting des Buches ist wirklich gut beschrieben, sodass man sich nach Venedig versetzt fühlt. Auch die neue Unterkunft von Merle, ein altes, nicht mehr als solches genutztes Hotel, ist atmosphärisch dargestellt.

Ich fand das Buch recht abwechslungsreich und spannend. Natürlich ist die Spannung nicht mit einem Krimi oder Thriller vergleichbar und manche Sachen waren recht vorhersehbar, aber die Geschichte hat mehr Substanz als nur eine Liebesgeschichte. Einzig die spicy Szenen waren ehrlichgesagt nicht unbedingt meins.

Es gibt zwei Spannungsfäden:

Einmal ist Merle aus einem bestimmten Grund nach Venedig gekommen, nämlich um einer Familienlüge auf den Grund zu gehen. Das löst sich auch irgendwann im Laufe des ersten Bandes recht plötzlich auf, weshalb ich hoffe, dass dazu im zweiten Band noch was kommt.

Zum anderen gibt es auch noch ihren geheimnisvollen Mitbewohner Matteo und seine Freunde. Sie sind in eine größere Sache verwickelt, die sich im Laufe der Geschichte langsam offenbart. Das Buch endet dann auch mit einem Cliffhanger diesbezüglich, sodass man am liebsten direkt weiterlesen würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2024

Interessantes Thema, gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

Im Warten sind wir wundervoll
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Elfie lernt auf einem Flug zu ihrem Verlobten in die USA ihren Sitznachbarn kennen und erzählt ihm die Geschichte ihrer Großmutter Luise. Diese verliebte sich nach dem zweiten Weltkrieg in einen Amerikaner ...

Elfie lernt auf einem Flug zu ihrem Verlobten in die USA ihren Sitznachbarn kennen und erzählt ihm die Geschichte ihrer Großmutter Luise. Diese verliebte sich nach dem zweiten Weltkrieg in einen Amerikaner und sollte ihm zum Heiraten in die USA folgen. Dort wartet sie jedoch am Flughafen vergeblich auf ihn. Die Geschichte hat zwei Zeitebenen und spielt sich einmal in der Vergangenheit und dann 70 Jahre später in der Gegenwart ab.

Der Teil mit den War Brides nimmt leider nicht den Hauptteil des Buches ein, der Fokus liegt vielmehr auf dem Leben von Luise und ihrem Kennenlernen mit Jo. Ich hätte gerne geschichtlich mehr erfahren, aber ansonsten hat mir inhaltlich die Perspektive nach dem zweiten Weltkrieg ganz gut gefallen.

Mit dem Schreibstil konnte ich mich leider gar nicht anfreunden. Er wirkte sehr abgehackt, weil er teilweise aus keinen vollständigen Sätzen bestand. Dadurch wirkten die Dialoge recht unnatürlich und die Protagonisten desinteressiert.

Die Kapitelnummerierung ist verwirrend und manchmal musste man kurz überlegen, wer denn jetzt erzählt. Zu dieser Verwirrung trägt außerdem bei, dass man die Namen mancher Protagonisten erst recht spät in der Geschichte erfährt und sie vorher nur „sie“ und „er“ genannt werden oder dass manche wiederum nur mit dem Nachnamen angesprochen werden.

Elfie und Stephen waren mir nicht wirklich sympathisch. Sie wirkt sehr naiv und wirklich integer sind beide nicht. Die Anziehung zwischen ihnen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Mir hätte das Buch ohne ihren Teil deutlich besser gefallen.

Veröffentlicht am 17.09.2024

Ein bisschen zu mystisch und magisch

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Ich war sehr von Matt Haigs Buch „Die Mitternachtsbibliothek“ begeistert und hatte dementsprechend auch große Erwartungen an sein neues Buch. Leider wurden diese für mich nicht erfüllt.

Zunächst zum Positiven: ...

Ich war sehr von Matt Haigs Buch „Die Mitternachtsbibliothek“ begeistert und hatte dementsprechend auch große Erwartungen an sein neues Buch. Leider wurden diese für mich nicht erfüllt.

Zunächst zum Positiven: Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen, er schafft es wie immer, Gedanken und Gefühle zu transportieren und wird an manchen Stellen sogar fast schon etwas poetisch. Es gibt viele kurze Kapitel, sodass das Buch sich schnell durchlesen lässt. Ich mochte es, dass Grace die ganze Geschichte einem ehemaligen Schüler von sich schreibt. So fühlt man sich als Leser auch direkt angesprochen.

Da der Handlungsort Ibiza ist, gibt es im Hardcover vorne und hinten eine schön bunt illustrierte Karte der Insel, sodass man sich orientieren kann.

Leider konnte mich die Geschichte inhaltlich nicht ganz abholen. Der Ansatz einer über 70-jährigen verwitweten Lehrerin mit tragischer Vergangenheit und den Themen Schuld, Einsamkeit und Anhedonie hat mich sehr angesprochen. Allerdings hätte man viel mehr und tiefgründiger etwas daraus machen können. Ohne viel zu spoilern ist mir die Geschichte irgendwann zu esoterisch und mystisch geworden. Man sollte sich darauf einstellen, dass es sich hierbei nicht um einen realistischen Roman handelt, was an sich nicht so schlimm gewesen wäre. Jedoch war mir das Ganze im Endeffekt zu abgedreht und ich habe ein bisschen den gedanklichen Entwicklungsprozess der Hauptperson vermisst.

Fazit: Wer andere Bücher des Autors kennt, könnte hier enttäuscht werden. Sollte man noch keine Bücher von ihm gelesen haben, könnte man von diesem hier abgeschreckt werden, weitere zu lesen.

Veröffentlicht am 09.09.2024

Zweite Chance für Mutter-Tochter-Beziehung

Der Morgen nach dem Regen
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Das Buch ist sowohl aus Johannas als auch Elsas Perspektive geschrieben. Zudem gibt es immer wieder Rückblicke, in denen man Johanna auf ihren beruflichen Reisen in Krisengebiete begleitet und einen Einblick ...

Das Buch ist sowohl aus Johannas als auch Elsas Perspektive geschrieben. Zudem gibt es immer wieder Rückblicke, in denen man Johanna auf ihren beruflichen Reisen in Krisengebiete begleitet und einen Einblick in die Entwicklung der angespannten Beziehung zwischen Mutter und Tochter bekommt. Das hat die ganze Geschichte sehr abwechslungsreich gemacht und ich konnte mich in beide hineinversetzen. Die Autorin schafft es sehr gut, ihre Gefühle zu transportieren.

Auf der einen Seite konnte ich gut verstehen, dass Elsa sich in ihrer Kindheit von ihrer Mutter allein gelassen und ungeliebt gefühlt hat. Andererseits konnte ich auch Johannas Passion für ihren Beruf und ihren Drang anderen zu helfen nachvollziehen.

Ich fand es ein sehr schönes Detail, dass beide durch die Liebe und Erinnerung an ihre Tante bzw. Großtante Toni immer verbunden geblieben sind und sie letztendlich das Erbe deren Hauses wieder näher zusammengebracht hat.

Die Geschichte ist in manchen Teilen vorhersehbar und das Ende war mir etwas zu plötzlich und ein bisschen zu kitschig. Teilweise hätte ich mir auch tiefgründigere Gespräche zwischen Mutter und Tochter gewünscht.

Trotzdem fand ich das Buch mit zwei interessanten Frauen, die sich entfremdet und viel Klärungsbedarf haben, sehr lesenswert. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und unaufgeregt, trotzdem ist die Beschreibung von Johannas Reisen für die Vereinten Nationen fesselnd.