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Whale_in_the_Clouds

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2025

gelungene Enemies-to-Lovers-Story

The Dixon Rule
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Diana Dixon kann es nicht fassen, dass ausgerechnet Shane, der Fluch ihrer Existenz, ihr neuer Nachbar wird. Erst vögelt er sich durch ihren kompletten Cheerleader-Kader und dann hat er auch noch die Dreistigkeit ...

Diana Dixon kann es nicht fassen, dass ausgerechnet Shane, der Fluch ihrer Existenz, ihr neuer Nachbar wird. Erst vögelt er sich durch ihren kompletten Cheerleader-Kader und dann hat er auch noch die Dreistigkeit das zukünftig in ihrer Hörweite zu machen. Doch aufgrund eines Zufalls kommt es ganz anders: Shane bittet Diana, seine Fake-Freundin zu spielen und sie stimmt zu.

Das Buch ist wechselnd aus der Sicht von Shane und Diana geschrieben, wobei beide Protagonisten sympathisch und authentisch dargestellt wurden. Die weiteren Protagonisten aus Band 1 kommen auch wieder vor, das Buch kann meiner Meinung nach aber auch unabhängig von Band 1 gelesen werden, man wird dann nur bezüglich dessen Inhalt gespoilert.

Der Schreibstil des Buches ist angenehm zu lesen undsorgt dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Die Handlung konzentriert sich sehr auf Diana und Shane und so entspannt das Buch auch nach dem Klappentext klingt, es hat viel mehr Tiefe als ich erwartet habe. Sowohl Shane als auch Diana haben tiefergehende Probleme und werden Situationen ausgesetzt, denen sie sich stellen müssen. Mein Highlight waren jedoch die Situationen, wo Diana und Shane sich gestritten haben oder wenn Diana Shane wieder einmal aus dem Hauseigentümer-Chat geschmissen hat. Generell haben die anderen Hausbewohner einen großen Anteil daran, dass dieses Buch eben keine klassische Enemies-to-Lovers Story ist. Sie geben dem Setting einen leichten Anstrich, auch wenn die behandelten Themen es wirklich in sich haben.

Neben tieferen Themen und lockeren Wortgefechten ist das Buch vor allem eins: Spicy! Der Sex zwischen Diana und Shane ist hot und häufig, wobei sie zum Glück nicht ab einem gewissen Punkt nur bumsen, sondern die eigentliche Handlung nicht untergeht.

Kleines Manko war für mich, dass ich an manchen Stellen die Lovestory nicht endgültig überzeugend fand. Teilweise fand ich das Verhalten von sowohl Diana als auch von Shane nicht okay, vor allem da sie an diesem Punkt schon dachten, sie hätten Gefühle füreinander.

Insgesamt ein Buch, das mich gut unterhalten hat, auch wenn es kleinere Kritikpunkte gab. Für jeden Fan von Enemies-to-Lovers kann ich das Buch aber wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Erlkönig trifft Rumpelstilzchen

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
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Serlida liebt nichts so sehr wie Geschichten erzählen. Diese kommen einfach zu ihr und sorgen dafür, dass niemand ihr glaubt, wenn sie doch einmal keine ausgedachte Geschichte erzählt. Als der Erlkönig ...

Serlida liebt nichts so sehr wie Geschichten erzählen. Diese kommen einfach zu ihr und sorgen dafür, dass niemand ihr glaubt, wenn sie doch einmal keine ausgedachte Geschichte erzählt. Als der Erlkönig kommt, versucht sie zwei Fabelwesen vor ihm zu beschützen, indem sie ihm erzählt, dass sie Stroh zu Gold spinnen kann und er holt sie fortan regelmäßig zu sich, wo sie ihr Talent unter Beweis stellen muss. Im Schloss des Erlkönig hilft ihr Gild, der dort festgehalten wird, aber im Gegensatz zu Serilda wirklich Stroh zu Gold spinnen kann, solange es eine Bezahlung gibt. Doch was ist Serilda bereit zu zahlen?

Diese Märchen-Neuinterpretation ist vollständig aus der Sicht von Serilda geschrieben, einer jungen Frau, die verflucht zu sein scheint, da sie eine Art notorische Lügnerin ist. Mir persönlich ist es etwas schwer gefallen, eine Verbindung zu ihr aufzubauen, da ich sie stellenweise altklug und dann wieder naiv fand. Diese Mischung war oft nicht ganz meins, auch wenn ich sie sonst authentisch fand.

Die weiteren Protagonisten spielen eher nur eine Rolle, wenn es gerade zur Handlung rund um Serilda passt, was für mich der Story leider etwas die Tiefe genommen hat. Mir persönlich ist es lieber, wenn die Nebencharaktere auch mehr Raum bekommen, aber das ist Geschmackssache.

Die Handlung an sich ist interessant, insbesondere die Verflechtung zwischen Rumpelstilzchen und dem Erlkönig, allerdings fand ich sie etwas langgezogen und stellenweise habe ich nicht wirklich nachvollziehen können, was jetzt grade der Mehrwert der Geschehnisse für die Story sein soll.

Erstaunt hat mich auch, wie brutal die Handlung stellenweise ist, ich hätte das tatsächlich nach dem Klappentext nicht erwartet.

Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht wirklich überzeugen, da es mehrere Längen hatte und ich die Protagonistin teilweise etwas nervig fand. Trotzdem ist die Erzählung nicht uninteressant und für Märchen-Fans sicher gut geeignet.

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Mortals gegen Descended

Spark of the Everflame
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Diem lebt als Mortal in einer Welt, die von den Descended bestimmt wird. Diese haben Magie und das Leben eines Mortals ist für sie nicht mehr wert als das einer Fliege. Als Heilerin hat Diem immer wieder ...

Diem lebt als Mortal in einer Welt, die von den Descended bestimmt wird. Diese haben Magie und das Leben eines Mortals ist für sie nicht mehr wert als das einer Fliege. Als Heilerin hat Diem immer wieder mit Verletzungen der Menschen zutun und kennt die Descended nur aus der Ferne, bis sie zu einem Unfall gerufen wird, wo sie auf die Nichte des sterbenden Königs trifft und dieser das Leben rettet. Gefangen zwischen ihrem Hass auf die Ungerechtigkeiten und dem Wunsch, das Leben für die Menschen sicherer zu machen, muss Diem sich bald entscheiden, auf wessen Seite sie stehen möchte.

Das Buch ist aus der Sicht von Diem geschrieben, die authentisch und sympathisch, wenn auch stellenweise ein ganz kleines bisschen naiv ist. Trotzdem konnte ich dem Buch sehr gut folgen, was auch an dem wirklich angenehmen Schreibstil lag.

Die Handlung an sich war für mich persönlich ziemlich vorhersehbar, wobei mich das aber nicht gestört hat. Der Kampf von Diem mit sich und ihren Ansichten, ihre Wut auf die Descended und generell ihre ganze Art haben mir wirklich gut gefallen, einfach weil sie eine toughe junge Frau ist, die die Ungerechtigkeit der Welt nicht länger hinnehmen möchte.

Was mich etwas gestört hat ist die Tatsache, dass man bei diesem Buch sehr stark merkt, dass noch mehrere Folgebände geplant sind. Die Geschehnisse sind ausführlich erzählt, aber stellenweise hätte die Handlung für meinen Geschmack etwas schneller sein können. Es wird relativ wenig auf etwas vielen Seiten erzählt, was aber gleichzeitig auch viel Raum für Diem gibt, um ihren Charakter zu entwickeln.

Das Ende ist leider ziemlich fies mit dem Cliffhanger, insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen. Von daher von mir eine klare Empfehlung für jeden Romantasy-Fan, den es nicht stört, wenn das Buch bekannten Schemata folgt.

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Kampf nach Anerkennung

Degrees of Engagement
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Bianca hat es geschafft, sie hat ihren Doktortitel erhalten, doch alle ihre Freunde und Familie sagen kurzfristig ab, sodass sie verletzt ihre eigene Feier verlässt. Dabei begegnet ihr ausgerechnet Xavier, ...

Bianca hat es geschafft, sie hat ihren Doktortitel erhalten, doch alle ihre Freunde und Familie sagen kurzfristig ab, sodass sie verletzt ihre eigene Feier verlässt. Dabei begegnet ihr ausgerechnet Xavier, ihr Konkurrent aus dem Doktorprogramm. Als dieser ihr nach ein paar Ouzo anbietet, eine Fake-Verlobung einzugehen, um ihren Freunden zu zeigen, wie gemein sie sich verhalten haben, willigt sie ein. Doch ihre Gefühle für Xavier gehen tiefer, als sie erwartet hat, genauso wie seine für sie und plötzlich steht viel mehr im Raum, als der Kampf nach Anerkennung.

Das Buch ist aus der 3. Person im Präsens geschrieben, was mir leider überhaupt nicht gefallen hat. Dadurch war es für mich wirklich schwierig, eine Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen, teils auch, weil nicht direkt ersichtlich war, über wen grade geschrieben wird. Dabei sind sowohl Xavier als auch Bianca wirklich interessante Protagonisten, die mit ihren persönlichen Geschichten eine angenehme Tiefe besitzen.

Die Idee des Buches hat mich im Gegensatz zum Schreibstil direkt gefesselt. Ich konnte den Druck unter dem besonders Frauen stehen, endlich zu heiraten und eine Familie zu gründen, sehr gut nachvolllziehen und fand die Darstellung davon genau richtig. Sowohl Bianca als auch Xavier bekommen dabei in der Geschichte genug Raum um sich zu entfalten und dazu kommt die wundervolle Chemie zwischen ihnen, insbesondere zu Beginn und bis etwa zur Mitte des Buches, bevor es mir etwas zu kitschig und vorhersehbar wurde.

Neben Bianca und Xavier haben die weiteren Protagonisten auch ihre Auftritte, allerdings hatte ich oft das Gefühl, dass sie abgesehen von ihren Passagen eher vernachlässigt und immer nur hervogeholt wurden, wenn es gerade passte.

Insgesamt ein gutes Buch, dass Frauen vor Augen führt, dass sie sich wehren können gegen das typische Rollenbild und dass es trotzdem okay ist, sich zu verlieben und sich eine Familie zu wünschen. Leider hat mir der Schreibstil dennnoch das Lesen etwas schwer gemacht.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Leider sehr in die Länge gezogen

The Courting of Bristol Keats
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Bristol kann nicht widerstehen, als ihr erst die Lösung für alle ihre finanziellen Probleme geboten wird und sie dann auch noch erfährt, dass ihr Vater noch am Leben sein könnte. Um nach ihm auf die Suche ...

Bristol kann nicht widerstehen, als ihr erst die Lösung für alle ihre finanziellen Probleme geboten wird und sie dann auch noch erfährt, dass ihr Vater noch am Leben sein könnte. Um nach ihm auf die Suche zu gehen und für die Lösung ihrer Probleme muss sie nur ihre Schwestern zurücklassen und nach Elfheim gehen, um dort zur Rekrutin ausgebildet zu werden. Doch kaum ist Bristol angekommen, entfaltet sich ein Netz aus Geheimnissen und Intrigen, in dem nicht nur sie, sondern auch der viel zu gutaussehende mürrische König des Reiches gefangen werden.

Das Buch ist hauptsächlich aus der Perspektive von Bristol und dem König geschrieben, doch immer wieder werden verschiedene andere Perspektiven eingestreut. Teilweise ist nicht direkt ersichtlich, um wessen Blickwinkel es sich gerade handelt, was ich etwas verwirrend fand.

Sowohl Bristol als auch der König konnten mich als Protagonisten nicht endgültig von sich überzeugen. Bristol ist sympathisch, mir aber oft viel zu naiv und hitzköpfig. Dazu kommt, dass sie eine dieser Protagonistinnen ist, für die sich auf magische Weise doch irgendwie immer alles zum Guten wendet, wobei manche der Situationen für mich zu plump wurden.

Die Handlung hat eine interessante Grundidee, ist aber massiv in die Länge gezogen. Die eigentliche Handlung fängt erst nach über 20% des Buches richtig an, was für mich einfach viel zu spät war. Zwischendurch gibt es immer wieder spannende Abschnitte, die jedoch sehr schnell wieder von langwierigen Ausschweifungen unterbrochen werden, die wenig zur eigentlichen Handlung beitragen.

Die Chemie zwischen den Hauptcharakteren war für mich leider auch nicht wirklich vorhanden, wenn dann nur zu Beginn, als der König und Bristol sich noch offen anfeinden. Leider geht diese Chemie sehr schnell verloren im weiteren Verlauf der Beziehung.

Insgesamt hat mich das Buch zum Großteil enttäuscht, auch wenn einzelne Passagen gar nicht schlecht waren.

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