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Veröffentlicht am 15.02.2021

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Krähenzauber (Die zwölf Kasten von Sabor 2)
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Ich habe mich wahnsinnig auf den Abschlussband der Dilogie gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Leider hatte ich aber zu Beginn etwas Probleme nach über einem Jahr wieder in die Geschichte zu finden. ...

Ich habe mich wahnsinnig auf den Abschlussband der Dilogie gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Leider hatte ich aber zu Beginn etwas Probleme nach über einem Jahr wieder in die Geschichte zu finden. Ein kleiner Abschnitt, mit den Infos was bisher geschehen ist, hätte da sehr geholfen.

Aber mit der Zeit fand ich mich immer besser in der Geschichte zurecht. So wurde mir ein grandioses Kopfkino geboten. Durch den lebhaften, aber nicht ausufernden Schreibstil der Autorin konnte ich mir die Welt und die Charaktere gut vorstellen. So fiel es mit leicht völlig in der Geschichte abzutauchen und bald hatte ich das Gefühl, als wäre ich ein Teil von ihr. Ein wundervolles Gefühl, wenn man als Leser:in Teil der Geschichte wird, weil diese einen so einnehmen kann.

Den Weltenentwurf finde ich nach wie vor klasse. Da es ein Aufbau ist, denn ich so noch nicht gelesen habe und alles schön stimmig erscheint. Stur ist eine junge Magierin und gehört zu dem Krähen Kasten. Insgesamt gibt es 12 Kasten und alle sind sie nach Vögeln benannt und jedem werden besondere Fähigkeiten nachgesagt. Doch die Krähen stehen ganz unten in der Rangfolge, sie werden wie Dreck behandelt, ausgeschlossen und zum Teil auch gejagt. Dabei haben sie eine sehr wichtige Aufgabe. Sie erlösen Menschen, die an der Sündenseuche erkrankt sind, denn sie sind abgesehen von dem Phönix Kasten die einzigen, die immun sind.

Magie wird bei den Krähen mit Zähnen bewirkt, was ich eine ziemlich coole Idee finde. Mit den ganzen Kasten und den Fähigkeiten ist die Geschichte schon etwas komplex, passt aber trotzdem noch gut als Jugendbuch. Ab der Hälfte wird der Spannungsbogen immer strammer gespannt, bis zu einem großen Knall am Ende. Ich hing nur so an den Seiten und wollte das Buch, nach den anfänglichen Schwierigkeiten nicht mehr aus der Hand legen.

Gut gefallen hat mir außerdem Stur. Ich habe oft meine Probleme mit weiblichen Protagonisten, da ich ihre Darstellung des Öfteren nicht sehr vorteilhaft finde. Stur hingegen fand ich klasse. Sie ist echt und authentisch, macht Fehler und trotzdem hat sie eine große innere Stärke und ihren eigenen Kopf. Ich mochte auch ihren offenen Umgang mit Sexualität. Und die Liebesgeschichte die sehr dezent ist. Dieser Aspekt hebt die Geschichte nochmal für mich hervor. Dass die Liebesgeschichte dezent ist, aber nicht minder intensiv. Zumindest habe ich sehr mit Stur mit gebangt und ihre Emotionen sehr gut verstehen können.

Fazit:
Krähenzauber war ein richtiges Highlight für mich.
Ein super Abschluss der Fantasy Dilogie.
Ich mochte besonders die Idee hinter der Magie, wie diese wirkt und den Weltenentwurf. Mit den Kasten, den Göttern und allem drum und dran.
Außerdem war Stur mit ihrer frechen Art eine tolle starke Protagonistin.
Aber auch die anderen mochte ich sehr und ich hätte gerne eine kleine Nebengeschichte über Jasi.
Was das Buch zu einem Highlight für mich gemacht hat, war auch der Humor, die Autorin hat gekonnt humorvolle Szenen in die Geschichte gewebt, ohne dass die Spannung oder die Ernsthaftigkeit der Story gelitten hat. Alleine die Szenen mit den Katzen fand ich so göttlich, wenn ich es mir bildlich vorstelle, muss ich gleich wieder schmunzeln.
Krähnezauber konnte mich ab einem Gewissenspunkt völlig für sich einnehmen und ich hing nur so an den Seiten.
Bitte mehr von der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2021

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Cornibus & Co (Band 2) - Cornibus Verschwindibus
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Wer mich kennt weiß, ich liebe schön illustrierte Bücher. Leider wird fast immer in der Erwachsenen und Jugendliteratur auf Illustrationen verzichtet, was ich nebenbei erwähnt sehr schade finde, so eine ...

Wer mich kennt weiß, ich liebe schön illustrierte Bücher. Leider wird fast immer in der Erwachsenen und Jugendliteratur auf Illustrationen verzichtet, was ich nebenbei erwähnt sehr schade finde, so eine schöne Zeichnung Untermal den Text vortrefflich. Aber nun gut, dafür gibt es ja Kinderbücher und besonders die Loewe Wow! Titel. Denn das Konzept der Titel ist es, gerade eher die Kinder anzusprechen, die es nicht so mit Büchern haben. So ist der Bild Anteil im Vergleich zum Text hier sehr hoch.

Aber nicht falsch verstehen, die Loewe Wow! Titel sind auch was für Erwachsene, zumindest kenne ich einige Fans von Cornibus, die die Zielgruppe ab 10 Jahren um einige Jahre überragen. Auch ich zähle mich dazu. Cornibus war in den Luzifer Junior Büchern schon mein Highlight und so habe ich mich sehr auf den nächsten Band gefreut, in dem er eine tragende Rolle spielt.

Zur Geschichte möchte ich gar nicht zu viel verraten. Luzi und Cornibus spielen verstecken, wobei eigentlich spielt nur Cornibus und Luzi sucht ihn notgedrungen. Was soll er auch machen, wenn der kleine Hausdämon einfach verschwindet? So nimmt uns Luzi mit auf eine Toure durch die Hölle, dabei entdeckt bzw. besucht er allerlei interessante Gestalten.

Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Ich mag die Idee hinter der Hölle bzw. deren Aufbau in den Büchern. Zum Beispiel musste ich herzhaft über die Abteilung schmunzeln, in der die Menschen untergebracht werden, die andere spoilern. So habe ich mich gefreut, dass wir ein paar Abteilungen / Bereiche kennenlernen. Auch das Versteckspiel gestaltete sich witzig.

Die schwarzweiß Illustrationen haben das Geschehen schön untermalt. Eigentlich mag ich ja farbige Zeichnungen lieber, aber ich muss sagen, hier passt der eher grobe schwarzweiß Stil einfach perfekt. Und der farbige Buchschnitt ist, wie auch bei den anderen Titeln der Wow! Reihe ein Highlight im Bücherregal.


Fazit:
Cornibus Verschwindibus hat mir besser gefallen als sein Vorgänger.
Obwohl man Cornibus gar nicht so oft zu Gesicht bekommt, versteckt er sich doch vortrefflich, fand ich es trotzdem ein gelungenes Abenteuer.
Man sieht einiges von der Hölle und so sind humorvolle Szenen vorprogrammiert.
Durch den geringen Textanteil bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe die unterschiedlichen Illustrationen bestaunt.
Für alle Luzifer Junior und Cornibus Fans, und / oder Lesefaule, die gerne größtenteils Bilder anschauen, anstatt zu lesen.

Veröffentlicht am 08.02.2021

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Sprich mit mir
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Sprich mit mir habe ich auf Vorablesen entdeckt, das Cover hat mich angezogen und auch der Klappentext. Nach einem Blick in die Leseprobe habe ich sogleich meine Punkte für das Buch eingetauscht, heißt ...

Sprich mit mir habe ich auf Vorablesen entdeckt, das Cover hat mich angezogen und auch der Klappentext. Nach einem Blick in die Leseprobe habe ich sogleich meine Punkte für das Buch eingetauscht, heißt mir hat die Leseprobe so gut gefallen, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte und nicht darauf hoffen wollte, dass ich bei der Verlosung Glück habe.
Umso mehr war ich dann beim Lesen enttäuscht, als ich merkte, dass mir die Geschichte nicht gefällt.
Die Idee finde ich nach wie vor klasse. Schimpanse Sam wird beigebracht sich mit der Gebärdensprache auszudrücken und er verliebt sich in seine Pflegerin Aimee. Schnell wird einem als Leser:in klar, dass man nicht pauschal sagen kann, die wer hier die guten und die bösen sind. Tiere, die für die Wissenschaft vermenschlicht werden, nur um sie dann in die Forschung abzuschieben, wenn sie ausgewachsen / zu gefährlich werden. Moralisch ist das Buch auf jeden Fall interessant.

Und doch fand ich es leider sehr anstrengend. Was an dem Schreibstil und der gewählten Erzählform liegt. Dinge werden nicht unbedingt einfach beim Wort genannt, sondern umschrieben, so zieht sich einiges und man muss sich doch ziemlich konzentrieren. Wäre dabei dann wenigstens eine gewisse Poesie entstanden, wie man es auch manch anderen Büchern kennt, aber dem war, zumindest für mich, hier nicht der Fall.

Außerdem werden manche Geschehnisse aus der Sicht von mehreren Personen erzählt, was ich als anstrengenden empfand. Ja, ich mag ungeduldig sein, denn wenn ich etwas schon weiß, dann muss ich es nicht nochmal aus einer anderen Sicht lesen. Dies ist aber sicherlich Geschmackssache. Das in einem Kapitel Unterumständen aus der Sicht von mehren Personen erzählt wurde und dass auch einfach gewechselt hat, hat mich leider immer wieder aus dem Lesefluss geworden. Irgendwie gab es für mich keinen klaren roten Faden.

Meine erstes und wohl auch letztes T.C. Boyle Buch. Ich glaube wir passen nicht zusammen. Interessante Idee, aber die Umsetzung war nichts für mich. Das Thema finde ich trotzdem gut und so bin ich beim Lesen trotz der Kritik am Ball geblieben. Die Darstellung von Sam und seine Kapitel haben mir einen zusätzlichen Reiz gegeben weiterzulesen.

2,5 Sterne

Veröffentlicht am 08.02.2021

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Elfie – Einfach feenomenal
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Nachdem ich Die Magier von Paris von Christina Wolff sehr mochte, musste auch Elfie einfach feenomenal bei mir einziehen. Das Buch richtet sich, wie man unschwer erkennen kann an eine jüngere Leserschaft. ...

Nachdem ich Die Magier von Paris von Christina Wolff sehr mochte, musste auch Elfie einfach feenomenal bei mir einziehen. Das Buch richtet sich, wie man unschwer erkennen kann an eine jüngere Leserschaft. Aber auch, wenn ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre hatte ich meinen Spaß an der Geschichte. Tatsächlich hat es mich gelegentlich an meine frühere Teenagerzeit erinnert. Das erste Mal total verliebt sein und irgendwie diese Leichtigkeit, obwohl es Elfie alles andere als leicht hat. Da gab es nämlich so einen Zwischenfall im Planetarium und schwups ist Elfie eine Fee. Okay ganz so einfach ging es dann doch nicht, aber für Elfie kommt es trotzdem sehr überraschend.

Das Buch ist humorvoll und lebensnah geschrieben. Wie gesagt, hat sich mein frühere Ich sehr gut mit Elfie identifizieren können. Und ich glaube, gerade die Zielgruppe wird großen gefallen an der Geschichte finden und noch mehr mit Elfie mitfiebern.

Von der Handlung war ich ein bisschen überrascht, ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass so viel passiert. Hat mir aber gut gefallen. Elfie mochte ich auch, ihr Sarkasmus hat sie mir gleich sympathisch gemacht. Und auch so war sie eine Protagonistin die man gerne Begleitet.

Elfie einfach Feenormal ist ein humorvolles und fantasievolles Buch, welches nicht nur Leser:innen ab 11 Jahren begeistert, sondern sicherlich auch noch andere Erwachsene abholen kann. Wer es gerne locker leicht mag und Lust auf eine feenhafte Geschichte mit Abenteuern und Überraschungen hat, ist hier richtig aufgehoben.

4,5 Sterne

Veröffentlicht am 29.01.2021

Die Macht der Geschichten

Land of Stories: Das magische Land – Die Macht der Geschichten
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Ich habe mich sehr auf Land of Stories: Das magische Land 5 - Die Macht der Geschichten von Chris Colfer gefreut. Es ist immer wieder ein Erlebnis in die magische Welt von Land of Stories abzutauchen. ...

Ich habe mich sehr auf Land of Stories: Das magische Land 5 - Die Macht der Geschichten von Chris Colfer gefreut. Es ist immer wieder ein Erlebnis in die magische Welt von Land of Stories abzutauchen. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.

Alex und Conner stehen vor einer großen Herausforderung, die Märchenwelt ist in Gefahr. Der Maskenmann und seine herbeigerufen literarischen Schurken bedrohen die Märchenfiguren. Auch Alex und Conner haben Hilfe, ihre neuen Freunde aus Band 4 stehen hinter ihnen. Doch ist das nicht genug, mehr Helden und Heldinnen werden gebraucht. So begeben die beiden sich erneut in Geschichten, doch dieses Mal in keine, die wir schon kennen.

Ich habe zunächst befürchtet, dass die ähnlichen Story-Elemente, die auch schon in Band 4 vorkamen, mich langweilen können. Schande über mich, dass ich an Chris Colfer und seinem Talent gezweifelt habe. Dem war natürlich nicht so und dadurch, dass man die Geschichten nicht kannte und diese so fantastische Elemente enthielten, war es ein schönes Abenteuer voller Überraschungen.

Seien es die Piratinnen, die alle sehr individuell gestaltet waren, der süße Wonnewurm oder Bones, ein Mumienhund, oder die unzähligen anderen neuen Charaktere, diese haben die Geschichte zu etwas besonderen gemacht. Allesamt erschienen sie mir sehr lebend und greifbar. Und auf so ungewöhnliche Ideen muss man erst einmal kommen. Witzig fand ich die Anlehnung an die schon bekannten Märchenfiguren aus dem Land of Stories Universum.

Nicht vergessen darf ich aber die altbekannten Charaktere. Dies kamen mir ein bisschen zu kurz. So habe ich an manchen Stellen Red vermisst bzw. die Interaktion der verschiedenen Charaktere. Es gab mehrere Gruppen, die man Begleitet hat, so bekam die Geschichte ein rasantes Tempo und mehr Transparenz, da man immer wieder Erfahren hat, was an einer anderen Stelle passiert. Trotzdem freue ich mich darauf, wenn die Charaktere wieder mehr untereinander in die Interaktion und besonders Kommunikation gehen.

Denn Red ist einfach so genial. Man weiß nie, was aus ihrem Mund kommt, gelegentlich ist man gar erstaunt, weil es etwas Sinnvolles ist und nicht völlig Selbstbezogen. So oder so, entlockt sie einem des Öfteren ein Schmunzeln.

Die Geschichte hat mir wieder richtig gut gefallen. All diese neuen Ideen und Einflüsse haben Band 5 der Land of Stories Reihe zu einem tollen Erlebnis gemacht. Trotz der über 450 Seiten und dass es schon Band 5 ist, wurde es an keiner Stelle langweilig. Der Autor bringt immer wieder etwas Neues in die Story ein, sodass die Leserschaft immer wieder überrascht wird. Man hat nicht das Gefühl, man hätte so etwas schon 100-mal gelesen. Außerdem kommt die Geschichte ohne Liebesdrama daher, okay da wäre Trollbella, aber ihr Liebeschaos zähle ich mal nicht dazu, das ist eher erheiternd als nervig. Und für ihren unerschütterlichen Optimismus kann man sie nur beneiden.

Fazit:
Land of Stories gehört mittlerweile zu meinen liebsten Reihen.
Chris Colfer legt einen Ideenreichtum an den Tag, der seinesgleichen sucht.
Wie gewohnt entführt uns der Autor in eine fantasievolle und magische Welt.
Mit den Zwillingen Alex und Conner erleben wir Abenteuer und reisen dieses Mal in ganz besondere Geschichten, die so bestimmt noch niemand kennt.
Ein bisschen habe ich die Interaktionen zwischen den ganzen Charakteren vermisst, dies ist aber jammern auf hohen Niveau.
Red war wieder einmal ein Highlight, genauso wie der Wonnewurm oder Bones.
Wunderbar flüssig zu lesen.
Ein geniales Kopfkino, das die Leserschaft hier geboten bekommt.
Für alle Märchenfans, Geschichten in Geschichten Liebhabern und wer es gerne magisch mag.
Ich warte nun gespannt und sehnsüchtig auf den Herbst und Band 6.

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