Profilbild von Weinlachgummi

Weinlachgummi

Lesejury Star
offline

Weinlachgummi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Weinlachgummi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2021

...

Blake - Der Geschmack des Todes
0

Lange mussten wir auf Band 2 warten, aber nun ist er endlich da und ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut. Zunächst ist es ratsam vorher Band 1 zu lesen, um zusammenhänge zu kennen. Aber wenn man unbedingt ...

Lange mussten wir auf Band 2 warten, aber nun ist er endlich da und ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut. Zunächst ist es ratsam vorher Band 1 zu lesen, um zusammenhänge zu kennen. Aber wenn man unbedingt will, kann man auch mit Band 2 einsteigen, dann fehlt einem aber etwas.

Blake ist ein besonderer Ermittler, denn er gehört nicht unbedingt zu den Guten. Oder kann ein Kannibale ein guter Mensch sein? Ich hege seit Jahren ein Interesse an Serienmördern und der Frage, Wieso macht ein Mensch sowas. Und da trifft Blake genau meinen Geschmack.

Als Leser:in bekommt man hier einen kniffligen Fall geliefert, welchen zumindest ich, nicht so leicht durchschaut habe. Das fand ich klasse, ich wusste nicht schon gleich, worauf alles hinausläuft, sondern wurde wirklich überrascht. Also die Grundstory ist klasse.

Aber für mich lebt diese Reihe von Blake, er ist ein Sonderermittler beim FBI. Was ziemlich cool klingt, aber eigentlich wird er nicht einmal dafür bezahlt. Und außerdem hat er ständig Angst, dass rauskommen könnte, das er heimlich Menschen isst. Ich habe schon andere Bücher über Kannibalen gelesen und im Vergleich, wird das Thema hier nicht besonders eklig dargestellt. Blake ist trotzdem in meinen Augen ein Sympathieträger. Ich mag seinen logischen und analytischen Verstand sehr und auch seinen Humor. Es gab so einige bizarre Szenen, bei denen ich schmunzeln musste.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die sexuelle Gewalt gegenüber Frauen, die mir zu expliziert beschrieben wurde. Ich verstehe, warum das Thema aufkam, aber für mich hätte man die Beschreibungen kürzen können. Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt. Davon abgesehen fand ich Blake wieder genial und ich hoffe so sehr, dass es bald weiter geht.

Fazit:
Für alle Fans von Dexter. Die nicht davor zurückschrecken, wenn der Protagonist mal einen Happen Menschenfleisch nimmt.
Bizarr, aber auch humorvoll.
Es hat Spaß gemacht, diesen undurchsichtigen Fall mit dem analytischen Blake zu erleben.
TW, die sexuelle Gewalt war mir an manchen Stellen etwas too much.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 25.04.2021

...

Versuchen
0

Versuchen ist ein wunderschönes Buch für Kinder ab 6 Jahren. Wobei ich es ehrlich gesagt eher nicht als Kinderbuch sehe.

Versuchen hat gerade einmal 48 Seiten, davon sind alle großflächig illustriert. ...

Versuchen ist ein wunderschönes Buch für Kinder ab 6 Jahren. Wobei ich es ehrlich gesagt eher nicht als Kinderbuch sehe.

Versuchen hat gerade einmal 48 Seiten, davon sind alle großflächig illustriert. Den Stil von Elise Hurst kann man schon am Cover erkennen. Die Zeichnungen sind zum größten Teil schwarzweiß und eher wie mit einem Kohlestift gezeichnet, leicht verwaschen und nicht so detailliert. Mir haben sie sehr gefallen. Ich finde aber auch, dass das Buch etwas düster dadurch wirkt und ich bin mir nicht sicher, ob ein 6-jähriges Kind das Buch so ansprechend finden würde. Sei es von den Zeichnungen oder der Botschaft.

Denn ich glaube, die Botschaft kommt bei Heranwachsenden und Erwachsenen viel mehr zu Geltung. Da diese in der Regel kopflastiger sind und sich oft selbst im Wegstehen. Anders als bei Kindern, die noch viel experimentiert freudiger sind. So finde ich, ist das Buch ein super Geschenk an Menschen, die vielleicht zu viel nachdenken und davor zurückschrecken neues auszuprobieren, auch wenn es sie sehr interessiert. Oder an jemanden, der etwas neues Versucht hat, dieses aber gleich wieder aufgegeben hat.

Ich glaube da kann dieses Buch inspirierend sein und es ist eine schöne Geste. In Versuchen geht es nämlich, wie der Name schon sagt, darum etwas zu versuchen. Und da gehört auch dazu, dass man scheitert und Fehler macht. Wie heißt es so schön, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Leider machen wir uns oft aber selbst druck. Wenn wir etwas nicht gleich können, dann sind wir halt zu schlecht dafür und lassen es. Was wirklich schade ist, besonders wenn unser Herz dafür blutet. Dies behandelt Versuchen am Beispiel eines Bildhauers.

Fazit:
Versuchen ist ein wunderschönes kleines (Geschenk-) Buch. Indem es darum geht, nicht den Mut zu verlieren, wenn etwas nicht gleich klappt, sondern es weiter zu versuchen.
Eine tolle Botschaft und eine Augenweide.

Veröffentlicht am 25.04.2021

...

Fit für Walhalla
0

Ich bin ein großer Fan der nordischen Mythologie und da mir Winter is Coming von Carolyne Larrington schon sehr gefallen hat, wollte ich auch Fit für Walhalla lesen.

Vom Aufbau her ist das Buch gut strukturiert, ...

Ich bin ein großer Fan der nordischen Mythologie und da mir Winter is Coming von Carolyne Larrington schon sehr gefallen hat, wollte ich auch Fit für Walhalla lesen.

Vom Aufbau her ist das Buch gut strukturiert, so gibt es zu Beginn ein Inhaltsverzeichnis in dem die 6 Kapitel genannt werden. Danach findet man eine Karte, die ich auch praktisch finde und eine Anmerkung zu der Aussprache. Und dann geht es auch schon los mit dem ersten Kapitel, Götter und Göttinnen. Dieses fand ich besonders Interessant, habe aber trotz einiges an Vorwissen auch noch neues Erfahren.

Allgemein würde ich sagen, dass man auch noch neues erfährt, wenn man sich schon mehr mit der nordischen Mythologie, Wikingern und so weiter beschäftigt hat. Und ich bin mir nicht sicher, ob man sich nicht etwas erschlagen fühlt, falls man sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat. So würde ich für den absoluten Einstieg eher ein leichteres Werk empfehlen.

Aber für alle nordischen Fans, die sich gerne mehr Wissen an eigenen möchten ist das Buch auf jeden Fall etwas. Vom Schreibstil her fand ich es angenehm zu lesen. Besonders wenn man bedenkt, dass hier viele Informationen vermittelt werden. So konnte ich das Buch zwar nicht am Stück lesen, aber ich fand es nicht trocken oder anstrengend zu lesen.

Im Buch befinden sich viele Zeichnungen, Abbildungen und auch Fotos, alles in schwarzweiß. Die Abbildungen untermalen den Text gut und waren interessant anzusehen. Manche hätte ich mir in Farbe gewünscht, aber ich verstehe, wieso man darauf verzichtet hat um den Preis untern zuhalten.

Ich finde alles rund um die nordische Mythologie, Wikinger etc. sehr interessant und so hatte ich meine Freude an dem Buch. Es wird auf so viel eingegangen und man lernt wirklich einiges dazu. Und es ist einfach faszinierend zu lesen, was die Menschen damals dachten bzw. was zum Beispiel hinter Runen steckt.

Fazit:
Ein großartiges Werk über die alten Götter.
Wer sich für nordische Mythologie, die alten Götter und Wikinger interessiert ist hier gut aufgehoben.
Ich habe einiges neues gelernt und bin immer noch fasziniert von dieser Welt.

Veröffentlicht am 25.04.2021

...

Die Erfindung von Alice im Wunderland
0

Alice im Wunderland mochte ich schon als Kind und so war ich neugierig auf die Hintergründe. In Die Erfindung von Alice im Wunder Land, Wie alles begann erfahren wie die Hintergründe der Geschichte und ...

Alice im Wunderland mochte ich schon als Kind und so war ich neugierig auf die Hintergründe. In Die Erfindung von Alice im Wunder Land, Wie alles begann erfahren wie die Hintergründe der Geschichte und deren Nachfolger, so wie einiges zum Autor.

Peter Hunt ist Professor für Kinderliteratur, so verwundert es nicht, dass er hinter die Kulissen blicken wollte und dieses Buch geschrieben hat. Ich muss gestehen, der Schreibstil war nicht immer meins. Es liest sich mehr wie ein Lehrbuch, was bei Hunts Hintergrund nicht verwunderbar ist. Der Leserschaft werden allerlei Fakten und Informationen geliefert und diese Fülle an Wissen war für mich bisweilen etwas trocken. Dies lag auch daran, dass der Autor hin und wieder sehr ins Detail ging, was dann in der Summe nicht mehr so fesselnd war und eher etwas anstrengend zum Lesen.

Deswegen würde ich das Buch eher für Fans empfehlen, die wirklich mehr wissen wollen und mit den richtigen Erwartungen an die Geschichte ran gehen. Nämlich, dass man das Buch nicht so locker flockig lesen kann. Wenn man damit aber klarkommt, bekommt man wirkliche viel Wissen geliefert. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass Lewis Carroll nur sein Künstlername ist. Oder dass der Struwwelpeter, der mich als Kind traumatisiert hat, eine Parodie, auf die ganzen "Du darfst nicht" Kinderbücher zu der Zeit war.

Ich fand es wirklich sehr interessant zu erfahren was hinter der Geschichte steckt und man erfährt wirklich viel. Untermalt wird der Text von Zeichnungen und Fotos. Diese sind stimmig und passend gewählt. Dadurch, dass der Text wie gesagt eher etwas trocken ist, lockern die Bilder dann immer wieder etwas auf und ich habe mich immer wieder gefreut, wenn ein neues Bild kam.

Fazit:
Empfehlung für alle Alice im Wunderland Fans, die gerne mehr wissen wollen, sei es über die Hintergründe, dem Autor oder auch Bezug zu anderen englischen Kinderbüchern.
Man muss sich aber darauf einstellen, dass man das Buch nicht so locker flockig lesen kann. Da es sehr informativ zum Teil detailliert und dadurch manchmal etwas trocken und fordernd sein kann.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 22.03.2021

...

Vardari - Eisenwolf (Bd. 1)
0

Mich hat schon länger die Rabenringe Trilogie von Siri Pettersen gereizt und als ich dann gesehen habe, dass sie eine neue Reihe startet, wollte ich diese unbedingt lesen.

Siri Pettersen versetzt uns ...

Mich hat schon länger die Rabenringe Trilogie von Siri Pettersen gereizt und als ich dann gesehen habe, dass sie eine neue Reihe startet, wollte ich diese unbedingt lesen.

Siri Pettersen versetzt uns in eine nordisch angehauchte Welt mit magischen Einflüssen, wer nun Drachen, Orks und Co. erwartet wird enttäuscht. Die Magie bzw. High-Fantasy Einflüsse sind dezenter und ruhiger. Und nun kommt ein kleiner Kruxs, ich würde euch am liebsten nun im Detail vorschwärmen, was sich Siri Pettersen alles ausgedacht hat. Aber es ist so, die Leserschaft entdeckt diese es erst nach und nach.

So weiß man zu Beginn nicht wo einen die Geschichte hinführt und auch wie diese Welt funktioniert, was genau sind die Blutleserin, was hat es mit der Wölfseuche auf sich und warum brauchen sie das Blut von Wölfen. All dies und noch mehr ist unklar und den Leser:innen wird es erst nach und nach offenbart. Oft tue ich mich schwer, wenn ich in eine Welt geworfen werde und keine Details habe, die ganzen Fragen in meinem Kopf mindern dann die Lesefreude. Aber dem war hier nicht so.

Die Autorin hat genau das richtige Mittelmaß getroffen, zwischen offenen Fragen und Beschreibungen und Erklärungen. So war ich permanent angefixt von der Geschichte und wollte immer weiter lesen. Und wenn ich gerade nicht lesen konnte, habe ich an das Buch gedacht und wollte gerne weiterlesen, habe mich gefragt, was wohl noch passiert und wo es hinführt.

Ich lese viel und gerne und es kommt nicht so oft vor, dass mich ein Buch überrascht und ich nicht schon vieles erahne. Das fand ich hier ganz toll, dass es nicht alles nach Plan A verlief und man gleich wusste wie der Hase läuft. Natürlich wurde das Rad nicht neu erfunden, aber die verwendeten Elemente waren für mich etwas Neues und diese Undurchsichtigkeit konnte mich voll überzeugen.

Zu den Charakteren, ich kann nicht sagen, dass ich jemanden wirklich mochte. Aber ich glaube das war auch nicht so gedacht, man bekommt hier keine super Sympathieträger geliefert, sondern echte Menschen, die sich manchmal bescheuert verhalten und Fehler machen, bei denen man sich an den Kopf schlägt und an der geistigen Gesundheit dieser zweifelt.

Ich mochte die Handlung sehr, auch wenn sie nicht immer dynamisch war und manchmal kaum etwas passierte, trotzdem war ich permanent gefesselt. Zu keiner Zeit habe ich mich gelangweilt, obwohl nicht so oft etwas wirklich Spannendes passierte. Die Spannung lag für mich eher im Detail, die Geschichte ist an sich ruhig gehalten, die Ruhe vor dem Sturm. Aber es gab natürlich auch spannende Szenen, aber es reihte sich nicht eine Actionszene an die andere.

Fazit:
Wow, ich bin noch richtig im Bann des Eiswolfes und habe mir sogleich die Rabenringe Trilogie der Autorin gekauft. Weil ich unbedingt mehr von ihr brauche.
Vardari ist eine ruhige und undurchsichtige High-Fanatsy Geschichte, die nicht mit den klassischen Elementen daher kommt. Die Leserschaft bekommt nur Häppchenweise offenbart, um was es wirklich geht und wie alles zusammenhängt, dies machte für mich einen besonderen reiz der Geschichte aus.
Die Charaktere fand ich interessant und authentisch.
Trotz dem Mangel an Actionszenen fand ich die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich wollte immer weiter lesen und wenn ich es gerade nicht konnte, habe ich an das Buch gedacht und wie es wohl weiter geht.
Wer nordisch angehauchte Fantasy Geschichten mag, die eine unterschwellige Spannung haben, sowie eine undurchsichtige Storyline, der sollte sich Vardari genauer anschauen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere