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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2020

eher Krimi als Thriller

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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In Schweden wird eine Frau nachts in ihrem Schlafzimmer überfallen und ermordet. Der Tathergang erinnert an den Valby-Mann vor einigen Jahren in Kopenhagen und Umgebung. Auch da wurden Frauen in ihrer ...

In Schweden wird eine Frau nachts in ihrem Schlafzimmer überfallen und ermordet. Der Tathergang erinnert an den Valby-Mann vor einigen Jahren in Kopenhagen und Umgebung. Auch da wurden Frauen in ihrer Wohnung überfallen und vergewaltigt. Mindestens zwei Frauen wurden dabei ermordet. Seit drei Jahren aber war er nicht wieder auffällig geworden. Ist er nun in Schweden aktiv? Die Ermittlungen ergeben eine Überschneidung mit einem anderen Fall, den Tess Hjalmarsson, Chefin des Cold Case-Teams, auf dem Tisch hat. Vor 16 Jahren verschwand eine junge Frau, deren Verbleib nie aufgeklärt werden konnte. War der Valby Mann auch hier der Täter?

Das Buch fing sehr spannend an. Atemlos verfolgt man den ersten Einbruch. Danach aber ließ die Handlung leider deutlich an Spannung nach. Ich bin auch mit dem Ermittlerteam nicht recht warm geworden. Tess hat zu viele Beziehungsprobleme, ihre Kollegin Marie ist überzeichnet, ebenso wie der aus Dänemark hinzugezogene exzentrische Profiler, der lange am Fall des Valby-Mannes gearbeitet hat.

So richtig gepackt hat mich das Buch insgesamt trotz überraschendem Täter am Schluss leider nicht. Nach dem Einstieg hab ich auf mehr Spannung gehofft. Für meinen Geschmack schweift die Autorin zu oft in Nebensächlichkeiten ab, die die Handlung nicht voranbringen. So las sich das Buch zäher als erwartet und bekommt von mir nur 3 Sterne.

  • Spannung
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 28.01.2020

Enttäuschend

Wolves – Die Jagd beginnt
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Als William Fawkes, genannt Wolf, hört, dass sich sein ehemaliger Mentor umgebracht haben soll, wagt er sich aus der Deckung. Ihm ist klar, dass Finley sich niemals selbst getötet hätte und dass es sich ...

Als William Fawkes, genannt Wolf, hört, dass sich sein ehemaliger Mentor umgebracht haben soll, wagt er sich aus der Deckung. Ihm ist klar, dass Finley sich niemals selbst getötet hätte und dass es sich um Mord handeln muss. Er wird im Haus von Finley jedoch verhaftet, ringt dann aber den ehemaligen Kollegen einen Deal ab, da er sie von seiner Mordtheorie überzeugen kann. Er darf in dem Fall ermitteln, bevor er ins Gefängnis kommt.

Ich hatte die ersten beiden Bände des Autors mit Begeisterung gelesen und auch hier wieder auf atemlose Spannung gehofft. Leider wurde ich enttäuscht. Der Einstieg fiel nicht so leicht, da der Autor anscheinend davon ausgeht, dass einem Namen und Geschehnisse der Vorgängerbände noch deutlich im Gedächtnis sind und zu wenig noch mal kurz auffrischt. Wer mit wem und warum
hatte ich leider vergessen und daher einige Fragezeichen im Kopf. Auch die Handlung zog sich unaufgeregt dahin, ganz anders als bei Band 1 und 2, wo man ja kaum Luft holen konnte zwischendurch. Die gewollt witzigen Dialoge fand ich eher nervig als witzig. Irritierend auch die diversen Zeitsprünge (1979, 2010, 2015, 2016), wenn man denn nicht jedes Mal die Datumsangabe über dem Kapitel liest... Erst im letzten Drittel wird es etwas interessanter, aber insgesamt wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Daher maximal drei Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2020

nicht sonderlich spannend

Diabolic – Fatales Vergehen
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In der Vorgeschichte wollen die Teenager Shiloh, Kat und Ruth aus Prairie Creek in Wyoming einfach nur mal etwas Aufregendes erleben und treffen sich eines nachts, um nackt baden zu gehen. Aufregend ist ...

In der Vorgeschichte wollen die Teenager Shiloh, Kat und Ruth aus Prairie Creek in Wyoming einfach nur mal etwas Aufregendes erleben und treffen sich eines nachts, um nackt baden zu gehen. Aufregend ist das Vorhaben vor allem deshalb, weil kurz vorher in Prairie Creek drei Mädchen verschwunden sind und nicht aufgefunden wurden. Der Ausflug entpuppt sich aber als Albtraum, der vor allem das Leben von der schüchternen Pfarrerstochter Ruthie für immer verändert.
15 Jahre später kommen die Frauen in Prairie Creek wieder zusammen. Und prompt verschwindet ein junges Mädchen. Zudem erhalten die drei ein Foto von damals an der Badestelle. Ihr Peiniger ist noch da draussen...

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt mit jeweils einer der drei Frauen als Protagonistin. Der Anfang war sehr spannend, aber danach konnte mich das Buch nicht so recht packen. Es gab mir hier zu viele Sexszenen und Liebesbeziehungen, die ich als Füllmaterial empfand. Dazu klischeehafte Beschreibungen der Männer und Namen wie Beau, Blaire... Ich habe oft innerlich mit den Augen gerollt. So fand ich das Buch leider nur mäßig spannend und vergebe 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2019

Sehr unterhaltsam

Nebeljagd
1

Linn Geller hat einen neuen Mandanten. Johann Haug soll in dem kleinen Ort Ochsenwang seine ehemalige Pflegemutter mit einem Insulinpen in den Rücken gestochen und sie so mit einer Überdosis Insulin ermordet ...

Linn Geller hat einen neuen Mandanten. Johann Haug soll in dem kleinen Ort Ochsenwang seine ehemalige Pflegemutter mit einem Insulinpen in den Rücken gestochen und sie so mit einer Überdosis Insulin ermordet haben. Er behauptet, er sei unschuldig. Aber in Ochsenwang hält ihn jeder für den Täter. Der Hass ist groß. Vor über 20 Jahren galt Haug schon mal als verdächtigt, eine junge Frau, Vanessa Beckmann, bestialisch ermordet zu haben. Sogar von Kannibalismus war damals die Rede. Auch damals war er angeblich unschuldig, nun wird der Mord wieder neu aufgerollt. Kann Linn ihn angesichts der erdrückenden Beweise seiner Schuld frei bekommen?

Die Spuren sprechen ganz klar gegen Haug. Damals wie heute. Auch Linn glaubt nicht an seine Unschuld. Doch sie legt das Mandat nicht nieder, sondern recherchiert wo sie nur kann. Die gedanklichen Konflikte Linns werden sehr gut dargestellt. Einerseits muss sie ihren Mandanten nach bestem Wissen und Gewissen verteidigen, andererseits ist da die Gefahr, dass sie einen vermeintlich Schuldigen auf die Gesellschaft loslässt und evtl. weitere Menschen ermordet werden. Sehr geschickt bezieht die Autorin den Leser in diesen Gewissenskonflikt ein. Man ermittelt gedanklich mit ihr und versucht, alternative Szenarien zu finden und hat selbst ein Problem, Haug eindeutig für schuldig oder unschuldig zu erklären. Dadurch ist man bis zum Ende des Buches gefesselt. Der Schluss war dann überraschend, auch der Täter jemand, auf den ich nicht gekommen wäre. Sehr unterhaltsam!

  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2019

Zu konstruiert, wenig glaubhaft

Rapunzel, mein
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Vor 20 Jahren verschwand Rabeas kleine Schwester. Nur eine abgetrennte Hand von ihr wurde gefunden, ansonsten ist Maries Schicksal ungeklärt. Rabea ist inzwischen Profilerin beim LKA Rheinland-Pfalz, als ...

Vor 20 Jahren verschwand Rabeas kleine Schwester. Nur eine abgetrennte Hand von ihr wurde gefunden, ansonsten ist Maries Schicksal ungeklärt. Rabea ist inzwischen Profilerin beim LKA Rheinland-Pfalz, als in Essen im Grillo-Theater in der Kulisse für eine Märchenaufführung eine Tote Frau gefunden wird. Anscheinend mit ihren eigenen Haaren erdrosselt. Was Rabeas Aufmerksamkeit weckt ist, dass der Frau beide Hände abgetrennt wurde. Kann das ihre Schwester sein? Rabea muss unbedingt die Leiche sehen. Vor Ort stößt sie allerdings auf Schwierigkeiten. Da sie aus Rheinland-Pfalz kommt, ist sie in Essen nicht zuständig. Die Leiche ist glücklicherweise nicht ihre Schwester. Doch es muss einen Zusammenhang geben. Rabea ermittelt auf eigene Faust.

Mir hat das Buch leider nicht so gut gefallen. Rabeas Verhalten konnte ich nur bedingt verstehen, mit beiden Ermittlern wurde ich einfach nicht warm. Die Handlung fand ich auch nicht sehr gelungen.Der Schreibstil liest sich zwar flüssig und gut, aber ich habe das Buch oft weggelegt, obwohl der Autor versucht hat, vielleicht zu viel versucht hat, Spannung aufzubauen. Ich fand manches einfach nur völlig übertrieben, habe oft innerlich den Kopf geschüttelt oder mit den Augen gerollt und war letztlich froh, das Buch beendet zu haben. Ich hatte nach dem Anfang einfach mehr erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere